Schlagwort-Archiv: DFB Pokal

Dezibel

Das Erstrundenspiel im DFB-Pokal am heimischen TV-Gerät sowohl in der ARD- als auch der Sky- Version am Tag danach noch einmal angeschaut, offenbarte einmal mehr den unglaublichen Unterschied zwischen Fußball im Stadion und am heimischen Monitor. Vielleicht ist das bei entsprechender Ausstattung mit Surround Boxen oder anderen ausgefeilten Klangsystemen noch anders, das vermag ich nicht zu beurteilen. Aber ein handelsüblicher

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Manchmal nach Verlängerung. Seltener im Elfmeterschießen und gelegentlich gar nicht.

Der DFB Pokal steht mal wieder vor der Tür. Die Teilnahme daran für einen bisweilen unterklassigen Verein wie unseren RWE nicht immer selbstverständlich. Zeit also für eine scheinbar richtig fade Angelegenheit, um die Zeit bis zur Auslosung zu überbrücken: Heute also nur Begegnungen. Und zwar alle Pokalspiele des RWE seit 1938: 1938/39 28.08.1938: RWE – FC St. Pauli Hamburg 5:1

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Cup der guten Hoffnung

Der 24.Mai 2025 ist Endspieltag in vielen Pokalwettbewerben hierzulande. Und um die Faszination Pokal direkt mit gewaltigen Argumenten zu füttern, hier zwei der wichtigsten Begegnungen des Tages, wobei die Hauptbegegnung kurioserweise zuerst ausgespielt wird. Eigentlich ist das doch immer andersherum: Das Finale im Niederrheinpokal bestreiten schon am Nachmittag der MSV Duisburg und Rot-Weiss Essen an der Wedau, während am Abend

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Denen man nicht vergibt.

Wie schon vergangene Saison ist leider direkt wieder in der ersten DFB-Pokalhauptrunde Feierabend für unsere Mannschaft. Und im Gegensatz zu manch Niederlage in der Liga haben wir erneut das Stadion größtenteils nicht enttäuscht verlassen. Auch dieser Wettbewerbs-Quicki hatte ziemlich viele gut Momente für alle, die es mit Rot-Weiss halten. Auf dem Platz, auf der Straße und auf den vier Tribünen.

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Wer ist Marlon?

Wir werden wohl nie erfahren, wer dieser Marlon ist, der von einigen Fans noch lange nach dem Schlusspfiff in „G1“ besungen wurde und einen ausgeben sollte. Was wir aber nun definitiv wissen ist, dass wir auch kommende Saison in der Wundertüte 3. Liga spielen werden. Und das unter dem Strich letztendlich verdient und somit zurecht. Die Reise durch die wunderbare

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Saarkasmus

Ich kann das alles so langsam nicht mehr. Dieser sogenannte moderne Fußball und seine Auswüchse (auch auf den Rängen) setzen mir schon lange zu. Reformen in diversen Ligen werden nie gemacht, um dem Fußball zu dienen, sondern dafür, um noch mehr Geld und Planungssicherheit für einen erlauchten Kreis von Vereinen zu generieren. Alles wird langfristig darauf ausgerichtet, Überraschungen in den

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Ich habe den Sachsen das Angeln beigebracht. Seitdem heißen sie Angelsachsen (Monty Python)

3.Liga Es werden meistens die Torschützen oder die (Gegen-) Tor Verhinderer im Anschluss an ein erfolgreich geführtes Spiel hervorgehoben und gefeiert. Und so war es natürlich nicht verwunderlich, dass nach dem gewonnenen Spiel im Wedaustadion vor allem Marvin Obuz für seine moderne Verfilmung eines Arjen Robben Klassikers, Musti Kourouma für den entscheidenden Kopfball ins Glück und einmal mehr Jakob Golz

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Alles Golz, was glänzt.

