Kategorie-Archiv: Flankenball

Scheibchenweise

Was in den oberen Ligen durch das Diktat des Fernsehens erfolgt, erledigt in den unteren Ligen zur Zeit der Winter: Die Spieltage als solches existieren kaum noch, irgendeine Mannschaft hechelt immer hinterher, sofern sie denn überhaupt spielen kann. In der Spitze drei Spiele Unterschied trennen die Teams voneinander, neun mögliche Punkte also, die in den Hochrechnungen der Fans in die Waagschale geworfen werden können.

Morgen Abend ist dann der RWE wieder an der Reihe und es gilt, das ursprünglich für Samstag angesetzte Heimspiel gegen den Bonner SC nachzuholen. Samstag wäre ich vor Ort gewesen, Morgen ist es kaum machbar. Um bei der Salami zu bleiben: “Tolle Wurst”. Ein Erfolg würde den vierten Sieg in Folge bedeuten, und auch die Defensive steht endlich, gab es in den letzten drei Spielen nicht ein einziges Gegentor. Nicht zuletzt ein Verdienst des Mannschaftskapitäns Denny Herzig, der hinten kompromisslos zu Werke geht, lautstark die Mannschaft dirigiert und seit neuestem auch Gefahr vor dem gegnerischen Tor ausstrahlt. Attribute, wie gemacht für einen Publikumsliebling an der Hafenstrasse.

Sollte also Morgen das neu gewonnene Mannschaftsgefüge vielleicht erneut erfolgreich sein, die Teams über dem RWE in den direkten Duellen……vor Wochen habe ich dem 1. FC Saarbrücken schon zur Meisterschaft gratuliert, nun gilt es einfach mal zu gucken, was rein rechnerisch noch gehen könnte. Träumen darf man als Fan immer. Wer übrigens nicht von von den Spielen als solche, sondern auch von der dazugehörigen Wurst träumt, dem sei diese geschmacklich wertvolle Seite empfohlen. Aber bitte mit Senf.

Soziale Symmetrie oder die Philharmonie des Nordens

Hehre Worte, ausgesprochen von Politikern jeglicher Coleur am mittlerweile schon legendären Tag der größten “Verarschung” des gemeinen RWE Fans nach dem Bundesligaskandal. Schön aufgereiht und mit RWE Schal behangen standen dort aktuelle, zukünftige und ehemalige Würden- und bedenkenlose Träger hinter dem Mikrofon und überboten sich in der Begeisterung, hier und heute auf dem Anstoßkreis des neuen Stadions für die Stadt Essen zu stehen. Applaus,Applaus. Müßig, jetzt noch mal wieder die weiteren Abläufe bis zum heutigen Tage zu skizzieren, das Ergebnis dieser Posse steht ja noch an der Hafenstrasse. Und über allem steht die folgende Argumentationskette: Ohne Lizenz kein Stadion, ohne Stadion aber auch keine Lizenz. Eine schöne Basis, um die Entscheidung so lange zu vertagen, bis der Verein endlich aus dem Vereinsregister gelöscht ist, und es dann sowieso keines Stadions mehr bedarf. Das auch der Verein eine bisweilen unglückliche Figur abgibt, sollte hier aus Gründen der Fairness nicht unterschlagen werden. Wenigsten konnte die bis dato vakante Stelle des Geschäftsführers neu besetzt, und zudem ein Berater des Vorstandes gewonnen werden. Aus welchen Dunstkreisen die Herren nun auch immer den Weg an die Hafenstrasse gefunden haben, große Erwartungen hat momentan wohl keiner mehr an einen Funktionsträger des Vereines, allein den DFB Auflagen wurde entsprochen. Vielleicht sogar zum Ärger der Politiker, denn ohne Geschäftsführer wäre die Lizenz direkt verweigert worden, laut meinem Kenntnisstand. Vielleicht ist es nun doch endlich einmal der Mannschaft vorbehalten, durch Leistungen auf dem Feld ein Ausrufungszeichen zu setzen. Das kostenneutrale Ergänzungspaket auf Stollen scheint sich in den bisherigen Testspielen durchaus als Verstärkung zu erweisen. Eigentlich schon wieder zu viel der Worte, um einen traurig machenden Umstand zu beschreiben. Höchste Zeit einen Flankenball dorthin zu schlagen, wo sich nicht nur, sondern auch höchst augenzwinkernd mit dem RWE befasst wird: Die Uralt Ultras sind schon seit Jahrzehnten im Stadion und seit nunmehr drei Jahren auch im Netz vertreten. Gerade einmal drei Mitglieder umfasst ihre Organisation, was die Unterteilung in Sektionen weitestgehend ausschließt. Die News sind immer einen Blick wert und auch das Video, welches die Startseite momentan ziert: Manfred Breuckmann, die uns allen so fehlende Stimme während der Konferenzschaltungen (Zitat: “ Rot-Weiss Essen finde ich einfach nur noch tragisch. Stell dir vor, du bist RWE-Fan. Da kannst du jeden Tag nur noch Saufen.”) bezieht Stellung zum Thema Stadionbau. Also, die Lage ist alles andere als optimistisch, aber solange es so viele gibt, die sich Gedanken über und um den RWE machen, besteht noch Hoffnung. Und die, die stirbt ja bekanntlich zuletzt. Vielen Dank an die Uralt Ultras, auch dieses Video hier veröffentlichen zu dürfen.

Promotion (prəˈmoʊ̯ʃn̩.)

In einer Spielpause gerät das eigentliche Credo des Fußballs ein wenig in`s Abseits, ist doch dann „nicht mehr nur auf dem Platz wichtig“. Zum Glück ist Fußball ja auch Kultur, wie wir immer wieder feststellen dürfen und geradezu mannigfaltig: So findet am 27. Juni im deutschen Sportmuseum Köln die 35. AGON Sportmemorabilia Auktion statt. Schon der PDF Katalog treibt dem Betrachter die Tränen der Fußballrührung in die Augen. So kommt unter anderem der Original Spielwimpel des Meisterschaftsendspiels von 1955 unter den Hammer (Wer trennt sich denn freiwillig von so einem Exponat?). Das Anfangsgebot liegt bei 1000 €, ein überzeugendes Argument, sich erst gar nicht weiter damit zu beschäftigen. Ich hoffe aber, dass der RWE selber mitbietet. Viele Pokale und Erinnerungsstücke sind nämlich abhanden gekommen. Erinnerungsstücke besonderer Natur bietet regelmässig Ben Redelings im Bochumer Riff. Diese sind verbaler Natur und bieten einen famosen Rückblick auf den Fußball vergangener Tage, ohne aber den Kurzpass auf das aktuelle Fußballgeschehen zu vernachlässigen. In der letzten Saison hat mir Willi Lippens durch seine Erzählungen einen schöneren Abend bereitet, als es der RWE auf dem Rasen in jenen Tage vermochte. In der kommenden Saison lautet das (G)riff(ige) Motto: Legenden des Revierfußballs. Ich habe mich für einen Abend Ende März entschieden, dann ist die lebende Reporterlegende Manni Breuckmann zu Gast. Ich freue mich jetzt schon auf einen launigen Abend. Und zu guter Letzt doch noch etwas über den rollenden Ball: Eine Allstar Truppe des Essener Amateurfußballs tritt zu einem Benefizspiel am 04.07.09 gegen den RWE an. Der Erlös daraus kommt dem gemeinnützigen Verein „Förderturm“ zu Gute. Eine Veranstaltung, die einen würdigen Rahmen verdient hat.

Herzensbrecher

Wie ein Messias wurde er in Köln empfangen, den FC bezeichnet er als seinen Herzensverein. Und trotzdem hat Christoph Daum ganz spontan seinen Vertrag (fristgerecht) gekündigt und damit so ziemlich alle überrumpelt. Fenerbahce dürfte es wohl werden, zudem winkt die Option internationaler Fußball und internationales Gehalt. Für die hiesigen Journalisten hat der Exodus von Christoph Daum den Vorteil, nicht bei jeder kritischen Frage den zornesroten Gesichtszügen, gepaart mit verbaler kritikunfähigkeit, ausgeliefert zu sein. Das Trainergeschäft in der Bundesliga nimmt schon groteske Züge an, suchen doch nun schon sechs Vereine neue Übungsleiter. Wackelkandidaten nicht mit einbezogen. So viele potentielle Arbeitsmöglichkeiten, (auch beim RWE darf sich ja noch beworben werden…..), allesamt Vereine mit eigenem Reiz, bis hin zu europäischem Renommee….da wird in den Wohnstuben der momentan vereinslosen Trainer das Handy kaum mehr aus den Augen, geschweige denn aus den Händen gelassen. Einer klappert sicherlich schon wieder mit allen Ventilen und hat für jeden Verein sein ungefragtes Statement für den Fall parat, natürlich keinen Anruf erhalten zu haben. Möglicherweise hilft ihm aber auch Daniel Jammer aus dem selbigen Tal in Netanya. Sportdirektor bei der Fortuna in Düsseldorf, sicherlich auch reizvoll. Vielleicht aber lässt sich ein zweiter Verein auf den Projektleiter Sommermärchen und seine Trainer Entourage ein. Der FC wäre doch reizvoll, das Gesicht von Lukas Podolski in diesem Falle auch. Wie dem auch sein: Abseits der Ironie, dem Unverständnis über das Geschäft Fußball und dem Verhalten einiger Protagonisten wird es sehr interessant sein, die Trainerfindungskommisssionen bei ihrer Arbeit und Entscheidung zu beobachten. Daher meine Tipps: Der HSV angelt sich Mirko Slomka; Der 1. FC Köln holt mit Bernd Schuster einen weiteren verlorenen Sohn, Thomas Doll taucht in Frankfurt wieder auf; BMG vertraut auf eine interne Lösung mit der Option auf Hans Meyer; Der SV Bayer verhandelt im Hintergrund mit Fred Rutten; Energie Cottbus strebt den Wiederaufstieg mit Pawel Dotschew an und Arminia Bielefeld findet auch einen Trainer. Da Pele Wollitz wohl doch in Osnabrück bleiben wird, setzt der RWE trotzdem auf Dynamik und engagiert Mehmet Scholl. Wer auch die freien Trainerbänke frei Schnauze besetzen möchte, findet im Trainerkarussell jede Menge Kandidaten.

