Amuse bouche

Steht so eine Bezeichnung auf der Speisekarte, so weiss ich seit gestern, dass damit ein grösserer Gruß der Küche gemeint ist, der als mundgerechter Happen das Warten auf das eigentliche Menü verkürzen soll. Für den Bratwurstgourmet am Stande des Stadions schon eine neue Tatsache. Aber unser Hotel sollte noch einen ganz speziellen Gruß für uns bereithalten. Auf jeden Fall waren wir alle soweit wieder hergestellt, so dass unser kleiner Wochenendtrip starten konnte. Über die Siedlung „Margarethenhöhe“ hatte ich ja schon mal berichtet, aber den Link gibt es hier nochmal: http://www.essen-margarethenhoehe.de/ denn dieses, bei genauerer Betrachtung, doch recht grosse Areal erscheint wie eine ruhige Enklave dieser „Check it out“ Tage. Im Hotel selber wurde unser gebuchtes Zimmer doppelt belegt, so dass wir ein anderes bekamen. Bis dato auch kein Problem, denn es war klasse und wir wollten ja sowieso auf den Weihnachtsmarkt. Den erreichten wir mit der „U17“, einer S-Bahn Linie. Ganz praktisch, aber definitiv nicht mein Lieblingsfortbewegungsmittel. Und das war dann endlich mal ein Weihnachtsmarkt, der diese Bezeichnung wirklich verdient (http://www.weihnachtsmarkt.essen.de/). Sonstige Kirmesbeschicker inmitten ihrer hochwertigen „Mitteilungsshirts“, Gürtel, oder sonstigen Dingen die keiner braucht, fehlten gänzlich. Die einzigen Shirts gab es an der RWE Bude, und die gehörte da natürlich auch hin! Rund um den Weihnachtsmarkt und seiner Ausläufer tobte das pralle (Kauf)Leben. Unglaubliche Menschenmassen waren unterwegs. Aber trotzdem wirkte alles recht entspannt. Vielleicht ein Vorteil derer, die tagtäglich in einer Grossstadt unterwegs sind. Oh, und dann kam, was kommen musste: Das zum Arrangement gehörende Dinner: Ich habe noch nie 3 Stunden gesessen, in Essen um zu Essen. Fast vermessen. Fazit: Lecker! Noch ein Fazit: Nie wieder. Ich fühle mich heute wie eine Tonne und mein Magen hat über den Fernet nur verächtlich gehüpft. Während des Dinners konnte ich im Hauseingang einen schwarz gekleideten Mann beobachten, der seine Sonnenbrille kauend im Mund, ein Kinderplastikfernglas um den Hals und in der rechten Hand eine Kamera trug. Und während dieses Schaltens vom 1. bis in den 5. Gang lief der Mann hin und her und guckte immer weg, wenn wir hinguckten. Irgendwann machte er den Knopf seines Blazers auf und an seinem Hosengurt blitzten Original Kinderplastikhandschellen auf. ……Habe ich auch gedacht, aber es war so. Und dann endlich fuhren zwei „Hummer“ Stretch Limousinen vor und es wurde klar: Der Mann hatte einen Auftrag für eine Weihnachtsfeier. Also kein terroristischer Hintergrund. Der unbeabsichtigte Gruß des Hotels bestand nun darin, dass unser Zimmer das einzige von 60 war, dessen Klimaanlage sich nicht abschalten ließ. Bis ca. 5 Uhr morgens rauschte und ratterte es und mit entsprechendem Hals und ohne Schlaf versuchten wir diesem Problem Herr zu werden. Um es auf den Punkt zu bringen: Eine schlaflose Nacht und zig Entschuldigungen am nächsten Tag. (Also kurze Zeit später). Das Frühstück fiel nicht üppig aus, hatte wohl etwas mit den Gängen von gestern zu tun und dann gab es noch die Villa Hügel (http://www.villahuegel.de/), unglaublich interessant (was will man mit 8200 m2 Wohnfläche…) das Geburtshaus der Uroma und das Haus, in dem eine Oma (nämlich die Tochter der Uroma und Mutter von Mareike, iss klar nee…) von Lene und Jule aufgewachsen ist. Auf dem Rückweg passierten wir dann natürlich auch noch die Hafenstrasse, die nun für das Pokalspiel endgültig restlos ausverkauft ist.

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