Klingt unglaublich, ist aber so

Diese bedeutungsschwangeren Worte sprach uns ein RWE Fan beim Abmarsch der „Geächteten“ in das Auto. Seine Kopfschmerzen möchte ich heute morgen nicht teilen. Und dafür hat er wahrscheinlich noch nicht einmal etwas vom Spiel gesehen.
Das widerum hängt mit den meisten Metern laufenden Zaunes zusammen, die ich jeh gesehen habe, dem Benehmen einiger weniger, der Eskalationsstrategie der Polizei, und auch dem Spiel der Angestellten des RWE. Diese sorgten durch ihre Mischung aus Unvermögen und Pech für das 0:0 Endergebnis in Cloppenburg. Die erste Halbzeit war schlichtweg unterirdisch, zudem verstehe ich nicht, wie der „20ziger“ des BVC eine Halbzeit lang vor der Trainerbank ungedeckt rauf und runter rennen darf, ohne das die RWE Bank da mal regulierend eingreift.
Das aber nur ein Beispiel für die Qualität, denn trotzdem haben sich alle Spieler nach besten Kräften bemüht. In der 2. Halbzeit machte der RWE dann endlich Druck und nahm auch weitestgehend das berühmte Heft in die Füsse. Die Folge daraus waren zweimal Aluminium und gleich viermal rettete ein Feldspieler des BVC auf der Linie für den schon geschlagenen Torhüter. Natürlich hatte auch der BVC Chancen, aber nicht so zwingend. Das Spiel hätte der RWE gewinnen müssen. Somit bejubelten die Cloppenburger nach Spielende einen Punkt, als hätten sie gerade den Aufstieg geschafft. Das zum sportlichen.
Viel mehr aber haben mich die äusseren Umstände dieses Spiels geärgert. Wenn das die Vorgaben des DFB sind, aberhunderte Meter von Metallzaun um einen Sportplatz (Denn nichts anderes ist die „Arena“ in Cloppenburg) so anzulegen, damit es an mancher Stelle eine Mischung aus Irrgarten und Käfig ergibt, dann hat die Stadt Cloppenburg die Vorgaben in Reinkultur umgesetzt.
Gut, dass wir Karten für den „Versehrtenblock“ auf der Tribüne hatten, denn sonst wäre ich auf der Stelle umgekehrt. Um zu verstehen, was ich meine, empfehle ich einen Blick auf die jawattdenn Bilder zum Geschehen. Und dann war da noch der „Gästeblock“. Wie in aller Welt, sollten dort alle RWE Fans hineinpassen? Viele haben sich nicht nur deshalb entschlossen, dem Spiel nicht beizuwohnen, sondern unter scharfer Bewachung umgeben von Zaun und grimmigen Ordnern eine Art Bierstandsupport hinzulegen.
Müssig zu erwähnen, dass im angrenzenden Block auf der Gegengerade noch reichlich Platz gewesen wäre. Ich kann diesen Wahsninn nicht mehr nachvollziehen. Wenn ich weiß, das ein Verein mit grosser Anhängerschaft kommt, dann muß ich auch mal situativ reagieren. So hätte den RWE Fans die gegenüberliegende Seite mit dem Wall zugeteilt werden sollen.
Natürlich entschuldigt diese Käfighaltung nicht das Verhalten einzelner. Aber, es wird wohl so weitergehen, bis es eines Tages wirklich zu einer Eskalation kommt und dann die Wogen inklusive Schuldzuweisungen hochschlagen. Warum geht es nicht überall so entspannt zu wie in Lotte? Einfach mal darüber nachdenken.
Zum Schluß noch mal kurz zurück zu dem anfangs zitierten Fan: ich hoffe, er ist mit Hilfe seiner Freundin gut zu Hause angekommen, dass da ist in: Nordhorn. Klingt unglaublich, ist aber so.

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