Homberg

In diesem linksrheinischen Stadtteil Duisburgs mit seinen rund 30.000 Einwohnern ist der erste Gegner des RWE in der kommenden Saison 2010/2011 zuhause. Der Aufsteiger aus der Niederrheinliga, der VfB Homberg, gastiert am 15. August bei den insolventen Dauerabsteigern von der Hafenstrasse. Und doch können wir Mitglieder, Fans und Freunde des RWE uns glücklich schätzen, dass es überhaupt noch zur Aufnahme in der NRW Liga gereicht hat. Das Finanzgebaren, die Stadiontragik, das sportliche Versagen und die unsägliche politische Polemik hätte auch das rigorose Entfernen des SC Rot Weiss Essen von 1907 aus dem Vereinsregister zur Folge haben können. Jetzt also endlich Fünftklassigkeit und dabei sogar noch elegant der Regionalliga mit ihren ganzen Zweitvertretungen entronnen. Das lässt auf eine interessante Saison hoffen. Sportliche Hoffnungen hierzu in Worte zu fassen verbietet sich von selbst:Wir sind schließlich RWE.

Das “mal eben” eine komplette Weltmeisterschaft gespielt wurde ohne hier kommentiert und begleitet zu werden, hatte nichts damit zu tun, dass wir hier im Schatten der Tribüne nur noch dem unterklassigen Fußball frönen. Vielmehr mußte die These des wunderbaren Ben Redelings widerlegt werden, nach der Fußball nicht das wichtigste, sondern gar das einzige im Leben sei. Und so galten die Gedanken über Monate hinweg allem anderen, aber halt nicht dem runden Leder. Lohnende Gedanken übrigens, vergleichbar mit Meisterschaft, Aufstieg oder sonst vergleichbar schönen sportlichen Erfolgen.

Es bleiben trotzdem viele Gedanken dieser Weltmeisterschaft hängen, die natürlich schon längst vergessen, sicher vielfach besprochen oder kommentiert wurden. Daher nur kurz umrissen meine Erinnerungen:

– Ja, ich empfand das Tröten bisweilen auch nervig. Aber überhaupt an ein Verbot zu denken, beziehungsweise ein solches zu fordern, grenzte an kolonialherrschaftliches Denken. Die Fankultur eines jeden Landes gilt es zu respektieren.

-Steffen Simon als Moderator finde ich weitaus schlimmer, und das wurde nicht täglich thematisiert.

-die DFB Auswahl hat ein prima Turnier gespielt, wenngleich hier die Schattenseiten von drei Spielen geradezu überstrahlt wurden.

-Diego Armando Maradona wird auch nach seinem Rücktritt immer ein Mensch sein, den ich auf seine ureigene Art in mein Herz geschlossen habe. Er ist sicher kein großer Trainer und wirkte in seinem Anzug manchmal wie George Clooney nach 3 Monaten Fast Food. Aber, keiner an der Seitenlinie litt auch nur annähernd während eines Spieles so wie er. Ich kann jedem nur ans Herz legen, sich die Dokumentation von Kusturica über Maradona anzuschauen.

– Hat Katrin Müller Hohenstein mittlerweile um die Hand von Olli Kahn angehalten?

-und,und,und.

Aber das Ende einer Weltmeisterschaft hat auch einen Vorteil: Denn nun gehört der Fußball wieder denjenigen, die nicht nur dem Eventcharakter frönen, sondern diesen Sport lieben, mit all seinen Höhen und Tiefen. Und somit freue ich mich auf eine neue Saison 2010/2011. Glück auf!

Ein Kommentar

  • Freue mich schon auf das Spiel am Freitag! Auch wenn meine Homberger in der Vorbereitung noch nicht viel gerissen haben. Für den RWE wird's schon reichen 😉
    Viele Grüße von einem Ex-Essener (war in den 80ern zu Zeiten von Biagoli, Regenbogen, Hayer, Basler, Ptok, Pusch, Grein, Dondera, Korb, … regelmäßig in der Bruchbude an der Hafenstrasse)
    Cheers – Rich

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