Ein Tag mit X

Soll heissen: Dieser Tag war nix. Ein wenig Ablenkung bot da die ordentliche Jahreshauptversammlung des RWE, die bei Reviersport live verfolgt werden konnte. Bitterer Fakt neben der sportlichen Viertklassigkeit ist der aktuelle Stand von 11,646 Millionen Euro Schulden, demgegenüber nur 2 Millionen an Guthaben stehen. Eine Situation, die prinzipiell nicht gut enden kann, zur Zeit aber durch das Mitspielen der Hauptgläubiger zumindestens nicht in der Insolvenz enden wird. Erstaunt nehme ich dann aber zur Kenntnis, das der Etat in der kommenden Saison noch einmal erhöht werden werden soll, wenn auch geringfügig. Das riecht nach Erfolg um jeden Preis. Geld schiesst keine Tore sage ich nur dazu, war doch der Etat in dieser Saison nicht unwesentlich geringer. Die Jokerkarte Stadionbau scheint hier aber doch zu stechen. Übrigens betont Thomas Strunz , dass die Spieler teilweise Angst hatten, in der vergifteten Atmosphäre an der Hafenstrasse aufzulaufen. Der RWE, seine Mannschaft und seine Fans: In dieser Saison ein Paradebeispiel für sportlich negative Synergieeffekte. Was nun die neuen, gerade genehmigten Strukturen für den Verein bedeuten, und wie diese überhaupt nun aussehen: Da muß ich mich dann erst einmal einlesen. Weitere Ablenkung bot mir neben der Jahreshauptversammlung eine recht neue Seite, um Portraits effektvoll in ein Bild einzubinden. Einige richtig gute Ideen sind dabei, manches wirkt erzwungen.

Hochrechnung

Die zweite Halbzeit der heutigen Bundesligapiele hat gerade begonnen und ich kann schon den zukünftigen Deutschen Meister präsentieren: Die olle Dame Hertha wird es nach 78 Jahren mal wieder werden. Und warum weiss ich das? Nun, mein persönlicher „Infratest“ heisst wieder Restprogramm und hat mir folgendes Ergebnis nach ein paar Klicks ermittelt. Ein paar Ligen tiefer hat heute auch der RWE bei der zweiten Mannschaft des VfL Borussia Mönchengladbach gespielt. Heraus kam ein 2:2 Unentschieden. Ein Punkt gegen den Trend der Auswärtsniederlagen und vielleicht zwei Tore für die Moral, wurde doch ein 0:2 Rückstand aufgeholt.

Halblang

Fußball ist ja wichtig, und kann doch manchmal so anstrengend und frustrierend sein. Aber, geteiltes Leid ist halbes Leid und so gibt es mal wieder einen rot – weissen Flankenball. Diesmal wird er direkt in die Keimzelle des RWE getreten: Borbeck, dort wo dieser Verein einst gegründet wurde, ist ein Blog Zuhause, das sich auch noch anderen Dingen widmet und somit meinen (Essen)ziellen Blick auf diese schöne Stadt erweitert.

