Monatsarchive: August 2011

Fußballfans für Afrika

Fußballfans haben nicht nur den Ball, sondern auch das Leben im Kopf. Und sehen nicht nur Tribünen, sondern sogar darüber hinweg. Das ist so wie mit dem Tellerrand. Und dann gibt es Millionen Menschen, die brauchen weder einen Teller noch überhaupt einen mit Rand: Es gibt nichts, was sie davon essen könnten. Dieses eine Leid, von vielen weiteren Ungereimtheiten weltweit, hat den Fußballkulturschaffenden Ben Redelings nun zu folgender Aktion veranlasst. Sicher nur ein kleiner Reiskorn auf einem x – beliebigen Teller, aber lieber ein kleiner, als keiner!

Von Guten und Bösen

Ligaauftakt in der Regionalliga West gegen die Mainzer Zweitvertretung. Genau acht Tage nach dieser magischen Pokalnacht. Kein Flutlichtspiel, nicht ausverkauft und dazu unangenehm schwül. Weiterhin galt es noch die Ausfälle der treibenden Mittelfeldspieler Timo Brauer und Suat Tokat zu kompensieren. Das gelang in der ersten Hälfte auch noch gut, versuchte der RWE recht schnell das Heft in die Hand zu nehmen, auch wenn der „Ordner“ doch auf dem Platz fehlte. Lohn der Mühen das frühe 1:0 durch Koep, durch die Ausfälle in die Anfangsformation gerutscht. Die Mainzer, recht karnevalistisch gekleidet, hielten aber gut dagegen, bisweilen verdammt hart und übermotiviert. Nicht zuletzt aus diesem Grunde wurde das Spiel nur mit neun Feldspielern beendet.

Die weitere Torfolge nach der Pause: Der RWE erhöht durch Grund auf 2:0 und schon kurz darauf kommt der FSV durch Durm zum Anschluß- und einzigen Tor der Mainzer. Endergebnis also 2:1 für den RWE und drei Punkte für den Aufsteiger. Optimaler Saisonauftakt de facto mit den beiden Erfolgen in Pokal und Meisterschaft. Und doch gibt es ein paar Misstöne, die schnell geklärt werden sollten, sonst ist es spätestens nach der ersten Heimniederlage vorbei mit der neuen, schönen RWE Welt. Der Grund heißt hier nicht Kevin, sondern: Es gab Pfiffe gegen die eigene Mannschaft! Vereinzelte zwar nur, wohl von der Haupttribüne! Durch die an diesem Tag verhaltenere Anfeuerung aber gut hörbar.

Gut, das Spiel in der zweiten Halbzeit war auch nicht mehr besonders, aber das sollte der Mannschaft auch zugestanden werden! Eine Liga höher, nicht in Bestbesetzung und trotzdem in Führung liegend. Einen dümmeren Zeitpunkt für pfiffige Bemerkungen hätten sich die dazu veranlasst gefühlten Zuschauer nicht aussuchen können. Selbst auf der Pokalwolke konnte keiner mehr schweben in diesen Minuten nach dem Anschlußtreffer. Ich gebe es ja auch offen zu: Zu diesem Zeitpunkt hat mich das Spiel des RWE auch enttäuscht, aber das darf es auch und doch würde ich niemals auf die Idee kommen, zu pfeifen. Das nicht aus lauter Dankbarkeit darüber, daß es den Verein überhaupt noch gibt, sondern aus meinem Selbstverständnis heraus.

Ich habe es nie verstanden, warum der Fan als solcher bei einem 5:0 singt, als ob es kein Morgen gibt, diese gräßliche Paola kreisen lässt und sich selbst feiert. Bei einem knappen Rückstand dagegen, bekommt die Mannschaft keine Unterstützung mehr. Gerade dann muß man es doch krachen lassen. Soweit der Blick in meine Fanseele. Problematisch wird es nun aber, wenn sich auch die Spieler recht dünnhäutig zeigen und Vincent Wagner zum Beispiel via Facebook seinen Unmut über die Pfiffe äußert. Das ist natürlich sein gutes Recht, wird aber selbstredend von zig Fans kommentiert. Und da ist ganz klar der Tenor zu lesen: „Die „Haupt“ ist schuld, da sitzen nur Meckerköppe. Von daher sollte ein Spieler sich immer seiner Vorbildfunktion und Meinungsbildung bewusst sein und vorsichtig im öffentlichen Umgang mit den neuen Medien (Natürlich soll hier aber auch der Fairness halber nicht unterschlagen werden, daß sich Vincent Wagner ein paar Einträge später noch sehr lobend über den „Block D“ auf der Haupttribüne geäußert hat). Ich bin auch auf der Haupttribüne und möchte nicht per se in eine Meckerecke gedrängt werden. Schwarz – Weiß Denken bei Rot Weiss.

Wenn wir dem nicht frühzeitig entgegengewirken, haben wir bald wieder das klassische und altbekannte: „Alle gegen Alle“ an der Hafenstrasse. Die Tribünen untereinander fühlen sich falsch verstanden und die Spieler nach einem schlechten Spiel auch. Fakt aber: Mit diesem Typus Zuschauer werden wir auch in Zukunft leben müssen, dagegen gibt es keine Marketingstrategie. Vielleicht kann man ihnen immer wieder nur erklären, daß der Eintritt lediglich beinhaltet, für die Dauer des Spieles ein Stadion zu betreten. Nicht aber die Garantie auf eine Sternstunde des Fußballs inklusive grandiosen Erfolg der eigenen Mannschaft.

Die Fans des 1.FC Union haben da einen wunderbaren Konsens getroffen und als „eiserne Gesetze“ verbrieft, den ich mir überall wünschen würde: (Das die Fans trotzdem ihre Enttäuschung ausdrücken können und dürfen, haben einige ja beim Pokalspiel bewiesen, als sie einfach die Tribünen verlassen haben. Pfiffe gab es dagegen keine). Also, anbei die Gesetze und die nochmalige Erkenntnis für all die Frustrierten: Wir, also der RWE, haben mit 2: 1 gewonnen. Und was sagt uns das: Nur der RWE ! Und von daher möchte ich zum Abschluß den Trainer zitieren: „Immer locker durch die Unterhose atmen“

Pfeife nie die eigene Mannschaft aus!

Mache nie einen unserer Spieler zum Sündenbock!

Gehe nie vor dem Abpfiff aus dem Stadion!

Heiserkeit ist der Muskelkater des
Unioners!

Flaschenhals

Wenn von neunzehn Vereinen nur einer aufsteigt, die restlichen achtzehn aber Bestandteil einer sich immer weiter aufweichenden sportlichen Gemengelage namens Regionalliga werden (dürfen), ja dann hat der DFB garantiert seine Finger mit im Spiel. Und so gratulieren wir dem weltgrössten Sportverband zu dieser Entscheidung, aus drei wirtschaftlichen Pulverfässern gleich derer fünf zu machen. Die Zahl der Zweitvertretungen wird pro Liga auf höchstens sieben Mannschaften beschränkt. Im Klartext bedeutet dies: Bis zu 35 Mannschaften könnten also in den fünf Regionalligen zum Einsatz kommen (und werden bei Bedarf schon mal „grenzüberschreitend“ verschoben). Das wären dann zehn mehr, als aktuell in den drei Ligen spielen. Da ist dann wohl kein weiterer Kommentar nötig. Den DFB werden wir also kaum mehr verändern können, der RWE hingegen hat den Turnaround in jeglicher Hinsicht vollzogen!
Fast 3500 verkaufte Dauerkarten für die letzte Saison im alten Gemäuer sind ein Beleg dafür, auch eine möglicherweise sportlich langweilige Saison mitzutragen, sowie dem Verein eine schmale finanzielle Basis zu verschaffen. Steht doch über allem dieses „arm wie eine Kirchenmaus“. Der Flaschenhals dieser Saison bei einem Aufsteiger und keinen Absteigern, ist natürlich gerade ob dieser vielen Zweitvertretungen auch eine Wundertüte. Allein der BVB verfügt traditionell über eine enorm starke Zweitvertretung, trotz Abstieg aus der dritten Liga vor zwei Jahren. Zudem eine Mannschaft, die auch zu Hause und auswärts von den Fans begleitet und als Stück eigene Fankultur verstanden wird. Ebenso, aber das trifft auf alle Zweitvertretungen zu, „Rehabilitationsbasis“ für verletzte oder außer Form geratene Spieler der „Ersten“. Schwer einzuschätzen also eine jede dieser neun Mannschaften.
Für die „Normalos“ unter den Vereinen gelten, alleine auf den Marktwert bezogen, der SV Eintracht Trier und der Wuppertaler SVB als Favoriten auf den Aufstieg. Direkt dahinter rangiert für mich überraschend schon der RWE, noch vor den stets solventen Sportfreunden aus Lotte. Auch der BVB und Borussia Mönchengladbach statten ihre Nachwuchsteams mit einem Etat oberhalb der zwei Millionen Grenze aus. Sicher auch für den DFB eine attraktivere Hausnummer als die beispielhaften 325.000 € des SC Idar-Oberstein. Zudem ist die Daumenschraube Infrastruktur durch die großen Stadien stets gegeben. Zum Glück, und für mein Fußballerleben immer noch ein Glaubensbekenntnis, schießt Geld nicht automatisch ein Tor mehr als der Gegner.
Halten wir fest: Am Geld können wir unsere Außenseiterrolle nicht festmachen. Auch den inoffiziellen Titel der „Schülermannschaft“ hat der RWE verloren: Zwar mit 22,1Jahren im Durchschnitt immer noch jung an Jahren, unterbieten gleich neun Mannschaften diesen Wert. Und diese jungen Spieler werden an der Hafenstrasse immer noch einen Tick schneller laufen, als vielleicht im Auswärtsspiel bei Bayer 04. Und jetzt? Wo bleibt meine Prognose? Versaubeutelt der Pokal und seine Euphorie nun den Ligaauftakt…?
Also gut, hier die inoffizielle Saisonprognose von „ISDT“: Wir werden spannende Spiele sehen, die Liga wird bis in den Frühling hinein an der Spitze ausgeglichen bleiben und der Wuppertaler SVB einmal mehr an seinem Konzept scheitern. Somit ist Eintracht Trier mein Meisterschaftsfavorit Nummer 1. Zu Beginn der Rückrunde wird es dann eine erste Hochrechnung geben, und am drittletzten Spieltag gibt „ISDT“ seinen endgültigen Saisontipp ab. Hoffentlich endgültig vorbei sind an der Hafenstrasse auch die Zeiten für unlauteres Lautieren und Werfen mit Gegenständen!
So beginnt am 06. August 2011 um 14:00 Uhr für den RWE eine weitere, wieder historische Saison: Zur ersten Vorstellung des „Abschieds aus Ruinen“ gastiert der FSV Mainz II im Georg Melches Stadion. Ich bin sehr gespannt, wenn auch nicht mehr ganz so aufgeregt wie vor dem Pokalspiel, denn das Auftreten der Mannschaft in der letzten Woche war beruhigend bis wohltuend. Nur der RWE!

Von Gefühlen

Freitag Nachmittag, kurz vor Essen kam es zu dieser Begegnung, die mich zu folgendem Tweet veranlasste: „Wenn Dich vor dem Spiel in Bottrop hupend und winkend der Trainer überholt weißt Du: Es wird ein guter Abend“. Drei Tage später weiß ich nun auch, warum der Optimismus weiter geschürt wurde: Es war dieses freche Grinsen im Gesicht von Waldemar Wrobel! Zu sehen später noch einmal vor der Einstimmung auf das Elfmeterschiessen. Wo sonst angespannte Stimmung und Nervosität die Szenerie beherrscht, hat der Trainer wohl mit einem Kalauer diese genommen.

