Niemand hat die Absicht, eine Niederlage zu errichten.

Soweit die Schlagzeile zur ersten Saisonniederlage im zweiten Saisonspiel. Da aber einer solchen wenigstens ein erklärender Text folgen sollte, was bis dato nicht passiert ist, blieb es erst einmal über Wochen dabei.
Der Ball rollte trotzdem weiter und somit steht morgen schon der sechste Spieltag an. Der RWE betritt nach Köln Müngersdorf wieder eine der großen Bundesliga Bühnen. Borussia Mönchengladbach die Zweite heißt der Gegner und Borussia-Park der Spielort. Es soll auch noch genügend Karten für Kurzentschlossene geben.
Aber zurück zur ersten und bisher einzigen Niederlage: Ob es die Ehrfurcht vor dem Stadion, oder gar ein wenig Überheblichkeit nach den ersten Erfolgen war, man weiß es nicht. Die erste Halbzeit wurde jedenfalls völlig verschlafen und so fielen zwangsläufig die Kölner Tore zur 2:0 Halbzeitführung. Die zweiten 45 Minuten brachten Spielerwechsel und Feldüberlegenheit mit sich. Später den Anschluß durch Elfmeter und auch ein Punkt war durchaus im Bereich des Möglichen. Die Mannschaft wurde trotzdem mit Applaus verabschiedet. Ich war sogar recht zufrieden ob dieser frühen Niederlage. Verhalf sie doch wieder zu etwas mehr Bodenhaftung und dem ein- oder anderen Spieler zu einer fälligen Pause.
Heimspiel, zu Gast der SV Elversberg. Auch hier zwei völlig gegensätzliche Halbzeiten. Weder war es die zweite Halbzeit, in welcher die rot weissen den Gegner in den Griff bekamen, und einmal mehr Laufbereitschaft in Verbindung mit Kombinationssicherheit die Grundsteine für den Erfolg legten. Endergebnis: 2:0 für den RWE.
Auswärtsspiel: Fast ein historisches, ging es doch das erste Mal nach der Insolvenz in ein anderes Bundesland. Das Spiel endete 0:0 und glich in Anbetracht der Regenmassen eher einem Glücks- denn einem Fußballspiel. Warum die RWE Fans nicht auf die große überdachte Hintertortribüne gelassen wurden, wird auf ewig ein Geheimnis der TuS Verantwortlichen bleiben.
Heimspiel: Zu Gast der SC Verl. Wie der SV Elversberg kein Verein mit großer sportlicher Vita und vielen Fans im Gepäck, aber keine Zweitvertretung. Und daher wohnten an einem Mittwochabend 7708 Essener und 4 Verler Zuschauer einer, dem Vernehmen nach, hochklassigen Begegnung bei. Diese konnte der RWE mit 3:1 für sich entscheiden. Und wieder einmal brachten die zweiten 45 Minuten die Entscheidung. Es ist, über die ersten sechs Pflichtspiele der Saison betrachtet, der rot-weisse Faden, der sich durch das RWE Spiel zieht! In einer Phase, in welcher gemeinhin Konzentration und Kraft nachlassen, kann der RWE noch einmal zulegen, drückt den Gegner in die eigene Hälfte und zwingt diesen dadurch zu Fehlern. Hinzu kommen Einwechselungen durch Waldemar Wrobel, die den Spielverlauf positiv beeinflusst und sich so nahtlos in das Spiel eingefügt oder belebt haben.
Fazit also nach fünf Spieltagen: 10 Punkte, die als Aufsteiger einen stolzen dritten Platz bedeuten. 7077 Zuschauer im Schnitt sprechen für sich selbst, die Erwähnung der Platzierung ist, ohne arrogant klingen zu wollen, überflüssig. Waldemar Wrobel und Team haben die Mannschaft im Griff, die Neuzugänge scheinen integriert und auch die Berliner Hertha scheint erst einmal aus den Köpfen verschwunden. Der Stadionbau läuft und auch das Kulturgut wurde etwas heruntergefahren, alles mal wieder zu schön um wahr zu sein.
Morgen nun also Spiel sechs und die Bundesliga legt eine Länderspielpause ein. Kann bedeuten: Borussia Mönchengladbach nutzt das Spiel gegen den namenhaften Gegner RWE und verschafft Spielern aus dem Bundesligakader Spielpraxis. Was natürlich einer Wettbewerbsverzerrung gleichkommen würde, aber vom DFB ja so gewollt ist. Wie geschrieben: Es kann dazu kommen, muß aber nicht. Prophylaktisches Aufregen hilft aber ungemein.
Und zum Schluß noch etwas in eigener Sache: Die langjährigen Probleme unter anderem im Halswirbelbereich münden zur Zeit in einem Reha- Programm, welches gnadenlos Schwächen aufdeckt, über den Schmerz hinausgeht und darauf aus ist, den Körper an den Schwachstellen gezielt zu stärken. Das Tippen von längeren Texten bereitet mir aber weiterhin große Probleme und so natürlich auch keinen Spaß. Ich möchte als Folge dessen „Im Schatten der Tribüne“ nicht für immer schließen, dafür hänge ich zu sehr daran. Aber, es kann immer mal wieder zu längeren Pausen kommen. Und wenn nach einer solchen trotzdem noch mitgelesen wird, mich würde es freuen. Glück auf!

2 Kommentare

  • Gute Besserung und viel Erfolg mit dem Reha-Programm. Und ich bleibe auch bei längeren Pausen als stiller Mitleser am Ball. 🙂 Gruß vom Kid

  • Vielen Dank. Das ist ja im Prinzip auch relativ uninteressant, aber in diesem Moment war es mir wichtig. Und zu wissen, das es stille Mitleser gibt, das macht Freude und erhält den Spaß daran 🙂 Ich wünsche Dir eine erfolgreiche Saison und viele interessante Themen.

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