Vernissage

Ich habe mich sehr über eine Einladung gefreut, die ich liebend gerne annehme: Die Macher hinter der wunderschönen Seite Fussball Landschaft haben ihre Darstellung ausgebaut und präsentieren ausgewählte Bilder nun vom 21. März bis zum 17. Mai 2009 in den Räumlichkeiten des Deutschen Sport & Olympia Museums in Köln. Am Vorabend wird die Ausstellung um 19.00 Uhr eröffnet. Zeitgleich spielt aber nun auch der RWE in Trier. Das Spiel war eigentlich für den Samstag geplant. Somit hätte ich der Eröffnung beiwohnen können, wäre dann am Samstag weiter nach Trier und nach dem Spiel direkt zurück nach Nordhorn gefahren. Hätte,wenn und aber. So werde ich wohl der Vernissage den Vorzug geben, oft bekommt man solche Einladungen sicher nicht. Was ziehe ich bloß an…..

flotter Dreier

Draußen zwitschern so langsam wieder die Vögel, und im Internet die halbe Welt. So scheint es zumindestens. Nicht zuletzt über dieses Phänomen Twitter bin ich auf drei Blogs gestoßen, die sich sehr inhaltsvoll dem Fußball und vielen anderen Dingen widmen. Desweitern scheinen die Autoren auch das Web 2.0 Gen in Gänze aufgesogen zu haben, sind die Seiten doch komplett individuell gestaltet und nicht nur auf einem Baukastenprinzip aufgebaut. So ein Angebot hilft mir natürlich mangels Kenntnis . Auch die Verknüpfung von Blog, Twitter und weiteren Diensten wird sinnvoll genutzt. Somit sind angedacht, surfguard und catenaccio weitere Lesezeichen im Internet, die regelmäßig neben den schon bestehenden „aufgeschlagen“ werden.

Mannis Meinung

Über den Abschied aus dem aktiven Reporterdasein von Manni Breuckmann hatte ich schon berichtet. Unerfüllt blieb der Wunsch nach einem zweitletzten Satz von epochaler Bedeutung. Gefunden habe ich aber nun doch etwas von ihm in Bezug auf den RWE:

„Rot-Weiss Essen finde ich einfach nur noch tragisch.
Stell dir vor, du bist RWE-Fan. Da kannst du jeden Tag nur noch Saufen.“

Manni Breuckmann

***textilvergehen***

Es gilt mal wieder, das Augenmerk explizit auf einen Neuzugang in meinem Flankenball zu richten: Thor Waterschei hat es ja schon passend auf den Punkt gebracht: Fußball ist Kultur. textilvergehen nimmt diesen Ball auf und geht noch ein Stück weiter: Hier ist Fußball Kultur, Kunst und Mode. Dazu die Affinität zu einem Verein, den Eisernen aus Berlin vom 1.FC Union. Auf den Vereinsbezug mag man im ersten Moment gar nicht kommen, so zeitlos (Fußball-)grün das Design und klar strukturiert der Aufbau. Wenn es um die eisernen geht, darf andora natürlich nicht fehlen, der mich auch auf das textilvergehen brachte.

Bewölkt

Wenn ich etwas mehr Verständnis für die Geheimnisse des Programmierens (genaugenommen: Ich habe überhaupt keine!) hätte, also dann würde ich mir irgendwo eine sogenannte Tag-Cloud in diese Seite einbinden. Ich finde die Darstellungsform schlichtweg faszinierend. Aber, für fast alles bietet das Internet ja eine Lösung, wenn in diesem Falle auch nicht so, wie ich sie mir wünschen würde. Aber, ein kleiner Anfang ist es allemal und mit Hilfe von Wordle habe ich meine Eintrittskarte für den Fußball mal umgestalten lassen. So siehts aus:

Pikniken

Der Sommer verabschiedet sich so langsam und mit einem Schlag ist es auch abends wieder gefühlt grauenvoll schnell dunkel. Gelegenheit also, die Bilder eines schönen Fotosommers zu sortieren, auf CD zu „verbannen“ oder auch nochmal zu bearbeiten um Dinge auszuprobieren. Aktueller Favorit ist für mich die kostenlose Bilderbearbeitung „picnic“. Und besonders fasziniert haben mich dabei die Polaroid und die Lomo Funktionen. Hier werden Kultobjekte der Fotografie aufgegriffen und wieder angewandt. Die Farben sind gerade in der Lomo Einstellung stark überzeichnet, aber zu manchem Bild passt es meiner Meinung nach. Alle anderen Basiseinstellungen sind natürlich auch vorhanden und mit reichlich Tipps und erweiterten Funktionen versehen. Allein die Optik macht schon Spaß.

