Monatsarchive: Oktober 2007

Noch 3 Minuten

….dann ist Pokaltag. Also, da gibt es kein wenn und aber mehr: Ich freue mich auf das Spiel und darauf, den Bernd mit der Hafenstrasse bekanntzumachen. Der Peter als Auslöser des Ganzen sitzt ja eh schon nervös wie immer im Auto und der gute Berry hat keine Zeit. Somit wäre mein Fussballkosmos ja fast komplett. Ich werte das mal als gutes Zeichen, dass Berry keine Zeit hat, denn dann wurden es immer tolle Spiele, die ich via sms berichten durfte. Bernd muss ich morgen früh noch mal anrufen, denn eigentlich weiss ich überhaupt nicht mehr, wo ich ihn abholen soll. Eine Crux unserer Arbeit: Man telefoniert und wird trotzdem ohne Rücksicht auf Ohr und Hörer noch mit anderen Informationen konfrontiert. Aber, das bekommen wir hin. Welcher Trainer hat sich eigentlich mal eine halbe Saison lang nicht gewaschen, bzw. zum Spieltag immer den gleichen Pullover getragen? Sofern mich meine Erinnerung nicht trügt, war das Udo Lattek und ein blauer Pullover. Ja das hat doch was, zwar keinen Stil und schon garnicht in blau und weiss, aber doch eine gewisse (Duft)Note. Im wahrsten Sinne des Wortes. Und somit wasche ich meinen RWE Pullover nicht mehr vor, sondern erst Donnerstag nach dem Spiel. Ich glaub einfach mal an die gewinnbringende Wirkung. Die gerade zu Ende gegangenen Spiele haben zumindestens zwei Überraschungen gebracht, denn mit dem Ausscheiden der Herthaner und St.Paulianer konnte doch von der berühmten Papierform her nicht gerechnet werden. Aber, dieses Jahr bin ich voll Pokal und schon durch drei Elfmeterschiessen verwöhnt. Ich will nach Berlin 😉

Rolf-Christel

Schon dieser Name bedeutet zum einen die perfekte Symbiose zwischen Nachtwache und Sekretärin (OK, eher etwas für „Insider“) oder zum anderen die Gewissheit, mit Nachnamen Gui-Mien, der mit 6 Toren bislang erfolgreichste Torschütze im RWE Kader zu sein. Aber, manchmal beschleicht mich das Gefühl als ob der gute Rolf-Christel uns beim „Zappen“ das ein oder andere Mal ein „Déjà-vu“ verschafft: Nur frage ich mich, warum er sich dann Bruce nennt und so läuft, als ob er eher mit Wattebäuschchen denn mit Fussbällen schiesst. Aber bevor wir nun ein 3fach Drama konstruieren: Der gute Rolf-Christel wird Morgen natürlich zum Pokalsieg beitragen und sein „Double“ weiter im Fernsehen weinen. Und das ist … Wahrheit……………. genauso wie das Foto wieder auf www.jawattdenn.de zu finden ist.

