Et geff`n Grummelschuur

Es ist gar nicht mal so schlecht, morgen nicht gen Köln zu fahren: Ich schone die Umwelt, meinen Geldbeutel, die eigenen Nerven und die Geduld der Familie. Und natürlich entscheide ich das alleine, so wie es sicher ein jeder für sich selbst entscheiden sollte. Dass eine Fangruppe wie „UE“ nun komplett den Boykott der kommenden Spiele unter den derzeitigen Voraussetzungen bekanntgegeben hat, ist ebenso legitim.

Es ist das gute Recht eines jeden, ein Zeichen der derzeitigen Unzufriedenheit zu setzen. Egal ob als Einzelfan, oder als große, wohl auch kreativste, Fangruppe rund um unseren geliebten Kuschelverein. Diese Entscheidung wird natürlich, wie alles andere auch in diesen Tagen, erregter diskutiert, als es Dolly Buster jemals am Set war. Behaupte ich einfach mal, denn es gibt derzeit nur noch schwarz oder weiß [Der Trainer und die Mannschaft gehen ja fast unter und können bald unbemerkt ihren Dienst verrichten]. Zwischen Kindergarten und vereinsschädigendem Verhalten auf der einen, und vollster Zustimmung auf der anderen Seite.

Der Verein feat. Aufsichtsrat wird sich in seiner, wie auch immer gearteten, Entscheidung natürlich nicht von uns Fans leiten lassen. Oder erpressen, wie es Hardliner gegen den Boykott formulieren. Wäre es an dem, könnten wir gleich einpacken. Auch wir Fans kämpfen doch schließlich immer wieder gegen auferlegte Auflagen und wollen uns in kein Schema pressen lassen. Vielleicht hätte ich einen anderen Weg gewählt. Nichts ankündigen; kommen und einfach schweigen. Oder den Klassiker der leeren Stehtribüne. Jemand niederbrüllen, den ganzen Frust rauslasen, das geht auch. Sollte aber über der Gürtellinie stattfinden. Und ob der Antagonist der Beschimpfungen dann aus Norddeutschland oder Hintertupfingen kommt, das ist doch völlig egal.

Nun hat also der eine Magen und die anderen Darm. Will sagen: Wir sind alle krank. Der eine organisch, wir alle anderen aber an Seele, Herz und Verstand. Müssen nicht nur mit dem Alleingang klarkommen, sondern auch der möglichen Weiterbeschäftigung eines Trainers ohne Spielverständnis. Man ist also geneigt, die weiße Flagge zu hissen und aufzugeben. Die Spezies Fan wird nämlich weder an Vertragsinhalten, noch an einer Trainerphilosophie etwas ändern. Der Fan wird höchstens zerrissen: Schadet oder nutzt mein Verhalten dem Verein? Schadet oder nutzt aber auch der Verein meinem Verhalten? Rot-Weiss Essen ist unser Verein und sollte demnach über allem stehen.

Rot-Weiss Essen hat sich gerade mal wieder dermaßen in eine Situation begeben, wo die berühmte „Karre vor die Wand“ noch harmlos erscheint. Es hilft wohl nur noch der Rückwärtsgang. Weg von der Wand, gegen die wir alle mit Karacho gerast sind. Und dann schütteln wir uns durch und stehen wieder auf. So wie immer seit 1907. Mit einer Norddeutschen Herkunft hat das alles aber nichts, überhaupt nichts zu tun. Eher mit Charaktereigenschaften. Die nicht die meinen sind, obwohl auch Nordisch by Nature.

Ach so: Hat jemand eine Lösung parat?

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