Die erste Hälfte auf einer der beiden Rheinseiten im Spiel bei der Kölner Viktoria war vielleicht die bisher schwächste der noch jungen Saison, aber irgendwie auch logisch, denn die Mannschaft musste sich neuformiert auch erst einmal finden. Aber, es war die bisher einzige erste Halbzeit ohne Gegentor. Halleluja! Also war es doch nicht sooo schlecht, wie es sich spielerisch vielleicht

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Elizabeth & Richard oder auch: #196

Das war mal so richtig Fußball mit einmal alles dabei, an diesem Sonntagmittag an der Essener Hafenstraße. Volle Hütte vor dem Spiel und viele Volle danach. Rot-Weiss Essen ist in einem Spiel, welches uns lange im Gedächtnis haften bleiben wird, öfter zurückgekommen, als Elizabeth Taylor zu Richard Burton. Die Älteren werden sich erinnern. Gereicht hat es leider trotzdem nicht, der

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Lizzy & Freddie

Es war die neununddreißigste Minute und plötzlich stand es 2:0 für den Halleschen FC. Was folgte, war eine Affekthandlung: Schon als das Kissen die Hand verließ weiteten sich die Augen und ahnten, dass eine weitere Katastrophe kurz bevorstand, als sich Kissen und Kaminsims für einen Augenblick vereinten, um dann die liebevoll zusammengebaute Lego-Vespa zu Boden zu reißen. Der Aufprall war

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Ehre wem Ehre gebührt.

Oguzhan Kefkir hat einen neuen Verein gefunden. Wie dieser Blog als letztes erfuhr und somit noch nicht darüber berichten konnte. Aber nun ist es dieser Redaktion ja bekannt. „Uns Ötzi“ läuft  also in der kommenden Saison ausgerechnet für Rot-Weiß Oberhausen auf. Das ist per se nichts Schlimmes, aber da die Verhandlungen sicherlich nicht in der Kürze seit Abpfiff Pokalfinale geführt wurden,

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Schach·tel·satz

Es musste mal so kommen, es musste mal geschehen“. Eine Zeile aus „Opa Luscheskowski“ verdeutlicht vielleicht am besten, dass wir irgendwann damit klarzukommen haben, dass Angestellte eines Marketingproduktes, als Sportverein getarnt und sich selbst fälschlicherweise so wahrnehmend, einen der Pokale in die Luft halten, die für uns das Große und Ganze bedeuten. Vergangenen Samstag war es dann leider soweit. Keine

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Requiem For A Dream (Sozialdrama)

„Der Kopf ist voll, was mach ich nur? Ich haue in die Tastatur!“. So in etwa die Gefühlslage nach dem Unentschieden in der Domstadt und dem gestrigen Unentschieden in Düsseldorf. Eingebettet zudem in den aktuell wohl schönsten Wettbewerb, den der Fußball hierzulande kennt, den DFB-Pokal. Wo fängt man nun an, wo hört man auf? Oder schreibt man einfach nur eine

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Em·pö·rung [Substantiv, feminin /die]

Quasi aus dem Nichts kamen heute die genauen Spielansetzungen und TV Übertragungen für das kommende Viertelfinale im DFB-Pokal auf den Tisch. Und was soll man schreiben, außer: Sie haben es wieder getan! Vier Spiele, davon drei frei zu empfangen. Man ahnt: Das Spiel unseres RWE gegen die Kieler Sportvereinigung Holstein gehört nicht dazu. Unabhängig von allem Quotenwahn und der statistischen

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Die fünfte Kalenderwoche: Mittwoch.

Mit nacktem Oberkörper sitzt Felix Herzenbruch vor einer Traube seiner Mitspieler und greift sich fassungslos vor Freude an den Kopf. Dieser Moment kurz nach Abpfiff ist das Bild des gestrigen Abends, denn es umschreibt die Leistung unserer Mannschaft auf das Trefflichste. Völlig platt, das Trikot den Emotionen geschuldet und dann dieser Blick. Diese Szene gehört von einem großen Künstler auf

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Die fünfte Kalenderwoche: Dienstag (Danach).

Man mag sich gerade lebhaft vorstellen, wie Günter Barchfeld und all die anderen Rot-Weissen Seelen dort oben auf Wolke neunzehnhundertsieben stehen und dieser Mannschaft applaudieren. Diese Mannschaft zu begreifen ist nicht mehr in normale Worte zu fassen. Das ist der Inbegriff von „einer für alle und alle für einen“. Bisweilen in bester Handballmanier vor dem Tor festgenagelt, war immer irgendwie

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Die Fünfte Kalenderwoche: Dienstag (Davor).

Spieltag. Kurze Nacht gehabt, die Gedanken rund um das Runde wollten nicht aufhören. Pyro blitzte vor dem geistigen Auge über der alten Westkurve auf. Selbst der alte Haudegen Rolf Töpperwien lag gefühlt mitsamt des allseits bekannten Kommentars zu seinen bisherigen dreiundzwanzig Berufsjahren mit im Bett. Heute Abend im 18:30 Uhr MESZ ertönt also der Anpfiff zu einer weiteren Episode von

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Die fünfte Kalenderwoche: Montag.