Hamburger Wochenende

Da grüble ich hin und denke her, tausend Gedanken im Kopf, was es noch irgendwann einmal zu tippen gibt..also Tastaturmässig…..und ist es dann soweit, fällt mir momentan nichts passendes mehr ein. Das Hamburger Wochenende ist es also geworden als Überschrift für den Spieltag, an dem beide Mannschaften meiner linken und rechten Herzklappe in Hamburg anzutreten hatten. Der RWE löste diese Aufgabe bei den HSV Amateuren im Volksparkstadion zumindestens nach den TV Bildern sehr souverän und überraschend deutlich mit einem 3:0 Sieg. Das sollte doch endlich mal Ruhe geben für den bevorstehenden Pokalabend an der Hafenstrasse. Dabei kommt es nicht nur zu meinem zweiten Gastspiel der Lauterer innerhalb von 9 Monaten, sondern auch zur Neuauflage des Endspieles um die Meisterschaft von 1955. Na ja, davon sind beide Mannschaften zur Zeit wohl genauso weit entfernt wie ich von, irgendwas halt. Ich freue mich schon riesig auf den Mittwoch und vor allem auf den Erstbesuch von Willy alias Bernd an der Hafenstrasse. Hoffentlich zeigen wir uns alle von unserer besten Seite. Oh oh, da habe ich mir schon selbst das Stichwort gegeben: Denn diese besagte Seite zeigt der heimische SV Eintracht nur im NfV Pokal. An den „Sander Tannen“ und rund 200 Elstern Fans wurde mit 0:2 verloren. Platz 17 und 5 Punkte. Ich finde, das Argument der ewigen Verletztenliste ist nun aufgebraucht und so langsam muss mal etwas passieren. Vielleicht könnte ja Jules Taktik in ihrem selbstgebauten Stadion (Hurra, des Papas Hobby färbt ab…) etwas bewegen. Denn die Zeit bis zum Erstrundenspiel im nächsten DFB Pokalwettbewerb ist noch lang und muß ja nun auch mal überstanden werden. Und ab und an mal ein Pünktchen wäre definitiv schon angebracht, liebe Eintrachtler.

Die kleine Rückenschule

Also es gibt doch diese Werbung eines Herstellers von Milchprodukten gleichen Names wie der „Bomber der Nation“. Gleichermaßen ertappt kam ich mir beim letzten Besuch der Physiotherapie vor. „Obenrum“ muß ich mich immer freimachen, und sobald das letzte Stück Stoff gefallen ist, greift der sofortige Reflex des „Baucheinziehens“. Dumm nur, dass der Physiotherapeut in diesem Moment die Szenerie betrat, mich musterte und fragte: „Ziehst Du den Bauch ein“? Oh shit, ich saß aber sowas von in der Falle,denn ehrlich gesagt konnte ich kaum atmen: „Nein…..pfffft, neeeeiiiiiiin, pfffffffft, wie kommst Du darauf“… Zur Antwort bekam ich, dass es völlig schädlich für den Rücken sei, den Bauch permanent einzuziehen, da die Muskulatur ständig unter Druck steht. Da ließ ich dann ganz schnell locker, und die Information sei hiermit weitergegeben………

ganz lieb gemeinte 3 Punkte

Wer hat nun noch nicht das perfekte Dinner im TV gesehen und die damit verbundene Punktevergabe. Zum Klassiker hat sich dabei ja entwickelt, dem Kontrahenten vorzugsweise auf der Rückbank ganz „lieb gemeinte“ Punkte zu vergeben. Wenn ich das höre denke ich, dass eigentlich immer das Gegenteil gemeint ist. Auch beim Fussball gönnt man naturgemäß lieber sich die Punkte, als dem Gegner. Nur, sowohl die Eintracht als auch der RWE sollten Samstag, bzw. Sonntag so gut kochen, nein spielen, so dass sie mit jeweils 3 Punkten nach Hause fahren können. Die Dekoration, sprich die Art des hoffentlichen Sieges spielt diesmal keine Rolle: Der RWE mus bei der 2. Mannschaft des HSV die Schlappe gegen Cottbus II auswetzen und Appetit machen auf den Pokalabend am Mittwoch und die Eintracht muss bei den Elstern von Bergedorf 85 einfach mal wieder beweisen, dass die Psyche der Spieler auch die Liga verträgt. Denn im November kommen mit den Emsköppen und Hostein Kiel vielleicht die beiden letzten Zuschauermagneten für lange Zeit.