Soziokulturell

Der Fußball ist zwar nur eine Randerscheinung, der Artikel erscheint mir aber doch ein Gastspiel wert: Die ganzen Ansichten eines „Genossen“ und meines Trainerkollegen finden sich HIER

Recht auf Rausch!

Rückblende…Ende der 80 ziger Jahre…Helmut Kohl ist Bundeskanzler und mein Feindbild Nr.1, Michael Jackson hat seine erste neue Nase, die Grünen sind den anderen Parteien beim Thema Umweltpolitik um 20 Jahre vorraus, Internet und Handy waren noch fern….und ich sitze bei Carmen und Toni in der Insel! Aus den Boxen dröhnt irgendein Popmüll, 2 Hupfdohlen tanzen vor dem Spiegel und mein Pegel nähert sich so langsam der 2 Promille-Grenze, ein Zeichen dafür, dass ich schon so einiges getrunken habe…obwohl, es ist ja Happy Hour und man bekommt für 1.30 DM zwei Bier! Auch für mich als kaufmännischer Azubi ( Anm. habe zu diesem Zeitpunkt für einen kapitalistischen Ausbeuter im Holzhandel arbeiten müssen ) durchaus zu bezahlen. Zu dieser Zeit, war es doch tatsächlich möglich, für 50 DM einen schönen Abend mit reichlich Getränken zu verbringen! Das ist jedoch lange her…jetzt sind wir im Jahr 2008. Bin letzten Freitag mal wieder beim Fussball an der Hafenstrasse in Essen gewesen, zu so einem Fussballabend gehören auch die Stadion-Frikadelle und reichlich Bier. Nach dem Spiel und einer geselligen Rückfahrt, geht es aber natürlich nicht ins Bett, sondern zur Verlängerung noch in Ochtrups Kneipen…der Hammer kommt dann meistens am Morgen danach…und das nicht nur, weil man einen extremen Schädel vom Suff hat…nein, der Schock kommt beim Blick in die Geldbörse! Wo sich am Vorabend noch braune und grüne Euro-Scheine tummelten, ist nur noch gähnende Leere und das blanke Entsetzen! Unglaublich, was ein Ausflug in die Erlebnisgastronomie so kostet…Die Preistreiberei muß gestoppt werden! Ich fordere daher umgehend eine Änderung des Grundgesetzes! Klar, die Würde des Menschen ist unantastbar und jeder hat das Recht, auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit…doch damit diese beiden wichtigen Artikel des GG erfüllt werden, brauchen wir einen richtungsweisenden neuen Ansatz…DAS RECHT AUF RAUSCH!!! Um dieses Recht durchzusetzen, müssen sämtliche Wirte enteignet werden und in staatliche Hand übergehen, denn nur so lassen sich die Preise für alkoholische Getränke stabil halten! Was mein Freund Hugo Chavez mit der Öl-Industrie in Venezuela geschafft hat, sollte hier zu Lande doch auch mit Brauereien und Kornbrennereien möglich sein! In diesem Sinne…Prost und Glück auf!

Schimmelpilz

Da bemüht man sich, das eigene Haus im Rahmen der Möglichkeiten in Ordnung zu halten, und wird die „Wellness Oase“ doch ein ewiger Traum bleiben. Da geht der SV Eintracht bis und weit über die finanzielle Schmerzgrenze, um mit der neuen Tribüne mehr Komfort bieten und neue Zuschauer locken zu wollen. Und dem RWE mit der einstmals modernsten Hauptribüne in Deutschland wird von Wirtschaft und Politik weiterhin die kalte Schulter gezeigt, in dem Bemühen, sein Stadion neu zu bauen. Gerade habe ich gelernt, alles der falsche Ansatz: Warum pflegen, sich in ein finanzielles Wagnis zu begehen oder gar Klinken putzen: Lasst Euer Stadion einfach vergammeln! Wenigstens die Umkleidekabinen. Und wenn man dann Glück hat, startet ein findiges Unternehmen von Mittelchen gegen den gemeinen Fußpilz gerade eine Art Gewinnspiel: Vereine, die von sich selbst behaupten, die gammeligsten Umkleidekabinen zu besitzen. Also mit Duschen aus der Zeit, in der Helmut Rahn noch als Quark im Schaufenster lag, oder wo kleine Tierchen schon mal entspannt der Traineransprache zuhören usw., die konnten sich hier bewerben und dabei sogar noch gewinnen: In Zusammenarbeit mit dem FC St. Pauli renoviert nun der Fußpilzbefreier die Kabinen für 20.000 Euro. den Auschlag gegenüber den anderen 48 Schmutzfinken gab dabei die Anzahl der Jugendmannschaften. das ist natürlich löblich, aber mir wäre es auch irgendwie peinlich, einen solchen Preis zu gewinnen. na denn: Herzlichen Glückwunsch nach Lieth.

