Monatsarchive: Juni 2013

Nun Pacht mal hinne da!

Gibt man in Langley, beim Secret Intelligence Service oder zur Not bei handelsüblichen Suchmaschinen die Begriffe „RWE – Stadion – Pacht“ ein, so ist der erste Treffer auf den 5. Januar 2012 datiert. Schon da waren sich Stadt und Verein uneins über den Pachtvertrag, dessen Inhalte und seine Zahlen.

Was natürlich stutzig macht: Wir schreiben nun den 25.Juni 2013, eine ganze Saison im neuen Stadion Essen liegt hinter uns. Wie gestaltet sich denn so ein Jahr vertragslos zwischen zwei Parteien ? Oder geht es nun wirklich in letzter Instanz  darum, wer nun den Nagel in die Wand schlagen darf, und wer nicht? Dann kann hier vielleicht eine Tatsache beruhigen, die so sicher ist wie das Prost beim Pils: Das Stadion Essen wird vielleicht in 70 Jahren abgerissen, weil nicht mehr den Anforderungen entsprechend! [Direkt nebenan auf dem Parkplatz wird während des laufenden Spielbetriebes daher das #Stadionessen2 gebaut]

Den RWE aber, den wird es ewig geben. Will sagen: Ein Verein ist nicht nur größer als seine Spieler, sondern auch größer als sein Stadion. Wir wissen alle, wie oft die Stadt für Pleiten, Pech und Pannen des RWE geradestehen durfte oder musste. Wohl eher letzteres! Aber, das muss nun auch mal ein Ende haben. Allein Rot Weiss Essen ist in der Lage, dieses Stadion adäquat zu nutzen, seine Kapazitäten auszuschöpfen und über die Stadtgrenze hinweg bekannt zu machen. Von daher ist es ausgemachter Humbug, das über Bilder an den Wänden überhaupt diskutiert werden muss.

Wenn wir in dem Stadion Essen nun in Zukunft Sportgeschichte schreiben wollen, geht das in erster Linie nur über den RWE. Wie eben in der Vergangenheit auch. Meine Güte, hier könnte man ja glatt den Hoeneß machen: Ja wen wünschen sich denn die Fußballfans in Umfragen in den Profifußball zurück ? Ja wer steht denn in der Zuschauertabelle über einigen Zweitligisten ? Und warum habe ich Steuergesetze nötig ? Gut, das tut jetzt hier nichts zur Sache, aber unter dem Strich bleibt folgendes festzuhalten: Lasst den Verein mal machen.

Nur gebt uns Fans die großen und kleinen Erinnerungen, die wir brauchen, um uns jetzt so richtig heimisch einzurichten. Wir wohnen doch nun da! Es wird doch möglich sein, einen Pachtvertrag so zu verifizieren, dass unter dem Strich eine Win-Win-Situation herauskommt. Dann können wir auch endlich wieder auf den Spielern herumhacken, wenn diese dann nicht unsere Wünsche erfüllen.

Davon abgesehen haben hier viele Menschen einen tollen Job gemacht, um das neue Stadion zu realisieren. Haben viele Menschen einen tollen Job gemacht, um unseren Verein am Leben zu erhalten und dahin zu bringen, wie ihn die letzte Jahreshauptversammlung eindrucksvoll und mit schwarzen Zahlen präsentiert hat. So hat die GVE  mit Engelsgeduld immer wieder unsere Fragen beantwortet, Fototermine ermöglicht und sich auch der Kritik gestellt. Danke!

So hat sich der Verein endlich seiner Basis besinnt und sich bisweilen konträr zur öffentlichen Meinung in Sachen Fans aufgestellt, die Wertigkeit der Seele eines Vereines aufpoliert. Das der Lippens vom alten Melches in seiner Kammer beim (beißaufdieZunge) erwischt wurde, ist Mythos. Wenn aber 12:12 ansteht, so ist das Realität und Gegenwart. Danke!

Tja, es scheint, als ob nach vielen Jahren nun eine Saison an der Hafenstraße ansteht, in welcher es nur um die jeweils 90 Minuten auf dem Platz gehen könnte. Was ein Problem für „ISDT“ werden wird: Wir hatten Stadionbauten in Nordhorn und Essen; Insolvenzen in Nordhorn und Essen; Fanmassen in, ok: Essen; Wir konnten uns über den Hickhack zwischen Verein und Stadt austoben; Dem Mythos huldigen.

