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„Denk immer daran: Ein Verein, der Freunde hat, ist nie ein Versager!“

So (oder so ähnlich) sprach Clarence, seines Zeichens Engel Zweiter Klasse in Frank Capras Klassiker „Ist das Leben nicht schön!“ zu dem verzweifelten George Bailey, der seinen Aufstiegsmut nach Köln verloren hatte und sich schon in die renaturierte Berne zu stürzen drohte. Natürlich wissen wir, dass dieser Klassiker aus dem Jahre 1946 ein gutes Ende nahm und der junge James Stewart auch nur zufällig und ganz entfernt dem nicht mehr ganz so jungem Marcus Uhlig ähnelte.

Was hat das nun mit dem heutigen letzten Spieltag zu tun? Ganz viel! Außerdem muss man ja einmal mehr an eine Überschrift kommen und deren Ursprung dann wenigstens kurz erklären. George Bailey also hat in diesem wundervollen Film als Prototyp „kleiner Mann“ gearbeitet und gehofft! Zwischendurch nicht mehr an sich geglaubt und wurde dadurch quasi an die Hand genommen. So konnte er am Ende erfahren, dass es die Freunde sind, die das Leben nicht nur lebenswert machen, sondern auch niemals verzagen lassen.

Rot-Weiss Essen hat viele Freunde. Und alle hoffen mit unserer Mannschaft, dass wir den so lang ersehnten Sprung in die Drittklassigkeit am finalen Spieltag dieser so surrealen Saison schaffen werden. Dass es dazu ausgerechnet der Schützenhilfe aus Wuppertal bedarf, ist einfach der Tatsache Spielplanung geschuldet. Daran hat weder „Clarence“ noch sonst wer gedreht. Und man sollte die Rivalität manchmal auch nicht überbewerten. So ziemlich alle anderen Vereine wollen unsere Rivalen sein. Derbygegner, Traditionsduellist, oder was auch immer! Und so ziemlich jeder wurde mittlerweile dazu befragt. Ich warte jetzt noch auf ein Interview mit dem Grotifanten, ob er sich von Anbetracht der gleichen Vereinsfarben in die Wuppertaler Gefühlswelt hineinversetzen kann. Übrigens: Willi Lippens und Otto Rehhagel wurden noch nicht befragt. Das kann eigentlich auch nur ein Versehen sein. Aber vielleicht kommt das noch in Verbindung mit der Echtzeit-Homestory über Kevin Großkreutz vor dem Livestream von Sporttotal.

Es ist mittlerweile auf Essener Seite ein kollektives Kribbeln zu spüren, welches in jüngerer Vergangenheit dass letzte Mal vor dem Aufstiegsspiel in Siegen zu erleben war. Und das, obwohl sich die sportliche Konstellation damals um einiges einfacher für unseren RWE gestaltet hat. Das heutige Kribbeln ist jetzt aber keine Überheblichkeit oder Phantasterei: Es ist eher dem Wissen um die Stärke unserer Mannschaft in Verbindung mit dem Wahnsinn Pandemie unter Hinzunahme eines guten Schusses Fußballgott geschuldet. Wird das Ganze dann mit einer gehörigen Portion Sehnsucht angereichert, bekommt man halt diesen (mittlerweile wieder) unerschütterlichen Glauben an das Wunder von (der) Bern(e).

In einigen Stunden nun fährt der komplette Tross RWE Richtung abgeriegeltes Wegberg-Beeck los. Allen Anschein nach gebührend verabschiedet. Der Aufruf dazu ein optisches Lehrstück, wie man aktuelle Vorgaben einfordert, ohne den Kern der (Fan-)Sache aus den Augen zu verlieren. Also schreit den Bus Richtung Autobahn, aber haltet Euch bitte an die drei Vorgaben auf dem Aufruf.

