Monatsarchive: Juni 2015

Diametral abkippender Sechser.

Zu Beginn möchte ich dem neuen Ehrenmitglied bei Rot-Weiss Essen, Otto Rehhagel, für die heutige Überschrift danken. Diese Begrifflichkeit erwähnte Herr Rehhagel im Zuge seiner Rede anlässlich besagter Beförderung. Herr Rehhagel ist eine Type im Fußball; und wenn man ihn heutzutage ab und an auf der Tribüne an der Hafenstraße erlebt, so zeigt er dort immer noch mehr Emotionen, als Dr. Uwe Harttgen Gesichtsausdrücke hat. Ein Fußballer durch und durch.

Trotzdem bin ich zugleich auch etwas froh, dass der Fußballlehrer Rehhagel auf der Tribüne und nicht mehr am Spielfeldrand sitzt. Also bei RWE jetzt. Weil, da sitzt ja nun ein neuer Trainer. Der Jungspund Jan Siewert. Gerade erst zum Mann gereift. So der erste Tenor im Plenum Forum. Nun sind einige Tage seit Amtsantritt vergangen und man wird das Gefühl nicht los, als ob an der Hafenstraße einmal kräftig durchgelüftet wurde. Auf der Jahreshauptversammlung herrschte dagegen ein emotional erstaunlich laues Lüftchen. Es gab von den Mitgliedern also keine Generalabrechnung bezüglich der Norddeutschen, ausser vielleicht in punkto Entlastung. Das deren Herkunft übrigens nicht der Grund für die vergangenen Saison war: Eines Tages wird man es verstehen.

Nun also der Rheinland-Pfälzer aus Mayen. Und mit im Gepäck auch der neue Sportdirektor Andreas Winkler. Im Verein jedoch bestens bekannt. Nicht aus Funk und Fernsehen, sondern diversen Funktionen. Und dieses schon seit über zwölf Jahren. Es ist also davon auszugehen, dass Andreas Winkler weiss, wie die Hafenstraße tickt. Sein Geburtsort war leider nicht zu eruieren, so dass wir noch nicht wissen, welchen Teil der Republik wir dann beschimpfen, sollte die Saison nicht erfolgreich verlaufen. Glaubt man aber den Trainingskiebitzen dieser Tage; hat zudem die ersten Auftritte von Jan Siewert und Andreas Winkler mitverfolgt, so kann es in der kommenden Saison etwas werden mit der Vision Hafenstraßenfußball. Was nicht zwingend die Relegation bedeutet.

Der frische Wind bringt nun aber so viel Wirbel mit sich, so dass aus uns aus der Vorstandsetage von jawattdenn.de folgende sms erreichte:

Puh. Erstes Testspiel gewonnen. Die Trainingskiebitze sind begeistert von den Einheiten. Alle scheinen Spaß zu haben. Holt mal jemand den Fascher zurück, damit mal auf die Euphoriebremse getreten wird.

Wir sind scheinbar so negativ konditioniert, so dass wir bei Spaß an alles denken, aber nicht an unseren RWE. Wir wissen nicht mal, ob unser neuer Trainer nun mit oder ohne diametral abkippenden Sechser spielen lässt. Was ist das überhaupt für ein Gedöns?. Vielleicht aber musste die vergangene Saison einfach sein um nun endgültig ganz von vorne anzufangen. So sollten wir es auch angehen. Ganz von vorn, in Fachkreisen auch 1.Spieltag genannt. Sollten gemeinsam Essen, gemeinsam anfeuern und manchmal auch einsam leiden.

Die vergangen Tage haben deutlich gezeigt. dass die einzige Meisterschaft für unseren Verein immer noch die Nabelschnur bedeutet, welche ihn mit der öffentlichen Wahrnehmung verbindet. Doch sie wird schwach und schwächer, je länger wir in den Niederungen der Ligenpyramide  als Smoothie oder Trinkwasser darben, anstatt einige Etagen höher endlich wieder Fleisch und Fisch zu sein. Um einmal die Ernährungspyramide zu zitieren. Saison Acht nach „Lübeck“. Es nützt ja nix, ich freue mich drauf. In diesem Sinne: Nur der RWE!