Tisch 7

Eine der seltenen Gelegenheiten zur Zweisamkeit bietet sich morgen Abend. Kinder ausser Haus: Da kann man dies machen oder das machen, oder ganz klassisch für einen Samstag Abend: Wir gehen mal aus. Und zwar zum Italiener und wir sitzen dort am Tisch 7. Ich lasse mich mal gerne überraschen, welch Besonderheit dieser Tisch aufweist, aber anscheinend sind wir nicht „in“, denn die Stimme am anderen Ende der Leitung ließ keinen Zweifel aufkommen als sie da sagte, dass sie uns eben „Tisch 7“ gibt. Hauptsache, ich bekomme da auch etwas zu Essen. Eines der vielen Telefonate und Gespräche heute. Viele davon drehten sich um den SV Eintracht und waren zu 50% mit Sorge und zu 50% mit Nostalgie gefüllt. Mareike war nämlich gestern spontan mit Lene beim Friseur und berichtete, dass dort nur über Sport an sich und Eintracht im besonderen geredet wurde. Da wurde ich dann doch etwas nervös. Behilflich war mir dann Jules Wunsch, nun auch zu diesem Friseur zu wollen und mein eigener Kopf: Ich wollte eigentlich mal wieder Haare Haare sein lassen um vielleicht einem von Mareikes Lieblingssängern nahe zu kommen. Aber eigentlich auch nicht, und wenn dann schon Eintrachts Hoffriseur greifbar ist…..Tja, die Haare sind wieder richtig kurz, denn wir haben uns so schön unterhalten, so dass ich immer noch einen „Nachschlag“ verlangt habe. Und die Haare geschnitten zu bekommen von einem, der Anfang der sechziger Jahre mit dem SV Eintracht den Aufstieg in die Erstklassigkeit geschafft hat, das hat doch was. Hätte ich das doch schon vor meinem letzten Friseurbesuch gewusst….

unbezahlbare Schätze

Es ist schon ein paar Wochen her, als der Chef des Sportamtes Nordhorn anrief und in höchst geheimen und bedeutungsschwangeren Worten noch mal meine „Passion“ als Fussballfan hinterfragte. Spontan dachte ich an „Schlemihl“, den Händler aus der Sesamstrasse, der seine Dialoge ja immer so zu beginnen pflegte: „He, Du!“ – „Wer, ich?“ – „Psssst!“ – (leiser) „Wer, ich?“ – „Genaaaaau…“. Um es kurz zu machen, denn es folgen noch einige Bilder: Die Stadt Nordhorn hat von einem Sammler aus Nordhorn Bücher erworben, die dieser in liebevoller Kleinarbeit zusammengestellt und auf eigene Kosten hat binden lassen. Jeweils über 800 Seiten Grafschafter Fussball und Sportgeschichte, sowie der omnipräsente Blick über den Tellerrand, so dass auch der RWE ab und an mal zu finden ist. Das ganze beginnt chronologisch in der Saison 1954, wobei einige Vereine vorab vorgestellt werden und noch ältere Fotodokumente zu sehen sind. Am gleichen Abend kam ich noch in den Genuß dieser Bücher. Also die sollten möglichst schnell der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden und ich sollte sie auch mal bald abgeben. Nur, ich kann mich doch so schwer von Büchern trennen und von diesen beiden ganz besonders…;-). Natürlich können die Bilder nicht annähernd den Reiz dieser Bücher wiedergeben, aber vielleicht ansatzweise. Im Jahre 1956 hat der SV Eintracht übrigens ein Freundschaftsspiel gegen Rot Weiss Essen mit 1:6 verloren. Den Zeitungschnipsel dazu habe ich aber leider verloren. Die Zuschauerproblematik verfolgt den heimischen SV Eintracht schon seit 1959, wie aus dem Kontext über ein Pokalspiel gegen Hannover 96 zu sehen ist.

