Dunkle Wolken

Rund um den Fußball im beginnenden Herbst dieses Jahres scheinen schon recht früh nach Saisonbeginn dunkle Wolken aufzuziehen: Die, die ihn spielen sollen, spielen nicht mit. Die, die über ihn schreiben, werden böse gefoult. Und die, die ihn Leben, schießen meines Erachtens schon mal über das Ziel hinaus. Was ist also passiert? Nach der verdienten Heimniederlage des RWE gegen den 1.FC Saarbrücken konnte nach fast einem Jahr endlich der ersehnte Auswärtssieg gefeiert werden. Im beschaulichen Verl wurde beim dortigen Sport Club mit 3:0 gewonnen. Lediglich 1000 Zuschauer wohnten diesem Spiel bei, allein der Name RWE zieht auch nicht mehr die Massen an. Somit konnten die Spieler recht ungestört ihr Tageswerk verrichten und Sascha Mölders traf gleich doppelt! In weißen Schuhen, aber das nur am Rande. Rosarot fast schon wieder die Analyse von Teamchef Strunz nach dem Spiel und glücklich die Fans ob des bezwungenen Fluches. Nur drei Tage später zeigt sich dann, was der Sieg wert war. Zudem der Tag, an dem mein Mitgliedsausweis und die Geburtstagstrikots für die Mädchen zugestellt wurden. Also, was sollte da schon schiefgehen im Heimspiel gegen die Zweitvertretung der Düsseldorfer Fortuna? Um es kurz zu machen: Scheinbar fast alles! Im fünften Spiel wurde die dritte Niederlage kassiert. Der RWE verlor im strömenden Regen mit 0:1. Mich beschleicht immer mehr das ungute Gefühl, dass Thomas Strunz nicht wirklich ein Trainer im eigentlichen Sinne ist. Die sportliche Vita des Trainers Erkenbrecher ist auch nicht viel berauschender. Momentan wird also bei RWE weiter fleißig abgerissen, leider nicht nur am Stadion. Das heute den Spielern am Trainingsplatz schon die Beerdigung des Vereins im kommenden Jahr veranschaulicht wurde, halte ich nun doch für etwas überzogen. Den Reaktionen der Spieler nach zu urteilen haben diese aber scheinbar gar nicht den Ernst der Lage für den Verein verstanden, sondern erst einmal das eigene Befinden in den Vordergrund gestellt. Der RWE, eigentlich ein riesiger rot weisser Gordischer Knoten. Dunkle Wolken aber auch über einen, der regelmäßig und von hoher Qualität seine Ansichten über den Fußball in seinem Blog niederschreibt. Ein eher weniger bekannter Sportartikelhersteller sah sich bisweilen schlecht behandelt und drohte dem Trainer im übertragenen Sinne, die Lizenz zu entziehen. Nun sind wir aber beim Fußball und somit bei der Tatsache, dass man niemals alleine geht. Es folgte ein vielfacher Aufschrei der Empörung und die Erkenntnis, dass Meinungsfreiheit unbezahlbar ist. Die dunklen Wolken hier in Nordhorn über dem SV Eintracht sind ja fast schon in Stein gemeißelt, hier könnte aber der kommende Dienstag für etwas Aufmunterung sorgen.

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