Spielerfrauen, Teil 2

Da verzichtet man aus Rücksicht auf spielerfrauliche Tragik auf den zweiten Teil der großen Saga rund um das Liebesleben unserer Fußballer, und schon wird die Reset Taste gedrückt! Alles scheint wieder gut und wir versuchen es noch einmal. Medienwirksam natürlich. Ebenso in den Medien, aber stilvoll dem bisherigen Trainer gegenüber, wurde der neue Trainer des FC Bayern für die kommende Saison vorgestellt. 
Waldemar Wrobel ist es zum Glück nicht, womit wir auch wieder von Showbiz und Bundesliga auf die Regionalliga herunterbrechen können! Der RWE ist respektabel in das neue Kalenderjahr gestartet und hat dem FSV Mainz 05 nicht sein Geburtsjahr als Endstand gegönnt, sondern lediglich ein 0:1 zugelassen. Sportpsychologisch betrachtet könnte es den Spielern der rot weissen etwas Schub für den Ligaalltag geben. Vielleicht aber auch Rückenwind oder Selbstvertrauen. Man weiß es nicht. Am Samstag schon geht der Testreigen mit Gegnern zwischen erster und dritter Liga weiter und steht ein Spiel bei Arminia Bielefeld auf der dortigen Alm an. 
Eine Paarung, die etwas zu erstaunen vermag, gibt es doch dieses Bielefeld laut weit verbreiteter Verschwörungstheorie gar nicht. Im Anschluß an diese Begegnung, sofern sie denn dann stattfinden sollte, wartet noch der FC aus Köln und dann, ja dann beginnt wieder besagter Alltag. Ein Alltag jedoch, welcher sich aufgrund der bisherigen Tabellenkonstellation als ein sehr aufregender erweisen könnte. 
Ein kurzer Blick auf die vor- und hinter uns angesiedelten Konkurrenten zeigt, daß die Viktoria aus Köln ein Saisonziel bereits erreicht hat: Im Hinspiel suchten die Spieler bei jeder sich bietenden Gelegenheit Streit. Das Ansinnen wurde in der Chefetage erhört und nun ist er da. Der Streit. Auch Albert vorneweg genannt. Ein Neuzugang, der uns aber nun keine sportliche Angst bereiten und  keinen Finanzneid hervorrufen sollte. Was interessiert uns das Geld anderer Leute ? Zum Glück ist unser Verein über derlei Transferpraktiken hinweg. Die Therapie mit anschließendem Entzug war hart genug. 
Bleiben wir in Köln und gucken auf die andere Rheinseite zur Fortuna. Hier ruht still der See, schwingen die Eagles weiter ihre Flügel und für das Südstadion kann ja der Verein ja nichts. Für uns der heißeste Anwärter auf den Relegationsplatz. Die Wuppertaler wollten ja eigentlich noch einmal so richtig angreifen, und stecken nun  im tiefen Tal der Tränen. Eigentlich wie immer, in Anbetracht der Regenhäufigkeit dort unten im Tal. Jetzt ist dem WSV aber auch noch der Boss abhanden gekommen. In einer Kettenreaktion folgen ihm scheinbar  Geld und  Spieler. Somit sollte sich rund um den Zoo wohl eher auf den Abstiegskampf eingestellt werden. 
Die Zweitvertretung des nördlichen Nachbarn ignorieren wir geflissentlich und widmen uns den Sportfreunden. Die aus Siegen agieren recht unspektakulär aber solide und sollten nicht unterschätzt werden. Die anderen Sportfreunde aus Lotte sind uns ja nun ein wenig an das Herz gewachsen und bedeuten zudem das einzige Auswärtsspiel gegen eine Mannschaft der oberen Tabellenhälfte. Aber Auswärtsspiel ist immer das, was man daraus macht. So werden sich sicher viele Wettpaten aus Essen und rot weisse weltweit auf den Weg in Richtung Lotter Kreuz machen, um auf dem Acker von Bauer Ewald zu parken. 
Insgesamt ist der Liga zu wünschen, daß sich diese Ausgeglichenheit möglichst lange bis in Richtung  Saisonende halten kann. Und einmal im Konjunktiv gedacht: Hält der RWE weiter mit, dann sollte der an sich schon bemerkenswerte Zuschauerschnitt noch weiter steigen. Dazu bedarf es natürlich auch der guten Pflege unserer Spieler daheim durch ihre Spielerfrauen. 

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