Hopp Schwiiz…… die Niederländer

Auf der Hinfahrt hatte ich ja mit ihnen gerechnet, dass uns die Niederländer, respektive Holländer, aber gestern auf der Rückfahrt auf Schritt und Tritt begleiten, damit hätte ich nicht gerechnet. Unglaubliche Massen an orangenen Absurditäten wälzten sich genau wie wir gestern die 850 Kilometer gen Heimat. Und auch während der Woche waren sie überall und nirgends zu finden. Und vor allem zu hören: Und so richtig laut wurde es zum Beispiel immer dann, wenn eine Gruppe bierseliger Oranjes irgendetwas anderes in Orange entdeckte: „Ole,oleoleole, Holland,Hollaaaaaand“. Das es sich bei der Spezies kaum um Fußballfans traditioneller Prägung inklusive Fachwissen handelt, weiß auch der niederländische Rechtsanwalt van der Meche zu berichten, der die Fanszene sowohl auf Clubebene als auch die der „Elftal“ seit Jahren beobachtet: Für den Supporter der „Elftal“ ist Fußball im Prinzip Nebensache: Wichtig ist die Party, eine möglichst lächerliche Verkleidung und die Hoffnung auf eine TV Kamera. Das erklärt auch, warum die Oranjes im Stadion oftmals eher ruhig sind, denn die Party findet draussen statt. Diese karnevaleske Form des Fandaseins alle zwei Jahre hat sich vielleicht zum einen aus dem Individualismus der Niederländer entwickelt, leider aber auch aus der tiefen Abneigung der Fans auf Clubebene untereinander, die lieber wegbleiben, als bei einem Länderspiel nebeneinander zu sitzen.

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