Monatsarchive: Dezember 2007

Analog

Der in den letzten Tagen nun öfter erwähnte Report des WDR aus den 70zigern über die RWE Fans eben in den „schlimmen“ 70zigern kann nun leider kein offizielles Cover aufbieten. Dafür bin ich aber auf das Pixelprojekt Ruhrgebiet gestossen. Dank der Erlaubnis von Norbert Enker ( http://www.norbert-enker.de/), der auch das Copyright hält, weil: er hat die Fotos damals „geschossen“ (noch mit Film und so..) darf ich aber diese drei Bilder hier veröffentlichen, die den Zeitgeist auch entsprechend verkörpern. Wenn auch ein paar Jahre später als die Reportage entstanden, so könnte jedes Foto für sich auch als Cover dienen. Schön zu sehen auch der „Iststand“ an der Hafenstrasse anno 1981: Die Westkurve und die Ostkurve präsentierten sich als beinahe identische klassische Hintertortribünen ohne Überdachung. Das aktuelle Ende ist bekannt: Die „West“ , der Standort des jungen Mannes unter uns ist weg und die „Ost“ gegenüber begradigt und mit Dach über dem Beton.

Frau Bruck

Da ist die Titanic doch irgendwann in den letzten Tagen mal wieder untergegangen und Frau Dion trällert trotzdem weiter von ihrem Herzen welches den Leo weiterträgt. Kein Problem, ausser mit Rasierschaum in beiden Händen und keiner Möglichkeit, den Sender zu wechseln. So ein gesungener Untergang kann manchmal ganz schön lange dauern. Zu Frau Bruck: Diese begibt sich mit ihrem Nachbarn, den Herrn Pastewka in etwas mehr als einer Stunde auf eine gemeinsame Autofahrt. Das verspricht eine Krise nach der anderen…..Dieser zum Trotz gab es heute eine, für mich überraschende, Pressemitteilung des SV Eintracht: Zwei Leistungsträger dieser Saison haben für mindestens eine weitere Saison unterschrieben. Das freut mich, hatte ich doch eher damit gerechnet, dass gewinnbringende Spieler gehen dürfen. Und sogar ein Neuzugang ist gemeldet: Allerdings hat der Spieler beim abgebenden Bezirksligisten aus beruflichen Gründen seinen Stammplatz verloren. Das wiederum verwundert mich: Der Spieler muss weiter arbeiten und die Anforderungen in der Oberliga sind doch ungleich höher…Aber irgendjemand wird sich wohl was dabei gedacht haben. So, und weiter im Text von Höcksken auf Stöcksken: Die grausame Fussballlose Zeit hat einen Vorteil: Die Spezies „Groundhopper“ ist öfter mal Zuhause anzutreffen und somit per E-Mail zu erreichen. So auch der http://stadionfan.de/cms/, seines Zeichens auch Fan der Braunschweiger Eintracht. Besonders herausragend sind für mich die Panorama Bilder. Das vom Heideweg darf ich schon mal veröffentlichen, dafür vielen Dank! Auf die Erlaubnis für das Panoramabild von der Hafenstrasse warte ich noch. Aber, vielleicht ist ja irgendwo wieder ein Spiel, welches besucht werden muss. Ebenfalls vom Pokalspiel hier in Nordhorn gibt es ein ebenso schönes Flutlichtfoto unter http://www.fussballtourist.de/. Scheinbar die „Mutter aller Hopperseiten“ und bei mir unter Favoriten abgespeichert ist wohl diese Seite: http://www.groundhopping.de/berichte.htm. Hierbei muss es sich wohl um ein Konsortium von Hoppern landen,…….soviele Spiele….Da freue ich mich immer auf die Zeit des Jahreswechsels, denn da werden natürlich viele Spiele in Großbritannien besucht. Übrigens: Wer ausser Bernd immer schon mal wissen wollte, wie der englische Fussball strukturiert ist, der kann eine spezielle Pyramide (sieht dann so aus wie auf dem Bild oben) käuflich erwerben. Obelix würde sagen: „Die spinnen, die Briten“. So, und um diesen Themenmix abzurunden, möchte ich mich noch ganz herzlich in Richtung Emsland bedanken, denn heute kam ein Päckchen mit gebranntem Inhalt: Diese Uralt Doku über die RWE Fans in den 70zigern, ich habe sie als DVD bekommen. Grandiose Reportage. Danke! Ich glaube, ich muss meinen Rechner doch mal aufrüsten, denn viel mehr als tippen kann ich eigentlich nicht ;-).

FROHE WEIHNACHTEN

wünschen Mareike, Lene, Jule und ich

und weil er so schön und auch so wahr ist, hier noch mal der Brief der kleinen Virginia O`Hanlon aus New York an die „Sun“ aus dem Jahre 1897 und die Antwort des Redakteurs. Bis 1950 wurde dieser Brief jedes Jahr in der „Sun“ gedruckt und seit 1977 führt die „WamS“ diese Tradition fort:

„Mit Freude antworten wir sofort und auf die in ihrer Weise herausragende Mitteilung unten und drücken gleichzeitig unsere große Befriedigung aus, dass ihr gewissenhafter Autor zu den Freunden der Sun zählt:

„Lieber Redakteur: Ich bin 8 Jahre alt.
„Einige meiner kleinen Freunde sagen, dass es keinen Weihnachtsmann gibt.
„Papa sagt ’Wenn du es in der Sun siehst, ist es so.‘
„Bitte sagen Sie mir die Wahrheit; gibt es einen Weihnachtsmann?
„Virginia O’Hanlon.
„115 West Ninety-fifth Street.“

