Winterpause

Wieso heißt nach Abschluß der Hinrunde der Erstplazierte in einer Liga Herbstmeister, obwohl es doch bedeutet, dass die Liga in die Winterpause „geht“ ? Gut, daß aber nur am Rande, fiel mir gerade ein. Es wird sein wie immer: Der Spielbetrieb hierzulande ruht, und sobald er wieder aufgenommen werden sollte, fällt er aus. Ich freue mich jetzt schon wieder auf die Berichte von Fußballreisenden, die sich über die Feiertage gen England aufgemacht haben. Übrigens habe ich mir heute nach langer Zeit wieder die Printausgabe des Kickers gekauft. Nicht nur Zeitmangel hat dazu geführt, dieses Relikt der Fußbballberichterstattung ungelesen in den Regalen liegen zu lassen: War der SV Eintracht höchstens noch als Tabellenbestandteil existent, hat es auch der RWE in den allerletzten Teil der aktuellen und „losen“ Berichterstattung geschafft. Man mag ja nicht jede Woche mit der traurigen Ligawahrheit konfrontiert werden. Der Fußball ruht also, und Morgen ist Heiligabend: Zeit des Wünschens, der Erwartungen und der Hoffnungen. Und eigentlich sind doch alle Wünsche erfüllt, wenn jemand entgegen aller Prognosen noch dieses Weihnachtsfest erleben darf. Und doch schmerzt der Umstand, daß ein Abschied jeden Tag ein Stückchen näher rückt. Umso wichtiger vielleicht in diesem Jahr die Botschaft von Weihnachten, daß den Menschen ein Wunder passiert, welches sich nicht in Umsatzzahlen messen läßt. Kommt also eine Trennung auf mich zu, die möglichst lange auf sich warten läßt, so ist die Trennung vom bisherigen Arbeitsbereich in vollem Gange. Auch hier galt und gilt es Abschied zu nehmen von vielen Dingen, die ein Leben mitunter prägen. Aber, dieser Abschied war zumindestens gewollt (….) und wird mich den beruflichen Alltag in Zukunft von einer anderen Sichtweise her betrachten lassen. Eigentlich, und in der Summe des Erlebten, ist der Begriff „Winterpause“ der falsche für diese doch recht persönlichen Gedanken. Vielleicht würde eher der Begriff „Momentaufnahme“ dazu passen, gibt es leider heutzutage keine Pause mehr. Das „Ventil“ Fußball legt zwar eine Pause ein, daß alltägliche Leben dafür aber noch einen Zahn zu. Komischerweise genau dann in der Vorweihnachtszeit, wo doch am ehesten der Moment gekommen ist, um den Dingen des Alltages in Erwartung des heiligen Abends etwas gelassener und ruhiger zu begegnen. Mein Wunsch an dieser Stelle: Wir drehen alle nicht mehr ganz so schnell „am Rad“ und dafür wird durchgespielt.

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