Und der Himmel weinte

OK, so ein bisschen Regen, das meiste fällt doch eh vorbei. Somit machte mir das trübe Wetter noch keine Sorgen. Auch die „Ablösung“ kam pünktlich ebenso wie das „Taxi“ an der verabredeten Stelle in Gronau. Pünktlich vor Oberhausen sprach unser Navi „Rosalie“ mittels Stauwarnung zu uns: Wie fast schon erwartet, sorgte der Centro Andrang für Stau. Nachdem wir zum x-ten Male dieselbe Kreuzung passierten, gab es zwei Möglichkeiten: „Rosalie“ ausschalten und intuitiv fahren, oder die RWO Fans fragen, die gerade neben uns hielten. Wir wählten Möglichkeit 1 und 2, liessen das Auto an Ort und Stelle stehen und liefen mal so mit, das Wetter bot sich ja für einen Spaziergang an. Daher eine gute Entscheidung von 2,1 Kilometern Fussweg, denn inzwischen regnete es so richtig und wer will da schon einen näheren Parkplatz suchen. Während die Heimfans ihren Bereich über einen gepflasterten Weg bequem und wenigstens Fusstrocken erreichen, fühlte sich der Essener, sofern er denn beim Bund gewesen war, an eine Reserveübung erinnert. Direkt neben der Emscher wurden wir, flankiert von jeder Menge Polizei, Richtung Gästekurve geleitet. Da wacht der grosse DFB über jeden Grashalm und jeden Millimeter Sponsorenkaviar, aber hier in Oberhausen darf der Gästefan wie Vieh über die Weide in einen Käfig „getrieben“ werden und zwar auf einem Weg, der bei starkem Regen wie heute jeder Beschreibung spottet. Zudem gab es kaum eine Möglichkeit, an eine Verpflegungsbude zu gelangen, (wenn es denn eine gab) oder vernünftig seinen Bedürfnissen nachzukommen. Und dann werde ich von oben bis unten gefilzt, nur um kurz vor Anpfiff in einer dicken Rauchwolke zu stehen. Ich kapiere es nicht, also was solch Qualm den Erzeugern ein mehr an Lebensqualität bringt, den Atemwegen auf jeden Fall nichts gutes. Es hat sich auch keiner wirklich darüber gefreut. Insgesamt waren es über 11.000 Zuschauer im weiten Rund, und auch das Wetter änderte sich: Es hörte zwischendurch sogar auf zu regnen: 1 Minute, danach fing es an zu „schütten“ . Das Spiel war das erwartete auf diesem Boden: Es wurde geackert, gekämpft und gerutscht, was das Zeug hielt und das Ergebnis dieser oftmals unkoordinierten Aktionen war die Führung und letztendlich der Sieg für RWO. Von deren aktiven Fans war ich in punkto Niveau und Kreativität sehr enttäuscht, denn fast jeder RWE Song wurde irgendwie kopiert. Nichtsdestotrotz war RWE alles in allem spielüberlegen, es fehlt nur vorne der ach so berühmte Spieler namens „Knipser“. So rutscht man in dieser hochgradig spannenden Tabelle mal wieder von Platz 5 auf Platz 10. Irre!! Kurz vor Schluß (der erfahrene Fan kann ein Spiel lesen und weiss: da passiert nichts mehr ;-)…) haben wir uns dann auf die nassen Socken gemacht und mussten wieder an der Emscher vorbei durch den Morast. Also das Wetter hat mich nicht gestört, das 80ziger Jahre Revival Stadion Feeling auch nicht, die Niederlage: Gut, etwas schon, aber die richtigen rot-weissen haben alles gegeben. Aber, ich habe keine Bratwurst bekommen und über die Zufahrtswege wird noch zu reden sein. Da hat jeder Dorfclub besseres zu bieten. Die Befürworter von Hallensportarten hätten heute alle Argumente auf ihrer Seite. Und die Hafenstrasse in Essen, vielleicht nur drei Tribünen, aber trockene Füsse und „lecker Frika“.

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