Aber, der Reihe nach: Voll war es rund um die Hafenstraße, auf den Rängen, in der schützenswerten Stadiongaststätte und später auch auf der manuellen Anzeigetafel. Voll sicher auch die meisten Besucher dieses Spieles: Voll Freude oder voll der Enttäuschung. Sogar die Westkurve ward neugeboren. In Zusammenarbeit mit Karstadt Sports wurde diese legendäre Tribüne in Kleinformat nachempfunden und einigen Besuchern zugänglich gemacht. Der Blick von dieser „Tribüne“ aus auf das Spielfeld war atemberaubend. Nicht, dass sich nun die anderen Dinge verändert hatten, allein die eigene Sichtweise war es: Ein Blick auf ein geschlossenes Stadion. Kurze Momente des Verweilens. Zudem den ein oder anderen Gesprächspartner, der recht bewegt davon berichtete, hier vor genau 19 Jahren das letzte Mal gestanden zu haben. Gefühle getroffen! Auf den Punkt!

Das Medieninteresse war natürlich auch ungleich größer, als in der letzten Saison und so wuselten überall TV- und Pressevertreter herum. Prominente gaben sich die Klinke in die Hand oder das Mikrofon vor die Nase. Draußen vor dem Stadion suchten Fans per Pappschilder nach Karten oder versuchten diese zu tauschen. Aber über allem lag eine Stimmung, die sich hoffnungsfroh anfühlte. Nicht der Defätismus der letzten Jahre. Unterm Strich und vor Spielbeginn konnte festgehalten werden: Unentschieden geht das hier heute nicht aus…..

Zu Spielbeginn eine schöne Choreographie der Essener Fans, ein gut gefüllter Gästeblock und auch der Rest der Ruine prall gefüllt: Anpfiff also für das erste DFB Pokalspiel seit 2008. Und mit ihm Anfangsminuten, die mühevoll ohne Gegentor überstanden wurden. Die Eisernen machten gleich Druck und wollten sicher schnell eine Führung erzwingen. Diese Bemühungen waren nur von erstaunlich kurzer Dauer. Langsam setzte sich bei RWE die taktische Marschroute gegen die Nervosität durch, der individuelle Gegenspieler (und die eigene Position) ward gefunden und zur Not auch gerne gedoppelt. Zudem kam zum Tragen, was die Mannschaft von Waldemar Wrobel auch schon in der letzten Saison ausgezeichnet hat: Diese unglaubliche Laufbereitschaft. Ständige Bewegung auf dem Feld bringt ständige Anspielstationen. Oder die Möglichkeiten, den ballführenden Gegner schnell zu stellen, ihn so zu Fehlpässen zu zwingen oder den Ball direkt zu erobern. Dieses schnelle Spiel hat natürlich zur Folge, das es mitunter schwer fällt, den Ball zu kontrollieren oder jener das Tempo nicht mithalten kann und schon wieder liegt, während der rot weisse Spieler immer noch läuft. Und dann aus dem Nichts heraus das 1:0, ein Kopfballtor von Timo Brauer, seines Zeichens wohl der kleinste Spieler auf dem Feld. Unbeschreiblicher Jubel, Gefühle! Bis zur Halbzeit passierte dann nicht mehr viel, denn das Spiel ließ die Strafräume weitestgehend unbenutzt. Zu pomadig Union, zu groß der Wille bei RWE, kein Tor mehr zuzulassen. Raus mit Applaus in die Kabinen.

Und wenn es wirklich diese Körpersprache gibt, dann sprach sie nach 45 Minuten rot und weiss. Auf den Tribünen war der Tenor derselbe wie zu Spielbeginn: Wenn wir die ersten 20 Minuten ohne Gegentor überstehen, dann haben wir eine Chance. Ohne Chance übrigens der Versuch, auszutreten. Das waren keine guten Gefühle. Anpfiff zur zweiten Halbzeit: Diese begann ohne den erwarteten Sturmlauf. Couragiert und tapfer machten die RWE Spieler weiterhin die Räume dicht, fanden immer noch ein Bein, um es dazwischen zu stellen, und hatten das nötige Glück: Ein Tor wurde aufgrund einer Abseitsentscheidung des Linienrichters nicht gegeben. Dieser fehlende Drang zum Tor bot zwar nicht den Platz zum kontern, den es gebraucht hätte, um selbst einmal wieder gefährlich vor Glinkers Tor aufzutauchen, aber auch hier stand Union gerne Pate: In der 72. Minute standen sich Torwart und Abwehrspieler im Weg und der eingewechselte Koep konnte trocken auf 2:0 erhöhen.

