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Nun Pacht mal hinne da!

Gibt man in Langley, beim Secret Intelligence Service oder zur Not bei handelsüblichen Suchmaschinen die Begriffe „RWE – Stadion – Pacht“ ein, so ist der erste Treffer auf den 5. Januar 2012 datiert. Schon da waren sich Stadt und Verein uneins über den Pachtvertrag, dessen Inhalte und seine Zahlen.

Was natürlich stutzig macht: Wir schreiben nun den 25.Juni 2013, eine ganze Saison im neuen Stadion Essen liegt hinter uns. Wie gestaltet sich denn so ein Jahr vertragslos zwischen zwei Parteien ? Oder geht es nun wirklich in letzter Instanz  darum, wer nun den Nagel in die Wand schlagen darf, und wer nicht? Dann kann hier vielleicht eine Tatsache beruhigen, die so sicher ist wie das Prost beim Pils: Das Stadion Essen wird vielleicht in 70 Jahren abgerissen, weil nicht mehr den Anforderungen entsprechend! [Direkt nebenan auf dem Parkplatz wird während des laufenden Spielbetriebes daher das #Stadionessen2 gebaut]

Den RWE aber, den wird es ewig geben. Will sagen: Ein Verein ist nicht nur größer als seine Spieler, sondern auch größer als sein Stadion. Wir wissen alle, wie oft die Stadt für Pleiten, Pech und Pannen des RWE geradestehen durfte oder musste. Wohl eher letzteres! Aber, das muss nun auch mal ein Ende haben. Allein Rot Weiss Essen ist in der Lage, dieses Stadion adäquat zu nutzen, seine Kapazitäten auszuschöpfen und über die Stadtgrenze hinweg bekannt zu machen. Von daher ist es ausgemachter Humbug, das über Bilder an den Wänden überhaupt diskutiert werden muss.

Wenn wir in dem Stadion Essen nun in Zukunft Sportgeschichte schreiben wollen, geht das in erster Linie nur über den RWE. Wie eben in der Vergangenheit auch. Meine Güte, hier könnte man ja glatt den Hoeneß machen: Ja wen wünschen sich denn die Fußballfans in Umfragen in den Profifußball zurück ? Ja wer steht denn in der Zuschauertabelle über einigen Zweitligisten ? Und warum habe ich Steuergesetze nötig ? Gut, das tut jetzt hier nichts zur Sache, aber unter dem Strich bleibt folgendes festzuhalten: Lasst den Verein mal machen.

Nur gebt uns Fans die großen und kleinen Erinnerungen, die wir brauchen, um uns jetzt so richtig heimisch einzurichten. Wir wohnen doch nun da! Es wird doch möglich sein, einen Pachtvertrag so zu verifizieren, dass unter dem Strich eine Win-Win-Situation herauskommt. Dann können wir auch endlich wieder auf den Spielern herumhacken, wenn diese dann nicht unsere Wünsche erfüllen.

Davon abgesehen haben hier viele Menschen einen tollen Job gemacht, um das neue Stadion zu realisieren. Haben viele Menschen einen tollen Job gemacht, um unseren Verein am Leben zu erhalten und dahin zu bringen, wie ihn die letzte Jahreshauptversammlung eindrucksvoll und mit schwarzen Zahlen präsentiert hat. So hat die GVE  mit Engelsgeduld immer wieder unsere Fragen beantwortet, Fototermine ermöglicht und sich auch der Kritik gestellt. Danke!

So hat sich der Verein endlich seiner Basis besinnt und sich bisweilen konträr zur öffentlichen Meinung in Sachen Fans aufgestellt, die Wertigkeit der Seele eines Vereines aufpoliert. Das der Lippens vom alten Melches in seiner Kammer beim (beißaufdieZunge) erwischt wurde, ist Mythos. Wenn aber 12:12 ansteht, so ist das Realität und Gegenwart. Danke!

Tja, es scheint, als ob nach vielen Jahren nun eine Saison an der Hafenstraße ansteht, in welcher es nur um die jeweils 90 Minuten auf dem Platz gehen könnte. Was ein Problem für „ISDT“ werden wird: Wir hatten Stadionbauten in Nordhorn und Essen; Insolvenzen in Nordhorn und Essen; Fanmassen in, ok: Essen; Wir konnten uns über den Hickhack zwischen Verein und Stadt austoben; Dem Mythos huldigen.

Aber, was wird denn jetzt aus uns? Wir haben doch eigentlich gar keine Ahnung vom Fußball! Wir lassen uns etwas einfallen und sagen bis dahin einfach auch mal ganz herzlich: DANKE! Ach so: An den Pachtvertrag denkt Ihr, ja?