Aber, was wird denn jetzt aus uns? Wir haben doch eigentlich gar keine Ahnung vom Fußball! Wir lassen uns etwas einfallen und sagen bis dahin einfach auch mal ganz herzlich: DANKE! Ach so: An den Pachtvertrag denkt Ihr, ja?

Sommersonnenwende

Es steht noch nicht genau fest, wie sich die Regionalliga West in der kommenden Saison endgültig zusammensetzen wird. Fest steht aber, dass diese Liga schon vor Anpfiff eine Wendung in der Wahrnehmung genommen hat. Gut gemacht DFB, möchte man in Richtung Frankfurter Hauptquartier rufen. Wenn denn der Meister schon nicht direkt aufsteigen darf, wir alle zunächst nicht mehr im Profifußball erwünscht sind, dann reden wir uns halt unsere eigene Liga schön. So!

Da wir schon mal dabei sind, reduzieren wir die Dritte Bundesliga ab sofort zur Strafe und formal auf den Status „Unattraktiv“. Schließlich sind wir alles gestandene Zweitligisten, gar gefühlte Bundesligisten. Auch wenn uns momentan der Pep dafür fehlt. Dass wir in unserem Überschwang das halbe Dutzend Zweitvertretungen nicht mit in die kommende „Derby-,Straßenbahn-,Traditionsliga“ einbeziehen, man mag es uns nachsehen. Ebenso unterschlagen wir in der aktuellen Euphorie natürlich auch gerne die Vereine aus Verl, Velbert, Wiedenbrück, und Lippstadt. Liebe „VWL`s“, nehmt es bitte nicht persönlich, es ist in keinster Weise despektierlich gemeint.

Oft sind es gerade die sogenannten kleinen Vereine, welche das Zünglein an der Relegationswaage spielen. Sind es eben diese Vereine, die zumeist bescheiden im Rahmen ihrer Möglichkeiten wirtschaften [wie wohltuend, dass auch unser RWE nach Jahren der Misswirtschaft nun so arbeitet und alle mitziehen], sich somit die Ligazugehörigkeit allemal verdient haben. Regionalliga, unser fußballerischer Olymp für die nächsten Monate also! Und so sehr ich mich wieder auf die neue Saison und besagte Partien freue: Diese Haltung birgt auch ein gewisses Risiko in sich: Jeder ambitionierte Verein, der nun nicht die Relegation erreichen wird [und das werden nach Adam Riese alle Vereine hinter dem Erstplatzierten sein], kann am Ende behaupten, das auch gar nicht gewollt zu haben.

Aus genannten Gründen eben! Schon aber taucht im Schlepptau das nächste Risiko auf: Es droht die Gefahr des Totschlagargumentes, welches nicht auf ewig Spielzeit für Spielzeit Sponsoren und Fans zu verkaufen sein wird. Langfristig betrachtet ist auch die Regionalliga nur eine weitere Titanic: Heute noch der König der Welt, geht man trotzdem am Ende des Films unter. Diese Schwarzmalerei sei gestattet und ist mitnichten dem eigenen Verein, sondern eher der Reformwut des DFB geschuldet. Hier würde mich mal ein klares Bekenntnis aus Frankfurt interessieren.

Fragestellung: Wie stellt sich der größte Verband der Welt im eigenen Lande die Ligenpyramide der Zukunft vor ?. In zehn Jahren zum Beispiel. Sollen die beiden ersten Ligen eine geschlossene Gesellschaft werden ? Mit der dritten Liga, bestehend aus Reserveteams zum Zwecke der Ausbildung ? Existieren darunter dann Regionalverbände, um dann ihren eigenen „Kontinentalmeister“ ausspielen zu dürfen ? Oder besteht die Möglichkeit, bei plötzlichem Reichtum die Lizenz eines finanziell angeschlagenen Vereines aus dem „Closed Shop“ zu übernehmen ?

Könnte ja mal passieren, daß Kunden merken, immer noch keine Flügel zu haben und aus Enttäuschung nicht mehr das entsprechende Getränk kaufen.  Stauder hingegen wird zufällig weltweit das neue Best Brand, verleiht alles mögliche und bekommt demnach die Lizenz. Der neue Verein Stauder Essen, formerly known as RWE, tauscht also die Liga. Infrastruktur passt ja, Klatschpappen werden gestellt und die Spieler übernimmt man halt aus dem abgebenden Verein.

