Flattermänner

oder Frauen. Das hängt davon ab, welches Geschlecht jenes Auto fährt, bei dem in freudiger Erwartung auf die EM das Fähnlein der Wahl flattert. Die WM hat uns ja endlich einen unverkrampften Umgang mit der eigenen Farbpalette beschert, nur kam das für die Industrie so überraschend, so dass vor zwei Jahren oft noch Muttis Nähmaschine herhalten musste. Das sollte in diesem Jahr nicht passieren, und so wurden wir in den letzten Wochen mit Fanartikeln geradezu überschüttet. Darunter so bescheuerte Kreationen wie ein 6er Pack hartgekochter Eier in Fußballoptik. Da wird dem Osterhasen übel. Auf jeden Fall hat es momentan den Anschein, als ob die Euphorie sehr langsam auf Touren kommt, und vor allem das Angebot dieses Jahr die Nachfrage übertrifft. Oder aber, viele autofahrende Fußballfans haben gelesen, dass eine Autofahne den Spritverbrauch bis zu einem Liter auf hundert Kilometer steigen lässt. Das Flattern im Wind erhöht den Spritpreis geschwindt. Vielleicht aber wird so die Debatte um den drohenden Absturz der Mittelschicht deutlich sichtbar: Die sparenden fahren „oben ohne“ und die „Upperclass“ fährt teilweise mit bis zu vier Fahnen vor, flankiert von einer Kordel an der Antenne. Nur, manchmal entsprechen die darunter fahrenden Karosserien nicht mehr den aktuellen TÜV Richtlinien.

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