Warau kado niwa fuku kitaru

Für eine gute Überschrift ist uns kein Weg zu weit, deshalb hat es uns diesmal sogar bis in das ferne Japan verschlagen: „Das Glück tritt gern in ein Haus ein, in dem Frohsinn herrscht“, so die Übersetzung dieser japanischen Weisheit. Nähert man sich der Überschrift auf den RWE bezogen inhaltlich an, so liegt in ihr, wie in so vielen asiatischen Weisheiten auch, mehr als nur ein Quentchen Wahrheit. Runtergebrochen auf den schnöden niederklassigen Fußball hierzulande reden wir also davon, dass es uns gerade verdammt gut geht, da unser Verein uns momentan sehr fröhlich stimmt. Frohsinn Hafenstraße.

Wir haben die Grauzone verlassen und finden uns auf einer kleinen Welle der Euphorie wieder. Nicht, dass wir zu Beginn der letzten Saison auch schon mal darauf herumgeritten sind, aber dann kam Lippstadt. Diesmal kamen wir nach Lippstadt, und es ging noch einmal gut aus. Kleine Welle und euphorische Ansätze bestehen weiter, tragen einander von Spiel zu Spiel. Viel zu lange aktuell die Zeiten zwischen Abpfiff und Anpfiff. Man möchte sofort wieder mitfiebern und anfeuern; kann es gar nicht abwarten, bis es wieder losgeht. Welch ein Kontrast zu den letzten Jahren. Unglaublich, wie sportlicher Erfolg der eigenen Mannschaft zugleich Seelenheil und eben auch Frohsinn bedeutet.

Ich denke und hoffe, das man sich auch anderswo über den momentanen Erfolg des RWE freut und ein  bisschen Frohsinn verspürt. In Mainz und Aschaffenburg zum Beispiel. in Lotte und Aalen. Oder wo auch immer ehemalige Rot-Weisse vergangener Jahre nun verstreut sind. Denn sie alle wollten auch nur das Beste für unseren Verein, haben für den Erfolg geschuftet. Ok, bei einem Herrn Harttgen weiss ich nicht ganz genau, was auf seiner Agenda stand, aber bei allen anderen gehe ich davon aus. Und sicher wären einige auch weiterhin gerne ein Teil unseres Vereins. Ihr seid es!

Vielleicht bedeutet es in Essen einfach auch diesen einen Tick mehr Frohsinn/Verzweiflung/Leidenschaft als an anderen Fußballstandorten. Vielleicht sind wir hier mehr verwurzelt mit unserem Verein als anderswo. Haben und wollen manchmal auch nichts anderes als unseren RWE. Sind an Spieltagen mit Bier und Wurst zufrieden, vergessen die Ernährungspyramide für den Moment. Brause macht schließlich auch nichts anderes als fieses Sodbrennen. Sogar sportlicher Natur.

Wie wir nun aktuell unsere eigene sportliche Natur mögen, spiegelt sich natürlich auch in den  Zuschauerzahlen wieder: Sowohl an der Hafenstraße, als auch in der Fremde, sorgt der RWE momentan für Zahlen, die manch Dritt- und gar Zweitligisten vor Neid blass werden lassen. Fünfstellig Hafenstraße. Gut, dass wir das Stadion haben, was wir haben. Dorthinein können noch viele weitere Fans zurückgeholt werden, ohne dass irgendjemand um seinen angestammten Platz fürchten muss. Die Familie Rot-Weiss kommt endlich wieder zusammen.

Wie fragil unser Gebilde natürlich noch ist, auch dem modernen Zirkus Fußball geschuldet, zeigen erste kleine Bedenken, die darin bestehen, dass doch andere Vereine  nun auf unseren guten Lauf aufmerksam werden und Personal abwerben könnten. Kann passieren, muss aber nicht. Keine Panik diesbezüglich. Alle haben Vertrag und wissen, was sie an der Hafenstraße einmaliges bewirken können. Wenn Du hier Erfolg hast, dann bist Du wer. Für ziemlich lange Zeit. Manchmal sogar für immer!

Freitag Abend nun betritt einmal mehr der Bonner SC unser Haus und wird nicht nur mit vollen Tribünen und Flutlicht konfrontiert, sondern auch mit jenem herrschenden Frohsinn. Und sogar mit Geduld. Geduld, das war das immer so ein Ding in den letzten Jahren: Lief es in den ersten drei Minuten nicht direkt wie erhofft, wurde Geduld stante pede in die Tonne gekloppt und zum Gegenangriff auf die eigenen Mannschaft gepfiffen. Diese spielte sich in die Verunsicherung und das Drama nahm seinen Lauf. Kannste aktuell vergessen, denn die Mannschaft hat sich einen Kredit erspielt, der regelmäßig bedient wird. Sonderzahlungen wie dieses Dingen mit den Toren durch Einwechselspieler inklusive. Der Fan würde momentan ohne zu zögern gerne auch den Kredit erhöhen, den Dispo der Saison 19/20 ausweiten oder was auch immer nötig ist, um dieses kleine Glück im eigenen Haus zu belassen.

Seit wir zwei uns gefunden…..

 

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