Heute im Wartezimmer

Oder doch nur ein Spiegelbild der Gesellschaft? Auf jeden Fall konnte ich nicht lesen in diesem Wartezimmer, und das allein ist ja schon unerhört. Man stelle sich Mutter und Tochter vor, ein Handy, und einen Sohn am anderen Ende der Leitung. Und zu Mittag gab es Sauerkraut und eine Tasche musste auch noch gepackt werden. Zwischen diesen Fakten, die lautstark und ohne Rücksicht auf andere Patienten via Handy kundgetan wurden, nannte die anwesende Tochter ihre Mutter „bescheuert“, die Mutter den Sohn am Telefon einen „Idioten“ und zu blöd für diese Welt. Gemeinsam war Mutter und Tochter ihre Meinung darin, dass Jungs eh zu nichts taugen, was wiederum eine Mutter verschämt zu Boden blicken ließ, deren Junge gerade mit allen möglichen Dingen beschäftigt war, die nur diesem einen Zweck dienen sollten: Einen gleichmäßigen Lärmpegel im Wartezimmer möglichst lange herzustellen.Übrigens verstanden sich Mutter und Tochter zwischen ihren Beleidigungen total gut und haben sich über das Handy ausgetauscht…….Als die Protagonisten der Reihe nach aufgerufen wurden, griffen die verbliebenen Patienten flugs zur Zeitung. Und mir kam der Gedanke, dass die Gesellschaft immer öfter das gleiche vermissen lässt, wie wohl momentan der Vorstand des SV Eintracht: RESPEKT.

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