Resterampe

Bastelzeit am Blog. Ebenfalls eine Gelegenheit, die Festplatte auf Fotos zu überprüfen, an flickr.com zu überspielen, Gedanken loszuwerden…etc. oder sich einfach darüber zu freuen, dass es sich mit einem heissen Körnerkissen in Verbindung mit reichlich Finalgon schon wieder recht lange sitzen lässt. Wo das noch nicht ging, bin ich ja gegangen….stundenrund und sehr viel. Dabei gab es immer wieder „tolle“ Sachen zu entdecken, die ich zwingend fotografieren musste. Es gibt wahrlich nichts, was es nicht gibt. Aber „Captain Cook und seine singenden Saxophone“…das ist doch schon ein Widerspruch an sich. Oder die Frage, ob es noch ein Leben über 40 gibt….Hallooooo, ich bin 41 Jahre jung und noch „im Rennen“. Und dann bin ich noch aufgeflogen: Da fährt die Kollegin auf die mondäne Insel Sylt und lichtet direkt meine Nebenerwerbsquelle ab. OK, war ein Versuch, aber ich musste den Laden schliessen, Eintracht Fanartikel waren auch in der „Upper Class“ nicht gefragt. Immer wieder schön finde ich, dass es doch noch jede Menge Bolzplätze gibt. Auch wenn ich diese Art der Tore nicht besonders mag. Aber am schönsten finde ich natürlich mich fast zu 100% ebenso bewegen zu können. Daher gibt es sobald keine Schaufensterplakate mehr. Captain Cook, unglaublich und ich wette, da sind noch welche hin und haben Eintritt bezahlt…;-)

Radio Hafenstrasse

Obiges Radio ist das Radio aus Essen rund um den RWE und andere Dinge aus dem Essener Raum. Beim Schreiben höre ich ab und an gerne Musik und so schaltete ich diesen Sender ein, denn vielleicht gibt es noch kostenlose Informationen rund um Rot Weiss zu knackiger Rockmusik dazu. Boxen eingeschaltet und ich hörte schlimme Dinge: So ziemlich das andere Extrem zu dem gestern gehörten in der Umkleidekabine. Irgendeine „Joana“ sollte gaaanz schlimme Dinge machen ;-). Der Interpret hörte auf den Namen „Peter Wackel“ und das Original stammt von Roland dem Kaiser. Aus 3 habe ich ganz schnell 1 gemacht: Die Boxen abgestellt. Was an der ganze Sache aber wieder Spaß gemacht hat, war das Suchen von Informationen, um diesem musikalischen Desaster auf den Grund zu gehen. Aber diesen Sender kann ich trotzdem empfehlen, denn er bietet das Leben so, wie es ist.
Radio Hafenstrasse

Tschüss Carlo

Wir gucken gerne den „Tatort“. OK, nicht jedes Team aber in folgender Besetzung jeden: Platz 1) München (trotz des letzten Kammerspiels zum Oktoberfest..), Platz 2) Münster (unschlagbare Dialoge und Charaktere) und Köln (Zwei „einsame Wölfe“ mit hohen Sympathiewerten) Platz 3) Berlin und Hannover. Dazu in der „Hall of Fame“: Stöver und Brockmöller aus Hamburg, schon im Ruhestand und zum Schluß zuviel singend unterwegs ;-). So, das zu den Fakten. Also sitze ich spätestens in einer halben Stunde auf dem Sofa um mit Batic, Leitmayr und Carlo zu rätseln. Und spätestens jetzt hat sich gerächt, dass wir uns keine TV Zeitung mehr kaufen, da es sich in Relation zu dem Gebotenen nicht mehr lohnt. Oder vielleicht ist es auch gut, denn sonst hätten wir schon früher gewusst, was wir erst heute Mittag festgestellt haben: Dieser heutige Fall wird der letzte Auftritt von Carlo Menzinger.Die offizielle Nummer 3 und geistiger Hoflieferant der beiden Chefprotagonisten wird aus eigenem Wunsch (also natürlich des Schauspielers Michael Fitz) aus dem Drehbuch „rausgeschrieben“. Das wird allemal spannend wie sich der Abgang gestaltet, aber ich finde es sehr schade. Denn gerade Carlo hat mit seinen Pointen und jeweiligen Lebensphasen für eine gewisse Würze gesorgt. Und irgendwie ist mir seine Art der Arbeit ans Herz gewachsen..16 Jahre gibt es diese Tatort Besetzung übrigens auch schon wieder und in manchen Dingen gebe ich mich elefantös schwer, was Veränderungen anbelangt. Für Krimifreunde lohnt sich ein Blick auf den Tatort Link: http://www.daserste.de/tatort/