Virginia, deine kleinen Freunde haben unrecht. Sie sind beeinflusst von der Skepsis eines skeptischen Alters. Sie glauben nichts, was sie nicht sehen. Sie denken, dass es nichts geben kann, was für ihren kleinen Geist nicht fassbar ist. Alle Gedanken, Virginia, ob sie nun von Erwachsenen oder Kindern sind, sind klein. In diesem unseren großen Universum ist der Mensch vom Intellekt her ein bloßes Insekt, eine Ameise, verglichen mit der grenzenlosen Welt über ihm, gemessen an der Intelligenz, die zum Begreifen der Gesamtheit von Wahrheit und Wissen fähig ist.
Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann. Er existiert so zweifellos wie Liebe und Großzügigkeit und Zuneigung bestehen, und du weißt, dass sie reichlich vorhanden sind und deinem Leben seine höchste Schönheit und Freude geben. O weh! Wie öde wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe. Sie würde so öde sein, als wenn es dort keine Virginias gäbe. Es gäbe dann keinen kindlichen Glauben, keine Poesie, keine Romantik, die diese Existenz erträglich machen. Wir hätten keine Freude außer durch Gefühl und Anblick. Das ewige Licht, mit dem die Kindheit die Welt erfüllt, wäre ausgelöscht.
Nicht an den Weihnachtsmann glauben! Du könntest ebenso gut nicht an Elfen glauben! Du könntest deinen Papa veranlassen, Menschen anzustellen, die am Weihnachtsabend auf alle Kamine aufpassen, um den Weihnachtsmann zu fangen; aber selbst wenn sie den Weihnachtsmann nicht herunterkommen sehen würden, was würde das beweisen? Niemand sieht den Weihnachtsmann, aber das ist kein Zeichen, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt. Die wirklichsten Dinge in der Welt sind jene, die weder Kinder noch Erwachsene sehen können. Sahst du jemals Elfen auf dem Rasen tanzen? Selbstverständlich nicht, aber das ist kein Beweis, dass sie dort nicht sind. Niemand kann die ungesehenen und unsichtbaren Wunder der Welt begreifen, oder sie sich vorstellen.
Du kannst die Babyrassel auseinander reißen und nachsehen, was darin die Geräusche erzeugt; aber die unsichtbare Welt ist von einem Schleier bedeckt, den nicht der stärkste Mann, noch nicht einmal die gemeinsame Stärke aller stärksten Männer aller Zeiten, auseinander reißen könnte. Nur Glaube, Phantasie, Poesie, Liebe, Romantik können diesen Vorhang beiseite schieben und die himmlische Schönheit und den Glanz dahinter betrachten und beschreiben. Ist das alles wahr? Ach, Virginia, in der ganzen Welt ist nichts sonst wahrer und beständiger.
Kein Weihnachtsmann! Gottseidank!, er lebt, und er lebt auf ewig. Noch in tausend Jahren, Virginia, nein, noch in zehnmal zehntausend Jahren wird er fortfahren, das Herz der Kindheit zu erfreuen.“

OOOHHHMMMMMMMMMMMMMM

Ja, da ist sie doch: Die Lösung um zu entspannen, neudeutsch auch „Chillen“ genannt: Das ganze funktioniert recht einfach: Man stelle die PC Boxen an und surfe auf folgende Seite: http://www.zenchannel.com/. dem Betrachter bietet sich nun eine recht minimalistische Seite, in deren Mittelpunkt sich ein Player befindet, der seinen Job(s) auch einer Apfelfirma verdanken könnte. Tja, dann minimieren und den jeweiligen Browser noch mal öffnen. Ach ja, und entspannen nicht vergessen…..

Väterchen Frost

Nachdem die letzten beiden Winter ja oftmals noch Anfang November im T-Shirt am Spielfeldrand zu bewältigen waren, schenkt uns die Jahreszeit momentan in punkto Temperaturen ihre Daseinsberechtigung. „Monetär“ natürlich ein gelungenes Argument für Preiserhöhungen auf alles, was mit Erwärmung (innen und aussen) zu tun hat. Und trotzdem ist es doch auch schön zu erleben, dass die vier Jahreszeiten doch noch ab und an ihr gewolltes Gesicht zeigen. Fast schon anmassend, sich jetzt auch noch weisse Weihnachten zu wünschen. Ich tue es trotzdem. Und dann war da ja auch noch die letzte Woche vor Weihnachten. Die ist mir trotz allen Vorsätzen (wie jedes Jahr), es besinnlicher angehen zu lassen, recht heftig auf den Magen geschlagen. Auch ein langes Telefonat heute bezüglich unseres heimischen SV Eintracht konnte da keine Linderung bewirken, sondern höchstens die Symptome verschlechtern. Was natürlich nicht an meinem angenehmen Gesprächspartner lag, sondern eher am Inhalt des Gespräches. Man beachte nach Weihnachten verstärkt die lokale Tagespresse ! In Essen dagegen ruht still der Baldeney See: Das RWE Forum widmet sich den wichtigen Dingen des Lebens: Zum Beispiel die Frage nach dem Bier, welches gerade getrunken wird (Radeberger), oder welche Musik man gerade hört (Trockner in der Abkühlphase). Und zwischendurch gibt es immer mal wieder interessante Dinge aus der „damaligen“ Zeit via Download, so zum Beispiel ein Bericht über die Essener Westkurve während der „Kuttenphase“. Der Download hat geklappt, das „Entpacken“ noch nicht. Aber, wieder ein Fall für das Forum. Der Verein RWE selber hat Verträge verlängert und einen neuen Spieler unter Vertrag genommen. Dinge also, die der SV Eintracht momentan nicht präsentieren kann. Da noch immer beeindruckt von der Wucht der Villa Hügel, habe ich beschlossen, mich mal der Familie Krupp anzunähern und zu diesem Zwecke eine Biograpie über Friedrich und seine Nachkommen zu lesen. Wahrscheinlich wird es aber lange auf dem Stapel der anderen Bücher liegen, die auch noch auf eine blätternde Hand warten. Und dann noch dieses: Ganz unpassend zur jetzigen Vorweihnachtszeit habe ich mir nach langem Nachdenken doch den Film „Green Street Hooligans“ für heute Abend geholt: http://www.filmstarts.de/produkt/39659,Hooligans.html. Zwar ist es mir unbegreiflich, zwei Halbzeiten auf dem Platz noch eine weitere, unrühmliche „dritte“ quasi „abseits“ hinzufügen zu wollen, aber sollte der Einblick in die britische Gesellschaft ebenso spannend sein, wie in „The Football Factory“ http://www.thefootballfactory.de/, dann lohnt sich der Film allemal. Und abgesehen davon würde ich 90 Minuten mit Florian Silbereisen oder Marianne und Michael und Co.als viel brutaler empfinden.

