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Ewig währt am Längsten

Es jährt sich nun zum siebzigsten Male dieser einzigartige Tag in der Historie von Rot-Weiss Essen, welcher uns zum ewig währenden Deutschen Meister gemacht hat. Der 26.Juni 1955 war ein Sonntag und die Sonne von Hannover strahlte am wolkenlosen Himmel. Bei den offiziell 76.000 Zuschauern im weiten Rund des Niedersachsenstadions diejenigen unter den vielen Fans aus beiden Lagern besser dran,

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Niemals wäre er atemlos durch die Nacht getanzt, wenn er die Highway to Hell haben konnte.

Man könnte eventuell Gefahr laufen, ganz eventuell an die Begrifflichkeit „Spießig“ zu denken, aber diese ist grundsätzlich negativ besetzt, so dass wir Ralf damit definitiv nicht gerecht werden würden. Ralf hat es mit seinem Charme einfach geschafft, gewisse Regelmäßigkeiten in seinem Leben mit einer Leichtigkeit zu platzieren, so dass sie für uns eine Selbstverständlichkeit bis hin zur Freude wurden. War

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Pokal & Puffer #244

Der Pokal hat seine eigenen Lose. Wie wir vergangene Pokalsaison schmerzlich erfahren durften, als uns in der ersten DFB-Pokalhauptrunde eine Firma aus Fuschl am See zugelost wurde, anstelle eines Fußballvereines. Nie zuvor sackte Vorfreude schneller in sich zusammen als vor einem Jahr. In der Saison davor gab der Hamburger Sportverein sein Stelldichein an der Hafenstraße und musste sehr lange darum

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Sunshine ohne Leith

Es gibt sie, diese Träume im Leben eines Fußballfans. Arminia Bielefeld hat es gerade vorgemacht, dieses einmal im Leben Spiel. Natürlich ist das Finale im DFB-Pokal sportlich ungleich höher zu bewerten als ein profanes Testspiel vor der neuen Saison. Aber wir reden ja hier nicht von Wettbewerben oder Titel, sondern von Träumen. Und so war es seit langer Zeit mein

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Kummer & Abstellgleis #243

So wie die Fans oft die Seele des Vereins sind, oder der Herzschlag im Stadion, so sind die Wirtinnen und Wirte hinter der Theke in den leider immer weniger werdenden Lokalitäten Seele und Herz zugleich. Sie sind ganz sicher Kummerkasten aber oftmals auch die ersten, die freudige Nachrichten zu hören bekommen. Wenn man dann aber auch noch das Hafenstübchen an

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Fackeln im (Relegations-) Sturm

Spätestens unter dem frischen Eindruck der erst am späten Abend beendeten Relegation zwischen Eintracht Braunschweig und dem 1.FC Saarbrücken, sollte es erneut Diskussionen darüber geben, die Relegation in ihren dann auch noch zwei verschiedenen Varianten, wie wir sie im Fußball hierzulande kennen, doch mal abzuschaffen. Zu mindestens sollte endlich über ihren tieferen Sinn und Zweck nachgedacht werden. Eintracht Braunschweig hat

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Manchmal nach Verlängerung. Seltener im Elfmeterschießen und gelegentlich gar nicht.

Der DFB Pokal steht mal wieder vor der Tür. Die Teilnahme daran für einen bisweilen unterklassigen Verein wie unseren RWE nicht immer selbstverständlich. Zeit also für eine scheinbar richtig fade Angelegenheit, um die Zeit bis zur Auslosung zu überbrücken: Heute also nur Begegnungen. Und zwar alle Pokalspiele des RWE seit 1938: 1938/39 28.08.1938: RWE – FC St. Pauli Hamburg 5:1

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Die unwichtigste Nebensache der Welt

Ein Fan des MSV Duisburg ist mit der Absicht in das Wedaustadion gefahren, um ein spannendes Finale zu erleben. Er wollte dort schöne Stunden verbringen bestenfalls mit dem Pokalgewinn seiner Zebras zur Folge. Das war ihm nicht vergönnt, denn das Spiel hatte leider für ihn ganz persönlich einen medizinischen Notfall vorgesehen. Nach vielen Minuten der Reanimation wurde der Fan unter

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Katz & Maus #242

Nimmt man allein die Rückrunde dieser an Geschichten und Wendungen in Summe überaus ereignisreichen, vergangenen Saison 24/25 der 3. Liga, dann hat sie für die wohl meisten Fans von Rot-Weiss Essen sicherlich Begehrlichkeiten für die kommende Saison geweckt. Jetzt nicht auf ein vom Verein kommuniziertes Saisonziel, auf die Möglichkeiten in Anbetracht der neuen Zusammensetzung der Liga, eigene Träumereien oder auf

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Europapokalfunktionsteam 1994!