Cosmopolitan

Wahnsinn, jene berühmte Zeitung hat Mareike Interviewt, wie es sich so mit einem Fussballfan lebt. Und auch die anerkannte „Sports Illustrated“ hat sich bei Ihr gemeldet nach der Pokalsensation. Gut, diese Interviews wird es wohl nie geben, aber die Titelblätter existierten schon und sehen so aus. Was es nicht alles gibt ;-). Wer auch mal berühmte Publikationen schmücken möchte, kann dies unter Verwendung des folgenden Programms http://www.foto-freeware.de/ur-celeb.php tun. Viel Spaß..

Pokalwahn vs Ligaalltag

So, nun sind wir alle wieder auf dem Boden der Ligatatsachen gelandet und können dabei noch kräftig auf die Zweitvertretungen der beteiligten Vereine schimpfen: „Dank“ meiner Dienstkonstellation an diesem Wochenende wurde also ohne mich vor Ort verloren: In Essen tat dies der RWE mit 0:1 gegen die 2. von Energie Cottbus. Zur Erinnerung: Dessen Erstvertretung musste in der ersten Pokalrunde an der Hafenstrasse die Segel streichen. Die Eintracht verlor gerade Zuhause mit 2:3 gegen die 2. des FC St.Pauli und hofft unter anderem auf die Erstvertretung im nächsten DFB Pokalwettbewerb. Ich gestehe, dass ich es noch locker nach Dienstschluss wie auch Dienstag zur 2. (schon wieder die 2….) Halbzeit geschafft hätte, nur: In Zeiten wo wir uns arbeitstechnisch nur die berühmte „Klinke in die Hand“ geben, waren die Kinder dran. Das gewünschte Ziel war das Hallenbad und ich suchte nach kurzer Zeit den dazugehörigen Weg: Nämlich den nach draussen! Es war doch Fussball, wieso gehen dann „alle“ in das Hallenbad…Ergo: Viel zu voll und in den Umkleidekabinen, da kann ich manchmal nur noch die Hände über den Kopf zusammenschlagen, was ich natürlich in dem Moment nicht kann, da mich ja sonst mein Handtuch verlässt: Also ich hoffe, dass es eine Zeit nach „Gangsta Rap“, „Check it out“, „Alter“ oder dergleichen gibt: Den Ton geben schlechte Sounds aus kratzenden Handy“böxchen“ an und der Ton untereinander lässt nicht nur jeden Respekt, sondern auch weitestgehend die Grammatik vermissen. Die Technik werde ich nicht aufhalten können und bin ja selber oft von ihr fasziniert, aber ich hoffe doch, dass wir uns irgendwann wieder auf die Sprache, und am besten miteinander, besinnen. Das war jetzt mal wieder ein Exkurs der besonderen Art.

"ISDT" hat seinen 1. Geburtstag

Und ich hätte es fast vergessen. Weil, ich „googelte“ mal einfach so vor mich hin, was das gestrige Spiel so an „Web“ Ergebnissen bringt. Und dabei hätte ich fast vergessen, dass ich genau heute vor einem Jahr meinen ersten Eintrag getätigt habe. Tja, da schreibe ich nun mit meinem kurzen Hemd, denn ich habe meine vorbereitete Rede für diesen Anlass verloren. Ich weiss nur, dass in meinem kleinen Fussballkosmos ganz viel passiert ist und ich es nun nicht in Worte fassen kann. Zu sehr wirkt wohl noch der Pokalkrimi von gestern Abend nach. Ich versuche es dann morgen früh noch mal . Abgesehen von der Sprachlosigkeit der Tastatur: Ich freue mich auf das 2. Jahr……..

