Monatsarchive: Juni 2007

"WEH…LAN"

Es ist ja nicht nur die Sommerpause und der Umstand, das es über den SV Eintracht zur Zeit wahrlich nichts neues zu berichten gibt….ich kann einfach nicht immer, selbst wenn ich wollte. Also ins Internet. Trotz DSL ganz viel tausend und funktionierendem WLan Modem nebst kongenialen Stick: Manchmal passiert gar nichts. Und wenn ich den Zugang mal geschafft habe, dann kann es sein, dass ich während einer kreativen Phase einfach mal wieder rausgeworfen werde. Aber, wie immer im Leben gibt es ja für fast jedes Problem eine Lösung: Blogger.com scheint von meinen Schwierigkeiten gewusst zu haben und speichert nun automatisch im 30 Sekundentakt alles Geschriebene. Somit geht zumindest nichts verloren. Ansonsten hätte ich diese Seite wahrscheinlich schon längst geschlossen ;-). Warum wir jetzt aber diese Verbindungsprobleme haben, das wird nochmal ein Fall für „SuperQli“ werden….Oh, es gibt doch noch etwas Neues in Sachen Eintracht: Dank unseres rührigen Managers haben wir wieder einen gebührenden Aufkleber am Auto. Beim Derby nächste Woche in Essen „darf“ ich mir dann noch den Nummerschildverstärker von RWE holen (aber natürlich nur, weil der Jetzige defekt ist und wir eh einen Neuen brauchen) Dann sind wir dezent „geschminkt“ für die neue Saison. Danke Michael .

Spurensuche

So langsam beginnen sich bei Lene und Jule sportliche Ambitionen herauszukristallisieren. Während Lene auf Mareikes Spuren wandelt und sich momentan ganz dem Schwimmen widmen möchte, schwankt Jule noch zwischen Elfe, laufen und Fussball. Mal abgesehen davon, dass der SV Eintracht schon rein logistisch wegfällt und auch meines Wissens nicht über eine Minikickerabteilung verfügt, suchen wir gerade den Verein, wo wir mal „schnuppern“ könnten. Der nächste Verein wäre Sparta 09. Luftlinie ca. 1,5 Kilometer, gefühlt aber viiiel weiter weg. Und dann wäre da noch der Verein, für den ich in meiner Jugend die Stiefel geschnürt habe: Der SV Vorwärts. Zufällig gestern in der Nähe, habe ich mal wieder einen Blick auf das Vereinsgelände geworfen und bin beeindruckt. Nun, steht auch hier die Eröffnung einer kleinen Tribüne an, so dass noch überall fleisig gewerkelt wurde. Nur, hier wird viel freiwillig und in Eigenleistung geschafft. Alles „pikobello“ sauber mit gemütlichen Nischen usw. Diese Sauberkeit drumherum und viele freiwillige helfende Hände würde ich mir auch sehr bei Eintracht wünschen. Egal, es geht um die Kinder und da denke ich, dass der SV Vorwärts die beste Jugendabteilung und ebensolches Gemeinschaftsgefühl zu bieten hat um sich als kleiner Mensch willkommen und wohl zu fühlen. Nur, die Entfernung ist fast noch weiter als zum Heidweg ;-). Oh, da fällt mir ein, dass sich bald ein wichtiger Tag jährt: Am 7.7.1977 bin ich Lagermeister der Vorwärtsfreizeit irgendwo hinter Lage geworden…;-). Irgendwie habe ich den entsprechenden Wimpel immer mal wiedergefunden, ich glaub nun ist er weg….Ein Relikt der Jugend. Und als ob der „Midlife Crisis“ nicht schon genug, da haut der gute Berry noch mal so richtig in die Kerbe: Um einen fachlichen Rat unser Haus betreffend gebeten, hat er mir gerade mal noch 20 Jahre wohnen zugestanden. Vielen Dank auch……