Die wohl interessanteste Kalenderwoche seit ewigen Kalenderwochen beginnt direkt mit dem hundertvierzehnten Geburtstag des wohl weltbesten Fußballvereins. Unser aller RWE hat also schon zu Wochenstart allen Grund, sich hochleben zu lassen. Vielleicht kommen Dienstag und Samstag noch schöne Geschenke hinzu. Herzlichen Glückwunsch Rot-Weiss Essen! Womit wir eigentlich auch schon bei dem sportlichen Ausblick auf die aktuelle Woche wären. Eigentlich. Denn

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Das rot-weisse Placebo.

Herzlich willkommen im neuen Jahr. Ich wünsche allen, dass es ein frohes und gesundes Jahr wird. Ein Jahreswechsel der besonderen Art, natürlich in vielfacher Hinsicht. Viele Hoffnungen ruhen in diesem Jahr darauf, dass die virale Depression des vergangenen Jahres in ein vorsichtig optimistisches Jahr gewandelt werden kann. Mit all der gebotenen Geduld und Aufmerksamkeit. Wer konnte nun ahnen, auf unseren

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Freudentränen.

Achtelfinale im DFB Pokal. Oder auch: Die Krönung eines ansonsten ziemlich bescheidenen Jahres, in welchem wir RWE Fans ausnahmsweise mal das Glück hatten, dass sich ausgerechnet unser Sorgenkind RWE zum Strahlemann wandelt und uns dadurch besser durch die trübe Zeit bringt.   Der Abpfiff brachte spontane Tränen mit sich. Da musste scheinbar was raus. Musste sich den Weg bahnen, um

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Drüber hinweg.

Die mediale Vorbereitung auf die zweite DFB Pokalhauptrunde ist schon was feines. Alles ist eine Spur intensiver als vor einem normalen Ligaspiel und die Reichweite unweit größer. Und so geschah es am Tage der Wintersonnenwende im Jahre des Fußballs Zwanzigzwanzig, dass der RWE nach vielen Jahren der Knechtschaft RevierSport wieder auf der Titelseite des altehrwürdigen Kicker zu finden war. Fast

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Emotional Rescue (Stones)

Man ist ja mittlerweile soweit, dass man sich vermehrt Sportdokumentationen verschiedenster Mannschaftssportarten aus vergangenen Jahren anschaut, nur um mal wieder ein wenig Flair genießen zu dürfen. In einer dieser Dokumentationen sprach ein Trainer davon, dass seine Mannschaft und die Fans ein enormes emotionales Investment vornehmen müssten, um das Derby zu gewinnen. „Emotionales Investment“, vielleicht genau die Begrifflichkeit, mit der sich

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Die Erinnerung überstandener Schmerzen ist Vergnügen (Johann Wolfgang von Goethe)

Die Spiele gegen den 1.FC Kleve und den SC Wiedenbrück haben unseren RWE in die Nähe des berühmten Pferdes gerückt, welches nicht höher zu springen gedenkt, als es unbedingt muss. Konnte die Hürde Kleve noch übersprungen werden, wurde der Balken gegen den SC Wiedenbrück in letzter Sekunde noch gerissen und gab es somit den fälligen (und wohl auch verdienten) Strafpunkt.

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Pokalfinale 1994! Von Freilos bis Berlin.

Rot-Weiss Essen stand am 15. März 1994 um 13.04 Uhr endgültig als frischgebackener lizenzloser Zwangsabsteiger fest. Dieses teilte das ständige, natürlich neutrale Schiedsgericht des Deutschen Fußballbundes dem Anwalt des RWE, Dr. Reinhard Rauball (Seit April 2019 erneut kommissarischer (Mit-)Präsident des Deutschen Fußballbund) mit. Zwar wurde die Lizenz schon im November 1993 entzogen, aber die Hoffnung und Einspruchsfristen sterben bekanntlich zuletzt.

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Schwiegervater.

Auf dem langen Rückweg sagte Schwiegervater, dass er sich sehr über sein Geburtstagsgeschenk „Ein Pokalabend an der Hafenstraße“ gefreut habe und dass man ob dieser gezeigten Leistung ja glatt Rot-Weiss Essen Fan werden könnte. Alles richtig gemacht, dachte ich so bei mir, denn was wäre nur passiert, hätten wir ihm den Besuch des Wuppertal Spiels geschenkt? Damit aber genug des

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