Balsam für gequälte (Fan) Seelen

Na das ist doch mal ein Ding: Nach 28 Jahren greift der so geschundene SV Eintracht wieder in den DFB Pokal ein. Mit 5:4 im Elfmeterschiessen wurde der klassenhöhere Verein aus der Löwenstadt und ebenfalls Eintracht getauft, nach Hause geschickt, wie man so schön sagt. Nachzulesen ist dies ganze erstaunlich objektiv und informativ im Liveticker der Braunschweiger: „Pünktlich“ anwesend zur 2. Halbzeit bot sich eine Nordhorner Mannschaft, die so spielte, als ob die ganze Saison nur noch aus diesem einen Spiel besteht. Bei solch einem Spiel, lässt sich der momentane Tabellenstand kaum in die Köpfe der Nordhorner Öffentlichkeit transportieren. Da wurde gerannt, gefightet und gehalten, was die Beine,Arme und Köpfe hergaben. Aber auch das war es nicht, was den Abend für mich so bemerkenswert machte und in Gedanken immer noch macht. Es war vielmehr der Anblick der gut gefüllten Tribünen, der vielen bekannten Gesichter die früher Dauergäste am Heideweg waren, der Anblick von standing Ovations der Tribünenbesucher, das Erleben von Spielaktionen die von Klatschrythmen begleitet wurden, das „Ahhh“ und „Ohhh“ beim Elfmeterschiessen….und vor allem der Jubel nach dem Spiel und die Tränen in den Augen derer, die am 29. August 1980 den SV Eintracht zum DFB Pokalspiel beim SC Herford begleitet haben. Zum ersten und auch letzten Mal die 2. Runde im DFB Pokal erreichte man übrigens im WM Jahr 1974 und schied dort gegen Bayer 04 Leverkusen mit 0:2 aus. Unser heutiger Gegner schickte uns in der Saison 1977 im Erstrundenspiel mit 10:1 nach Hause. Des Jägermeisters Breitner Paule gab dort übrigens sein Pflichtspieldebüt nach seiner Rückkehr von Real Madrid. Fussball sollte es in solcher Intensität wie heute abend eigentlich auf Rezept geben, denn in einer Phase wo das Leben eher einem Hindernislauf anstatt des gewünschten langen ruhigen Flusses gleicht, boten diese Erlebnisse eine völlige Ablenkung. Schade nur, dass einige ganz treue Fans aus beruflichen Gründen dieses Spiel nicht erleben konnten. Daher viele Grüsse auf den Turm, die Klarastrasse oder den kleinen Mann. (Obwohl, der hat mit Sicherheit irgendwo gesteckt..). Ich muss übrigens die Mannschaft noch mal in die Gepflogenheiten des britischen Fussballs einweihen: Dort gibt der Fan schon mal seine Devotionalien nach Spielschluß eines besonderen Spieles als Dank und Anerkennung an die Mannschaft weiter. Im Gefühl des Sieges und einer spontanen Armbewegung folgend sollte mein Schal der Leistung des Torwartes gewidmet werden, um dann allein auf dem grünen Rasen zu liegen. Torwart geht weiter, ein Zuschauer kommentiert: „Du, da hat jemand seinen Schal vergessen….“ Das ist unsere Crux hier in Nordhorn, keiner versteht mich und meine Einstellung zum Fussball ;-). Verstanden haben viele von „uns“ aber unseren Manager, der sich mit deutlichen Worten via Interview über die lokale Presse geäußert hat. Recht hat er und meine Befürchtung, dass sich nun einige im Erfolg der Mannschaft sonnen, die sonst eher Schattenspieler sind, hat mich beim Anblick des Vorsitzenden nach Spielschluß nur bestätigt. Da droht uns eine hektische „One Man Show“. Das soll ja was werden bis zum Anpfiff irgendwann im Jahre 2008.

