Vorstadt Klaus

Dienstlich bedingt blieben mir nun zwei Tage „Bedenkzeit“, um das Freundschaftsspiel des SV Eintracht und die damit verbundenen Protestaktionen und auch die vielen Gespräche nach dem Spiel zu verarbeiten. Der Kontext aus Gedanken und Gesprächen ist aber geblieben: Die tapezierten Proteste vor und die verbalisierten Bierstandproteste nach dem Spiel waren und sind immer noch mehr als berechtigt. Zu tief sitzt die Enttäuschung über die Vorgehensweise des Vorstandes im Lizensierungsverfahren. Alle Beteiligten, egal ob Fans oder Vereinsmitglieder sind da einer Meinung: Einen ehrlichen Umgang mit der wirtschaftlichen Machbarkeit und folglich einem freiwilligen Vorabverzicht auf einen Lizenzantrag hätte jeder verstanden und wäre nicht böse drum gewesen. Vielmehr hätte in dem Fall der Wunsch bestanden, die Tribüne fertigzustellen oder die Spieler angemessen für ihre sportlichen Erfolge zu entlohnen. Die, auf die es überhaupt ankommt, die haben sich am Freitag als Mannschaft im ursprünglichen Sinne erwiesen und dem BVB Restposten ein klasse Spiel geliefert. Daß das dann mit 1:3 verloren ging, war nicht dramatisch. Ein Unentschieden wäre aber verdient gewesen. Zurück zum eigentlichen Thema: Möglicherweise hat auch der 1. Vorsitzende schon Konsequenzen gezogen, und ist zurückgetreten. Offizielle Verlautbarungen gab es noch nicht . Hier ist aber auch wohl der verpasste Lizenzantrag der berühmte Tropfen, welcher das Fass zum Überlaufen brachte: Anspruch und Wirklichkeit, Kürzungen an der Mannschaft und eigener Premium Dienstwagen, Dinner in der Dusche und Dinner for VIP`s , …die Liste könnte beliebig verlängert werden. Übrigens konnte zu später Stunde und einer Zeit, in der sich „Vorstand raus“ eher nach „Vorstadt Klaus“ anhörte, unter den Fans kein neuer Interessent für einen Nachfolger eruiert werden: Der kleinste, und doch größte Fan, den der SV Eintracht je hatte, widmete sich lieber eigenem Liedgut. Der nächste Kandidat erwiderte auf die Frage nach potentiellem Interesse schlicht: „Ich hau Dir eine rein“. Vielleicht auch ein Beleg dafür, wie schwer die Last dieses Amtes wiegen muß. Die Last annehmbarer Abendfotos war auch eine schwere und konnte von mir nicht zufriedenstellend gelöst werden. Ich muß mich unbedingt weiter in das Thema der angemessenen Belichtung einarbeiten. Nun kommen ein paar Tage Urlaub, vielleicht fällt da etwas Zeit ab. Die Situation um die Führungskrise bleibt natürlich auch spannend und will beobachtet werden. Einen potentiellen Kanditaten gibt es Gerüchten zur Folge schon, und undankbar wie ich bin, stellen sich mir da auch schon vorab die Nackenhaare hoch. Ich habe nur einen Wunschkandidaten, der mit Herzblut, Kontakten und Fachlichkeit dabei wäre.

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