Fußballgott

Phase 1: Mitte der ersten Halbzeit beim Spiel SV Eintracht gegen den VfB Oldenburg: Freistoß für den SV Eintracht, dieser gerät zu balltechnischem Freiwild und wird von einem Mitspieler in Richtung bitterkalter Dezemberhimmel abgeschlossen. Der direkt daneben postierte VfB Block skandiert lautstark in Richtung Eintracht Spieler „Fußballgott,Fußballgott“. Das hat Stil und Witz. So soll Anfeuerung sein. Ansonsten blieb dieses, als Risikospiel eingestuftes, Spitzenspiel recht ruhig und auch die avisierte „dritte Partei“ aus dem Emsland wurde vor den Stadiontoren abgefangen. Dazu blieben die 3 Punkte hier in der schönen Grafschaft, denn der SV Eintracht gewann ein Spiel, welches unter den Platzverhältnissen und dem Unparteiischen litt, ungewohnt mit 1:0. Das fast zeitgleich stattfindende Heimspiel der Bundesligahandballer verhinderte zwar eine größere Kulisse, aber dank der Fans aus Oldenburg dürfte eine vierstellige Zahl Zuschauer im Stadion gewesen sein.

Phase 2: Exakt zeitgleich wurde an der Hafenstrasse das Verfolgerduell zwischen dem RWE und den kleinen Borussen aus Dortmund angepfiffen: Knapp 7200 Fans waren zugegen, als sich die Hoffnungen nach 6 Punkten vor dem Fest in Schall und (Weih)Rauch auflösten: Nach 0:2 Rückstand erkämpften sich die RWE Spieler eine 3:2 Führung in der 70. Minute. Und alles wäre gut gewesen, wenn nicht zwischen der ab der 87. und 92. Minute noch zwei Tore für die Borussen gefallen wären. Endstand nun das Eintracht Standartergebnis von 3:4. Ein verlorenenes Spiel und doch viel mehr: 9 Punkte Rückstand auf den Tabellenführer bedeuten wohl das vorzeitige Ende aller Aufstiegsträume in Essen. Und Freitag, ja da wird dann endgültig die Minuskulisse erwartet werden dürfen. Wir sind trotzdem dabei. Mann gönnt sich ja sonst nichts. Im Forum wird das Spiel gewohnt drastisch abgefrühstückt. „Watt ne Kacke“

Phase 3: 65 Minuten Live Fußball am Heideweg, die letzten erschreckenden Sekunden an der Hafenstrasse per Live Ticker verfolgt: Ein Medium folgt noch, nämlich das Radio und die ewige Schlußkonferenz. Was war ich gespannt auf den vorletzten Satz von Manni Breuckmann, und was sagt er: Sinngemäß in etwa: Bleiben Sie dem Hörfunk treu. Klar, das machen wir, hätte ich auch einen Satz von epochalem Ausmaß erwartet. Vielleicht eine Liebserklärung in Richtung Sabine Töpperwien, wenn sich schon nicht zum RWE bekannt wurde.

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