Nordwesttrilogie. Teil 2.

Ach, ich bin ja immer so zwiegespalten: Zum einen liebe ich das große Kino RWE mit vollem Stadion und sportlichen Erfolgen. Es war ja auch wirklich an der Zeit. Andererseits gibt es da aber auch diese kleinen Kammerspiele, zumeist als Vorbereitungsspiele bekannt. Irgendwo im Nirgendwo steigt man nach langer bis längerer Fahrt aus, um bekannte Gesichter in überschaubarer Zahl zu

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Der Spielplan.

Ich gestehe: Warten ist mir ein Graus. Und das, obwohl wir doch schlappe vierzehn Jahre gewartet haben, endlich wieder über die Landesgrenzen hinaus unserem RWE folgen zu dürfen. Da könnte man meinen, Geduld ist eine Tugend geworden. Ja Pustekuchen. Das ist ja schlimmer als das Warten auf das Christkind. Dahinter steckt wohl auch das Bedürfnis, endlich schwarz auf weiß zu

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Achttausender!

Mir ist da die letzten Tage etwas aufgefallen, und ich weiß nicht, ob es nur mir so geht: Die schwere Last der Unaufsteigbarkeit ist weg, drückt nicht mehr auf den Schultern. Es fühlt sich aktuell einfach leichter an als all die Jahre zuvor, Fan von Rot-Weiss Essen zu sein. Die ständige Erfolglosigkeit hat schon was mit einem gemacht, das muss

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Eine neue Liga ist wie ein neues Leben.

Wie heißt es doch so schön: „Eine neue Liga ist wie ein neues Leben“. In Anbetracht der grenzenlosen Euphorie bei der ersten öffentlichen Trainingseinheit zur neuen Saison bleibt einem fast nichts anderes übrig, als diese These mit einem energischen „JA“ zu beantworten. Gute Güte, welch eine Sympathie schlug der Mannschaft an diesem sonnigen Fronleichnam im Juni 2022 entgegen! Die „Alten“

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Stadion an der Hafenstraße.

Es war Freitag, 10. Juni 2022, kurz vor 16:00 Uhr. Fast ehrfürchtig rollt ein betagter Saab die Hafenstraße hinauf, die er vor gar nicht allzu langer Zeit als frischer Drittligist verlassen hat. Im Umkreis der Berne wird immer noch gebaggert und auch sonst ist aus der Hafenstraße kein optisches Ruhmesblatt geworden, was sie dann wiederum von einem Saab unterscheidet. Hier

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Bayreuther Festspiele.

Morgen an Fronleichnam ist Trainingsauftakt im Stadion an der Hafenstraße. Diesmal wohl wirklich im Stadion, da nebenan auf dem Willi-Lippens Areal ja noch ordentlich gerödelt wird. Gefühlt kommt der Trainingsauftakt so früh wie noch nie zuvor. Gerade erst ergriffen begriffen, dass wir tatsächlich aufgestiegen sind, geht es auch schon wieder los. Vielleicht war der Zeitraum zwischen alter und neuer Saison

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Schach·tel·satz

Es musste mal so kommen, es musste mal geschehen“. Eine Zeile aus „Opa Luscheskowski“ verdeutlicht vielleicht am besten, dass wir irgendwann damit klarzukommen haben, dass Angestellte eines Marketingproduktes, als Sportverein getarnt und sich selbst fälschlicherweise so wahrnehmend, einen der Pokale in die Luft halten, die für uns das Große und Ganze bedeuten. Vergangenen Samstag war es dann leider soweit. Keine

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„Sobald man in einer Sache Meister geworden ist, soll man in einer neuen Schüler werden“ [Gerhard Hauptmann]

Vor dem alles entscheidenden Spiel gegen die gleichnamigen ohne Bindestrich aus Ahlen war schon lange vor dem Spiel alles voller als sonst. Egal ob die Tribünen, die Hafenstraße selbst, Parkplätze, Zufahrtswege, der Stadionvorplatz. Alles voll. Manch Fan auch. Und das schon zu früher Stunde. Aus Sicherheitsgründen wurde wegen nervösem Magen vielfach das Frühstück ausgelassen und gleich mit der Hauptmahlzeit an

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Against All Odds. Oder auch: 14!

