Monatsarchive: Dezember 2007

Gutes tun.

Oft gescholten, manchmal vielleicht auch zurecht, aber nicht zuletzt liegt die Wahrheit immer irgendwo in der Mitte: So erleben wir Normalfans die mittlerweile fest etablierten Ultra Szenen in fast allen Vereinen und Ligen. Würde ein solche Gruppierung hier in Nordhorn Kopfschütteln hervorrufen, bestimmt diese Fanbewegung zum Beispiel beim Namensvetter in Frankfurt die Szenerie.
Aber nicht überall kam dieses Phänomen „Ultras“ sofort an: Zu fliessend sind für die Medien die Übergänge zwischen „Kategorie A,B und C“; zu unterschiedlich die Begrifflichkeit und Handhabung bei den Protagonisten selber. Und besonders schwer haben es dann halt Fans mit neuen Ideen und dem Ultra Gedanken in klassischen Umfeldern wie zum Beispiel bei den Kickers in Offenbach, dem FC St. Pauli oder gerade auch an der Hafenstrasse beim RWE. Und doch feierten die Ultras Essen gerade ihren 5. Geburtstag und haben eigentlich auch als einzige ihren Verein gestern bei der Schlammschlacht im Oberhausener Dauerregen durchgehend angefeuert.
Vieles an diesem Phänomen „Ultras“ sehe ich bisweilen kritisch, und vieles finde ich sogar richtig gut, aber darum soll es hier nicht gehen: Ich möchte nur stellvertretend auf eine Aktion der http://www.ultras-essen.de/ hinweisen, die dem klassischen Spendenmarathon in der Vorweihnachtszeit eine weitere begründete Sammelaktion hinzufügen: Und zwar wird am Stadion gesammelt für die Initiative: http://www.krebskranke-kinder-essen.de/. Also, hin zum Stadion, eine Wurst weniger essen und das Geld dafür in die Dose.

Rehabilitation

Was haben die Titanic und mein Körper zur Zeit gemeinsam? Richtig, sie sind beide ein Wrack. Damit ich aber nicht ewig in Salz liege sondern höchstens ab und an, bin ich heute in mein neues Abenteuer Rehasport gegangen. Aber suggeriert einem nicht schon der Name „Rehasport“ eine Demarkationslinie zwischen: „Geht noch gerade und geht garnicht mehr?“. Wie wäre es denn mit „OlliFit“ a`la:“Es geht weiter, immer weiter“. Auf jeden Fall dauerte meine Entdeckungsreise zu Muskeln, die ich doch garnicht (mehr) habe 90 Minuten, nach dem Training ist vor dem Training, und die Maschinen sind…..richtig, nicht rund. Da sind schon tolle Sachen dabei, besonders „klasse“ fand ich den Rückenstrecker: Man stelle sich eine Gerätschaft vor, in die es sich einzuhaken gilt. Dann beugt man sich nach vorne, spreizt die Arme und Hände und geht hoch und runter. Während der „Hochphase“ stelle ich dann noch fest, dass alle Ausdauergeräte kreisförmig um den Rückenstrecker angeordnet sind und ca. 8 Augenpaare „den Neuen“ begutachten. Und dann kam später, was natürlich ausgerechnet in Nordhorn kommen musste: Zwei Augenpaare trafen sich: ich auf dem Crosstrainer um „auszulaufen“ und zwar im RWE Trikot, „ER“ auf dem Rückenstrecker nun mir gegenüber mit Fortuna D´dorf T-Shirt und Handtuch. Zwei Faneinsiedler in der vom Giganten SV Eintracht beherrschten Fussballstadt Nordhorn. Und wir wussten beide, dass somit das Spiel am kommenden Samstag seinen Anpfiff erfuhr: Ich erhöhte die Schlagzahl und „ER“streckte den Rücken, was das Zeug hielt. Und, was soll ich sagen: Stehen wir beide stellvertretend für den Ausgang des Spieles am Samstag, verliert der RWE mit….auf jeden Fall hoch. Gut, es war ja auch mein erster Besuch und er tat mir gut. Das sich dann ausgerechnet diese Fankonstellation ergibt, das hatte schon was. Als ich diesen sympathischen Ort der Rehabilitation (siehe Linkliste) verließ, fuhr ein Radfahrer über den Parkplatz, gegen den Wind durch einen Eintracht Schal geschützt. Und den kannte ich nicht einmal….