Wildfremde Menschen lagen sich jubelnd in den Armen, Becher und Gefühle flogen kreuz- und quer, ältere Paare drückten sich stumm und Freudentränen kullerten. Das muß der Mythos Hafenstrasse sein, von dem uns die Älteren immer wieder erzählt haben. Im Union Block wurden die Fahnen abgehangen, und auch die Spieler schienen so langsam begriffen zu haben, was hier heute abend in die Hose gehen kann. Die Hoffnung auf einen körperlichen Einbruch des RWE, die konnte mittlerweile auch getrost ad acta gelegt werden. Endlich (aus Unioner Sicht) wurde also nun mehr Druck auf das Tor von Dennis Lamczyk ausgeübt, der sich nun mehrfach auszeichnen konnte. Bis zur 82. Minute, da traf Zoundi zum Anschluß. Der nimmermüden Anfeuerung von den Rängen tat das keinen Abbruch, das schaffte erst Terodde in der Nachspielzeit. Jetzt flossen Tränen der Wut und Enttäuschung. Der Abpfiff der regulären Spielzeit ging fast in den versammelten Emotionen unter.

Verlängerung, diesmal auf Höhe Mittellinie verfolgt (Meine Wege während eines Fußballspiels sind manchmal unergründlich). Die erste Halbzeit war meines Erachtens keine gefühlten fünfzehn Minuten lang und hatte drei Erkenntnisse zur Folge: Wir Fans brauchten eine Zeit, um uns zu erholen, Union hat immer noch nicht verstanden, den RWE zwingend einzuschnüren und der RWE brach immer noch nicht ein. In der Zweiten Hälfte der Verlängerung gelang es gar dem Viertligisten, wieder das Heft in die Hand zu nehmen und prompt einige Male konstruktive Chancen herauszuspielen oder Konter zu fahren. Eine Entscheidung fiel aber wieder nicht, und somit kam das, welches es gemeinhin zu vermeiden gilt: Elfmeterschießen und der eingangs beschriebene Kreis, in welchem der Trainer kalauerte. Was sollte auch noch groß passieren, die Herzen der Zuschauer waren gewonnen, Otto Rehhagel gestikulierte neben uns auf seinem Platz wie in besten (?) Zeiten, dem Favoriten Paroli geboten usw.

Alles gut also. Und es wurde ja noch besser: Da die Spieler von Union ihre Lethargie auch im Elfmeterschießen nicht ablegen konnten, war es nun also an der Zeit von Dennis Lamczyk im Tor des RWE, seine Klasse zu beweisen. Groß die Szenen nach dem verschossenen Elfmeter des neuen Spielers auf Seiten von RWE, Maik Rodenberg: Die Mannschaft forderte ihn zu sich, und das Publikum honorierte seine großes Spiel und die Gefühle nach dem Fehlschuß mit donnernden Applaus. Vor dem letzten entscheidenden Elfmeter hielt es auch „Doc“ Welling nicht mehr auf seinem Platz, verschwand er doch in den Katakomben. Anlauf, Treffer und der Rest war Jubel, Jubel und noch mehr Jubel. Warum allerdings Waldemar Wrobel auf einmal aus dem Mundloch der Tribüne auftauchte, blieb mir bis heute ein Rätsel: Aber auch der Trainer hatte es nicht mehr ausgehalten und war in die Katakomben geflüchtet. Nun aber durfte er seinen Gefühlen freien Lauf lassen.

Danke für dieses Spiel, diesen Abend. Ganz großen Dank aber vor allem den Menschen, die man aus dem Netz „kennt“ und heute persönlich kennenlernen durfte, alle miteinander. Das war noch größer als das Spiel! Und nun das Gefühl zum Schluß: „Nur der RWE“!

RWE – Union Berlin, DFB Pokal from Uwe Strootmann on Vimeo.