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Schwiegervater.

Auf dem langen Rückweg sagte Schwiegervater, dass er sich sehr über sein Geburtstagsgeschenk „Ein Pokalabend an der Hafenstraße“ gefreut habe und dass man ob dieser gezeigten Leistung ja glatt Rot-Weiss Essen Fan werden könnte. Alles richtig gemacht, dachte ich so bei mir, denn was wäre nur passiert, hätten wir ihm den Besuch des Wuppertal Spiels geschenkt? Damit aber genug des dezenten Hinweises darauf, dass das vergangene Spiel gegen die Schalproduzenten aus dem Tal weiterhin unwirklich erscheint und daher immer noch am Fan nagt. Genau wie das aktuell erlebte Pokalspiel am gestrigen Abend gegen Borussia Mönchengladbach. Nur in umgekehrte Richtung.

Zum Komplettpaket Hafenstraße gehörte natürlich eine kleine Führung rund um das Stadion an der Hafenstraße inklusive einer Wurst vom Grill am Hafenstübchen. Das Hafenstübchen ist kein auf Hochglanz polierter Ort des Fußballs. Das muss es auch nicht, ist es doch schlicht die Seele des Fußballs an der Hafenstraße. Das VIP Zelt der Fußballunterschicht. Inklusive der wohl leckersten Bratwurst, die man derzeit an der Hafenstraße bekommen kann. Da ist man ja schon vor dem Anpfiff glücklich! Was manchmal gar nicht schaden kann, ist man es nach Abpfiff doch nicht immer unbedingt.

Schwiegervater genoss also jene vorzügliche Wurst und wunderte sich dann darüber, wieviel Bier hier doch scheinbar schon vor dem Spiel mit im Spiel war. Ich klärte ihn darüber auf, dass das so sein müsse, schließlich hätten wir wenigstens dort einmal bundesweit die Nase vorn.

Rein aber in ein Spiel, welches uns einmal mehr im Pokalrahmen auf eine Achterbahnfahrt der rot-weissen Gefühle mitnehmen sollte. Irgendwie können wir emotional scheinbar nur Pokalspiele. Es ist schön, wenn um einen herum die Menschen eskalieren und aus Liebe zum Verein zu verbalen Höchstleistungen auflaufen. Das zeigt, wie wichtig dieser Verein für uns ist und wie sehr wir uns alle nach einem kleinen Stück vom sportlichen Glück sehnen. Auf allen Vier Tribünen war also richtig „was gebacken“, abzüglich der üblichen „Eventfans“. Sie gehören mittlerweile auch zum modernen Stadionerlebnis dazu. Das Sitzkissen immer dabei.

Der RWE ging nach überstandener Anfangsoffensive der Gladbacher durch Benjamin Baier in Führung und 3/4 des Stadions tobten (Abzüglich jener Gladbach Fans, welche sich der Fantrennung erfolgreich widersetzen konnten. Ebay und Kontakte halt) . ADIOLE! Stehende Ovationen gar, als der Schiedsrichter zur Halbzeit bat. Könnte ein solch Unparteiischer bitte auch mal in der Regionalliga pfeifen? Unaufgeregt verrichtete der Mann an der Pfeife seinen Job, ohne eine dieser Pfeifen zu sein, die man leider zu oft in der Regionalliga vorfindet und dem RWE scheinbar Schaden zufügen wollen (So wirkt es manchmal). Das hatte Qualität.

Von feinster Qualität auch, und das darf ruhig einmal Erwähnung finden, der Job des Mannes an der taktgebenden Trommel auf der West. Ohne Unterlass wird Spiel für Spiel der Takt geschlagen. Das ist richtiggehender Sport. Danke dafür. Überhaupt sollte auch erwähnt werden, dass die Unterstützung von der „West“ sowohl gegen Wuppertal als auch gegen Mönchengladbach vorbildlich war. Die Medien stürzen sich so schnell und „klickgierig“ auf jede noch so kleine Kleinigkeit, die man als Skandal verkaufen könnte. Für Klicks wird selbst eine E- Zigarette zur Rauchfackel (Überspitzt formuliert)! Wenn es einfach mal nur gut, laut, friedlich  und homogen zur Sache geht, dann ist das leider keine Erwähnung wert. Das möchte ich hiermit nachholen! Schwiegervater war begeistert ob der Stimmung!