Rückblende: Am 5.Juni des vergangenen Jahres waren wir zur Halbzeit aufgestiegen. Der Wuppertaler SV führte zur Halbzeit gegen den BVB und unsere Mannschaft lag in Wegberg und sogar auch in Beeck vorne. Unsere Mannschaft wurde an der Hafenstraße gebührend verabschiedet und auch zahlreich begleitet, um von außerhalb anzufeuern. Man könnte also meinen, dass die Euphorie schon damals grenzenlos war. Aber

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Hibsig und Heartslich.

Der schottische Fußball ist ja noch der Seele des Fußballs gefühlt mit am nächsten. Hafenstraße international, sozusagen. Rauf und runter, auf die Socken. Hinfallen und aufstehen. Die Halbfinals auf neutralem Boden auszutragen, ist ein Geschenk an Fußball und Fans in Schottland und England, welches man sich auch für den DFB-Pokal nur zu gerne ebenfalls wünschen würde. Und wenn das Halbfinale

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Osterbolzen.

Die Grafikabteilung der Freaks Essen hat ganze Arbeit geleistet, und uns drei wunderschöne Kleber in ihrer Kurzwarenabteilung angeboten. Auf einem dieser Motive ist unter anderem Obelix inklusive einige unserer „Liebsten“ zu sehen. Bei Obelix ist man bei Asterix und somit auch bei dem Running-Gag namens Piraten. Irgendwann ist im Ausguck immer ein Gegner aus Rom, Gallien oder sonst woher zu

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Bolletjes statt Böller.

Auch Tage danach liegt er noch schwer im Magen, drückt auf das Gemüt: Dieser Vorsatz, Menschen absichtlich zu verletzen. Diese Straftat und gezieltes in Kauf nehmen, dass auch noch mehr Menschen durch den Böller hätten verletzt werden können, als die Spieler von Preußen Münster. Das war keine Unzufriedenheit mit dem Spielstand, denn es stand nur Unentschieden in einem hart geführten

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„Mit Kummer kann man alleine fertig werden, aber um sich aus vollem Herzen freuen zu können, muss man die Freude teilen.“ (Mark Twain)

Hand aufs Herz: Wer hatte im Stadion oder an den heimischen Empfangsgeräten nicht auch in den letzten zehn- bis fünfzehn Minuten das mulmige Gefühl, dass unser RWE noch RWE-Dinge machen könnte, wie er sie in vergangenen Jahren immer wieder mal gemacht hat? Unser kleinen Schar auf der immer heimischer werdenden Gottschalk-Tribünen-Hälfte ging es jedenfalls so. Schließlich konnten wir von dort

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Requiem For A Dream (Sozialdrama)

„Der Kopf ist voll, was mach ich nur? Ich haue in die Tastatur!“. So in etwa die Gefühlslage nach dem Unentschieden in der Domstadt und dem gestrigen Unentschieden in Düsseldorf. Eingebettet zudem in den aktuell wohl schönsten Wettbewerb, den der Fußball hierzulande kennt, den DFB-Pokal. Wo fängt man nun an, wo hört man auf? Oder schreibt man einfach nur eine

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Rheinische Momente.

Es drohen zwei ekelhafte Auswärtsspiele für Stauder verwöhnte Essener Gourmet-Kehlen zu werden: Erst das komische Kölsch und dann auch noch das abstruse Alt. Und obendrauf werden diese rheinischen Momente auch noch bei den Zweitvertretungen des 1.FC Köln und Fortuna Düsseldorf verköstigt. Also wir müssen da jetzt echt mal raus aus der Liga, ist wirklich gut gewesen. Bei Magenta TV bricht

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„There Is A Light That Never Goes Out“ (The Smiths)

Während die meisten von uns im Stadion waren, wurden die vielen anderen RWE-Fans durch Hafenstraße-Live, Radio Hafenstrasse oder auch diverse Liveticker auf dem Laufenden gehalten. Oder durch WhattsApp und seinem Anverwandten namens Messenger. Damals also, als die Dienste noch funktionierten und nicht das Ende der Welt bedeuteten. Moderne Medien, die uns unseren RWE (nicht immer) frei Haus liefern. Etliche Jahre

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Offenherzigkeit ist die Seele der Eintracht.