Konferenzschaltung

Natürlich verfolgt auch der unterklassige Fußballfan die Liga, in der doch ein jeder mit seinem Verein einmal spielen möchte: Die Rede ist natürlich von der Bundesliga. Und vorzugsweise konsumiere ich die Berichterstattung darüber immer noch Samstag Nachmittag am Radio. Das hat nämlich den entscheidenden Vorteil, dass es bei den klassischen Beschäftigungen zu dieser Zeit (Auto waschen, Gartenabfall entsorgen) immer mit dabei ist. Meine absoluten Lieblingsmoderatoren im Studio waren dabei immer der leider verstorbene Kurt Brumme oder anschließend Dietmar Schott. Und nun, im multimedialen Zeitalter, will auch das Internet nicht länger bei dieser samstäglichen Zwangshandlung von Millionen Fußballfans zugucken und bietet nun einen Fußballsender an: 90elf heisst dieses Projekt, und Anchorman dürfte mit Sicherheit der Glubberer schlechthin, Günther Koch sein. Ich habe mir jetzt noch kein Spiel bei 90elf angehört, denn der Gartensammelabfallplatz hat noch kein WLan und ich kein Notebook im Auto. Aber einen ersten Eindruck habe ich mir jetzt via Internet verschafft. Und da habe ich für mich schon einige Kritikpunkte, finde ich doch die Navigation viel zu klein geraten. Ich werde das Projekt mal weiter verfolgen, aber ob es der einzig wahre Konferenzschaltung bei WDR2 oder der gelebte Leidenschaft von Radio Hafenstrasse das berühmte Wasser reichen kann? mal hören…

Die im Schatten sieht man nicht

Es gibt ja immer mehr als nur einen Fußballverein in einer Stadt. Und manchmal sind es sogar die kleinen, denen früher das Herz einer ganzen Stadt gehörte, oder die zumindestens vor dem Aufstreben des heutigen Platzhirsches auch der erfolgreichere Verein waren. Mindestens aber erfreuen sie sich einer lebendigen Fankultur, die den Verein am Leben und interessant erhalten. Über das Durchschnittsalter der Fans dieser Vereine decke ich besser den Mantel des Schweigens. Exemplarisch für diese Spezies Verein stehen für mich Altona 93 (welch Fußballmuseum), die Kickers aus Stuttgart, der Dresdner SC und noch der ein oder andere Verein (Gelegentlich dienen diese Vereine auch als Auffangbecken für Eventgeschädigte Fans der lokalen Nr. 1). Im weiteren Sinne auch die Westfalia aus Herne, auf den Ballungsraum Ruhrgebiet bezogen. Und ab und an gelingt es auch einem dieser Vereine, zumindestens mit einem Bein aus dem Schatten des lokalen „Global Player“ zu treten: In dieser Saison ist das völlig überraschend dem Traditionsverein aus Frankfurt – Bornheim, dem FSV Frankfurt gelungen. Auch hier bewirken Tradition, Fans und Macher mit Herzblut, dass der FSV niemals ganz verschwand. Eine Spielstätte mit Ambiente und Namen bewirkt dann noch oft das übrige dazu. Und somit spielen die schwarz- blauen nach 14 Jahren der Abstinenz wieder in der 2. Bundesliga. Und die Fans, die sind immer noch die gleichen und gehen auf ihrer Internetpräsenz ziemlich erfrischend und selbstkritisch mit sich und ihrer nicht immer ganz pflegeleichten Vergangenheit um. Und so manch einer gibt nun sogar ziemlich plakativ seine Liebe zu den Bernemern zu, wie dieses Foto von Annette Seitz belegt. Entdeckt habe ich das Foto auf dem FSV Blog der Frankfurter Rundschau, dem Bornheimer-Hang. Und ich merke, der Fußball und seine, oder besser gesagt, meine Art von Vereinen, füllt mir das Sommerloch schön aus.