Antiquariat

Meine Probleme mit dem momentanen Stand meines Alters habe ich ja schon desöfteren durchblicken lassen ;-), und um diese Phase abzurunden und beenden…. weil nicht zu ändern, wähnte ich mich auf den Spuren meiner Fussballleidenschaft und deren Ursprung. Jede „Krankheit“ hat schließlich ihre Symptome. Im Verlaufe der Diagnostik konnte ich mich noch an ein Buch erinnern, wobei ich aber nur noch den groben Inhalt im Kopf hatte. Die Buchhändlerin meines Vertrauens konnte nicht helfen, das Antiquariat nicht, Kinderbuchverlage auch nicht. Blöd, aber auch spannend zugleich: Denn von nun an war ich auf der Fährte….. Das Elternhaus war da noch eine Alternative und die verborgenen Ecken darin. Und was soll ich sagen: Heute habe ich das Buch gefunden, nebst zwei weiterer „Perlen“ der 70ziger Jahre aus dem Bereich der Fussballkinderbücher. „Mein Bruder, der Torjäger“ heisst es und datiert aus dem Jahre 1971, also im Jahre des Bundesligaskandals: http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesliga-Skandal. Desweiteren lagen in dem Karton massenhaft weitere Bücher, zum Beispiel über die Erlebnisse auf der Burg Schreckenstein. Die werde ich sicherlich nicht wegwerfen, denn eine Spur führte unter anderem zu dieser Seite: http://www.detlef-heinsohn.de/index.htm, da wird unter anderem klar, dass gerade „Schneider Bücher“ einen grossen Sammlerwert besitzen. Also, rauf auf den Boden oder runter in den Keller…

Wohlfühlfilme

Je nach Stimmung sind natürlich die unterschiedlichsten Filme solche, bei deren Betrachtung man sich wohlfühlt. Das kann für mich zum Beispiel „der Teufelshauptmann“ sein, „Der längste Tag“ aber auch „Das Sommermärchen“ , Mario Barth, Pastewka oder eine Musik DVD. Aber, ich glaube es gibt eine bestimmte Gattung Film, die einfach das Prädikat „WfF“ verdient haben. Die Genres müssen dabei nicht unbedingt immer übereinstimmen, aber im Grunde genommen handelt es sich bei dem „WfF“ doch um einen Film mit eher belanglosen und komödiantischen Hintergrund, als der filmischen Umsetzung einer Tragödie. Daher werden „WfF“ wohl kaum Klassiker oder mit dem Oscar ausgezeichnet. Das finde ich ungerecht, denn der „WfF“ bietet dem Zuschauer doch einiges: Stimmige Story, gute Schauspieler, grandiose Filmaustattung in die man (oder Frau) sofort eintauchen möchte, untermalt mit feinster Musik und stets gutem Ende. Ein „WfF“ sollte dabei mindestens zu zweit geguckt werden, um die schönen Momente und gegebenenfalls das Taschentuch zu teilen. Und daher habe ich beschlossen, meine schönsten Wohlfühlfilme zu nominieren und der Academy of Motion Picture Arts and Sciences vorzustellen: Ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Meine Vorschläge, nun aktualisiert unten zu sehen. Erst gucken wir aber jetzt, wie Batic und Leitmayr ohne „Carlo“ klarkommen: Es ist Tatort Zeit………….So, der Tatort ist vorbei und meine Filmromantik hat gerade so richtig einen Schuss vor den Bug erhalten: Dieser so stille Tatort war mitunter einer der lautesten, der je gedreht wurde. Zumindestens, was seine Botschaft betraf. Wie schon erwartet, war „Carlo“ noch ein wenig das Thema. Und doch: es gab keinerlei Büroszenen, keine Frotzeleien und keine Anrufe zwecks Recherchen. Es gab einen Film über Kinder, die Kinder bekamen und letztendlich daran gescheitert sind. Das ganze in Grautönen gehalten mit brillianten Darstellungen von Mutter und Kind. Speziell die Sequenzen des Jungen allein im Haus von Frau Blum waren kaum auszuhalten. Gut auch die „Botschaft“ der „Dame vom Amt“ inklusive Halstuch, die 1x pro Woche alles abhakt, und doch nicht hinter die Fassade blickt (blicken kann oder will). Ich mag nicht daran denken, wie oft diese filmische Darstellung Realität ist. Ein Plädoyer für ein vielfaches mehr an Prävention und Unterstützung für Kinder und Jugendliche. „Carlo“ wusste schon, warum er vor dieser Folge ging, er würde daran verzweifeln….So, als Folge des Tatortes habe ich mal alle Cover „herausgeschmissen“, das Durcheinander war mir zu gross und ein wenig gebastelt. Somit sind alle meine Nominierungen für den „WfF“ nun unten zusammengefasst. Die Academy nimmt gerne weitere Vorschläge entgegen. Irgendwann wird auch der Sieger gekürt.