1:0 für den Deutschen Pokalsieger von 1953 und amtierenden Viertligisten von „ganz lange“ zur Halbzeit gegen den Erstligisten Borussia Mönchengladbach und amtierenden Zurückliegenden. Gattin machte sich Sorgen um meine Gesundheit, sah mich ziemlich blass. Alles gut. Sagte ich so auch einem anderen Fan. Und dass wir gewinnen würden. „Hast Du auch gesoffen?“ So seine Antwort. Nee, hatte ich nicht, musste ja noch fahren. Aber bis dato bot das Spiel unseres RWE definitiv noch alle Hoffnungen; lebte der Traum von Runde Zwei und Schalke weiter. Fünfundzwanzig Jahre danach.

Und der Traum lebte sich auch in Halbzeit Zwei ziemlich real. Immer war ein Essener Bein im Weg, konnten Konter eingeleitet werden, oder war der Heller im eigenen Tor ein Heller und oft schneller. Meine Güte, warum nicht immer so? Man verzweifelt an seinem Verein. Rot-Weiss Essen, hier gehst Du kaputt!

„Oh Immer wieder, oh  immer wieder, oh immer wiiiiieder RWE…..“ so klingt es fast dreißig Minuten oft mehr und manchmal weniger laut am Stück von drei Tribünen, um endgültig zum großen Chor anzuschwellen, wenn wieder ein Rot-Weisser Fuß in bunten Fußballschlappen dem Bundesligisten im Wege stand. „Steht auf, wenn Ihr Essener seit“. Der RWE kann sich immer öfter befreien, bekommt Gelegenheit zum Kontern. Und bekommt leider doch in der 79. Minute den Ausgleich. Gefolgt von der Führung für Borussia Mönchengladbach in der 82. Minute.

Borussia Mönchengladbach gewinnt somit das Erstrundenspiel im Vereinspokal unseres abgehobenen Verbandes mit 2:1 an der Hafenstraße. Die Essener Fans zollen ihrer Mannschaft Respekt und feiern sie für diese Leistung an diesem Abend.  „Warum nicht immer so?“ möchte man fast verzweifelt fragen. Sind hier Sportpsychologen anwesend?

Es war ein wunderbarer Abend an der Hafenstraße zu Essen mit wunderbaren Menschen und einer wunderbaren Mannschaftsleistung. Das Gesehene macht einfach Mut für die Zukunft. Wir können nicht immer nur meckern. Ab und zu dürfen wir auch einfach mal dankbar sein.

Gestern war ich dankbar für dieses Spiel und diese Leistung. Diese Emotionen. Diese Fans in den jeweiligen Blöcken, wie sie aufspringen und unsere Rot-Weisse Seele heraufbeschwören. Dankbar für meine Frau, wie sehr sie mitgelitten hat. Und sehr vermissen wir die Fahnengirls.

Nun macht das aber bitte gegen Kray und Köln Zwei nicht gleich wieder kaputt.

 

 

Das Gesetz der Trägheit

Ungekannte Gefühle machten sich vor diesem Spiel breit: So etwas wie Vorfreude schlich sich ein. Tatsächlich: Ich freute mich auf das Spiel des RWE gegen den Nachbarn aus Oberhausen. Aber warum eigentlich? Vielleicht weil es bis auf weiteres der letzte Besuch sein dürfte, oder weil sich die sportliche Situation etwas entspannt hatte? Auf die Freunde vor Ort oder auch darauf, Fritz Herkenrath zu Ehren applaudieren zu dürfen? Zwei Tage danach gibt es keine Antwort mehr auf diese Frage, denn die eigenen Mannschaft hat einmal mehr und diesmal so richtig ohne Ansage enttäuscht. Vor dem Spiel jedoch ging es nach Monaten mal wieder mit der „RWE Hit Mix CD“ an Bord auf die Reise gen Glutofen Essen. Lautstark mitgesungen wurden etliche Fanbusse eines benachbarten Bundesligisten  überholt. Denn sie wissen nicht was sie tun!