Herr der Hängesocken

„Hömma, Franky Mill wird heut Fuffzich“, könnte es heute bisweilen beim Blick in die Zeitungen geklungen haben. Genau richtig, der gute Herr Mill feiert die Vollendung eines halben Jahrhunderts. Er sei mit allen „Abwässern“ gewaschen, sinnierte Norbert Dickel, Mills Sturmpartner aus Dortmunder Tagen, einst über die Schlitzohrigkeit des gebürtigen Esseners, der für seinen unvergessenen Pfosten„treffer“ nach tollem Solotanz gegen Jean-Marie Pfaff anno 1986 wohl stets in Erinnerung bleiben wird. Diese kleine „Trottelei“ tat Mills Popularität jedoch keinen Abbruch. Bei seinen Vereinen Rot-Weiß Essen, den Borussenklubs aus Mönchengladbach und Dortmund und der Düsseldorfer Fortuna, bei der er in späten Jahren sogar mit der „kaiserlichen“ Nummer fünf noch etwas wirbelte, stürmte Mill stets leidenschaftlich und damit in die Fanherzen. Kein Wunder bei gut 200 erzielten Treffern in etwas über 500 Profispielen, in denen der wegen seiner lässig herabgelassenen Socken „Hängesocke“ genannte Mill auch ohne Schienbeinschutz gegen Schlindwein & Kollegen seinen Mann stand. Das vernahm übrigens auch Teamchef Kaiser Franz wohlwollend, der den seinerzeit 32-jährigen Mill in seinen 90er-Kader berief und Mill schließlich zum Weltmeister machte. Auch wenn es „Hängesocke“ Mill dort ebenso wie der Kölner Libero Paule Steiner, die beiden Ersatzkeeper Raimond Aumann und Andy Köpke oder ein gewisser Günter Hermann auf keine einzige WM-Minute bei der so erfolgreichen Italia 90 brachte, ordnete man Mill wohl am wenigsten in die stilbildende Hermann’sche WM-Reservistenschublade ein. Lag einerseits vielleicht daran, dass Mill als Kapitän anno ’88 die deutsche Olympiaelf in Seoul zu Bronze geführt hatte. Andererseits hatte man vielleicht das Gefühl, dass Franky Mill doch irgendwie stets mit von der Partie war. Wie bereits erwähnt, der „Herr der Hängesocken“ war halt mit allen Wasser gewaschen.

Die Laudatio zu Frank Mills Geburtstag stammt aus der „Feder“ von Björn Hoeftmann, der in seinem Blog „Thor Waterschei“ den Fußball zum Kulturgut erklärt und feinsinnig immer wieder darüber berichtet. Lesen!

THOR WATERSCHEI – Fußball ist Kultur

Pop Art

Im RWE Forum bin ich auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht worden, Fotos in Pop Art ähnliche „Sichtweisen“ umzuwandeln. Das Programm heisst „Comic Life“ und man kann ganz lustige Sachen damit machen. Wer sich je einen Doppelhalter oder eine Zaunfahne zulegen möchte, der kann hier Unterstützung bekommen. Ich habe einmal die Optionen der kommenden Saison plakativ gestaltet:

Fußball Landschaften

Ich habe ja schon seit längerer Zeit einen „Flankenball“ zu dieser Seite geschlagen. Aber aus aktuellem Anlaß und zu meiner Freude möchte ich noch einmal explizit auf diese schlicht und bisweilen ergreifend schöne Seite hinweisen: Einige meiner Bilder des „GMS“ wurden zu einer Fotostrecke zusammengefügt und veröffentlicht. Über die Intentionen der Platzherren kann man in diesem Interview mehr erfahren. Die Seele des Fußball wird hier in seiner reinsten Form „gestreichelt“: In diesen Bilder ist sie noch im Einklang mit den Plätzen, auf denen Fußball gespielt wird, oder wurde. Und vielleicht sehen wir ja auch einmal den Heideweg auf dieser Seite.

"kurze fuffzehn"

„kurze fuffzehn, so heißt die Stadionzeitung des RWE. Und die gibt es mindestens schon seit 1952. Also richtig lange. Und dann gibt es noch jemanden, der die „kurze-fuffzehn“ sammelt. Also in dem Archiv möchte ich schon gerne einmal viele Stunden verbringen. Auf dieser schicken Seite gibt es nun jede Menge Cover zu sehen, die auch von der Tradition „des“ Vereines aus dem Revier zeugen. Und was der Begriff „kurze-fuffzehn“ überhaupt bedeutet und wie er im Kontext zum Bergbau steht, auch das wird hier kurz und prägnant erläutert. Unbedingt einmal gucken, und vielleicht hat ja noch irgend jemand ein gesuchtes Heft…..