Wenn das also nun das langfristige Ziel des DFB sein sollte [alles nur gesponnen], ja dann wird die Regionalliga auf ewig unsere eigene sportliche Erfüllung bleiben. Da es aber noch nicht so weit gekommen ist, möchte ich eines Tages weiter mit dem RWE aufsteigen. Wenn möglich ohne Relegation, sondern als Meister der eigenen Liga. Der hat es sich nämlich am Ende einer Saison verdient.

Auf den möglichen Aufsteiger warten, Stand der Dinge heute, Vereine wie Hansa Rostock, VfL Osnabrück, der 1.FC Saarbrücken, die Preußen aus Münster, die Lilien, der HFC und die namensgleichen aus Erfurt. Möglicherweise dann der MSV, vielleicht sogar Schalke. [Gut, dafür bedürfte es einen doppelten Abstieg derer aus GE, und warten wir zeitgleich natürlich mit einem Aufstieg. Oder, hier hilft ein Lizenzentzug nach!]. Alles keine Laufkundschaft, sondern interessante Vereine mit Rivalitäten, Historien und Fanszenen. Allein der Begriff Derby stünde dann auf der Streichliste. Natürlich aber lange nicht so unattraktiv, wie wir es uns gerade einreden.

Was wollte ich nun eigentlich ? Ach ja: Heute ist Sommersonnenwende! Ab heute überkommt uns die Dunkelheit jeden Abend zwei Minuten früher. Was bedeutet: Bis zur neuen Saison ist nicht mehr weit hin. Regionalliga West. Hier will ich sein. Bis auf weiteres.

Farewell

Irgendwann nach 16.00 Uhr war es dann soweit. Der Himmel über Essen weinte, als das letzte stehende Stück des Georg Melches Stadions in die Knie gezwungen wurde. Ein langer Prozess fand seine Endgültigkeit. Rückblickend betrachtet, das Erlebte immer wieder in Wort und Bild begleitend und bei den vielen Fans des RWE verfolgt: Erstaunlich, wie sehr sich ein Stadion in die Seele eines Menschen einfügen kann.

Vielleicht bedingt durch eben diesen Verein, den Helden vergangener Tage, dem eigenen Ruf und auch der speziellen Bauweise. Sicher aber dem Umstand geschuldet, dass sich die Menschen hier heimisch gefühlt haben. „„Wo sind wir zu Hause, wo wird man uns immer hör’n… an der Hafenstraße, RWE!“ So stand es geschrieben, so wurde und wird wird es weiterhin gesungen.

Aber, es war leider auch ein Zuhause, welches keine Zukunft mehr hatte. Weichen musste und dieses heute endgültig nach vielen Jahren der Possen und Skandale tat. Das aber mit Stolz, zudem ein Erbe hinterlassend, welches sich nun nebenan in die Stadionlandschaft, vor allem aber in die Seelen der RWE Fans „spielen“ möchte. Was auch an uns und der Mannschaft liegt.

Zeigen wir uns von heute an dem Georg Melches Stadion und den Visionen seines Namensgebers würdig. Sind weiter an der Hafenstraße 97a. Bleiben Rot Weiss Essen.

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Wir haben gehört von jemanden, der jemanden kennt, dessen Nachbarin mit dem Cousin bekannt ist.

Die Sommerpause! Eine Zeit, in welcher Spekulation die Tabelle ersetzt. Potentielle Neuzugänge höher gehandelt werden als manch Aktie. Die Frage nach dem neuen Trikot und dessen Design wichtiger ist als manch Dessous der oder des Liebsten.

Eine Zeit, in der auch mit Spannung auf die neue Preispolitik bezüglich der Dauerkarten und Tageskarten gewartet wird. Es geht um Sponsoren, Testspiele, Eröffnungsspiele und den ganzen anderen Rest, welcher mit Saisonbeginn dann wieder weitestgehend ausgeblendet wird. Während einer laufenden Saison sind in den Foren zumeist die Themen rund um das aktuelle Spiel gut besucht. In der Sommerpause hingegen, noch dazu mit der neu zu erobernden alten West, blüht ein Forum erst so richtig auf.

Speziell die Themen rund um die Neuzugänge erwecken bisweilen den Anschein konspirativer Treffen, welchen bisweilen dekonspirativ begegnet wird. Vortrefflich lässt sich nun die Vita des neu verpflichteten Spielers herunterbeten. Mit Argwohn beäugt, kommt er auch noch von einem der vielen, uns nicht wohlgesinnten Vereine. Zudem bieten neuerdings die entsprechenden Datenbanken im Internet reichlich Gelegenheit, den neuen Spieler schon vorab mit einer subjektiven Einschätzung zu belegen.