Was wäre eigentlich, wenn es die drei Bremer Tore nicht gegeben hätte? Was wäre also gewesen, wenn in diesem Finale nur Rot-Weiss Essen durch Daouda Bangoura in jener 50. Minute das Tor getroffen hätte? Richtig, dann wäre das Finale mit 1:0 für uns ausgegangen, iss klar. Gleichbedeutend aber auch mit der Qualifikation für den damaligen Europapokal der Pokalsieger. Daran hätte

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Möwenpick

Ich möchte jetzt nicht schon wieder auf die tabellarischen Besonderheiten dieser Saison hinweisen und schon gar nicht sollte man Aachen mehr Raum als nötig geben. Aber nach unserem Spiel Mitte Januar dort war man nun mal Vorletzter. Vergangenen Sonntag hingegen haben wir Roten das Stadion als sechster der Tabelle verlassen . Gut, die Vikki hat uns am Abend des gleichen

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Löwen & Zebras #241

Vergangenen Samstag ist im Stadion an der Grünwalder Straße etwas gar Historisches passiert: Rot-Weiss Essen hat ein Auswärtsspiel in München gewonnen. Zuzüglich der fünf Gastspiele ohne Sieg bei Münchens Nummer zwei, dem FC Bayern, wurde achtmal erfolglos versucht, die Löwen auf Giesings Höhen zu zähmen. Dreizehnmal in München angetreten, und das höchste aller Gefühle war ab und an mal ein

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„Und es war Sommer…

…und das Spiel gab sich so als sei ich überhaupt nicht da. Und um die Schultern trugen sie nur ihr nasses Haar. Ich war verlegen und ich wusste nicht wohin mit meinem Blick, der wie gefesselt an diesem Spiel hing“. Soweit textlich etwas abgewandelt dieses „Und es war Sommer“ von Peter Maffay. Während er in seinem Text jedoch komplett Testosteron

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Von der Ruhr bis an die Elbe

Es war kurz nach der sechszigsten Minute, unser RWE lag bereits aussichtslos und ohne jede Aussicht auf Ergebniskorrektur mit 0:3 zurück. Zu sehr unter Normalform die unseren und zu fokussiert auf die wohl allerletzte Aufstiegschance der Gegner aus Saarbrücken. Die vielen Fans des 1.FCS frönten lautstark ihren gewohnt melodischen Gesängen, man sieht sich ja schließlich in der Tradition französischer Chansoniers

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Die erträgliche Leichtigkeit des Seins

Den Titel eine Filmklassikers leicht abgewandelt, und zack ist man bei der Gefühlslage so unglaublich vieler Fans von Rot-Weiss Essen nach dem Auswärtserfolg beim SV Sandhausen. Ein Auswärtserfolg, der im Grunde genommen mehr ein Heimsieg war, so unterschiedlich die Aktivitäten bei beiden Fanlagern. Die in Rot und Weiss sangen durch. Von Anpfiff bis Abpfiff und noch weit darüber hinaus. Das

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Ruhe in Frieden, knurriger Werner Lorant.

Zu Ehren von Werner Lorant ein Artikel aus dem 111Gründe Buch (Seite 94), welcher sich unter anderem auch mit seiner Zeit bei Rot-Weiss Essen beschäftigt hat. Etwas modifiziert mit seinem Legendenstatus als der bislang letzte Bundesliga Torschütze für unseren Verein. Weil wir Spieler hatten, die man nicht unbedingt bei RWE unter Vertrag vermutet hätte. Es gibt Fußballer, die verbindet man

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Kurzware: Der egalste Verein der Welt

Die Industrie der Kleber mit Fußballbezug boomt, es wird vor allem rund um ein Stadion gestickert, was das Zeug hält. Kein Laternenmast im Stadionumfeld, der etwas auf sich hält, ist noch frei von Motiven mit Fußballbezug. Wer überklebt wird überklebt. Um möglichweise wieder überklebt zu werden. Manchmal hilft auch abknibbeln. In Fußballstädten ist die Sache relativ einfach geregelt: Der eigene