Winterpause

So, das war es dann mit dem Fussball im Jahre 2007. Auch das letzte Heimspiel des SV Eintracht wurde abgesagt. In der lokalen Presse sahen sich dann sogar alle 3 Sportreporter zu einem gemeinsamen „Querschläger“ veranlasst. Und auch diesmal fordert der „Querschläger“ dazu auf, so richtig den Verstand zu benutzen: Der letzte Satz besteht aus „schlappen“ 76 Wörtern. Die Interpunktion kam darin lediglich durch zwei Bindestriche sowie fünf Kommata zu ihrem Recht. Aber rein inhaltlich, so glaube ich jedenfalls, habe ich den Sinn verstanden: Nämlich das geschriebene Unverständnis darüber, dass bei trockenem Wetter nicht gespielt werden konnte. Der Gegner heute wäre die 2. Mannschaft von Hannover 96 gewesen. Aber Qli wohnt gegenüber und ist der Meinung, dass die Absage berechtigt ist. So, und im Gegensatz zu mir war Qli ja auch bei dem Treffen mit dem Vorstand im Clubhaus. Ich hätte es zwar doch noch schaffen können, aber manchmal gibt es noch andere „Baustellen“ als einen Fussballverein. In den 4 Stunden der Diskussion hat sich wohl einiges getan, und vielleicht kann Qli ja mal kurz einige Fakten als Kommentar setzen. Wie sagte schon Stromberg: „Man muss auch immer die andere Seite sehen“. Und somit wird es noch lange,lange 45 Tage dauern, bis ich wieder ein Fussballspiel live sehen werde: Und zwar das ausverkaufte Pokalspiel an der Hafenstrasse gegen den HSV. Es sei denn, der SV Eintracht terminiert seine Nachholspiele gegen Holstein Kiel und Hannover 96 schon vorher. Denn was uns im Februar blühen kann, sehen wir hier auf dem Foto, datiert vom 07. Februar dieses Jahres. Die meisten Ausfälle drohen doch gemeinhin dann, wenn die Winterpause vorbei ist. Vielleicht sollte da doch mal umgedacht werden.

Amuse bouche

Steht so eine Bezeichnung auf der Speisekarte, so weiss ich seit gestern, dass damit ein grösserer Gruß der Küche gemeint ist, der als mundgerechter Happen das Warten auf das eigentliche Menü verkürzen soll. Für den Bratwurstgourmet am Stande des Stadions schon eine neue Tatsache. Aber unser Hotel sollte noch einen ganz speziellen Gruß für uns bereithalten. Auf jeden Fall waren wir alle soweit wieder hergestellt, so dass unser kleiner Wochenendtrip starten konnte. Über die Siedlung „Margarethenhöhe“ hatte ich ja schon mal berichtet, aber den Link gibt es hier nochmal: http://www.essen-margarethenhoehe.de/ denn dieses, bei genauerer Betrachtung, doch recht grosse Areal erscheint wie eine ruhige Enklave dieser „Check it out“ Tage. Im Hotel selber wurde unser gebuchtes Zimmer doppelt belegt, so dass wir ein anderes bekamen. Bis dato auch kein Problem, denn es war klasse und wir wollten ja sowieso auf den Weihnachtsmarkt. Den erreichten wir mit der „U17“, einer S-Bahn Linie. Ganz praktisch, aber definitiv nicht mein Lieblingsfortbewegungsmittel. Und das war dann endlich mal ein Weihnachtsmarkt, der diese Bezeichnung wirklich verdient (http://www.weihnachtsmarkt.essen.de/). Sonstige Kirmesbeschicker inmitten ihrer hochwertigen „Mitteilungsshirts“, Gürtel, oder sonstigen Dingen die keiner braucht, fehlten gänzlich. Die einzigen Shirts gab es an der RWE Bude, und die gehörte da natürlich auch hin! Rund um den Weihnachtsmarkt und seiner Ausläufer tobte das pralle (Kauf)Leben. Unglaubliche Menschenmassen waren unterwegs. Aber trotzdem wirkte alles recht entspannt. Vielleicht ein Vorteil derer, die tagtäglich in einer Grossstadt unterwegs sind. Oh, und dann kam, was kommen musste: Das zum Arrangement gehörende Dinner: Ich habe noch nie 3 Stunden gesessen, in Essen um zu Essen. Fast vermessen. Fazit: Lecker! Noch ein Fazit: Nie wieder. Ich fühle mich heute wie eine Tonne und mein Magen hat über den Fernet nur verächtlich gehüpft. Während des Dinners konnte ich im Hauseingang einen schwarz gekleideten Mann beobachten, der seine Sonnenbrille kauend im Mund, ein Kinderplastikfernglas um den Hals und in der rechten Hand eine Kamera trug. Und während dieses Schaltens vom 1. bis in den 5. Gang lief der Mann hin und her und guckte immer weg, wenn wir hinguckten. Irgendwann machte er den Knopf seines Blazers auf und an seinem Hosengurt blitzten Original Kinderplastikhandschellen auf. ……Habe ich auch gedacht, aber es war so. Und dann endlich fuhren zwei „Hummer“ Stretch Limousinen vor und es wurde klar: Der Mann hatte einen Auftrag für eine Weihnachtsfeier. Also kein terroristischer Hintergrund. Der unbeabsichtigte Gruß des Hotels bestand nun darin, dass unser Zimmer das einzige von 60 war, dessen Klimaanlage sich nicht abschalten ließ. Bis ca. 5 Uhr morgens rauschte und ratterte es und mit entsprechendem Hals und ohne Schlaf versuchten wir diesem Problem Herr zu werden. Um es auf den Punkt zu bringen: Eine schlaflose Nacht und zig Entschuldigungen am nächsten Tag. (Also kurze Zeit später). Das Frühstück fiel nicht üppig aus, hatte wohl etwas mit den Gängen von gestern zu tun und dann gab es noch die Villa Hügel (http://www.villahuegel.de/), unglaublich interessant (was will man mit 8200 m2 Wohnfläche…) das Geburtshaus der Uroma und das Haus, in dem eine Oma (nämlich die Tochter der Uroma und Mutter von Mareike, iss klar nee…) von Lene und Jule aufgewachsen ist. Auf dem Rückweg passierten wir dann natürlich auch noch die Hafenstrasse, die nun für das Pokalspiel endgültig restlos ausverkauft ist.

Wer braucht schon Urlaub ?