Front of Stage

Der bajuwarische Verbandsfürst und DFB-Vize in Personalunion hat eine Idee: Er möchte die Regionalliga durch eine weitere Reform nicht reformieren, sondern augenscheinlich verschlimmbessern. Besser nicht weiter darüber nachdenken, ist wirklich schlimm. Daher hier an dieser Stelle auch keine weiteren Ausführungen zu dieser sportlichen Antithese namens Regionalliga. Man stelle sich einmal vor, der FC Schalke wird endlich wieder Meister, also der zweiten Liga…und darf nicht aufsteigen.

Wie dem auch sei: Es drohen also noch mehr Aufstiegsspiele. Noch mehr zerplatzte Träume, inklusive noch mehr negativer Emotionen, die sicher auch manch Stadionzaun nicht gut tun. Und da kontern wir nun mit einer eigenen Idee, um wenigstens auf den Rängen die Schärfe aus dem Spiel zu nehmen: Fans aller, zu den Aufstiegsspielen gezwungenen, Vereine bekommen für die Spiele einen eigenen kleinen „Front of Stage“ Bereich rund um ein Fluchttor der jeweiligen Tribüne eingerichtet.

Platzsturmwillige melden sich dafür im Vorfeld beim Verein ihres Vertrauens, um in diesen besonderen Bereich zu gelangen. Natürlich sind die Karten etwas teurer, aber dafür ist man auch nahe dran am Geschehen. Mit dem Erwerb einer solchen Karte bekommt der Fan nicht nur das Recht auf einen Platzsturm, sondern auch eine Sturmmaske in den Vereinsfarben überreicht. Nach Spielende kann der Platzsturmwillige zusätzlich ein Foto mit mit einer Actionszene seiner Wahl beim Ordnungsdienst abholen. Für nur 20€ mehr können zusätzlich Grüße oder Wünsche benannt werden, die von Steffen Simon während der Übertragung öffentlich vorgelesen werden.

Nun zur Praxis: In der 75. Minute wird der Ordnungsdienst das Fluchttor öffnen, und die Front of Stage Besucher des zurückliegenden Vereins dürfen auf den Platz. Zeitgleich wird das Spiel geordnet und vom DFB genehmigt unterbrochen. Die Platzsturmwilligen können sich nun  vor dem Tor „knubbeln“, oder auf dem Platz Spielerautogramme abholen. Sie dürfen Richtung Fanblock gegnerische Mannschaft rennen, einmal kurz winken oder fangen spielen mit Laiendarstellern in Uniform. Nach exakt 15 Minuten geht es wieder zurück in den Front of Stage Bereich. Das Spiel wird wieder angepfiffen und kann somit völlig geordnet über die Bühne gebracht werden. Eine Win-win-Strategie für alle Beteiligten also. Hysterie fehl am Platz, keine Sach- und Personenschäden, keine negative Presse.

Das nun trotzdem einer der beteiligten Vereine als Verlierer aus dieser Relegation hervorgehen wird: Das ist und bleibt der eigentliche Skandal. Nicht nur die frei drehenden Emotionen derer, die sich ein weiteres Jahr um sämtliche Hoffnungen und Mühen auf und neben dem Feld betrogen sehen! Lieber DFB, natürlich ist diese „Front of Stage“ Idee total bescheuert. Aber dieses Konstrukt namens Regionalliga und deren Aufstiegsmodalität, das ist aktuell noch bescheuerter.

Nachwuchs.

Da alles, was mit Rot-Weiss Essen zu tun hat, weitestgehend nicht entsorgt wird, fiel mir gestern die 11Freunde Ausgabe #159 in die Hand. Es war die Februar Ausgabe: Die Gemeinschaftspraxis RWE unserer Doktoren war ein Thema der Ausgabe. Der Aufmacher lautete „Am Ende kriegen wir doch wieder auf die Fresse“. Wie wahr, wie wahr. Es gab ordentlich davon. Verbaler Natur zum Glück.

Vier Monate später: Die Gemeinschaftspraxis ist Geschichte; es lebe die Professur. Marc Fascher bekam ein „big dislike“, der Hermesbote  zog von dannen und manch anderer Richtung Kanal. Füße scharren war angesagt. Trainerlos unserer Verein. Auch nicht wieder wirklich gut. Den Trainer aus dem Amt schreiben- oder pöbeln ist das Eine. Aber gänzlich ohne dazustehen ist jetzt auch nicht wirklich gut. Es fehlt der Schuldige. Der Zukünftige natürlich.

