Nur nach vorne Geh`n [Der Prolog]

Es funktioniert nicht. Nicht einmal in Anbetracht dieser bisher so schmerzhaften Saison. Auch nicht in Anbetracht der eigenen kritischen Worte und Beiträgen mit fast schon bettelhaften Charakter um selbigen auf dem Spielfeld. Das mittlerweile gelegentlich vorbeischauende Abstiegsgespenst konnte nichts daran ausrichten und schon gar nicht der Status Quo eines Viertligisten.  Der Dienstag als ungewohnter Spieltag, inklusive Verlust eines Urlaubstages, wird ignoriert und diverse Viertelfinals in einem anderen Pokalwettbewerb ebenfalls.

Nichts hat also Abhilfe schaffen können. Diese Saison wird wohl auf ein Spiel des Jahres reduziert werden. Was einzig zur Folge hat, dass es sich nun einen Tag vor Anpfiff anfühlt, wie das Champions League Finale des kleinen Mannes. Man möchte die Minuten zählen, den Zeiger der Uhr einfach vordrehen. Ein Spiel kann eine ganze Saison retten, hüben wie drüben. Natürlich könnte ein optionales Finale grandios versemmelt werden, auch der Abstieg sitzt noch drin. Wovon wir natürlich nicht ausgehen.

Nun aber gilt es: Rot Weiss Essen vs MSV Duisburg. Ausverkauft. Rot gegen Blau, hier die Guten, da der MSV.  Schimanski gegen Haferkamp. Alles bisher gewesene mit Anpfiff vergessen und einfach nur Fußballleidenschaft leben. Den da draußen an den Empfangsgeräten zeigen, dass sich auch unterklassiger Fußball im Stadion lohnen kann. Allen gegenteiligen Bemühungen des DFB zum Trotze. Und, wo wir schon mal dabei sind: Ein ganz klein wenig Mythos an einem flachen Dienstag würde uns allen mal wieder gut zu Gesicht stehen.

2 Kommentare

  • Daumen hoch für den Song.

  • „Saison retten“ scheint mir für den MSV zu viel. Von der Saison wurde ja nicht mehr erwartet als das, was geschehen ist. Wenn es in Duisburg Unzufriedenheit gibt, nicht wegen der Ergebnisse und des Tabellenstandes, sondern weil manche den Eindruck haben, die Mannschaft habe sich zu wenig weiterentwickelt.
    Die spürbare Bedeutung des Spiels auch in Duisburg ergibt sich – so ist mein Eindruck – eher aus einem Hunger heraus nach dem besonderen Fußballfest. Es ist die Sehnsucht nach ungebrochener Wichtigkeit, die dahinter steht. Irgendwie anknüpfen an die Gefühle des Sommers letzten Jahres, als kein Alltag mit komplizierten Fragen über Wege zum Erfolg beeinträchtigte, als jeder einfach durch sein Dasein zeigen konnte, der MSV ist wichtig für mich und die Stadt.

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