Sammelbilder

Panini Bilder sind ja wieder in aller Munde, und heben Sammelbilder zum Glück wieder ein wenig über das unselige Yu Gi Oh Niveau hinaus. Weiterhin präsentieren diverse Fußballseiten zur EM gerne antiquarisches aus der Klebebilder Vergangenheit. Hier bietet sich nun mit wenigen Klicks die Möglichkeit, sich seine eigenen Sammelbilder zu erstellen. Das macht Spaß.

Nachts im Museum

Besuche außerhalb der Öffnungszeiten in einem Museum weisen oftmals auf kriminelle Energien hin. Da wir aber online leben, muß der Besucher nicht mehr zwingend ein Museum betreten, sondern kann es sich nach Hause holen, eben zu jeder Tageszeit. Natürlich kann ein interaktiver Besuch keinen realen Museumsgang ersetzen. Aber der Internetauftritt vermag durchaus einen Eindruck zu vermitteln, ob sich ein Besuch lohnt oder nicht. Und so habe ich mich vorab im Deutschen Fußballmuseum, dem National Football Museum in England sowie dem Scottish Football Museum durchgeklickt. Wahrscheinlich werde ich das schottische Museum wohl leider niemals betreten werden, aber wenn ich auswählen dürfte: ich würde in den Hampden Park reisen, denn schon der Onlineauftritt ist gelungen und macht Appetit auf mehr. Beim Anblick von Günther Netzer stellt sich zum einen die Frage, wie zeitlos eine Frisur sein kann, und zum anderen: Wo ist Gerhard?

CD Suchitepequez

Wer schon immer wissen wollte, wie sein Guatemalischer Lieblingsverein CD Suchitepequez im Halbfinale gegen den CSD Comunicaciones abgeschnitten hat, der sollte sich einmal diese Seite angucken: Livescore listet von Albanien bis Zimbabwe so ziemlich jede Liga und jeden Pokalwettbewerb auf, den der Weltfussball zu bieten hat. Dabei geht es runter bis in die Amateurklassen eines Landes, werden internationale Wettbewerbe gelistet sowie Turniere und Qualifikationen von Nationalmannschaften. Das ganze aber als, und jetzt kommt es: LIVETICKER EXTREM. Klickt man zum Beispiel nacheinander auf „ALL LEAGUES“ und dann auf „TODAY“ erhält man alle Spiele des Tages weltweit auf einen Blick. Gerade zum Beispiel führt in der 88.Minute Beitar Jerusalem mit 2:1 gegen Maccabi Herzeliya. In Singapur hat Balestier Khalsa mit dem 2:2 gegen Geylang United FC einen wichtigen Punkt geholt, usw.usw.

Heinz Petschek, Binnenschiffer

Heinz Petschek wurde im Duisburger Hafen erstochen aufgefunden. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass Heinz nun ein Problem hat, denn frisch ermordet lebt es sich nicht mehr ganz so entspannt. Und somit ist die Bühne bereitet für einen Tatort der besonderen Art anno 1981: Am 28.Juni dieses Jahres eröffnen Horst Schimanski und Kollege Thanner die Verbrecherjagd im damals schmuddelgrauen Duisburger Milieu. Einen „Carlo“ hatten sie auch, nur hieß der „Hänschen“ , was seiner Optik nicht wirklich gerecht wurde. Natürlich lösten Schimanski und Thanner diesen Fall, wurden Kult, bewiesen, dass Männer auch mit Dosenbier im Kühlschrank satt werden können, und durften weiter ermitteln, wenn auch Karl Königsberg oft vor einem Nervenzusammenbruch stand. Dieser erste Schimanski Tatort liegt nun der aktuellen Ausgabe der Hörzu bei. Da muß ich 41 Jahre warten, um mir diese Zeitung das allererste Mal zu kaufen, haftet ihr doch eher ein „Generation 4711“ Geruch an und verzichten wir seit einiger Zeit grundsätzlich auf eine Fernsehzeitung. Es gibt sogar noch einen zweiten Tatort: Auch Charlotte Lindholm nebst Dauereifersüchtler Martin Felser ist mit einer Folge vertreten. Dazu jede Menge lesenswerter Fakten. Die Fotostrecke finde ich hingegen nicht so gelungen. Trotzdem: Diese 1,50€ sind gut angelegt. Schimanski Fans bekommen übrigens hier noch jede Menge mehr geboten. Kann das eigentlich sein, dass sich Oliver Kahn den frühen Schimi zu sehr zu Herzen genommen hat? Auch er haute schon über die Strenge und ab und an auch mal einen um.
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