Doch dann machte es die Runde: Der Verein Rot-Weiss Essen hat einen Übungsleiter, besser bekannt als Trainer. Und seine Bekanntgabe hat etwas von einer Geburt. Kaum ist Name und Geschlecht bekannt, geht das Theater los: Zu jung, zu runzlig, noch Babypuder. Ein Junge, kein Mann. Wer sind seine Eltern? Der DFB? Ach Du Kacke… usw. Liebe Leute, es hätte auch Ernst Middendorp werden können. Und dann? Wir hätten auch Jürgen Mourinho bekommen können, und es gäbe selbst daran etwas auszusetzen.

Neue Spieler werden auch präsentiert. Natürlich nicht ohne deren abgebende Foren zu sezieren. Wir wollen doch wissen, welch Lusche wir bekommen. Cebio ist auch noch da. Mal wieder Neuzugang. Und die Schwester von Sascha Mölders hat auch geheiratet. Es wird also einmal mehr alles gut in Essen. Ob dann konkret auch an der Hafenstraße, das werden wir sehen. Auf dem Rasen als auch in der Westkurve. Denkt bitte daran, unter dem Strich zählt nur unser aller gemeinsamer Nenner: Zählt nur der der RWE. Herzlich willkommen Jan Siewert, bring uns die Freude am Fußball zurück.

Die Pokal-Auslosung, die auf einen Hügel stieg und von einem Berg herunterkam.

Für einen Verein aus den Niederungen des Fußballs bedeutet die Auslosung zur ersten Pokalhauptrunde entweder der allererste Auftritt auf die Showbühne Aufmerksamkeit, oder die Rückkehr für mindestens neunzig Minuten. Bis vor einigen Jahren waren es stets spannende Momente, in welchen in Kugeln gerührt und Begegnungen verkündet wurden.

Seit gestern Abend jedoch hat es die so herbeigesehnte Pokal-Auslosung in die „Hall of Fame“ der Fernsehpeinlichkeiten geschafft. Warum muss eigentlich jegliche Veranstaltung dieser Tage dermaßen überzogen daherkommen, als ob sie der Nabel der Welt sei? Hier sollten lediglich spannende Fußballbegegnungen ausgelost werden. Und die Spannung bezieht sich auf die Paarungen. Die Kugeln mit den Vereinen sind das Ziel. Und nicht der alberne Weg dahin.

Es ist ja nett, wenn die vernachlässigten Amateure auf diesem Wege einmal öffentlich vorgeführt werden; sich platzieren dürfen/sollen wie das ungeliebte Stiefkind, welches für kurze Zeit überraschend zur Familie gestossen ist. Und damit nicht vergessen wird, wie das ungeliebte Stiefkind noch heisst, bekommt es ein feines Namenschildchen. Sagen darf es auch mal was. Beziehungsweise etwas ungelenk auf blöde Fragen antworten.

Warum der RWE gestern Abend nicht zugegen war: Wir wissen es nicht. Aber es war gut so. Warum durften die weit gereisten Barmbeker nicht an das Mikrofon und warum wurde einigen Zwischenrufen so viel Aufmerksamkeit geschenkt? Medial natürlich direkt wieder als „Skandal“ geführt. Es gilt trefflich zu streiten über diese Rufe und deren Inhalt. Aber dann bitte auch über Klatschen auf Kommando und eine Pokal-Auslosung irgendwo zwischen Eurovision Song Contest, DSDS und Fortuna im Brennpunkt. Nun interessiert die ARD diese Kritik sicher so viel, wie den DFB die Regionalliga. Aber sollte sich einer der Programmverantwortlichen diese Auslosung noch einmal in Ruhe zu Gemüte führen, so hoffe ich auf etwas Verständnis. Verständnis dafür, dass nicht alles zur Folklore verkommt, was für uns Kultur bedeutet.

Eine Pokal-Auslosung bedarf nur wenige Dinge: Die Kugeln, einen Moderator, einen Notar und jemand, der die Kugeln zieht. Es wäre mal wieder einen Versuch wert. Übrigens wurde die Begegnung Rot-Weiss Essen gegen Fortuna Düsseldorf ausgelost. [Siehste, der Fußball gerät über die Folklore fast in den Hintergrund]. Wir dürfen also einen Zweitligisten an der Hafenstraße begrüßen. Einen alten Westrivalen. Viele Gästefans und einen Erfolg nach Elfmeterschießen, da mit Fortuna im Bunde. Das können wir ja nun besser, als die ARD eine Pokal-Auslosung.