Eigentlich doch jeder im Verlaufe eines Jahres. Nur unsere letzten Urlaubstage für dieses Jahr scheinen unter keinem guten Stern zu stehen. Da muss das Auto plötzlich der Werkstatt vorgeführt werden, der Schlüssel bricht im Schloss steckend ab und Mareike und Lene treffen sich zur Nacht im Bad. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob wir Morgen tatsächlich unseren geplanten Wochenendtrip in das Hotel Margarethenhöhe http://www.margarethenhoehe.com/ antreten können. Mal zu zweit in Essen essen, so war der Plan bis gerade… Ich bin da jetzt mal ganz optimistisch. Wenn nicht, dann erfreuen wir uns an unserem frisch dekorierten Weihnachtsbaum, dem gehts nämlich bestens. So etwas nennt man dann schon mal Galgenhmor. Die Serie über einige Bewohner des Essener Stadtteils Borbeck muss ich übrigens nicht weiter verfolgen. Irgendwie findet RTL2 immer seine „Mitstreiter“ aber das muss ich ja nicht noch unterstützen. Unter einer Dokumentation stelle ich mir schon etwas anderes vor. In der Diskussion darüber im RWE Forum tauchte folgender Link auf, nicht ganz zum Thema passend wohl aber zu unserer Zeit: http://de.uncyclopedia.org/wiki/Kevinismus. Lustig und doch real zugleich. Veröffentlicht in ähnlicher Form wie wikipedia und auch darauf abziehlend, nur auf recht satirische Art und Weise.

17.223

Das ist doch mal eine Zahl. Es handelt sich hierbei um keinen Lottotip sondern um die Anzahl der registrierten Mitglieder im schon erwähnten RWE Forum. Zum Vergleich: Ein langjähriger Oberligist aus Nordhorn kann zur Zeit derer 72 Mitglieder aufbieten. Also ist da schon rein statistisch ein reges Diskussionsaufkommen machbar. Aber auch außerhalb des Fussballs kann ich dort Informationen sammeln. Aktuell besteht erhöhter Bedarf, da Mareike und ich ja unser Wochenende eben in Essen planen. Frage eingestellt, und binnen kürzester Zeit schon 9 Antworten. Das macht Spass. Danke dafür. Morgen Abend ist eine Art Aussprache zwischen Fans und Vorstand im Clubhaus des SV Eintracht anberaumt, ob da auch der Spass vorherrscht ? Ich habe keine Zeit und bin deshalb nicht dabei. Würde ich „leider keine Zeit“ schreiben, so wäre das schlichtweg gelogen, denn Abstand bekommt mir zur Zeit am besten, meine Meinung habe ich vertreten und dabei bleibt es. Ansonsten beschäftigt mich eher der bunte Mix des Lebens: Meine Kriminase hat Sonntag beim Tatort aus Berlin versagt, denn offengestanden habe ich das Ende nicht ganz verstanden. Aber, der Tatort war gut, wenn er auch nicht an die Klasse des Kölner Tatortes der Vorwoche herankam. Und dann muss ich doch wohl noch mal den Sender anschalten, dem ich fast das Prädikat „Volksverdummung“ verliehen hätte, bzw. es noch tun werde. Dieser bietet nun morgens um 11.00 Uhr eine Doku Soap aus meiner Lieblingsstadt an und handelt von Menschen, die in einem Stadtteil dieser schönen, spannenden Stadt leben. Der Arbeitstitel lautete: “ Wir in Essen-Borbeck“. Vielleicht gucke ich mal rein. Und sonst ???? Stromberg würde sagen: „Läuft“…..ausser, es geht um den SV Eintracht: Denn auch nach dem Trainerwechsel wurde in Osnabrück mit 1:3 verloren. ………..ein Paradies für Bücherfreunde……………………………..

Winterpause ist schon

Das Spiel des RWE gegen die Düsseldorfer Fortuna möchte ich aber trotzdem nicht unkommentiert lassen. Es endete nach kampfbetonten, hektischen Spiel torlos 0:0. Dieses Fazit ziehe ich aus allen Hilfsmitteln, die sich mittlerweile bieten, für den Fall selber nicht im Stadion gewesen zu sein. Bis zur Feier im „Haus für Kinder“ ( http://nordhorn.de/hfk/index.html) war noch Zeit und ich hatte den Liveticker laufen. Browser Nr.2 bot das Forum zum Liveticker und im 3. Fenster hörte ich Radio Hafenstrasse. Da wurde die ganze Palette geboten, was das Ruhrgebiet ausmacht: Verbale Stilblüten eines Moderators, der sich zum „Mikrohool“ im Laufe des Spieles entwickelte, Halbzeitdiskussionen im Forum über die Autos von früher nebst damaligen „Dresscode feat. Mantaletten“. Spassig. Heute trägt der aktive Fan den Einheitscode: „Windbreaker schwarz feat. Känguruhtasche“ Weniger lustig das Auftreten der Fortunen im Gästeblock, nicht nur, weil es wieder Verletzte gab, sondern weil es mittlerweile usus ist, dass es an der Hafenstrasse im Gästeblock qualmt. Wenn man es nicht verhindern kann, vielleicht sollte es dann nicht so aufbereitet werden. Die Protagonisten klopfen sich doch jetzt beim Betrachten der Bilder und Filmchen selber auf die Schulter. Wenn der RWE jetzt aber Strafe zahlen muss, dann soll RW Oberhausen auch zahlen. Schließlich wurde dort von Essener Seite gezündelt…..;-). Nee, Spaß beiseite: Diese Unsitte nimmt wieder Überhand. Dann gab es noch die Pokalkarten. „Gab“ deshalb, weil die sind alle schon wieder weg. Das wird eng werden Ende Januar. Das habe ich ja eigentlich gar nicht so gern, aber ich freue mich schon riesig darauf. Und: Da geht was… zumindestens der Herr Stevens.