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Emotional Rescue

1980 war ich für einige Wochen in Norwich, England. Eine Sprachreise. Die Freizeit vertrieb man sich in einer Art Schuppen mit zur damaligen Zeit angesagten Spielgeräten und Slot Machines. Ist ja auch egal. Auf jeden Fall gab es dort immer Musik. Wirklich immer. Die Stones brachten zeitgleich eine neue LP namens Emotional Rescue raus. Die erste Singleauskopplung hieß konsequenterweise „Emotional

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West & Ost #239

Im Westen geht die Sonne auf. Anders kann man das aus Sicht von Rot-Weiss Essen nach den ersten beiden Spiele der Ost-Trilogie auch nicht sehen. Erst die Hansa Kogge geentert, wurde nun Cottbus seiner Energie beraubt und stand selbst das Lausitzer Stone Island Celebrimonial Pele Wollitz nach dem Spiel eher fatalistisch als aufgeladen am Mikrofon Rede und Antwort. Sein Gegenpart

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Cup der guten Hoffnung

Der 24.Mai 2025 ist Endspieltag in vielen Pokalwettbewerben hierzulande. Und um die Faszination Pokal direkt mit gewaltigen Argumenten zu füttern, hier zwei der wichtigsten Begegnungen des Tages, wobei die Hauptbegegnung kurioserweise zuerst ausgespielt wird. Eigentlich ist das doch immer andersherum: Das Finale im Niederrheinpokal bestreiten schon am Nachmittag der MSV Duisburg und Rot-Weiss Essen an der Wedau, während am Abend

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Es musste mal so kommen, es musste mal geschehn….

Die Zeitumstellung zweimal im Jahr ist nicht wenigen ein Dorn im Auge, und so ganz erschließt sich der Sinn aus heutiger Sicht auch nicht mehr. So ehrbar der Gedanke bei Einführung auch war, Energie zu sparen, so kann diese eine Stunde mehr oder weniger aus heutiger Sicht nicht mehr damit konform gehen. Wenn wir allerdings an diesem Wochenende die Uhren

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Endlich Einlenken.

Ganz, aber wirklich nur ganz eventuell kann man sich das so vorstellen: Der ermattete Hansa-Krieger kehrt nach vielen Stunden Auswärtsfahrt nach Hause zurück, begrüßt Frau und Kinder, setzt sich an den Küchentisch und sagt zu seiner Familie: „Es war eine erfolgreiche Kaperfahrt! Ich habe des Gegners Sitzschalen heldenhaft aus der Verankerung getreten, den Wänden reichlich Klebeopfer gebracht und mich spirituell

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Das ungeschriebene Gesetz Viktoria

Englische Woche, oder auch: Nichts ist so schnell überholt wie die am Spieltag vor Anpfiff veröffentlichte Kolumne. Aber so ist nun mal der Fußball: Während Wüterich Bernhard am Mittwochabend wieder über beide Backen strahlen durfte, wird uns Uwe vor allem die Leistung der eigenen Mannschaft in der ersten Hälfte wohl um den verdienten Schlaf gebracht haben. Da ist der Mannschaft

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19 & 07 #237

Neunzehn Punkte aus den letzten sieben Spielen geholt zu haben, also mehr 1907 geht ja eigentlich gar nicht. Was ein wilder Ritt vergangenen Sonntagabend gegen den SV Waldhof. Oder auch: Rares für Trares. Natürlich war der Pfiff für den Freistoß, der das wunderschöne und alles entscheidende Tor ermöglichen konnte, eher überraschend. Es gab aber auch Entscheidungen, die aus RWE-Sicht nicht

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Das Streben nach (Glück) drei Punkten.

Teil 1: Als ich heute aus dem Pott nach Hause kam, hat mich meine Frau nach ungefähr zwei Stunden Jubelarie verbal auf selbigen gesetzt: Wenn wir verlieren, bin ich nicht zu ertragen. Wenn wir gewinnen allerdings auch nicht, auch wenn auf etwas andere Art. Wir haben uns daheim einfach auf Unentschieden geeinigt, da geht das schließlich ohne große Konsequenzen. In

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