Der Gesetzte hat seinen eigenen Pokal.

Rot-Weiss Essen hat eine ihm eigene, neue und total lässige Evolutionsstufe erreicht: Wenn Andrea Petkovic die Auslosung der ersten DFB Pokalhauptrunde vornimmt, schwankt die Hafenstraße noch zwischen Atem- und Trainerlos. Durch die Nacht zieht sich jene Auslosung nicht, gehe ich doch davon aus, dass Frau Petkovic den Moderatoren aus reiner Gewohnheit die Bälle mit den Namen schnell um die Ohren haut.

Wir kennen das; wenn auch nicht mehr regelmässig: Die Erben Walter Baresels rühren mit der Hand einmal die Schale der Kleinen um, greifen sich eine der Kugeln daraus und übergeben sie an den Moderator zur Rechten. Oder an den Notar zur Linken? Nichts genaues weiss man nicht mehr so genau. Derjenige wird auf jeden Fall  die Kugel mittig wie eine Melone teilen und unser schönes Emblem in die Kamera halten.

Dann folgen jene Sekunden, in denen keiner den Bildschirm verlassen wird, der es mit dem RWE hält. Selbst wenn kein Granufink im Hause; ausgetreten wird erst nach der zweiten Kugel. Bevor diese ominöse Kugel jedoch geöffnet und der Gegner das Licht der Welt erblickt, ist die Zeit für Gedankenspiele. Ein jeder hat seinen Wunschgegner. Traditionalisten wollen natürlich Energie Cottbus, weil das war schon immer so. Geht aber nicht, da drittklassig. Eventfans möchten sicher den FC Bayern an der Hafenstraße spielen sehen. Rot Weiße Hysterie und Autogrammjagd wäre an Rot-Weisser Heimstätte sicher. Die Handys knipsen Fotos und die Bayern den Unseren schnell das Licht aus. Als Einstieg in eine hoffentlich erfolgreiche Saison also auch eher suboptimal.

Der BVB bringt wohl den Faktor Freundschaftsspiel zuzüglich neuer Zeitrechnung Trainer mit an die Hafenstraße. Auch irgendwie nicht tauglich für einen Pokalfight, den es einige Zeit offen zu gestalten gilt. Sollte es der FC Ingolstadt sein, so werden viele argumentieren, dass der RWE als klarer Favorit gegen den Underdog in das Spiel geht. Nominell vom Namen her. Brechen wir ein solches Spiel auf Automarken herunter, wartet eine Rostlaube mit Charakter auf einen RS6 mit Vier Ringen. Und der Gästeblock bleibt trotzdem leer.

Den HSV wollen wir auch nicht, der ist traditionell erst in der Relegation dran. Eiert einen rein und ist dann doch weiter. Der FC Augsburg hätte den Vorteil, dass Sascha Mölders erst noch zu Hause Mittag essen kann und seine vier Tore aus Respekt natürlich nicht bejubeln wird. Der Vorteil auf unserer Seite könnte jedoch darin liegen, dass der FCA seinen bisher so sympathischen Trainer an einen grundsätzlich unsympathischen Verein abgeben könnte, daher etwas verunsichert auftreten dürfte.

Kommen wir doch direkt zu diesem Verein: Seit dem 13.September 1992 gab es kein Pflichtspiel der Erstvertretungen beider Nachbarn, Rivalen, den Guten und den Doofen mehr. Blenden wir zurück und erleben noch einmal die Glücksmomente, welche uns eine Mannschaft sowie Jörg Lipinski mit dem längsten Torjubel der Pokalgeschichte beschert haben; niedergeschrieben durch die Historiker von jawattdenn:

