Monatsarchive: Mai 2009

Relegation

Ab dieser Woche ist es wieder soweit: Relegationsspiele, wohin das sportlich interessierte Auge blickt. Auch der Begriff Relegation hat seinen Ursprung im lateinischen und leitet sich ab von “regulare” (fortschicken,ausschließen,verbannen….). Die Römer nutzen die Relegation als milde Form der Verbannung auf Zeit. Schön zu sehen jedes Jahr an Ostern im Klassiker “Ben Hur”. Bezogen auf Verbannung, weniger auf das milde darin. Im hier und jetzt wird der Begriff Relegation nur noch in Hochschulen und eben im Fußball verwandt. Vom 28.Mai bis zum 01. Juni treffen nun die Mannschaften aufeinander, die der Relegation auf Geheiß des DFB neues Leben einhauchen: Energie Cottbus trifft auf den Club und der SC Paderborn fordert den VfL Osnabrück heraus. Natürlich gibt es in vielen Bundesländern und den jeweiligen unteren Ligen auch noch weitere Relegationsspiele, nur gab es die schon immer und sind auch nicht bundesweit von Interesse. Im Nordhorner Fokus steht da das Relegationsspiel des SV Vorwärts Nordhorn, der bei Daumen hoch in die Oberliga aufsteigen würde. Das hätte ein Aufeinandertreffen mit dem SV Eintracht zur Folge. Ein echtes Lokalderby also. Aber um diesen Begriff kümmere ich mich dann, wenn es soweit ist. ich drücke übrigens Pele Wollitz und seinen Osnabrückern die Daumen. Ein klasse Trainer und Typ, den ich liebend gerne an der Hafenstrasse sehen würde….. als Trainer des RWE.

Saisonabschluss, Teil 1

Die Oberliga Niedersachsen West hat ihre erste Saison nach der Ligenreform gespielt und der SV Eintracht hat die Saison als Vizemeister beendet. Eine Saison, die mit der DFB Pokal Teilnahme und dem Erstrundenspiel gegen den SV Werder begann und vergangenen Samstag mit der 2:4 Niederlage gegen den SV Bavenstedt abgeschlossen wurde. Augenscheinlich ein gutes, erfolgreiches Jahr für die Weinroten. Doch der Blick trübt ein wenig, gibt es doch Anlass genug, der Zukunft eher sorgenvoll denn optimistisch entgegenzublicken. Dabei spielt der Abstieg in der Vorsaison eigentlich kaum eine Rolle, waren doch alle Zuschauermagneten wieder fein mit von der Partie. Die Sorgen beziehen sich eher auf die Vereinsspitze. Spitze jetzt mal nur als Synonym, weniger als Beleg für Leistung. Der Vorsitzende also zurückgetreten, keine Jahreshauptversammlung nebst potentiellen Kandidaten in Sicht. Die neue Tribüne hat sich zwar von vorne schön bewährt, sich aber von hinten immer noch nicht herausge”putz”t und dürfte so bleibende Schäden und möglicherweise höhere Folgekosten davon tragen. Aber wen kümmert das schon? Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Verantwortlichen mitbekommen haben, dass sich der Zuschauerschnitt seit der Saison 05/06 von damals 732 Fans pro Spiel auf nunmehr knapp über 400 fast halbiert hat. Es grenzt schon an ein Wunder, dass es die Mannschaft trotzdem zu diesem zweiten Platz gebracht hat. Wie, und ob es überhaupt in der nächsten Saison weitergeht, ich wüsste momentan noch nicht einmal einen Ansprechpartner für diese Frage… aber wenn es weitergeht (und das wird es doch wohl….), dann wird es sich abseits des Platzes so zutragen, wie es Lutz Jahnke so treffend gezeichnet hat: Gemütlich. Der große Fußball wird in Nordhorn nicht mehr heimisch, aber als Treffpunkt für gesellige 90 Minuten im kleinen Rahmen, da ist man am Heideweg immer noch richtig.