Da reiht sich dann schon mal Zitatschlange an Zitatschlange, bis letztendlich keiner mehr weiß, worum es nun eigentlich ging. Das ist bisweilen informativ, manchmal amüsant, kann aber auch zu Vorverurteilungen führen, die der Mannschaft und letztlich dem Verein nicht dienlich sind. Es ist doch so: Die Qualität der Spieler und der neuen Mannschaft kann ich nicht vorab bewerten. Hier hilft mir nur die Erkenntnis dieser Tage, dass Fußballer auch nur Menschen sind, nicht mehr für den Verein und Ideale spielen. Sondern für sich, womöglich als Ernährer, sicher aber für das eigene sportliche Vorankommen. Oh, und für Geld.

Meinetwegen muß sich keiner mehr nach einem Tor im Überschwang das Emblem vom Trikot klopfen. Im Interview zur Verpflichtung von fantastischen Fans, dem Stadion, der Tradition usw. reden. Es geht um Geld. Punkt! Um nichts anderes. Leider! Was aber nun wirklich zählt ist, dass der Neuzugang weiß, wer ihn bezahlt. Dass er für seinen Arbeitgeber auf dem Platz alles zu geben hat. Das aber kann ich eben erst nach einigen Spielen beurteilen.

Mich herrlich aufregen und diskutieren hingegen kann ich im Vorfeld aber über Fakten, die dann auch wirklich solche sind. Als da wären dann in vorderster Front Kartenpreise sowie das Trikot zur neuen Saison. Speziell in Sachen Trikot warten wir sicher alle schon seit Jahren auf einen sogenannten „Blockbuster“. Dabei wäre die Lösung doch so einfach. Demgegenüber stehen natürlich bestehende Verträge und sicher auch, wie überraschend: Geld!

In dieser Sommerpause kommt zusätzlich weiterhin noch das Thema neues Stadion mit auf den Tisch des Hauses. Während das Georg Melches Stadion der Realität Tag für Tag weiter entschwindet, bekommt die neue alte West gerade ein Gesicht, welches die Frage aufwirft, ob das Stadion Essen eine Stehtribüne bekommt, oder eine Leistungsschau der Wellenbrecher.

Recht martialisch kommt die neue Heimat aller stehfreudigen Fans bislang daher. Kann der Zaun noch schön beflaggt werden, so ist die Anzahl der Wellenbrecher auf den ersten Webcam Blick bedenklich. Ist das schon die Norm oder noch normal ? Man weiß es nicht. Vielleicht bekommt ja auch jeder Fan seine eigene Ablage.

Und was war sonst noch so ? Fußball war und ist immer noch. Man kommt ja überhaupt nicht zur Ruhe. Wird doch fast noch mehr Fußball frei empfänglich übertragen als während einer Saison. Und, was ist denn nun mit Lewandowski, wechselt er nun zu RWE oder nicht ?

Meinungsmache

So ein Saisonende darf nicht unkommentiert bleiben. Schließlich gibt es doch im Vorfeld auch eine Vorgabe, die es nach Möglichkeit auf dem Spielfeld an 38 Arbeitstagen zu erreichen gilt. Einige Vereine möchten aufsteigen, andere nicht absteigen. Manche möchten sich verbessern, andere sich konsolidieren.

Der ein oder andere Verein wiederum möchte eine neue Mannschaft aufbauen, andere suchen andauernd neue Trainer oder Streit. Der RWE also wollte sich sportlich verbessern sowie wirtschaftlich weiter konsolidieren. Das hat geklappt. Nicht eingeplant, eher überraschend, kam dann die  zwischenzeitliche Tuchfühlung an die Relegation. Direkt mal die Herzen der RWE Fans bis in Reichweite Dritte Liga schlagen lassend.

Ja, so sind wir: Man reiche uns den kleinen sportlichen Finger und wir nehmen direkt die große Aufstiegspranke. Wird diese dann ausgeschlagen, ist zunächst einmal auch der kleine Finger nichts mehr wert und alles doof. Schmollen brachte aber auch nichts, selbst der Pott vom Niederrhein wurde anderen überlassen. Für einige Tage und Wochen blieb nur die Erkenntnis, dass wir alle eines Tages sterben werden.

