Suboptimal

Gemäß meinem Alter kann ich die Jahre auf einer Skala von 1 bis 43 verteilen. Unabhängig der Tatsache, dass rein biologisch betrachtet, die ersten Jahre nicht mit in eine rein hypothetische Wertung einbezogen werden könnten: Dieses Jahr nimmt auf jeden Fall den letzten Platz ein. Es kann nur besser werden. So, und darauf fußen dann auch schon die sportlichen Hoffnungen für das nächste Kalenderjahr. Von Saison zu Saison darf bei einigen Vereinen wohl nicht mehr gedacht werden. Der RWE, wer hätte das gedacht, gehört zwingend dazu. Der Deutsche Meister von 1955 ist an seinem Tiefpunkt angelangt. Weniger die Tatsache, weiterhin viertklassig zu sein steht hier sinnbildlich, sondern eher das Stadion. Kurzer Rückblick: Am 08. August wurde ich mit 8.560 anderen hoffnungsfrohen Fans Zeuge optimistischer Reden, einem Spatenstich, Videopräsentationen und einem 2:0 Heimsieg der rot – weissen. Trainer und Fünfjahresplan in Personalunion war da noch Thomas Strunz. Sehr intensiv, eloquent in der Wortwahl und glaubwürdig kamen seine Botschaften herüber. Die sich nach Erfolg sehnende Basis des Vereines, die Fans, glaubten bisweilen, der Messias selbstredend sei erschienen. Ich übrigens auch, zu sicher und fest zementiert schien der Neubau auf und neben dem Feld. Ende August sah die Situation dann schon wieder ganz anders aus, ein neuer Bürgermeister regiert in Essen, und auch die Bezirksregierung in Düsseldorf zählte die Stadt Essen in ihren Investitionsplänen an. Ende Dezember, um das alles einmal auf den Punkt zu bringen stellt sich die Situation dann so dar: Die Webpräsenz zum Stadionbau gestaltet sich bis dato lediglich als Mix aus vergeblichen Hoffnungen und bitterer Realität: Der Teilabriss der Nordtribüne und Abbau eines Flutlichtmastes kann weiterhin im Zeitraffer verfolgt werden. Die Freude daran ist allerdings vergangen. Scheinbar einflussreiche Kräfte versuchen einmal mehr das Projekt Stadion zu torpedieren (Das diese “Kräfte” bei sportlichen Erfolg und neuem Stadion die ersten sein werden, die als VIP`s geladen werden wollen, dürfte wohl jedem klar sein….) und auch die Vereinsführung zieht nicht wirklich an einem Strang. Leider konnte auch die Mannschaft nicht die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen und eines Tages auch Thomas Strunz nicht mehr seinen Vertrag (wollen schon, allein er durfte nicht). Die bisherigen Co- Trainer Aussem und Erkenbrecher übernahmen nun gleichberechtigt die Mannschaft, bisweilen “unterstützt” von Vorstandsmitgliedern, die mal eben zur Halbzeit die Kabine stürmen. Ja, an der Hafenstrasse geht es nun einmal hoch her, aber bei allen Emotionen sollte doch irgendjemand endlich in der Lage sein, den gordischen Knoten RWE zu lösen. Vielleicht sind es ja einmal mehr die Fans, die den nötigen Impuls dazu geben: Auf der Seite Du bist RWE werden Unterschriften gesammelt, um diese als Petition einzureichen. In kurzer Zeit kamen so bis zum heutigen Tage 6250 Unterschriften zusammen. Den üblichen Kritikern nicht viel im Verhältnis zur Einwohnerzahl der Stadt Essen, aber schon genug um ein Ausrufungszeichen zu setzen und es geht ja weiter! Die Mannschaft kann dieses vielleicht im nächsten Jahr auch noch an der ein oder anderen Stelle tun, zum Aufstieg wird es wohl nicht reichen. Und doch kann es 2010 einfach nur besser werden: RWE war wer, ist wer und wird immer wer sein. Anbei einige Impressionen der letzten Spiele.

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