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Blog3/2

Es war der zweite Test; aber der erste vor heimischen Publikum. Gehen wir einmal wohlwollend davon aus, dass fast alle Besucher des wie immer vorzüglich organisierten „Auf Asche“ Tages auch Fans oder wenigstens Interessierte des und am RWE sind.

Heimpremiere der Mannschaft für die Saison 2016/17 also. Die ersten Minuten nach einer Saison, welche in die Geschichtsbücher als „Saison der langen Gesichter“ eingehen wird. Als diese endlich abgepfiffen wurde, hatte eigentlich keiner mehr wirklich Lust auf seine Liebe RWE. Kein Paartherapeut schien das wieder einigermaßen auf die Reihe zu bekommen. An Sex war schon lange nicht mehr zu denken; gekuschelt wurde auch nicht mehr und zu sagen hatte man sich (leider) auch nichts. Der Sandsack schien der einzig gangbare Weg, seine Emotionen in halbwegs geordnete Bahnen lenken zu können.

Der Sandsack der digitalen Welt nennt sich Forum und entsprechend ging es auch dort zur Sache. Wir waren alle so auf, und konnten es folglich fast gar nicht glauben, was sich in den letzten Tagen und Wochen rund um die Hafenstraße dann so alles tat. Da steht ein Verein am Abgrund, eigentlich sind wir alle bereit, ihn aus Enttäuschung in selbigen zu stürzen. Doch was macht der RWE? Er dreht sich um und sagt: Wir wollen aufsteigen! Im ersten Moment denkst Du bei dieser Botschaft, zu diesem Zeitpunkt zudem, doch: „Egal was Du (mein RWE) genommen hast, ich will das nicht“! Kurz nachgedacht aber stellen sich die Nackenhaare steil, kommt das Blut in Wallung und will man dass auch, was der RWE genommen hat. Man reicht also dem am Abgrund stehenden RWE die Hand und hört sich wenigstens erst einmal an, was er zu sagen hat.

Das wurde also ausgiebig getan, denn die Haltung vieler Fans war geprägt davon, trotz berechtigter Skepsis die klare Aussage von Verein und neuerdings auch Stadt wohlwollend zu honorieren. Viele taten das sogar Hoch3 und gaben mehr, damit der Verein auch mehr kann. Und sicherten sich so eine Gegenleistung für den Fall der Fälle. Dann kam das nächste Signalfeuer von der Hafenstraße in Person von Timo Brauer. Allen bekannt als Essener, der gut kicken kann. Lange hat der RWE in Person seines Vorsitzenden um Timo Brauer geworben. Und wie wir alle wissen, kam es zu der von vielen so ersehnten Vertragsunterzeichnung. Eine Per­so­na­lie, die fast für eine Welle der Euphorie sorgte, und sicher auch Hoch3 weiter untermauert. Nun kann aber Timo Brauer weder über Wasser gehen, noch das Meer teilen. Sondern ist er ein Spieler unter vielen. Belasten wir ihn und sein Spiel also nicht mit zu hohen Erwartungen. Ich glaube, er möchte sich auch gar nicht in den Mittelpunkt gestellt wissen.

Es gilt nun für Sven Demandt und sein Team, aus verbliebenen und den neu hinzugekommenen Spielern eine Mannschaft zu formen, die diesen Namen auch verdient. Hier zählen nicht mehr nur Taktik, Tore und Triumphe, sondern auch das Miteinander. Auch wenn der rational denkende Fußballfan jetzt die Hände über den Kopf zusammenschlagen mag ob der Phrasendrescherei: Es geht nun mal nur gemeinsam. Die EM hat einige positive Beispiele geliefert. Übrigens auch auf den Tribünen! Fans tragen die Mannschaft und die Mannschaft trägt die Fans. Ich weiss: Nicht planbar und manch zerbrochenes Porzellan muss noch zusammengekehrt und gekittet werden. Aber wir haben wenigstens unseren gemeinsamen Nenner wiedergefunden. Zumindest bis zur ersten Niederlage. Und die bisherigen Testspiele lassen sich doch gut an.

Hallo 2016/17…

…“Please don’t take me home, I just don’t wanna go to work, I wanna stay here and drink all your beer“

Auch Du, mein Sohn Staudus!

Seit heute wissen wir, was wir schon immer wussten: In den Reihen des RWE befinden sich nicht nur begnadete Fußballer, sondern auch schauspielerisches Talent, welches grob zwischen Oliver Pocher und Peter Ustinov angesiedelt werden darf. Das alte Rom nun verweist in diesem Jahr auf das kommende Spiel zwischen Rot Weiss Essen und der „Auf Asche“ Elf. Nebenbei wurde mal eben die Frage nach der Herkunft der Adilette geklärt. Nach dem Dreh ist nun aber vor dem Dreh und laut geheimen Storyboard können wir uns schon auf die nächsten Jahre und Höhepunkte auf Zelluloid freuen:

„Vom Stauder verweht“

Das ist die Geschichte von Scarlett O`Paß und Doc Rett; Die Geschichte von Tara, aufgebaut durch Thomas Mitchell Melches; Die Geschichte von Pacht und Liebe unter Rot Weisser Sonne und der Einnahme Stauder`s durch die Armee der Auf Asche Staaten.

„Die vier Stauder der Katie Elder“

Nach dem Ableben von Katie Elder kehren ihre vier Stauder Michael Elder, Waldemar Elder, Damian Elder und Vinzent Elder zurück nach Clearwater, um auf der Georg Melches Farm Abschied zu nehmen. Anschließend sollte mit dem Insolvenzverwalter das Erbe geklärt werden. Leider gestaltet sich dieses Unterfangen nicht so einfach, haben doch mittlerweile Morgan Hastings und seine „Auf Asche“ Auftragsfußballer die Stadt fest im Griff. Diese Amateure bereiten den vier Stauder`s einen heißen Empfang.

„Der Schatz vom Staudersee“

Colonel Brinkley und seine „Auf Asche“ Bande sind durch einen hinterhältigen Überfall an eine Taktikkarte aus der Rot – Weissen Kabine gekommen. Es ist nun an Häuptling Wellingtou, seinem Vertragsbruder Old Wrobelhand und den tapferen Rotweisshäuten, dieses und weiteres Ungemach zu verhindern. Der Film dauert wie üblich 90 Minuten plus Nachspielzeit und am Ende gewinnt immer das Gute.

Bis es aber soweit ist, blicken wir weiter auf das alte Rom. Seine Senatoren und Feldherren: