We can be Heroes, just for one day

David Bowie wusste schon vor Jahren Bescheid, dass viele Helden ihren Tag haben würden. Nämlich alle Sportler mit Behinderungen, die gestern an der 6. Auflage des integrativen Fussballturniers der Lebenshilfe teilgenommen haben. Was er nicht wusste, dass ich gestern Opfer einer taktischen Fehlleistung meines Trainerkollegen wurde. Und das sogar voll bewusst: Mir wurde brisantes Bildmaterial zugespielt, aber dazu später mehr. Zunächst bleibt festzuhalten, dass wir mit zwei Mannschaften an einem perfekt und trotzdem stressfreien Turnier teilnehmen durften. Gespielt wurde in 2 Hallen und jeweils durchgehend 7 Minuten. Pro Mannschaft standen 6 Spieler auf dem Feld, davon durften 2 Spieler ohne Behinderungen auflaufen. Und was bin ich aufgelaufen……Spiel für Spiel und die Luft zum Atmen wurde immer dünner. Unglaublich, wie gross so ein Handballfeld werden kann, welches auf und ab und hin und her durchkreuzt werden will. Aber wie schön erst, als wir gemerkt haben, dass wir leistungsmäßig mithalten können. Und so haben wir uns in der Vorrunde recht tapfer behauptet, ein Team sogar so erfolgreich, das Bernd sich schon auf dem Podest wähnte. Während der Mittagspause gab sich mit Ralf Cordes der langjährige Torwart des SV Eintracht die Ehre, um gegen jeweils einen Schützen im Elfmeterschiessen anzutreten. Die Schützen hatten zeitweise überhaupt keinen Respekt, sondern traten an um Ralle das ein- oder andere Mal mitsamt Ball in das Tor zu donnern. Musikalisch wurde das Turnier von der Band „Vorfreude“ untermalt. Auch das hatte Stil. Und dann kamen die Entscheidungsspiele und ich wurde zum Uli Hoeness der Neuzeit: Dessen Elfmeter ist liegt ungefähr genau solange zurück wie mein letztes offizielles Fussballspiel. Um es kurz zu machen: Auch mir versagten bei der Kulisse die Nerven und ich verschoss den letzten Elfmeter. Und das nach all den Entbehrungen, blutigen Knien und viel Spaß….Wir belegten somit am Turnierende die Plätze 8 und 19 und haben zudem noch viele positive Eindrücke gewonnen. Und somit noch einmal ein dickes Dankeschön an die Organisatoren. Der Bernd sitzt nun wieder fester denn je in seinem Trainersattel und wenn ich an der Strasse stehen würde, ich würde als Sperrmüll mitgenommen werden, so der momentane Stand meiner Knochen.

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