Und wie startet man sonst in diesen so entscheidenden Tag? ich befürchte, die Frage lässt sich in vielen RWE-nahen Haushalten gar nicht so leicht beantworten. In nicht wenigen Fällen dürfte es schließlich kaum eine erholsame Nacht gegeben haben, die diese Bezeichnung auch nur annähernd verdient. Wir alle malen uns doch schon seit Tagen aus, was diese finalen Spiele mit uns veranstalten werden. Da fällt ziemlich sicher das ein oder andere gesunde Frühstück aus, um direkt mit der Gerstenkaltschale zu starten. Weitere Optionen: Der Appetit fällt vor lauter Anspannung komplett in sich zusammen und macht sich erst nach Schlusspfiff bemerkbar. Oder man nimmt vor lauter Stress alles zu sich, was der Kühlschrank irgendwie hergibt. Bluthochdruck Patienten sollten unbedingt ihre Tablette nicht vergessen und das WLAN Kabel sollte angeschlossen sein. Das Umfeld zudem darüber informiert werden, dass man zwischen 14:00 und 15:55 Uhr nicht gestört werden darf. Wir sind schließlich in der wichtigsten Mission seit 2008 unterwegs.

Schon jetzt wird diese Saison ein Klassiker in den rot-weissen Annalen werden. Alles anders als sonst. Träumen bis zum Schluss! Hoffnung und der RWE: Haben wir uns sonst Jahr für Jahr schon im Spätherbst beständig voneinander getrennt, spielen wir diese Saison nun schon so lange zusammen, so dass man fast von einer richtigen Beziehung sprechen kann. Das macht Spaß, hat uns endlich wieder den Kopf oben tragen lassen. Und normalerweise würde es auch gerade aus Richtung Dortmund sicher jede Menge Zuspruch in unsere Richtung geben. Wenn man nicht gerade selbst seine „Zwote“ von der Kette gelassen hätte, damit um jeden Preis die Drittklassigkeit gestürmt wird. Braucht man ja auch unbedingt, wenn man selbst mit der Ersten nicht so ganz schlecht in der Bundesliga unterwegs ist. Alles sportlich platt machen, was der eigenen AG im Wege steht.

Aber egal wie es nun heute ausgehen wird: Rot-Weiss Essen wird niemals ein Versager sein, dass Wort möchte ich im Anschluss nirgendwo in Zusammenhang mit unserer Mannschaft lesen! Dafür haben wir zu viele Freunde und geben uns gegenseitig Halt. Zwischen himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt oder fassungslos ob des tatsächlich nötigen Entscheidungsspiels wird es ab ca. 15:55 Uhr kaum mehr andere Facetten geben. Wir sollten daher vorab dieser Dortmunder Mannschaft Respekt zollen für eine ebenfalls bärenstarke Saison. Rein sportlich beurteilt natürlich, denn es gilt weiterhin folgende Prämisse: Ist reglementarisch etwas nicht sauber gelaufen, so wird es an den Tag kommen und anschließend beurteilt werden!

So, und nun? Trikot an, sich von Tommy Jockschies Zeilen auf das Spiel einschwören lassen und darauf hoffen, dass es heute Abend nur zu positiven Schlagzeilen rund um die Hafenstraße kommen wird und alle eine positive Bilanz ziehen können. Und dann schlafen wir nach Wochen endlich mal wieder durch.

Don’t Stop Believin’

Das Gericht zieht sich zur Beratung zurück!

Hajo Sommer fragt sich: „Wo ist hier die Fairness“ geblieben? Ich sach ja immer schon, der Kleeblatt-Hajo ist ein guter Typ! Schließlich fragen wir uns schon seit geraumer Zeit, wo rund um das Gewese der Dortmunder Zweitvertretung die sportliche Fairness und die Chancengleichheit für alle geblieben ist. Wahrscheinlich war jetzt aber weniger der BVB über die gesamte Saison hinweg, als der aktuelle Einspruch unseres RWE gemeint. Die Frage seinerseits trotzdem ein schöner rhetorischer Aufhänger, um einmal mehr auf den aktuellen Grund der Einsprüche gegen diverse Spielwertungen hinzuweisen.

