The answer, my friend, is blowin‘ in the wind (Bob Dylan)

Wer konnte auch schon ahnen, dass das erste Lied nach dem abermals verlorenen Spiel ausgerechnet dieser Klassiker von Bob Dylan sein wird? Nicht das ich den Song besonders mag, denn der Dylan Bob nölt mir eigentlich zu oft und zu sehr am Mikrofon herum, anstatt zu singen. Aber dieses Lied passte nach Abpfiff einfach in das Szenario zweier schweigender, in Rot und Weiss gekleideter Fans; unterwegs in einem Auto auf der Autobahn gen Norden.

Die Antwort weht also im Wind. Eine Erkenntnis, die den Freunden ewiger Nachbesprechungen, Taktiknerds und der „Fraktion Konjunktiv“ die Haare zu Berge stehen lassen dürfte, da ja eigentlich zu profan. Aber, was soll man auch zu lange im Nachgang über ein Spiel herumeiern? Es würde ja doch nichts am Ergebnis ändern. Also hilft es uns einmal mehr nichts, dass das Kölner Tor vielleicht Abseits war, und unser Tor vielleicht nicht. Die Tatsache tat zur Sache, dass es tatsächlich eine weitere 0:1 Niederlage im eigenen Stadion gab. Scheissendreck!

Das Essener Fanlager wie immer nach solchen Spielen irgendwo zwischen gespalten und unterschiedlicher Meinung. Innig vereint aber im Schmerz der letzten Spiele und dem humorbefreiten Absturz in der Tabelle. Man grüßt nicht mehr stolz von oben, sondern strampelt verzweifelt gegen den Abgrund. Unerklärlich!

Wieder kann man der Mannschaft in weiten Teilen nicht absprechen, gekämpft zu haben. Da es unter anderem das ist, was wir definitiv auch an der Hafenstraße sehen wollen, zollten die meisten Fans dafür Anerkennung, denn es wurde gegrätscht, und es wurden viele Bälle zurückerobert. Dummerweise wurden sie zu schnell auch wieder verloren oder kam der einfache Pass nicht an. Da war es wieder, dieses „einfach“ im Fußball; diese Leichtigkeit, die wir gerade nicht mehr beherrschen. „Angst essen Seele auf“; ein Melodram von 1974 erneut aufgelegt.

Warum?

Die Atmosphäre einmal mehr beeindruckend und ebenso einmal mehr wollten die Fans den Ball in das Tor tragen, bekommt es doch die Mannschaft auf dem Feld aktuell nicht hin. Dieses verflixte Runde muss doch einfach mal wieder in des Gegners Eckige. Chancen waren da. Überlegenheit auf dem Feld zudem. Mal ehrlich, was hat denn Viktoria schon groß veranstaltet nach dem Führungstreffer zu unchristlich früher Zeit? Deren Schnapper glänzte mehr als einmal durch gelbwürdiges Zeitspiel und die zehn vor ihm durch (natürlich hochprofessionelles) Verschieben der Mannschaftsteile, was unsere Räume sehr eng gestaltete. Ach, und man fiel natürlich ruckzuck hin, verspürte man nur den Hauch eines Esseners in seiner Nähe. (Obwohl, das können wir ja leider auch. Und dann immer dieses überflüssiges Gezeter Richtung Unparteiische…)

Zwischen der 45.und 70. Minute hatten wir auf der Tribüne tatsächlich das Gefühl, dass doch noch was gehen könnte, kam unser aller RWE  doch zu guten Abschlüssen. Leider blieben die Boni in Form von Toren verwehrt. „Wir halten zusammen“, so der Tenor nach Abpfiff. Das ist etwas, was aufbaut und Mut macht; den nimmermüden Einsatz der Mannschaft respektiert und honoriert. Dass natürlich in den (a-) sozialen Medien hinterher trotzdem Gift und Galle gespuckt wird, das ist dann leider einfach mal so. Es tippt sich leider schneller Verachtung, als das es sich „Kopf hoch“ schreibt. Mein Tipp an dieser Stelle: Einfach nicht mehr lesen. Verbunden mit der Bitte an die Kommentatoren/-innen, ob sie derlei nach einem eigenen schlechten Tag im Job auch über sich lesen möchten?

Es ist alles mal wieder wie es ist, und es tut aktuell wirklich weh. Aber, es ist noch nicht vorbei. Wir können uns nicht nur neben dem Platz wieder zusammenraufen, sondern auch auf dem Platz zu großer Form auflaufen. Vielleicht schon in Wattenscheid!

Auf jeden Fall in Wattenscheid!

Alle nach Wattenscheid.

 

 

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