Von allem etwas

Na ja, sooo schlimm war das dann doch nicht, was ich da Freitag unter „Pilslichem“ Einfluß von mir gegeben habe. Das Wochenende neigt sich nun dem Ende entgegen und es war ein schönes. So bin ich zum Herr des Ringes geworden, die aufgebauten Zäune stehen heute immer noch, der SV Eintracht hat verloren, RWE wieder nicht gewonnen, es wurde wieder viel gequalmt im Gästeblock und ich habe immer noch keine Antwort auf die Frage, wie ich denn nun in Sachen „Fan oder Funktionär“ beim SV Eintracht verfahre: Also eigentlich alles so wie immer! Als Highlight kam noch mein persönliches Nikolausgeschenk in Form der Jubiläumsausgabe von U2`s Meisterwerk: „The Joshua Tree“ und ganz besonders erfreuten uns viele Kinder Samstag auf der Nikolausfeier mit ihren Darbietungen. Wenn ich so die Freude und grossen Augen der Kinder beim Anblick des Nikolauses betrachte habe ich noch etwas Hoffnung, dass der Zauber der Weihnachtszeit immer noch von Generation zu Generation weitergegeben werden kann. In Zeiten von „Gangsta“ Rappern, Camouflage Unterwäsche für Kinder, Paris, Britney, „Talk“ Shows und anderem medialen Bodensatz kommen mir da schon manches Mal mehr als nur Zweifel. Schreibe ich Zweifel bin ich auch schon wieder beim SV Eintracht: Da war doch dieser Anruf der Geschäftsführung. In den 20 Minuten konnte ich eigentlich kaum antworten, so schnell wurde geredet. Vieles wollte man mir an Unterlagen vorlegen, am Besten jetzt und gleich um dieses und jenes zu begründen. Ich bin mir mittlerweile sicher, dass viele unpopuläre Maßnahmen auch ihre Berechtigung haben und sich nur gemein anfühlen, aber „jetzt und gleich“: Das geht bei mir nicht mehr, denn zu oft sagt man dann etwas zu und bereut es hinterher. Also habe ich mir ersteinmal Bedenkzeit erbeten und komme dann selber auf den Verein (?) zu. Ich glaube, wer sich jetzt beim SV Eintracht engagiert und diesem Verein bis dato als Fan verbunden war, der gerät zwischen die Mühlen. Dessen bin ich mir mittlerweile bewusst. Zu verhärtet die Standpunkte, zuviel Frust und die Rolle einzelner handelnder Personen. Und da beginnt mein Problem: Ich habe ein ganz grosses mit der Art und Weise, wie der 1. Vorsitzende sein Amt ausübt. Ich freue mich, dass meine Kritik angenommen und als konstruktiv erachtet wird, aber ich bleibe Fan. Und als dieser bin ich sehr enttäuscht von der Vorgehensweise und der neuen Trainerwahl. so, dass wars zum Thema SV Eintracht. Für heute, denn er bleibt ja mein Heimatverein. Eigentlich habe ich mir auch schon die Antwort auf meine Frage selbst gegeben.

Selbst wenn ich wollte

ich könnte garnicht mehr geradeaus schreiben. Daher wird es gaaanz langsam (Oh, Mareike erinnerte mich daran, dass garnicht gar nicht zusammengeschrieben wird). Hat wohl etwas mit dem leckeren Veltins und Becks Bier nach einem langen Tag zu tun. Dieser begann um 5,03 Uhr morgens mit einem fiesen piepen und endet gleich, kurz nach 23.30 Uhr. Ist ja auch egal. Auf jeden Fall möchte ich noch darauf hinweisen, dass Morgen um 14.00 Uhr zeitgleich der Anpfif erfolgt für zwei Fussballspiele, wo ich gerne vor Ort gewesen wäre. Ich und der Konjunktiv……. OK, kurze Zusammenfassung: Der RWE spielt gegen den Ersatzkontrahenten aus Düssseldorf gegen die dortige Fortuna. Ein Verein, dem ich eher zugetan als irgendwie anderweitig verpflichtet bin. Kein Wunder, sind doch die Farben Rot und Weiss und auch die Treue der Fans recht Ligenunabhängig. Völlig Latte, weil: Morgen zählen nur 3 Punkte, sonst wird es eine unruhige Winterpause für den RWE. Die Eintracht aus Nordhorn spielt auf Kunstrasen bei der Zweitvertretung des VfL Osnabrück. Und für mich ist klar: Ich gehe in die Opposition. Aber das wichtigste habe ich vergessen: Warum fahre ich morgen nicht zum Fussball? Richtig, Es ist Weihnachtsfeier des Kindergartens und Lene und Jule haben lange für einen grossen Auftritt geprobt. Ich glaube, ich stosse auf Verständnis, wenn ich dieser Weihnachtsfeier beiwohne. Und für den Falle dass: Ich würde natürlich nach Essen fahren. Der SV Eintracht in dieser Form braucht mich nicht mehr, und ich ihn auch nicht. Ausserdem finde ich es verwunderlich, dass blogger,.com nur noch in englischer Fassung erscheint.

Tätä,Tätä

Unser Bürgermeister hat, weil Bürgermeister das ja tun müssen, bei einem Ortsansässigem Karnevalsclub die diesjährige Session eröffnet. Das wäre mir als Randnotiz bei dem ganzen Trubel um Eintracht und den Besuchen bei RWE fast durchgegangen. Nun kann ich ja mit den bestehenden vier Jahreszeiten sehr gut leben, also wundere ich mich selber, dass ich diese Zeitungsnotiz gelesen habe. Vielleicht intuitiv, weil das Wort Eintracht darin vorkam. Also: Der Bürgermeister, ich darf mal zitieren, sprach voll Heiterkeit folgendes: „„Auch wenn die Sache eigentlich noch nicht so ganz spruchreif ist: Wie Sie alle wissen, klappt es in letzter Zeit mit dem Fußball bei Eintracht nicht ganz so gut. Nur für den Fall, dass Eintracht das Stadion nicht mehr benötigt, wäre es doch das Beste, wenn wir das Fußballstadion zum Schwimmstadion mit 100-Meter-Bahnen umbauen würden.“ Da unser Bürgermeister eine sehr sympathische Ausstrahlung hat, können ihn nur schlechte Berater oder Funkenmariechen zu dieser Aussage veranlasst haben. Ich halt mal dagegen und hüpfe in meine imaginäre Bütt: „Leidet Eintracht noch so sehr und kompetenter Vorstand fehlt gar immer mehr, (tätä,tätä) in Nordhorn stehen zu viele Häuser leer. Ob VIP Center oder Rawe Ruine, Ringcenter oder Innenstadt: Herr Bürgermeister, wir haben doch schon ein Bad. (tätä,tätä). Dieses steht draussen und hat viele Becken, ein Freibad mit viel Kacheln und schönen Ecken (tätä,tätä). Also braucht es der Häme über Eintracht nicht, einige neue Mieter in der Stadt, das hätte mehr Gewicht (tätä,tätä). Und trotzdem haben Sie Glück: Bei Ihnen ist es gar lustig Karnevals „Blabla“ uns quält dagegen der „Doppel A“