Für die Fans anderer Vereine an dieser Stelle noch einmal der Hinweis darauf, dass wir um unseren eigenen Punkte- und Tabellenstand wissen. Diese Einsprüche sind nicht das Hintertürchen für den Fall, dass es sportlich kommenden Samstag nicht reichen könnte! Diese Einsprüche basieren auf der Erkenntnis, dass etwas nicht rechtmäßig gelaufen sein könnte. Und da ist es nicht mehr aber vor allem auch nicht weniger die Pflicht des Vereins, dieses „anzuzeigen“. Geradezu fahrlässig wäre es, dieses nicht zu tun. Aber natürlich macht es ja auch sportliche Rivalität aus, sich nun darüber zu kabbeln.

Unser aktuell zuständiger Verband lässt uns alle nun wissen, dass der Meister direkt im Anschluss des letzten Spieltages nicht gekürt werden kann. Bedauert es geradezu. Ich würde an Verbandsstelle eher bedauern, dass es möglicherweise zu Unregelmäßigkeiten im Spielbetrieb gekommen ist und eher diesen Umstand in den Fokus rücken mit der glasklaren Absicht, Aufklärung zu leisten. Aber nein, eine gerade Linie pssst einfach nicht in die Statuten des WDFV. Vielleicht muss man aber auch erst einmal intern klären, welche Auswirkung Ermittlungen gegen die Zwote des BVB auf die zukünftige Akzeptanz durch Aki & Co. haben könnte. So als Funktionär hat man es auch wirklich schwer.

Der ganze Spannungsbogen rund um diesen letzten Spieltag wurde also um mehr als eine weitere Drehung angezogen. So richtig schlafen kann von uns doch schon seit Wochen keiner mehr. Die nahende EM wird gefühlt nicht einmal aus den Augenwinkeln wahrgenommen: Ob es bei Jogi „müllert“ oder in Gelsenkirchen gerade ein Sack Königsblau umfällt, alles egal. Es zählt einzig und alleine der RWE! Wir erleben gerade diese eine Saison, die scheinbar niemals zu enden droht. Eine Saison, die mittlerweile auch in einem finalen Duell am berühmten O.K. Corral in Tombstone, Arizona münden könnte. Oder als Wrestling Storyboard durchchoreografiert wird.

Irgendwo zwischen all den, sich ständig erneuernden, Nachrichten stecken auch mindestens die Spieler aus Essen, Dortmund, Wuppertal und Wegberg-Beeck. Und es wird sie alle sicher nicht kalt lassen, was da alles so geschrieben steht. Es wird also in unserem Fall einmal mehr auf das bisher so gute Gespür des Trainerteams rund um Christian Neidhart ankommen, die Köpfe für das letzte Auswärtsspiel der Saison freizubekommen. Einmal mehr müssen wir gewinnen. Aber diesen Druck kennen unsere Spiele ja schon zur Genüge, dass dürfte jetzt auch kein Problem für Samstag darstellen.

Ich glaube fest daran, dass wir die aufregendste Titelhatz seit Liverpool & Man City schon Samstag sportlich für uns entscheiden werden. Rot-Weiss Essen hat in dieser Saison so viele Unwägbarkeiten erlebt und bewältigt, schwimmt ständig gegen den Strom und hat sich die ein- oder andere Beule abgeholt. Immer im Fokus gearbeitet. Deshalb:

Diesmal sind wir einfach dran!

Straße des 5.Juni

Wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommen von irgendwo zwei Unentschieden her. Nachdem auch hier im (Jubiläums-)Blog vor einer Woche nach monatelangem Daueroptimismus die Aufstiegssegel gestrichen wurden (um nervlich wieder in ruhigere Fahrwasser zu gelangen), zeigt uns der Fußball, dass nichts unmöglich ist. Und in dieser so extremen Saison der Regionalliga West schon mal gar nicht. Der eigentlich schon designierte Meister aus Dortmund zeigt seinerseits plötzlich Nerven. Das erste Mal vergangenen Mittwoch, als es zeitversetzt zu unserem Heimspiel gegen die Sportfreunde Lotte nach Rödinghausen und somit zur alten Wirkungsstätte von Trainer Maaßen ging. Von den Rödinghauser Amigos überaus freundlich begrüßt, ging die langjährige Verbundenheit dann doch nicht über ein mühsames 0:0-Unentschieden hinaus. Dass die Amigos sich im Spiel immer wieder verbal an unserem RWE abzuarbeiten versuchten, es sei ihnen vergönnt. Sie haben doch sonst nichts!