Rot-Weiss Essen spielt diesmal nicht am Freitag Abend, sondern gönnt sich den Samstag Nachmittag in Lippstadt. Eine schöne Gelegenheit, um einmal mehr den Heideweg in Nordhorn zu besuchen, da mein lokaler Hero SV Eintracht eben diesen milden Herbstabend ausgesucht hat, um den Ligakonkurrenten Olympia Laxten aus Lingen unter Flutlicht zu empfangen. Die ehemalige Bernhard-Niehues Kampfbahn, lange Jahre als Eintracht Stadion

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Es hätte alles nur schön sein können.

Bei dem ersten Entwurf für diesen Artikel sollte dieser noch flapsig „Stirb langsam. Die Küsters Chroniken“ heißen. Der tagelange Versuch des RevierSport, dass Spiel Preußen Münster – Rot-Weiss Essen ausschließlich als Remake des Skandalspiels von 2002 zu bewerben musste schließlich irgendwie kanalisiert werden. Wie dreist kann man eigentlich sein, ein Spiel von solch sportlicher Tagesaktualität fast ausschließlich auf den damaligen

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Eine Tüte Drei Punkte!

Aus irgendeinem unerklärlichen Grunde fand ich Fortuna Köln eigentlich immer relativ sympathisch. Sei es den Eagles als älteste Vertreter ihrer Zunft hierzulande geschuldet, oder der Alleinherrschaft eines „Schäng“ Löring, die durchaus gewisse Parallelen zu unserem geliebten Georg Melches aufweist. Oder einfach auch als Gegenentwurf zum allmächtigen „Effzeh“ oder zur neureichen Viktoria mit einer gelebten, eigenen, Identität in der Kölner Südstadt.

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obstupefacere.

Ich habe mit allem gerechnet: Einem zähen Spielverlauf und vielleicht daraus resultierend reingeeumelten Siegtreffer kurz vor Abpfiff. Auch ein Unentschieden hatte ich auf dem Schirm. Schließlich ist auch der SV Straelen gut in die Saison gestartet und die Kabinenpsychologie ist in manchen Köpfen vielleicht doch noch dabei, mit dem SV Straelen die Legende eines Angstgegners aufzubauen. Ein lässiges 5:0 kam

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Lieferhelden

Die Aussicht, endlich wieder das eigene Wohnzimmer Hafenstraße betreten zu dürfen, versetzt uns alle in kollektive Vorfreude und Aufregung. Dieser eine, kurze Moment, wenn die Mannschaft morgen das Feld betritt, um sich aufzuwärmen, dürfte wieder ein legendärer und zugleich sehr lauter werden. Wie auch schon im Spiel der vergangenen Saison gegen Fortuna Düsseldorf. Sofern die meisten Fans dann schon ihre

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So schön sind die Reisen niemals gewesen, wie sie in den Augenblicken des Heimkommens sind (Erich Kästner).

Kommenden Freitag dürfte für viele der erste Stadionbesuch seit langen Monaten anstehen. Und möglicherweise stellt sich dem einen oder der anderen die Frage, wie das noch geht, so mit dem Stadiongang. Also ganz langsam und der Reihe nach: Das Spiel beginnt um 19:30 Uhr. Eine angenehme Zeit, um nach dem Frühstück mal raus zu kommen.  Man darf natürlich im Jogger

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Supercalifragilisticexpialigetisch

Samstag geht es endlich wieder für uns los. Keine neue Liga ist eben auch wie ein neues Leben. Dort wo einstmals der große Helmut Schmidt mit seiner Loki eine nach der anderen durchgezogen hat, beginnt für Christian Neidhart und seine Mannen der abermalige Versuch, dieser Regionalliga zu entfliehen. Es wird auch wirklich an der Zeit, diesen Schritt zu gehen, denn

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