Monatsarchive: Februar 2015

Heute nur Kummer.

Der Tatort vorbei, alle anderen nun zu Bett. Das Sonntagsritual verlangt nach den Regionalsportsendungen. Lustlos „hin- und hergezappt“ arbeitet der Kopf auf Hochtouren, sucht nach Gründen. Whattsapp oder sms zeugen von Gleichgesinnten, welche sich ebenfalls krank vor Kummer fühlen ob der erneuten Niederlage. Feuchte Augen ohne sich dafür zu schämen.

Der Erfolg gegen Bochum ließ erahnen, dass es das Spiel ist, welches nicht spielerisch leicht anzuschauen ist. Drei Punkte, dass war es aber, was zählt. Somit galt es sich überzeugen zu lassen. Dem negativen Bauchgefühl zum Trotze. Heute dann wieder so ein Spiel. Allerdings ohne die stets alles übertünchenden Punkte. Der RWE hat bei RWO mit 0:1 verloren. Und somit aktuell wohl auch die Chance auf den Relegationsplatz nachhaltig verspielt. Verspielt… welch Anachronismus!

Schlecht gestartet, miteinander geredet, dann die Herbstmeisterschaft….ja dann kommst Du doch mit einer Brust aus der Winterpause, die so breit, dass Pamela Anderson vor Neid erblasst. Läufst in Aachen und Oberhausen vor Tausenden mitgereister Fans und Hoffnungen auf. Wirst geliebt und unterstützt. Aber wer bin ich, nun in Kritik zu verfallen. Still leiden kann ich aber auch nicht und teile dieses also mit.

Lieber RWE, ich bin nicht traurig über die Spiele nach der Winterpause: Nein, meine Welt ist heute zusammengebrochen. Wird wohl wieder besser.

Fanschalknigge

Der Schal, unverzichtbares Accessoire für den Fan. Der Fanartikel schlechthin, geht es darum, seine Vereinsliebe offen zu tragen. Doch während das Trikot immer über den Kopf angezogen und Veränderungen in Form und Sitz höchstens durch selbige der Trägermaterie (=Fan) erfährt, bietet der Schal mehrere modische Optionen und lässt eventuell Rückschlüsse auf den Träger zu. Und so widmen wir uns im 1. ISDT Knigge den fünf häufigsten Trageformen:

Platz 1: Modell “After Work”

die schnellste und einfachste Art, den Schal zu tragen. Gerade noch im Büro, Auto oder bei der Freundin wird der Schal an beiden Enden gefasst und mit Schwung nach hinten über den Kopf geworfen. Passt immer und hinterlässt in höchster Bedrängnis keine Spuren am Hals, sondern kann einfach an einem Ende gezogen den Besitzer wechseln. Das häufigste Stilmittel wird sehr oft ab 40 aufwärts getragen.

After Work

Platz 2: Modell “Emblem”

Ebenfalls eine sehr häufig anzutreffende Variante, verbunden mit einem höheren Zeitaufwand…

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Roadmovie Aachen

Heute ist nicht alle Tage

Ein Fan wollte zu einem Fußballspiel und kommt nicht mehr zurück nach Hause. Da gerät der Fußball zur Nebensache und wurde mit der Applausminute sicher nicht nur Siggi Dahms gebührend verabschiedet. Den Angehörigen gilt unser Mitgefühl, dem Rettungsteam der Dank für den schnellen Einsatz.

Danke auch denjenigen, welche Benjamin Köhler plakativ in Form seines Trikots aus Essener Zeiten moralische Unterstützung haben zukommen lassen. Unterstützung im Kampf gegen eine tückische Krankheit. Kämpfen & Siegen! Fußball vergisst nie; Fußball kann eine ungemeine Kraft entfalten, wenn es darum geht, in Not zusammenzuhalten.

Somit fällt es schwer, in gewohnt launischer Wortwahl diese Niederlage zu kommentieren. Nüchterner Fakt: Sie ist verdient. Zwar hatten unsere Roten den besseren Auftakt in dieses Spiel der Rekorde, knallte es auch direkt einmal an der Aachener Latte. Aber eben nicht darunter. Dafür rudelte es sich ab und an ganz nett. Vielleicht aber sollte auf diesem Weg die Kälte durch Körperwärme für den Moment kompensiert werden.

Dass ausgerechnet ein Tor aus einer Standardsituation kurz vor der Pause dieses Hochsicherheitsrisikotraditionsderbyrivalitätstheoretische Spiel entscheiden sollte, dürfte unserem Trainer als Verfechter eben jener Standards komplett die Laune verhagelt haben. In der zweiten Halbzeit wurde recht schnell klar, dass Hier und Heute nicht mehr viel zu holen sein wird. Immer einen Tick eher und giftiger die anderen am Ball als die unseren. Zudem die unseren gut zugestellt von den anderen.

Ich hatte mit allem gerechnet, nicht aber mit einer Niederlage. Es fühlt sich momentan an wie ein Ballon; aufgeblasen bis zum Bersten von Fans und Medien, und doch geplatzt mit lautem Knall, den keiner so gerne mag. Natürlich aber ist heute nicht aller Tage, wir kommen wieder. Keine Frage! Nach Aachen aber wohl erst wieder, wenn auf dem Wege dorthin alle Baustellen beseitigt sind, oder ein adäquates Verkehrskonzept greift.

Aachen rund um den Tivoli wirkte völlig überfordert ob der Blechlawine, welche sich aus allen Richtungen und aller Herren Länder näherte. Zufahrten zu angedachten Parkplätzen wurden kurzerhand von der Staatsmacht gesperrt und umgeleitet, was den Spiel- beziehungsweise den Verkehrsfluss weiter hemmte. Vielleicht gab es bis zum heutigen Tage aber auch gar keine Autos in Aachen. Wir werden es nie erfahren. Wohl auch nicht, ob der am Straßenrand austretende, dafür aus den Autos bejubelte, Essener den Beifahrersitz wiederfand oder der Audi Fahrer seine Fassung, nachdem im Eifer der Parkplatzsuche seine komplette linke Fahrzeugseite an einem Pöller den schicken Lack ließ.

Auf den Punkt gebracht: Verkehrskollaps erster Güte. Ein Gütesiegel verdiente sich dagegen die Unterstützung der RWE Fans. Lautstark und nimmermüde wurde die eigene Mannschaft angefeuert, wurden Ergebnisse aus vielen Gesprächen somit aktiv in die Tat umgesetzt. Klasse. Kein Rauch und keine Böller!

August Gottschalk, Siggi Dahms, ein treuer Fan….sie alle haben uns nun leider verlassen und waren Rot-Weiss Essen durch und durch. Benjamin Köhler war Vertragsspieler und spielt nun bei Union Berlin. Er wird kämpfen, letztendlich siegen und mit den Eisernen wieder hier an der Hafenstraße auflaufen. In Freundschaft oder im DFB Pokal.

Und unsere Mannschaft? Sie wird auch kämpfen. Und zwar bis zum letzten Spieltag. Wir kommen wieder, keine Frage!

Dreierkette: Alemannia-Talk vor dem Spiel gegen Essen

Themenwoche auf http://ueberdachte.com

Ueberdachte - Alemannia Aachen Fanzine

Fünf Thesen, drei Meinungen. Vor dem Spiel gegen Essen hat sich Ueberdachte-Autor Marcus mit zwei Experten unterhalten: Holger Richter, Redakteur bei den Aachener Nachrichten und Kicker-Autor, und Uwe Strootmann, Macher des RWE-Fanzines „Im Schatten der Tribüne“. 

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