Belastungsprobe

In Siegen den Aufstieg perfekt gemacht, in Düsseldorf nach 120 Minuten + Elfmeterschießen das Pokalfinale erreicht. Und dann kommt mit dem FC Wegberg-Beeck zum nächsten Heimspiel ein Verein, der sich zum Saisonende freiwillig aus der NRW Liga zurückzieht. Allein aus sportpsychologischen Gesichtspunkten dürfte der Gewinner des (Freundschafts-) Spiels schon im Vorfeld feststehen, und so kam es dann auch: Der RWE kassierte die zweite Saison- und die erste Heimniederlage überhaupt. Soweit für mich der Fakt, denn ich habe Familie und Fahrtkosten in Relation zu der Bedeutung dieses Spiels gesetzt. Also nicht vor Ort bot sich nun via Liveticker und Radio Hafenstrasse ein Spiel, welches jawattdenn so auf den Punkt gebracht hat:
„Gegen erstaunlich mutig aufspielende Gäste fand Rot Weiss Essen kaum Mittel und musste sich mit 1:3 geschlagen geben.“
Warum auch nicht? Für die meisten Spieler der Gästemannschaft sicher DAS Spiel ihrer Karriere und mit entsprechendem Engagement geführt. Die junge Truppe des RWE hingegen (Der Begriff Schülermannschaft kommt nicht von ungefähr) durfte nun endlich einmal der anstrengenden Saison (ja und auch den Feierlichkeiten) Tribut zollen und tat dieses demnach auch. Machen wir uns doch nichts vor: Schon in den letzten Spielen bekamen wir nicht mehr den begeisternden, unbekümmerten Fußball der Hinrunde zu sehen; getragen von der Woge des „Tor des Monats“ und der Begeisterung der Fans, diesen Verein weiter existierend zu erleben. Die Gegner waren nun besser eingestellt, zudem machte sich so langsam auch die Option Aufstieg in den Köpfen breit. Um hier aber nicht auszuschweifen: Unter dem Strich erleben wir doch gerade die erfolgreichste Saison für Rot Weiss Essen seit Jahren. Da ist doch die Liga völlig egal.
Und trotzdem stellen die Spiele in Düsseldorf und das Spiel gegen Wegberg-Beeck so etwas wie eine Belastungsprobe dar, wie es wirklich zwischen Fans und Verein bestellt ist. All die ganzen Jahre des Misserfolges, der Abstiege und der „Söldner“…..mehr als gedacht, wirken diese Jahre scheinbar (und wohl auch zurecht) bei vielen Fans nach. Nachzulesen anhand einiger Kommentare im Forum in Bezug auf beide besagten Spiele. Anders kann ich mir diese Kommentare auch nicht erklären, denn ein verlorenes Spiel und eine schlechte Leistung sollte doch einer jeden Mannschaft vergönnt sein. Die Mehrheit der Fans sah das Spiel übrigens recht entspannt und hatte kein Problem mit dieser Niederlage.
Trotzdem sollten diese wenigen Reaktionen allen, die mit dem RWE zu tun haben (und sich ihm verbunden fühlen), Warnung genug sein: Sehr fragil ist sie noch, die neue Beziehung zwischen dem Verein und seinem wichtigsten Kapital, den Fans! Warnung auch in Hinblick auf die kommende Saison. Denn, wer will eigentlich schon Regionalliga ? Erst da, mit Anpfiff der neuen Saison, wird sich zeigen, welchen Grundstein Verein und Fans wirklich in dieser Saison gelegt haben. Daher mein Vorschlag: Locker bleiben, dankbar sein und Vertrauen haben. Endlich einmal. Ja, in den RWE!

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