An der Hafenstrasse…..RWE……

Ich weiss schon, warum ich so gerne fotografiere: Jedes Bild erzählt eine Geschichte und jedes einzelne Bild „gibt“ mir mehr als ein verwackeltes Video in schlechter Qualität. Und somit habe ich mich sehr gefreut, einige alte Ansichten des Georg Melches Stadions im Internet gefunden zu haben. Auslöser dafür war ein entsprechendes Thema im RWE Forum ( http://www.rwe-forum.net/). Das besondere an diesen Bildern ist die Tatsache,dass das Stadion in dieser Form nicht mehr so existiert und bis auf die abgerissene Westkurve nicht mehr nennenswert verändert wurde. Auch ein Detail für den oft gepriesenen „Mythos Hafenstrasse“. Dieser Mythos hat natürlich auch seine Grenzen, speziell bei einem 0:0 gegen Eintracht Braunschweig, aber nun höre ich auch auf damit 😉

Und ewig grüsst die Eintracht

Und das morgen Abend sogar doppelt. Pokalzeit am Heideweg, Halbfinale im NfV Pokal. Dem Sieger winkt der DFB Pokal und das Erstrundentraumlos VfL Osnabrück oder Rot Weiss Essen. Protagonisten des Abends: Der heimische SV Eintracht und der auswärtige BTSV Eintracht. Kenner haben es erkannt, es gastiert Eintracht Braunschweig am Heideweg. Somit ist der BTSV eine der drei Mannschaften, die ich in dieser Saison mehr als einmal LIVE gesehen habe. Und an das erste Mal erinnere ich mich äusserst ungerne. Einfach mal in den September „hüpfen“ und die Beobachtungen des grausamen 0:0 an der Hafenstrasse im Ligaspiel bei RWE nachlesen. Mich schauderts jetzt noch. Aber warum mache ich mir eigentlich Gedanken über das Spiel, denn ich bin eh nicht dabei, weil im Dienst. Obwohl, irgendwas geht da ja doch immer………. Wer aktuell die Geschehnisse rund um den Heidweg verfolgt muss eigentlich eine gespaltene Persönlichkeit sein, denn Ligaalltag und Pokaleuphorie unter Hinzunahme eines „Interviews“ des geschätzen Managers können einen ganz schön aus der Bahn werfen. Meine Meinung, ganz ehrlich? Na gut: Die Braunschweiger werden sich diese Chance nicht entgehen lassen und uns morgen ganz schon auseinandernehmen. Ich hoffe natürlich, nur auf dem Spielfeld. Allein schon beim Tippen bin ich total zwiegespalten, was meinen Heimatverein betrifft. Komisches Gefühl, aber das macht doch auch den Reiz aus….Daumen drücken ist nun angesagt, und anschließend gibt es dann einen …..

Wiedereingliederung

So etwas gibt es ja im Berufsleben, wenn eine längerfristige Abwesenheit einen behutsamen Neuanfang erforderlich macht. Da habe ich mir doch überlegt: So etwas mache ich auch und fange daher mal wieder an, mich längerfristig zu setzen und kurzfristig etwas zu tippen ;-). Der Ischias war es dann doch nicht, sondern ein Bandscheibenvorfall, aaaaaber: Einer, der eher aktiven Menschen passiert…..guck mal an… Ha, diese Information und die Unterstützung eines begnadeten Physiotherapeuten (Wenn mal Not am Muskel ist: http://www.medifit-nordhorn.de/) haben mich dann eigentlich doch recht flott wieder auf die Füsse und den Sitzmuskel gebracht. Und dann ist ja noch soviel passiert rund um Heideweg, Hafenstrasse und Zuhause, was nun dringend „verarbeitet“ werden sollte. Außerdem steht ja noch ein Geburtstag an…..Ich glaub, heute Abend, da geht was……..