Piratensender

Auch der beginnende Herbst bürgt ja nicht automatisch für eine Verbesserung des allgemein gültigen TV Programmes. Zeit also, sich zur dunklen Jahreszeit verstärkt wieder dem Medium DVD zu widmen. Wohl unbewusst noch dem Motto “Piratengeburtstag” bei der Filmauswahl folgend, bescherte uns der britische Film “Radio Rock Revolution” einen kurzweiligen Abend trotz Überlänge. Kurzfassung: Mitte der 60ziger Jahre trotzen die Piratensender dem konservativen Treiben der BBC und treiben es, im wahrsten Sinne des Wortes, recht bunt und laut. Das ganze in diesem Falle auf einem alten Tanker inmitten der britischen See. Das anarchische Treiben wird gestützt von einem spielfreudigen Ensemble in schriller Optik, welche heute schon fast wieder modern und als tragbar gilt. Der Film steht in verwandtschaftlicher Beziehung zu “Vier Hochzeiten und ein Todesfall”, “Notting Hill” und diversen britischen Komödien. Natürlich trägt die Musik ein übriges zu dem Genuss bei, und die große Sause auf das Festland birgt herzhaften Slapstick, den es aber zu entdecken gilt. Eine weitere Entdeckung ist endlich die Bestätigung, dass wir Männer nicht älter, sondern höchstens attraktiver werden. Veranschaulicht durch Rhys Ifans, der sich seit der wunderbaren Verkörperung des Duschnihilisten “Spike” in “Notting Hill” zu einem Moderatoren- und Lifestyleguru entwickelt hat. Interessanterweise laufen solch “Perlen” bisweilen nur kurz im Kino oder stehen nur als Einzelstück in der Videothek, während sich Horrorstreifen in Kompaniestärke in den Regalen stapeln.

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