Warum nun schon um 13:00 Uhr angepfiffen werden musste, konnte nicht so richtig in Erfahrung gebracht werden; der guten Laune rund um das Stadion tat es aber scheinbar keinen Abbruch, sollte doch der endgültige Klassenerhalt ( Für temporäre Leser: tatsächlich Klassenerhalt, nicht Relegationsplatz oder dergleichen!) hier und heute gesichert werden. Nur unsere Mannschaft jedoch, die hat davon leider nicht viel mitbekommen! Würde man von Stehgeigern oder von Sommerfußball sprechen, so würde man jeden Stehgeiger und jeden Sommerfußballer prinzipiell beleidigen. Welch blutleere und fast pomadige Vorstellung in der ersten Halbzeit. Zugegebenermaßen von beiden Mannschaften! Vielleicht hatte ja doch die ungewohnte Anstoßzeit inklusive ebenso ungewohnt hoher Temperaturen seine Finger mit im Spiel. Das war bei allen schlechten Spielen in dieser schlechten Saison definitiv die schlechteste Halbzeit. Paradox wirkte im Verhältnis dazu die nimmermüde und durchgängige Anfeuerung von der „West“.

Mit dem Ende der torlosen ersten Halbzeit rissen die schlechten Nachrichten allerdings noch lange nicht ab: Denn es folgte ja tatsächlich noch eine zweite Halbzeit, die es zu überstehen galt. Hätte man abstimmen lassen, ob weitergespielt oder das Spiel zur Halbzeit als beendet gewertet werden dürfte, so hätten sich die allermeisten der geduldigen  Zuschauer sicher für das sofortige Ende entschieden. Natürlich wurde die zweite Halbzeit gespielt; lag der Fokus zudem immer noch auf die Beruhigung der Seele durch die möglichen drei Punkte auf dem Platz. Wenn die erste Halbzeit nun überhaupt eine sportlich verwertbare Erkenntnis brachte, dann die, wie wichtig ein Benjamin Baier aktuell für unser Spiel ist. Jemand der wenigstens einmal aus der zweiten Reihe den unverhofften Schuss ansetzt, und auch mal die eigenen Mitspieler wachrütteln kann. Dem neuen Trainer jedoch wurde endgültig und deutlich deutlich vor Augen geführt, auf welches Abenteuer er sich mit der aktuellen Mannschaft eingelassen hat.

Der Nachbar aus Oberhausen, selbst auch in dieser ersten Halbzeit nicht die hellste Kerze auf der Spieltorte konnte in der zweiten Halbzeit gar nicht mehr anders, als die Essener Trägheit mit Toren zu bestrafen. Endlich wurde das Betteln erhört, in Rückstand zu geraten. Blitzsauber wurde zweimal die Abwehr ausgehebelt und an Heimann vorbei eingeschoben beziehungsweise reingestochert. Man lacht an der Emscher wahrscheinlich noch immer darüber, wie simpel das an diesem Samstag möglich wahr. Vielleicht war es Galgenhumor, oder die Freude an einem wirklich gelungenen, neuem Lied auf der Tribüne: Die „West“ sang unverdrossen weiter, es kamen keine Schmähungen gegen die eigene Mannschaft, die es ansonsten schon bei wesentlich  besseren Leistungen und Rückstand gegeben hätte. Das Werfen von Gegenständen sollte trotzdem und überhaupt endlich einmal unterlassen werden! Wir sind nur noch auf Bewährung auf den Tribünen! Eine Atmosphäre also , die in der Beziehung zwischen den Geschehnissen auf Rasen und Tribünen einem Verwirrspiel glich.