Anschauungsmaterial

Einfach um mich für meinen Schnupfen zu revanchieren, stelle ich jetzt hier einige Bilder hinein, die den Weg und die Umstände zeigen um in den Auswärtsblock rein und wieder raus zu kommen. Danke für die Erlaubnis an „jawattdenn“. Damit ist das Spiel dann auch endgültig abgehakt. Zu verarbeiten gilt es vielmehr einen Anruf der Geschäftsführung des SV Eintracht. Vielleicht komme ich darauf noch mal zurück.


Gutes tun.

Oft gescholten, manchmal vielleicht auch zurecht, aber nicht zuletzt liegt die Wahrheit immer irgendwo in der Mitte: So erleben wir Normalfans die mittlerweile fest etablierten Ultra Szenen in fast allen Vereinen und Ligen. Würde ein solche Gruppierung hier in Nordhorn Kopfschütteln hervorrufen, bestimmt diese Fanbewegung zum Beispiel beim Namensvetter in Frankfurt die Szenerie.
Aber nicht überall kam dieses Phänomen „Ultras“ sofort an: Zu fliessend sind für die Medien die Übergänge zwischen „Kategorie A,B und C“; zu unterschiedlich die Begrifflichkeit und Handhabung bei den Protagonisten selber. Und besonders schwer haben es dann halt Fans mit neuen Ideen und dem Ultra Gedanken in klassischen Umfeldern wie zum Beispiel bei den Kickers in Offenbach, dem FC St. Pauli oder gerade auch an der Hafenstrasse beim RWE. Und doch feierten die Ultras Essen gerade ihren 5. Geburtstag und haben eigentlich auch als einzige ihren Verein gestern bei der Schlammschlacht im Oberhausener Dauerregen durchgehend angefeuert.
Vieles an diesem Phänomen „Ultras“ sehe ich bisweilen kritisch, und vieles finde ich sogar richtig gut, aber darum soll es hier nicht gehen: Ich möchte nur stellvertretend auf eine Aktion der http://www.ultras-essen.de/ hinweisen, die dem klassischen Spendenmarathon in der Vorweihnachtszeit eine weitere begründete Sammelaktion hinzufügen: Und zwar wird am Stadion gesammelt für die Initiative: http://www.krebskranke-kinder-essen.de/. Also, hin zum Stadion, eine Wurst weniger essen und das Geld dafür in die Dose.

Rehabilitation

Was haben die Titanic und mein Körper zur Zeit gemeinsam? Richtig, sie sind beide ein Wrack. Damit ich aber nicht ewig in Salz liege sondern höchstens ab und an, bin ich heute in mein neues Abenteuer Rehasport gegangen. Aber suggeriert einem nicht schon der Name „Rehasport“ eine Demarkationslinie zwischen: „Geht noch gerade und geht garnicht mehr?“. Wie wäre es denn mit „OlliFit“ a`la:“Es geht weiter, immer weiter“. Auf jeden Fall dauerte meine Entdeckungsreise zu Muskeln, die ich doch garnicht (mehr) habe 90 Minuten, nach dem Training ist vor dem Training, und die Maschinen sind…..richtig, nicht rund. Da sind schon tolle Sachen dabei, besonders „klasse“ fand ich den Rückenstrecker: Man stelle sich eine Gerätschaft vor, in die es sich einzuhaken gilt. Dann beugt man sich nach vorne, spreizt die Arme und Hände und geht hoch und runter. Während der „Hochphase“ stelle ich dann noch fest, dass alle Ausdauergeräte kreisförmig um den Rückenstrecker angeordnet sind und ca. 8 Augenpaare „den Neuen“ begutachten. Und dann kam später, was natürlich ausgerechnet in Nordhorn kommen musste: Zwei Augenpaare trafen sich: ich auf dem Crosstrainer um „auszulaufen“ und zwar im RWE Trikot, „ER“ auf dem Rückenstrecker nun mir gegenüber mit Fortuna D´dorf T-Shirt und Handtuch. Zwei Faneinsiedler in der vom Giganten SV Eintracht beherrschten Fussballstadt Nordhorn. Und wir wussten beide, dass somit das Spiel am kommenden Samstag seinen Anpfiff erfuhr: Ich erhöhte die Schlagzahl und „ER“streckte den Rücken, was das Zeug hielt. Und, was soll ich sagen: Stehen wir beide stellvertretend für den Ausgang des Spieles am Samstag, verliert der RWE mit….auf jeden Fall hoch. Gut, es war ja auch mein erster Besuch und er tat mir gut. Das sich dann ausgerechnet diese Fankonstellation ergibt, das hatte schon was. Als ich diesen sympathischen Ort der Rehabilitation (siehe Linkliste) verließ, fuhr ein Radfahrer über den Parkplatz, gegen den Wind durch einen Eintracht Schal geschützt. Und den kannte ich nicht einmal….