„Abschlag von Publikumsliebling Frank Kurth. Jens Lehmann, der mittlerweile bis zur Mittellinie aufgerückt war, versuchte den Ball zu stoppen, jener sprang ihm jedoch vom Fuß und Jörg Lipinski nutzte die Gunst der Stunde und sicherte sich damit wohl einen Moment, der ihn in den Herzen der meisten Essen-Fans wohl auf ewig unsterblich machen würde. Er legte sich den Ball weit in die verwaiste gegnerische Hälfte vor und stürmte Richtung leeres Tor, währenddessen rastete die Nordtribüne komplett aus. Damit nicht genug, an der Torlinie angekommen, tanzte er solo zum Jubel der Fans, verzögerte den Torschuss um ganze 7 Sekunden, bevor er die Massen endlich zur kompletten Ekstase einlud und den Ball locker einschob“

Natürlich hofft ganz Essen auf Schalke wie Billy Bright in The Football Factory auf Millwall gegen Chelsea. Ich nicht. Ich möchte das nicht. Nicht in der ersten Runde. Was rein rationelle Gründe hat. Gegen Blau dreht Rot doch völlig frei und vermag der mögliche One Night Stand die Sinne für die komplizierte Dauerbeziehung Regionalliga vernebeln. Ist aber eigentlich auch völlig egal. Wird es Schalke, wird es gut. Was könnte sonst noch von Bedeutung sein? Gegen die Eintracht aus Frankfurt gilt es noch die Renovierungskosten der Sanitäranlagen zu besprechen; gegen Hannover 96 noch die Frage zu klären, wer seinerzeit unerlaubterweise mehr Meter auf dem Platz gemacht hat.

Ach, es wird einen Gegner geben und sollte ich mir einen wünschen dürfen, so wäre es entweder wieder der 1.FC Union Berlin oder der VfL Bochum. Natürlich nehmen wir aber jeden Gegner, so wie es gelost wird. Selbst Rasenball Rangnick.

House of Coaches

Natürlich habe ich vollstes Vertrauen in unseren Verein, dass frühzeitig vor Saisonbeginn ein Übungsleiter namens Trainer sein Amt antreten wird. Das vorab. Es sei aber dem freischaffenden Blogger gestattet, ein innovatives Konzept vorzustellen, welches nicht den Aufstieg, aber jede Menge Miteinander verspricht!

Rot-Weiss Essen geht mal wieder seinen völlig eigenen Weg und verpflichtet zur kommenden Saison einfach…..keinen Trainer. Bääähm! Eine Nachricht, die einschlagen wird wie eine Bombe. Aber warum eigentlich nicht? Wir beleuchten einmal die Vorteile eines solchen Szenarios:

Die Mannschaft trainiert sich selbst. Also das mindeste, was man von guten Fußballern erwarten kann. Schließlich ist es ein gemeinsames Ziel, welches verfolgt wird: Das eigene Runde muss einmal mehr in das Eckige des Gegners. Bekannt auch als drei Punkte Übung. Das eingesparte Gehalt wird derweil in Einkaufswagen investiert. Wer weiss, wann wir die mal wieder benötigen.

Da der Trainingseindruck ohne Übungsleiter natürlich etwas schwammig daherkommt, sich erwartungsgemäß alle Kaderspieler selbst aufstellen würden, muss also doch zusätzlich ein wahrer Fußballfachmann ran. Hier kommt nun der RWE Fan in`s Spiel.

Naturgemäß wissen wir eh` immer alles besser, jagen den Trainer vom Hof, oder schreiben ihn, wie [leider] auch hier schon geschehen, direkt ab. Vergleichen ihn gar mit Kartoffeln oder dergleichen. Wir haben also Ahnung, glauben wir. Und so werden wir von Woche zu Woche auf der Facebook Seite unserer großen Liebe abstimmen, welche elf Spieler in der Startaufstellung stehen werden.

[An den Lösungen, wie nun die Taktik und mögliche Einwechselungen bestimmt werden, muss natürlich noch gefeilt werden. Wir bitten um Verständnis]

Mit dieser Idee einer freien Fußballwelt ohne Trainer könnte folgendes erreicht werden: Keine weiteren Kosten bei eventuell vorzeitigen Trainerentlassungen. Keine einseitigen Schuldzuweisungen mehr, sondern müssen wir Fans uns an die eigene Nase fassen, da möglicherweise  falsch abgestimmt und aufgestellt. Die diversen Foren werden glühen. Kein Abreagieren mehr im Stadion.

Nein! Völliger Schwachsinn diese Gedanken. Es bedarf eines Trainers und wir werden einen bekommen. Spannend mal wieder das Ganze.