Es wurde also nichts mit dem vorzeitigen Klassenerhalt. Wie dumm auch von uns Fans, das von der aktuellen Mannschaft zu erwarten. Wie dummdreist aber auch von nicht einmal einer Handvoll trunkener und scheinbar von Sonnenstich  geplagten Besuchern die Aktion, die Würde eines gegnerischen Spielers anzutasten. Das geht in keinster Weise und wurde entsprechend im Spielverlauf von Leon Binder kommentiert und geregelt. Eine bedauernswerte Randnotiz, die im Spielverlauf außer den Beteiligten selbst wirklich kaum einer mitbekommen hat. Ich denke, dann hätte es einen größeren Aufschrei gegeben. So jedenfalls war der Weg frei für den Berichterstatter der RevierSport, den RWE einmal mehr unter Generalverdacht zu stellen.

Rot-Weiss Essen benötigt in der kommenden Saison nicht nur endlich wieder eine Mannschaft, die diesen Namen und unser Trikot auch verdient; sondern auch eine Berichterstattung, die sich mit Fakten und Fußball beschäftigt, anstatt in Boulevard Manier Geschehnisse oder Gesagtes aus dem Zusammenhang zu reißen und auf mögliches Fehlverhalten einiger weniger zu warten. Wir sind nicht doof, wir Fans wissen doch, dass der RWE nicht sonderlich gut gelitten ist im Hause RevierSport. Wir wollen keine Hofberichterstattung, denn das ist auch keinem zuträglich! Aber ich glaube, Verein, Fans und natürlich auch auch Medien ihrerseits haben ein Recht auf eine gegenseitig faire Behandlung. Auf gut recherchierte Beiträge, deren Inhalte den Sachverhalt erzählen und nicht auf eine reisserische Überschrift, der kaum  wirkliche Fakten folgen, dafür aber Klicks generieren . Wenn in längst vergangenen Tagen vielleicht mal Fehler auf beiden Seiten gemacht wurden, dann ist es an der Zeit, nun einen Punkt zu setzen. In Münster zum Beispiel hat diese Form der Berichterstattung leider auch Überhand genommen, was die Preußen gar zu einem offenen Brief veranlasste. Weniger ist manchmal mehr! Die WAZ Essen kann es doch auch, berichtet sportjournalistisch und den Tatsachen geschuldet. Und das sicher nicht nur, weil die West ihren Namen trägt.

Diesen finalen Punkt können wir alle ja bald auch endlich unter die aktuelle Saison setzen. Gottseidank. Nie zuvor habe ich so viele Fans so müde erlebt. Veteranen in Rot und Weiß, der ständigen Enttäuschungen überdrüssig. Vielleicht kann ja  kommenden Samstag endlich der Klassenerhalt geschafft werden und dann das Endspiel im Europapokal der Landesmeister gegen den Wuppertaler SV die Saison wenigstens auf Papier und Konto halbwegs noch retten. Nur der RWE!

Der Hexenschuss für das Fußballherz.

Vorfreude ist ja die bekanntlich schönste Freude. So liegt es gerade auch im Naturell eines fast jeden Fußball Fans, sich allen Erfahrungen der Vorsaison zum Trotze doch wieder auf die neue Saison zu freuen. Man „betet“ sie förmlich herbei; zudem steigert eine halbwegs gelungene Vorbereitung Erwartung und Ungeduld. „Erwartung und Ungeduld“, eigentlich die optimalen Synonyme für den RWE Fan. Wer allerdings direkt mit Anpfiff der Saison eine perfekt geölte Systemmaschinerie erwartet, die auch noch innerhalb der neunzig Spielminuten variiert werden kann; der wird natürlich wieder schnell enttäuscht werden.

Mit dieser Erwartung ist heute wohl keiner der knapp über Neuntausend Fans an die Hafenstraße gepilgert, behaupte ich einfach mal. Wir haben nun wohl endgültig begriffen, dass erst etwas wachsen muss, bevor geerntet werden kann. Das Basismenü Regionalliga wurde also dieser Tage wirklich sehr wohlwollend bestellt. Das Trüffelschweinchen Fortuna essen wir dann erst nächste Woche. Lass deren Fans ruhig saufen. Essen ist immer noch der wahre Genuss. Wie dem auch sei, der Pokal tat heute kaum etwas zur Sache.

