Thomas macht Ernst

Thomas Strunz ist am 21. April ein Jahr lang im Amt als Geschäftsführer Sport. Anfangs eher belächelt ob seiner Demission bei den Radkappen in Wolfsburg und stets das Trappatonische Stigma in seiner Vita tragend, hat sich Thomas Strunz den Respekt fast aller rund um den RWE erarbeitet. Zwar kann sein Wirken nicht bis auf den Platz reichen und ist auch die zwangsläufige Siegermentalität eines ehemaligen Bayern Aktivisten noch nicht bis in die Viertklassigkeit vorgedrungen. Aber, an vielen anderen Stellen hinter den Kulissen wurde an entscheidenden Schräubchen gedreht, die die Mutter Erfolg mal wieder etwas näher an das RWE Gewinde heranrücken soll. So wurde in der Stadionfrage ein Durchbruch erziehlt, die Vertragssituation mit Dr. Michael Kölmel wurde gelöst um der Lizensierung nicht weiter im Wege zu stehen, ein Wunschkandidat für die Position des Vorstandsvorsitzenden gefunden, usw. Die Krönung der ganzen Arbeit abseits des Platzes könnte die Verkündung der Schuldenfreiheit auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung sein. Alles und viel besser nachzulesen hier! Natürlich hat nicht nur Thomas Strunz das alles gestemmt, ich glaube, auch der ehemalige Geschäftsführer Nico Schäfer und alle RWE Mitarbeiter der Geschäftstelle haben sich hier einer virtuellen „Humba“ würdig erwiesen. Aber es geht ja noch weiter, denn auch in Sachen sportlicher Leitung wurde der RWE fündig: Da habe ich Wochen und Monate hin- und her überlegt, welcher Trainer wohl ansatzweise an die Hafenstrasse passen würde, aber auf einen Jahrhundertrainer bin ich nun wahrlich nicht gekommen: Ernst Middendorp sitzt heute das erste Mal auf dem heißen Stuhl an der Hafenstrasse. Ja, und wo hat der „Emskopp“ Middendorp seine Trainerlaufbahn begonnen? Richtig, hier beim SV Eintracht Nordhorn in der Saison 1987/88. Ernst Middendorp gilt als Trainertyp Marke „Harter Hund“, legendär sein gelegentlicher „Sanftmut“ im Umgang mit der Journallie (“Knien Sie nieder, Sie Bratwurst.”) oder das Bekenntnis zum Siegesrausch. Aber all das sind vielleicht Merkmale die es bedarf, um an der Hafenstrasse anerkannt zu werden und gemeinsam den sportlichen Erfolg zu finden. Medienwirksam ist sein Amtsantritt allemal, zeigt doch die Verbindung von RWE und Middendorp, das beide immer noch bundesweit für Schlagzeilen sorgen können: Beinahe jede grosse Gazette kam heute mit der Meldung raus. Und selbst unserer lokalen Presse in Nordhorn war es einen Splitter wert. Übrigens pflegt ein jeder Trainer ja seinen neuen Verein als einen besonderen anzupreisen: Herr Middendorp bezeichnet den RWE als Religion. Dann werden wir mal alle gemeinsam anfangen zu beten. Und vielleicht führt uns Gläubige der Weg ja auch eines Tages nach Rom zu einem Spiel. Bisweilen bin ich frohen Mutes, dass die nahe Zukunft in Essen wieder ein wenig heller erscheint. Kurzfristig hoffe ich auf die 3 Punkte aus dem heutigen Nachholspiel gegen den BV Cloppenburg. Also da werde ich Peter heute Abend viel zu erzählen haben.

2 Kommentare

  • hat mich doch etwas irritiert, dass in einem RWE-Text, in dem es primär um den Bielefelder Jahrhunderttrainer geht, der Manager des VfL Bochum in der Überschrift auftaucht… 😉

  • Und endlich mal wieder ein Sieg, von dem du Peter erzählen kannst. Er wird sich riesig freuen. Ich hoffe du auch!

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