Und der Himmel weinte

OK, so ein bisschen Regen, das meiste fällt doch eh vorbei. Somit machte mir das trübe Wetter noch keine Sorgen. Auch die „Ablösung“ kam pünktlich ebenso wie das „Taxi“ an der verabredeten Stelle in Gronau. Pünktlich vor Oberhausen sprach unser Navi „Rosalie“ mittels Stauwarnung zu uns: Wie fast schon erwartet, sorgte der Centro Andrang für Stau. Nachdem wir zum x-ten Male dieselbe Kreuzung passierten, gab es zwei Möglichkeiten: „Rosalie“ ausschalten und intuitiv fahren, oder die RWO Fans fragen, die gerade neben uns hielten. Wir wählten Möglichkeit 1 und 2, liessen das Auto an Ort und Stelle stehen und liefen mal so mit, das Wetter bot sich ja für einen Spaziergang an. Daher eine gute Entscheidung von 2,1 Kilometern Fussweg, denn inzwischen regnete es so richtig und wer will da schon einen näheren Parkplatz suchen. Während die Heimfans ihren Bereich über einen gepflasterten Weg bequem und wenigstens Fusstrocken erreichen, fühlte sich der Essener, sofern er denn beim Bund gewesen war, an eine Reserveübung erinnert. Direkt neben der Emscher wurden wir, flankiert von jeder Menge Polizei, Richtung Gästekurve geleitet. Da wacht der grosse DFB über jeden Grashalm und jeden Millimeter Sponsorenkaviar, aber hier in Oberhausen darf der Gästefan wie Vieh über die Weide in einen Käfig „getrieben“ werden und zwar auf einem Weg, der bei starkem Regen wie heute jeder Beschreibung spottet. Zudem gab es kaum eine Möglichkeit, an eine Verpflegungsbude zu gelangen, (wenn es denn eine gab) oder vernünftig seinen Bedürfnissen nachzukommen. Und dann werde ich von oben bis unten gefilzt, nur um kurz vor Anpfiff in einer dicken Rauchwolke zu stehen. Ich kapiere es nicht, also was solch Qualm den Erzeugern ein mehr an Lebensqualität bringt, den Atemwegen auf jeden Fall nichts gutes. Es hat sich auch keiner wirklich darüber gefreut. Insgesamt waren es über 11.000 Zuschauer im weiten Rund, und auch das Wetter änderte sich: Es hörte zwischendurch sogar auf zu regnen: 1 Minute, danach fing es an zu „schütten“ . Das Spiel war das erwartete auf diesem Boden: Es wurde geackert, gekämpft und gerutscht, was das Zeug hielt und das Ergebnis dieser oftmals unkoordinierten Aktionen war die Führung und letztendlich der Sieg für RWO. Von deren aktiven Fans war ich in punkto Niveau und Kreativität sehr enttäuscht, denn fast jeder RWE Song wurde irgendwie kopiert. Nichtsdestotrotz war RWE alles in allem spielüberlegen, es fehlt nur vorne der ach so berühmte Spieler namens „Knipser“. So rutscht man in dieser hochgradig spannenden Tabelle mal wieder von Platz 5 auf Platz 10. Irre!! Kurz vor Schluß (der erfahrene Fan kann ein Spiel lesen und weiss: da passiert nichts mehr ;-)…) haben wir uns dann auf die nassen Socken gemacht und mussten wieder an der Emscher vorbei durch den Morast. Also das Wetter hat mich nicht gestört, das 80ziger Jahre Revival Stadion Feeling auch nicht, die Niederlage: Gut, etwas schon, aber die richtigen rot-weissen haben alles gegeben. Aber, ich habe keine Bratwurst bekommen und über die Zufahrtswege wird noch zu reden sein. Da hat jeder Dorfclub besseres zu bieten. Die Befürworter von Hallensportarten hätten heute alle Argumente auf ihrer Seite. Und die Hafenstrasse in Essen, vielleicht nur drei Tribünen, aber trockene Füsse und „lecker Frika“.

Auswärts Zuhause

Ich beziehe mich dabei mal auf die erwartete Konstellation in der Zuschauergunst, da ein 2:1 Verhältnis für RWE erwartet wird. Sollte das auch das Endergebnis auf dem Platz in Zahlen ausdrücken, so wäre ich damit in Anbetracht der heutigen Ergebnisse hochzufrieden. Sehr schön fand ich die Werbung für das Spiel in der Donnerstagsausgabe der http://www.reviersport.de/ des Oberhausener Energieversorgers.Ein kleiner Ausschnitt davon hier unten. Ansonsten muss ich ehrlich gestehen: Wenn ich die Karten nicht gerade eingesteckt hätte, ich glaube, ich wäre nach dem Frühdienst direkt in den vielzitierten „Schoß der Familie“, ohne Umweg Oberhausen zurückgekehrt. Die heutigen 10 Stunden in Gronau waren sehr anstrengend, brachten mir einen Besuch bei Fielmann ein und außerdem ist mir „kodderig“und die Option „Wecker 5.10“ gefällt mir morgen früh auch nicht. So, und außerdem, wenn ich denn hier schon so uninspiriert schreibe: Schuld an allem ist doch überhaupt der Vorstand des SV Eintracht. Hätte, wenn und aber: Ich fahre natürlich gen Oberhausen, denn neben einem hoffentlich spannenden Spiel ist nicht zuletzt dieses Stadion aus den 20ger Jahren des vergangenen Jahrhunderts einen Besuch wert. Und da Peter grundsätzlich noch mehr Chaos an den „Hacken“ hat als ich, ist für Unterhaltung während der Fahrt garantiert. Und die drei Punkte, die bringe ich mit nach Hause. Die Mannschaft des SV Eintracht (Vorstand und Geschäftsführung haben heute den Stadionsprecher entlassen…) versucht sich Morgen in einer weiteren Traditionsstätte des deutschen Fussballs: In der Adolf-Jäger-Kampfbahn bei Altona 93. Einen Tip gebe ich nicht ab, normalerweise wird Spiel 1 nach dem Trainerwechsel ja grundsätzlich gewonnen. Der neue Trainer hat sich mit einer Kiste Bier eingeführt. Die längere Fahrtzeit für die wieder eingeführte Raucherpause je gefahrene 30 Kilometer scheint dagegen wohl nur ein Gerücht zu sein.