Dann aber mit Spaß dabei, dachten sich einige, zogen sich an den eigenen Haaren aus der schlechten Stimmung und feierten in den letzten beiden Spielen diesen einzigartigen Verein. Den Nachwuchs und sich selbst. Den Pokalsieg und das GMS. Da aber eine Meinung rund um den Fußball niemals ausreicht, haben wir uns mal umgehört und um ein Fazit in höchstens zwei Sätzen gebeten:

„Sitzplätze sind nichts für RWE. Nur der RWE.“

„Gute Saison und ständig nörgelnde Vollidioten mit völlig überzogenen Erwartungen.“

„Durch die nur vorhandenen Sitzplätze im Stadion ging nicht nur der Mannschaft am Ende der Saison die Luft aus…“

„Achterbahnfahrt der Leistungskurven. Dennoch stolz auf die Mannschaft.“

„RWE findet neue Heimat an alter Stelle. Sportlich: gut, aber es war mehr drin!“

„Eine Saison zwischen hui und pfui!“

„Trotz des Scheiterns im Niederrheinpokal vor drei Tribünen weckt die grundsolide Saison einer jungen Mannschaft Hoffnung auf einen sportlichen und wirtschaftlichen Triumph vor vier Tribünen.“

„Gute Leistung in der Hinrunde, sehr viel Luft nach Oben hinten raus. Fazit: Ausgegebenes Saisonziel übertroffen trotz mäßiger Leistung zum Ende hin.“

„Der Saisonstart war durch eine Siegesserie von Vik. Köln geprägt, das Saisonende prägte die Dominanz der SF Lotte, dazwischen aber haben wir geträumt und gehofft, gebangt und geglaubt – und das macht Fußball in Essen aus!“

„Scheiße, dass ich diese Saison wenig Zeit hatte, um ins Stadion zu kommen. Ich liebe dich RWE!“

„Wir haben Platz 4 erreicht, und drüber freue ich mich und bin stolz auf unsere Jungs L.g“

„Eine sehr durchwachsene Saison mit viele Höhepunkten und Ambitionen, aber am Ende auch mit vielen Tiefschlägen. Doch trotzdem hat die Saison uns weitergebracht und macht Bock auf die Nächste!“

„Ich sah das Stadion fallen mit Trennungsschmerz, das Neue wuchs imposant – ich schloß es in mein Herz/ Wir werden euch auch weiterhin zu Füßen liegen – lieber RWE – ihr müsst jetzt nur noch eines ….. siegen !“

„Eine klare Steigerung gegenüber der Saison 2011/12 jedoch mit Schwankungen in der Konstanz, den vermeintlich Großen oftmals ein Bein gestellt. Lange war der erste Platz im Bereich des möglichen, am Ende ging dann die Luft aus!“

„Es gab nach den Spielen mal mehr, mal weniger Kopfschmerzen. Getrunken und gelacht wurde immer.“

„Erst Top und dann Flop sowohl auf, als auch auf neben dem Platz. Gottseidank haben die echten Fans die Saison in Lotte gerettet, Glück auf RWE!“

„Ehrlich,unglücklich und doch mit manchen Highlights. Die „neue Bude“ ist noch kein Mythos, doch trotzdem haben die RWE Fans 1.Liga Potential.“

„Positiv: Geiles Stadion – gute Stimmung! Die beiden Siege gegen Viktoria Köln – für mich war das Hinspiel die beste Saisonleistung
Negativ war der Schlendrian in der Truppe. Finale Pokal war zu 100% drin und evtl. auch die Relegation zur dritten Liga. Die verschossenen Elfer – Leistung gegen Kray = Katastrophe“

„Davor – Danach Abschied“ (Bezugnehmend auf das GMS)

„Unter dem Strich eine erfolgreiche Saison, die mir aber auch als emotionale Achterbahnfahrt in Erinnerung bleiben wird. Nur der RWE!“

„Die Saison hat trotz der schlechten Ergebnisse am Schluss insgesamt die Erwartungen übertroffen. Einziges, extrem ärgerliches Ereignis war die Niederlage im Pokal gegen HöNie!“

„Erstklassiger Verein, viertklassige Mannschaft.“

„Vorgabe besser als Platz Acht und Zieleinlauf auf Platz 4 = äußerst zufriedenstellend! Versprochen ist versprochen und wurde nicht gebrochen!“

„Diese Saison 2012/13 war für mich wie jede der letzten 10 Saisons, die ich bei meinem RWE erleben durfte, sie war etwas Besonderes. Ich merke jede Jahr aufs Neue, dass der RWE einfach einzigartig ist, die Spiele im Stadion zu erleben, die Atmosphäre, die Fans, einfach alles und selbst wenn es mal nicht gut läuft, stehen wir Fans hinter unserem Verein, auch aus 300km Entfernung !!!  ROT und WEISS ein Leben lang !! Gruß aus Darmstadt“

Soweit einige Zusendungen, für die wir uns ganz herzlich bedanken. Der Verein und unser Trainer werden daraus ihre Rückschlüsse ziehen. Und unter dem Strich bleibt natürlich folgende Erkenntnis: Nur der RWE!

Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Trainer zur Saisonzeit

Die Kicker Sonderhefte dürften sich auf diversen Dachböden stapeln, die hirninterne Datenbank kann die Platzierung der letzten dreißig Jahre sicher in alle Richtungen fehlerfrei wiedergeben. Im Sommer des letzten Jahres erst wurde eine Europameisterschaft gespielt.

Man sollte also meinen, sowohl der Fußball als auch wir Fans hätten alles gesehen. Doch dann kam die Saison 2012/2013. Und irgendwie war alles anders. Dabei fing es eigentlich ganz langsam an. Die erste Hauptrunde im DFB Pokal brachte jetzt nicht wirklich große Überraschungen, dem RWE aber sein erstes richtig großes Spiel in der neuen Bude. Inklusive Lob der Auswärtsfans, mal so richtig laut gewesen zu sein. Es blieb hier bei der ersten Runde, der Fußball begann uns aber  in den Griff zu bekommen, wie selten zuvor.

Die zumeist übertriebene Berichterstattung zur Wahrung des Weltfriedens und zur Rettung der Wunderkerze geriet dabei dankenswerterweise fast in den Hintergrund. Der Ball war es, welcher sich in den Vordergrund dribbelte. Wurde zudem mit ihm gespielt, wie vielleicht noch nie zuvor. Leidenschaft, blindes Spielverständnis, Derbys, Endspiele, Relegationen und,und,und. Der Fußball war auf dermaßen vielen Ebenen present, da wurden sogar eigenmächtige Steuervergünstigungen zur Prime Time. Natürlich war nicht von Talibanen des Fußballs die Rede, ging es eher in Richtung Gentlemen`s Agreement.

Der Ball rollte derweil weiter, ließ sich dabei auch nicht von Kabel 1 und dem aktuellen sportstudio aufhalten. Generierte stets eine Vorfreude auf das nächste Spiel. Sei es live und vor Ort an der Hafenstraße oder am heimischen Empfangsgerät. Die sozialen Medien trugen ihr Übriges dazu bei, den Fußball ja nicht zu vergessen. Peter Neururer betrat wieder das Feld und verwandelte auf Anhieb die staubige Sahara in ein Blumenmeer.

Nun aber scheint er sich für einige Wochen wirklich zurückzuziehen, der Fußball. Und das mit Fug und Recht! Vielleicht den Wermutstropfen in Form von Red Bull Leipzig hinterlassend. Oder aber der TSG Hoffenheim, die sich ebenfalls dem Wunsch der meisten Fans widersetzte und nicht abstieg. Ist wohl doch noch wichtiger auf dem Platz, als den jeweiligen Wunschkonzerten der Fans zu folgen. Diese hatten natürlich wie eh und je damit zu tun, Trainer und Spieler in Frage zu stellen. Fokussierten sich die Spekulationen dieser Saison jedoch auf weniger Protagonisten. Dafür aber so intensiv wie nie zuvor.

Denken wir allein an Robert Lewandowski und Pep Guardiola. Zurück bleiben aber auch Fragen: Warum durfte Thomas Schaaf die Saison nicht ordentlich beenden oder warum sollte Jupp Heynckes nun überhaupt gehen ? Und doch traten all diese Diskussionen wieder in den Hintergrund, gab es ein weiteres dramatisches Fußballspiel irgendwo zu bestaunen.

Natürlich, es gab auch ganz viele schlechte Spiele. Das es überhaupt Relegationen geben muss. Und warum darf ein so innovatives und engagiertes Fußballradio wie 90elf nicht weiter senden und uns mit Leidenschaft erfreuen ? Diese Saison bleibt richtig in den Trikots hängen. Und noch weiß keiner so genau, wie die neuen Ligen letztendlich aussehen werden.  Fußball bleibt also spannend und Red Bull uns weiterhin Brause.