Heute nun geht es für den, mittlerweile wieder zum Aufstiegskonkurrenten degradierten, BVB im pandemischen Nachholspiel gegen den Tabellenletzten aus Bergisch-Gladbach darum, sich die bestmögliche Ausgangsposition für den kommenden Samstag zu erspielen. Naturgemäß ist unsere Vorstellung von einem optimalen Endergebnis ziemlich weit entfernt von dem, was den Erschöpften, sich kaum noch auf den Beinen halten könnenden, Dortmundern so vorschwebt. Erster gegen Letzter, das ist in den Wettbüros grundsätzlich mit schlechter Quote versehen. Aber wir wissen ja nun zur Genüge, dass in dieser Saison alles möglich ist. Und so ein drittes Unentschieden hintereinander, dass könnte zugleich der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein.

Um der temporären Anbiederung unsererseits noch etwas Tiefe zu verleihen, hier noch ein Textauszug aus dem Vereinslied der Bergischen Gladbacher. Bei dem martialischen Text machen sich die hochgradig verunsicherten Borussen Profis sicher schon beim Auflaufen ihre Gedanken und fangen direkt an zu schlottern:

„Und jetzt alle: „Steht auf, wenn ihr 09er seid.
Ein Teufel ist zum Kampf bereit.
Ist auch der Gegner noch so groß, in Gladbach wird er Punkte los.
Steht auf, wenn ihr 09er seid“

Nun, es wird kommen wie es kommt und die rot-weisse Planung für das letzte Saisonspiel nicht wirklich großartig beeinflussen. Unser RWE ist jetzt im Lindenberg-Modus und macht sein Ding: Man will das letzte Saisonspiel beim FC Wegberg-Beeck gewinnen. Wie schon so viele Spiele zuvor auch. Danach wird man sehen, was die Abschlusstabelle nach Abpfiff so auswirft. Grundsätzlich lässt sich jetzt schon sagen, dass es eine unglaublich emotionale, erfolgreiche, schmerzhafte, freudige und noch so viel mehr Saison war. Eine, die uns im Stadion dabeigewesen sicher noch mehr abverlangt hätte. Tut sie so auch, aber ich denke, man weiß was gemeint ist: Einen Monitor umarmt man eben nicht so einfach und kullert mit ihm Stufen hinunter. „Bufft“ ihm auch nicht andauernd in die Seite und schüttet auch besser kein Bier beim Torjubel über ihn aus. Wer nun in Anbetracht der erreichten Punktzahl und den Auftritten in beiden Pokalwettbewerben immer noch von „Versagern“ fabuliert, dem sei eine Abkehr von Rot-Weiss Essen oder dem Sport insgesamt empfohlen. Wer sich auch weiterhin im ständigen „Aber Ahlen etc.“ ergeht, der läuft Gefahr, sich auf die eigentlich erledigte „Lübeck-Metaebene“ zu begeben. Ständige Unzufriedenheit und Selbstmitleid eingeschlossen.

Viel wichtiger doch: Auch unsere Wirkungsstätte an der Hafenstraße öffnete vergangenen Mittwoch wieder die Stadiontore für Fans. Endlich! Welch ein Gefühl, wieder Zaunfahnen hängen und Menschen auf Tribünen stehen und sitzen zu sehen. Dieser Moment, wenn die ersten Spieler sich nicht mehr gefühlt emotionslos zum Aufwärmen auf den Platz begeben, sondern fast überrascht den Kopf heben, als dieses wieder von Applaus begleitet wird. Eine kleine Zahl an Zuschauern nur, begleitet von den restriktiven Umständen, die es dieser Tage doch noch braucht. Ein großer Schritt aber zurück zu dem, was den Fußball und viele andere Publikumssportarten so besonders macht: Die Seele war zurück. Vielleicht war es ein Stück weit den anwesenden Fans geschuldet, dass sich unser RWE und dem Timo seine Lotte in der Folgezeit ein rassiges Fußballspiel gönnten. Gefühlt frei von taktischen Zwängen und tabellarischem Druck. Vor allem unser RWE spielte Fußball, weil die Mannschaft ganz einfach Fußball spielen kann!

