"Emma" ist da

und rüttelt kräftig an unseren Jalousien. Ich bin ja immer sehr zwiespältig zur Zeit, wenn ich meine Fussballspiele plane. Zum einen regt sich das schlechte Gewissen, weil ich nach 12 Tagen Dienst auch den 13. Tag unterwegs bin, aber andererseits komme ich immer gut zufrieden wieder. Ein Mann muss halt manchmal allein sein (oder zu zweit bis fünft). Und bis auf den Zeitfaktor kann ich meistens auch alle Gegenargumente entschärfen (schon wieder?…..“Yo“, so teuer!….Peter fährt..usw). Um aber auf „Emma“ zurückzukommen: Ich fände es in Ordnung, wenn besagte Sturmdame für soviel Wirbel sorgt,dass das Spiel der Rot-Weissen Morgen in Emden ausfällt. Ich habe doch noch mehr an den letzten 2 Wochen zu knacken, als erwartet. Das ging schon arg an die Substanz. Sollte gespielt werden, riskiere ich zwischenmenschliche Unpässlichkeit und fahre nach Emden. Dafür schaffe ich es Sonntag vielleicht endlich einmal, auf die heimische Eintracht zu verzichten. Ja ja, das „Leid“ eines Fussballfans. Rationell schon mal gar nicht zu erklären. So, die Reportage „Fans im Abseits“ ist auch gerade zu Ende gegangen und wie schon befürchtet war sehr viel Werbung im Spiel. Es ging im ersten Teil um „Firms“ in England. Unglaublich, aber das Durchschnittsalter der Protagonisten dürfte bei ca. 45 Jahren liegen. Gewalt lehne ich ab, von daher galt mein Augenmerk eher den Bildern und Eindrücken aus des Fussis Mutterland und auch so manch gefühltes Augenzwinkern konnte ich entdecken, zumindestens solange, bis Burnley ins Spiel kam: Das war schon eine pure Bekenntnis zur Gewalt und deren Konsequenzen völlig losgelöst vom Fussball. Soweit, so schlimm. Was mich aber dann wirklich aufregt bei diesen Dokumentationen ist die Tatsache, das oftmals Fakten zugunsten einer reisserischen Aufmachung geopfert werden. Klar haben Millwall „Fans“ 1985 bei Luton Town gewütet und hat dieser Verein daraufhin alle auswärtigen Fans ausgesperrt. Aber es war nicht der letzte grosse Auftritt der „Lions“ im FA Cup: 2004 unterlag man schließlich erst im Finale mit 0:3 gegen Man United. Und auch das Mersyside Derby zwischen Liverpool und Everton als die heisseste Partie in England zu bezeichnen ist schlichtweg falsch: Dieses Derby gilt als das „friendly Derby“, speziell seit Hillsborough. So, wir sollten schließlich immer bei der Wahrheit bleiben. Eine weitere Wahrheit ist, dass es auch heute wieder nichts über den SV Eintracht in der heimischen Presse zu lesen gab. Zu sehr dominieren zur Zeit (und sportlich auch zurecht) die Handballer das Geschehen. Am Sonntag ist auf jeden Fall der VSK Osterholz-Scharmbeck der Gegner am Heideweg.

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