Aus Wiedenbrück kam heute kaum ein Fan mit an die Hafenstraße, der Fanbus wurde aufgrund der Urlaubszeit gecancelt. Irgendwie auch schon wieder sympathisch. Herrlich kommentiert übrigens am Pissoir, wo nicht nur die Dinge in die Hand genommen werden, sondern bisweilen auch der Flachs blüht: „Iss der Gästeblock voll, leck mich anne Socken“. Die Zeit der gemeinsamen Austreterei war übrigens ca. nach dreißig gespielten Minuten. Es stand noch 0:0, der RWE hatte scheinbar das Spiel im Griff, erste Ansätze einer neuen Spielphilosophie waren zu erkennen, wobei die Mannschaftsaufstellung durchaus überraschte. Noch mehr jedoch die Namen derer, die heute nicht einmal dem Kader angehörten. Einem Marc Fascher hätte man dafür noch vor Anpfiff direkt seine Taxofit Kappe verkehrt herum auf den Kopf getackert. Verbal natürlich.

Die Abwehr stand aber solide, der Einsatz war wie eigentlich immer schon nicht zu bemängeln. Bis zur 44. Spielminute schien es also nur eine Frage der Zeit, wann der Führungstreffer fallen würde. Die Fans auf den Tribünen recht launig, und im übrigen auch wieder mit koordinierter Unterstützung. Der Sozialromantiker in mir freute sich sehr, dass es scheinbar auf vielen Ebenen positive Ansätze gegeben hat, die wieder zu einer gemeinsamen Unterstützung für diesen Verein, den wir alle so sehr lieben, geführt haben. Danke dafür! Ganz gelegentlich ist einem Wiedenbrücker Spieler vor Schreck der Ball über den Spann gerutscht, als es plötzlich von allen drei Tribünen schallte.

Die 44. Minute also: Wendepunkt kurz vor der Halbzeit. Jeffrey Obst machte bei seinem Gegenspieler wohl Fruchtfliegen aus und wollte sich dessen erwehren. Jener sank also dahin und eine rote Karte war die Folge. Folgerichtig übrigens, denn schon der Versuch ist strafbar. Eine dumme Aktion, die nachhaltig der Mannschaft geschadet hat, musste sie doch in der Folge eine komplette Halbzeit mit einem Mann weniger auskommen. Glücklicherweise schienen die Wiedenbrücker aber gar nicht mitbekommen zu haben, dass sie einen Mann mehr auf dem Feld waren; machte doch der RWE weiter das Spiel und grätschte sich mitunter in den Szenenapplaus. Es gab auch die ein- oder andere Torchance. Ungenutzt leider.

Dann kamen aber die letzten Minuten, endlich hatten die Ostwestfalen ihre Gegenspieler durchgezählt und festgestellt, dass mit numerischer Überlegenheit auch mal ein blitzsauberer Konter gefahren werden kann. Tenor: Fußball kann so einfach sein. Fußball war dann noch einmal einfach und sogar noch ein drittes Mal. Endstand 0:3 also und es gab das, womit bei aller Bescheidenheit kaum einer in dieser Form gerechnet hatte: Einen Fehlstart! Untermalt von einer überflüssigen roten Karte nebst sicher längerer Sperre. Da hilft auch der neue Hardcore Stehbereich inklusive Flatrate nicht weiter.

Ein wenig Schockstarre machte sich breit. Keine Häme zum Glück, keine vulgären Reflexe. Es gab sogar zaghaften Applaus für eine Niederlage trotz engagierter Vorstellung, die so nicht wirklich zu erklären ist. Die Niederlage jetzt. Und noch weniger zu begreifen. Ist nun mal passiert. Ich glaube, dass des Trainerteam aus diesem Spiel seine richtigen Konsequenzen ziehen wird. Und nein, sicher werden wir nicht, wie nun bisweilen in den sozialen Medien befürchtet, 0:9 gegen Fortuna Düsseldorf untergehen. Sie sollen hart an uns zu knabbern haben. Und dann geht es weiter. Immer weiter. Isso!