Aber Scheiss drauf, Heimsieg ist nur einmal im Jahr!

Ach Rot Weiss Essen: Gerade mal ein Heimsieg, aber im Internet La Paloma pfeifen! Dem Zeigler seiner wunderbaren Welt des Fußballs ist geschuldet, dass eine frei gestossene Chaostheorie nicht nur ein Tor, sondern auch fast zehn Millionen Klicks weltweit erzielt hat. Gäbe es doch bloß pro Million Klicks einen Ligapunkt, um die Tabellensituation ein wenig aufzuhübschen.

Der gefeierten Niederlage gegen Fortuna Köln folgte ein regnerisches 1:0 in Ostwestfalen beim dortigen SC Verl sowie ein 3:0 im Weltpokalfinale gegen den FC Kray. Bedeutet eine Runde weiter im Pokal und Platz 10 in der Liga. Machste nix dran! Wenigstens hat ein runder Tisch zu der Erkenntnis geführt, dass die bisweilen unsägliche Hetze gegen den Trainer nicht wirklich zielführend war und auch nicht ein mehr an Punkte eingebracht hat.

Es ist schlicht und ergreifend das eingetreten, was vor Saisonbeginn zu befürchten war: Wir können uns in schlechten Tagen nicht mehr an das alte Gemäuer des Georg Melches Stadions stützen, um Trost und Mythos zu erfahren! Haben die komplette Klaviatur eines Traditionsvereines gespielt, um von der sportlichen Bedeutungslosigkeit abzulenken. Fahren wirtschaftlich in ruhigen Fahrwassern, die desaströse RWE Jeans im Fanshop wurde gegen ein lässiges Vintage T-Shirt getauscht.

Somit war also nun die Mannschaft im Zugzwang, gibt es doch rund um die Hafenstraße außerhalb der Vernunft nur einen Weg: Nach oben! Dahin, wo eine angemessenere Liga wartet.Dort, wo Samstags ab 18:00 Uhr gesendet wird, und nicht Dienstags im Rahmen einer medialen Kirmesveranstaltung. Wichtig also nur noch auf dem Platz. Ergebnis bekannt. In den letzten Tagen hatte man dann aber das Gefühl, dass es so ruhig um den RWE geworden ist, so dass es auch schon wieder nicht gut war.

Die Verletztenmisere wird lethargisch hingenommen, die Reaktion von Christian Knappmann auf rassistische Rufe hingegen hocherfreut. Der Nachlass einer Verstorbenen, die Trauer um eine ehemalige Mitarbeiterin, die Förderung durch die Krupp Stiftung…alles kleine Nadeln in der großen Karte eines Fußballvereines, aber doch letztendlich weitestgehend unbeachtet, ist es nach gespielten 90 Minuten nicht so wie erwartet.

Zu erwarten hingegen war fast schon eine weitere Krise in der Beziehung zwischen Betreiber und dem RWE. Die Mundlöcher der neuen alten West sind nun Gegenstand einer Problematik, welche sich mir als Stadiongänger leider wieder entzieht. Was ist denn nun schon wieder los ? Es ist doch alles in Ordnung. Die Mundlöcher sind noch da, werden als Ein- und Ausgang benutzt, und ab und an bleibt da mal einer stehen.

Als viel problematischer empfinde ich zum Beispiel die pyramidische (sagt man das so?) Anordnung der Stufen um die Mundlöcher herum. Das sind Stolperfallen vom Feinsten. Wenn jetzt aber jemand meint, mehr Ordner lösen das Problem, oder die Tribüne wird gar gesperrt…. ja dann macht das doch einfach. Uns schockt nichts mehr. Zur Not können wir ja aus München Drehkreuze ordern. Man,man,man!

Zum Schluss noch etwas in eigener Sache: Im Schatten der Tribüne feiert heute als Blog seinen siebten Geburtstag. Am 17. Oktober 2006 spielte der RWE noch in der 2. Bundesliga und der heimische SV Eintracht Nordhorn viertklassig in der damaligen Oberliga Nord. Anschließend begann fast parallel der sportliche Absturz und die jeweilige wirtschaftliche Insolvenz. Heute, sieben Jahre später, dümpelt der RWE viertklassig auf Platz 10 herum, ziert der SV Eintracht gar fast das Tabellenende der sechstklassigen Landesliga Weser/Ems. Aber Scheiss drauf, Blog ist nur einmal im Leben. Es geht weiter, immer weiter!

Danke!

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