Vor der West prangte ein großes Banner der „Rude Fans“ mit ebenso großem Dank an Marcel Platzek für die vielen Jahre bedingungslosen Einsatz. Leider hat es aufgrund einer Verletzung nicht zu einem letzten Einsatz gereicht, aber wenigstens durfte sich „Platzo“ vor Fans auf den Tribünen verabschieden und wurde von diesen zu Recht gefeiert. Ebenso wie eigentlich die ganze Mannschaft und besonders auch das gesamte Trainerteam noch lange nach Abpfiff endlich und lautstark im Stadion für die bisherige Saisonleistung gewürdigt wurde. Man war also an diesem Mittwoch ein Stück weit mit sich im Reinen, es hatte sich mittlerweile irgendwie auch genug ausgeregnet. Schließlich strahlte direkt über der Hafenstraße ja auch noch die Vertragsverlängerung von Daniel Heber. Es heißt also weiterhin: „Egal wie der Gegner auch verfährt, #heberklärt“. Dieser Kontrakt ist ein starkes Stück rot-weiss und auch eine Zusage an eine baldige, sportlich bessere Zukunft.

Dieser sportlichen Zukunft entgegen blickt nach Tagen der Spekulation das Essener Dreigestirn in unveränderter Besetzung entgegen. Schön, dass der Weltbeste Fußballverein mittlerweile auch bundesweit wieder aufhorchen lässt. Klar, Fußball und Geschäft und so. Da wo ein Vertrag manchmal nicht die Tinte wert ist, mit der er unterzeichnet wurde. Und man kann es Christian Neidhart nicht einmal verdenken, dass ein Werben aus der Heimat zugleich erfreut und nachdenklich macht. Oder die Geschichte mit 96 und Jörn Nowak. Da bekommt man es zwischenzeitlich immer mal mit Verlustängsten zu tun, um dann aber schnell wieder zu entspannen: Alle drei aktuell Essener und somit prinzipiell schon mit den höchsten Weihen versehen, die ein Mensch erreichen kann.

Die Zukunft ist Rot-Weiss. Egal wie das nun Samstag ausgehen mag. Der Anlauf dafür war ja auch lang genug.

Wie begegnet man jetzt diesem kommenden Samstag und letzten Spieltag, von dem man eigentlich gar nicht mehr dachte, ihn noch dermaßen intensiv erleben zu müssen dürfen? Wir werden hier im Fan-Office alles anders machen als noch zum Spiel in Köln. Andere Trikots, anderer Ablauf, noch eine Blutdrucktablette mehr. Alles, was den Fußballgott milde stimmen könnte. In „normalen“ Zeiten würde das Spiel aufgrund der zu erwartenden Fankarawanen aus Essen wohl in den Borussia Park verlegt werden müssen. Diese Zeiten haben wir nicht, die kommen erst langsam aber sicher wieder. Macht es nun trotzdem Sinn, sich auf den Weg gen Wegberg-Beeck zu machen, so wie es vielfach schon kolportiert wird? Ich bin da sehr zwiegespalten und hoffe, dass der Ratgeber Vernunft dass unbändige Gefühl Sehnsucht ein wenig einfangen kann. Als Rot-Weiss Essen stehen wir schließlich immer mehr unter Beobachtung als so viele andere. Man ahnt, wie gerade auch auf Wolke 1907 die Vorbereitungen für Samstag schon in vollem Gange sind und all die von uns Gegangenen dem letzten Spieltag bei Berlinern entgegenfiebern.

Danke alle für diese Saison!