Zwischen den Zeilen

Urlaubszeit…… die Gelegenheit um sich mal wieder der liegengebliebenen Lektüre oder extra für diesen Zweck angeschafften Büchern zu widmen. Das ist mir natürlich nur zum Teil gelungen ;-). Zur Zeit bietet die „runde Literatur“ verschiedene Varianten: Die eine heisst: „ich war jahrelang dabei und schreibe (natürlich völlig subjektiv) auf, so wie es wirklich war“ und die zweite: „Ich begleite einen Verein für eine Saison, mit dem ich vorher noch nir etwas zu tun hatte“. Zur ersten Kategorie gehört für mich zwingend das Buch: „The Boys from the Mersey….unterwegs mit der Annie Road End Crew Liverpool“. Der Klappentext dazu verheisst ein Buch, in dem über eine „Crew“ berichtet wird, die mit Witz und Unverfrorenheit ihrem FC Liverpool fast ohne Geld durch Europa hinterherreisen und dabei kaum durch Gewalt auffallen. Tja, was soll ich sagen….selten hat mich eine Beschreibung mehr in die Irre geführt: Das das Buch eins zu eins im Slang übersetzt wurde und somit vor Kraftausdrücken strotzt mag ja noch durchgehen, aber eigentlich bedeutet „Witz und Unverfrorenheit“ nichts anderes, als das auf jeder Seite mindestens eine Straftat begangen und Gewalt ausgeübt wird. Trotzdem habe ich es zu Ende gelesen, weil ich immer noch gehofft habe, etwas mehr über den FC Liverpool zu erfahren und auch über Heysel und Hillsborough au der Sicht eines dabeigewesenen. Aber für solche „Fälle“ gibt es ja Ebay ;-). Mal gucken, was ich für das Buch bekomme. Zur Zeit widme ich mich dann der zweiten Variante: „Das Wunder von Castel di Sangro“ von Joe McGinniss aus dem Jahre 1999. Der amerikanische Autor ist durch die WM 1994 im eigenen Land dem Fussball verfallen und hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Aufstieg des absoluten Provinzvereines „Castel di Sangro Calcio“ 1996 in die Seria B und die dortige Saison zu dokumentieren. Das Buch nimmt kein Happy End, soviel weiss ich jetzt schon und das hat weniger mit der sportlichen Leistung der Mannschaft zu tun, sondern mehr mit dem Umfeld,einem Padre und auch mit dem Autor selbst, der vielleicht aus dem nichts kommend, zu tief in den Verein eindringt. Das Buch verbleibt in meiner Sammlung und kann empfohlen werden. Ebenfalls zu dieser Kategorie gehörig und fast schon ein Klassiker ist Tim Parks „Eine Saison mit Verona“. Die „Mutter“ aller „Fan und Verein“ Bücher ist aber natürlich Nick Hornbys „Fever Pitch“. Dieses Buch unterscheidet sich natürlich insofern von den beiden anderen, als das Nick Hornby mit dem Verein Arsenal aufgewachsen ist. Einen anderen Weg beschreitet das Buch „Rivalen“: Hier wird auf höchst unkonventionelle Art zusammengestellt, was ein ausgewogenes Nachschlagewerk nicht zu bieten hat:die zweifelhaftesten Gesänge, die berühmtesten Fans, den verrücktesten Vorstand, Wer kann wen nicht ab, sportliche Entwicklung, Stadionauslastung etc. Witzig gemacht. Und zu guter letzt darf auch ein Sportler selbst nicht zu kurz kommen: In dem Buch „Der Traumhüter“ von Roland Reng wird die Geschichte des Kölner Keepers Lars Leese durchleuchtet, der aus der Kreisliga Westerwald kommend drei Jahre beim FC Barnsley in der Premier League verbringt. Sehr gut geschrieben. Also, sollte der Sommer weiter auf sich warten lassen und der Fusball noch pausieren: Der italienische und englische Fussball bietet Lesestoff genug ;-).