Monatsarchive: März 2008

Neuer Tatort…

Ein solcher startet heute Abend und ersetzt den Stuttgarter Komissar „Bienzle“. Richy Müller ist einer der beiden neuen. Ein sehr markanter Schauspieler und ich bin gespannt, ob das kriminalistische Stuttgart mehr in den Vordergrund rückt. Bislang haben wir „Bienzle“ eher mit Missachtung gestraft. Jahaaa, und das scheint beileibe nicht der einzige Tatort an diesem Sonntag zu sein: Auch der SV Eintracht hat gegen das runde Leder getreten und zur Überraschung aller mit 2:0 beim FC Oberneuland gewonnen. Aber anscheinend wird das Spiel ein Fall für das Sportgericht, denn ersten Gerüchten nach wurde ein Spieler eingewechselt, der nicht auf dem Spielberichtsbogen stand. Wenn dem so ist, schade für die Mannschaft. Aber so etwas ähnliches ist ja auch schon mal prominenteren Trainern passiert. Ems-Vechte-Welle zu hören hat sich nicht so gelohnt, sondern war eher eine Verzweiflungstat.

Den Bock imkippen

Diese Standartfloskel von Heiko Bonan sollte gestern im Spiel gegen die Radkappen endlich in die Tat umgesetzt werden. Und es sollte passieren: 400 Minuten ohne Torerfolg und zählbare Punkteausbeute wurden beendet und zwar gleich dreifach. 3:0 der Endstand, und laut Peter via Telefon und jawattdenn via Spielbericht war es von der 20. bis zur 45. Minuten wieder das verkrampfte Spiel der letzten Wochen, und nur das Tor von Markus Kurth konnte ein gellendes Pfeifkonzert zur Pause verhindern. Danach griffen wieder vermehrt Spieler ins Spiel ein, die zuletzt noch das Lazarett füllten und sogar der arg kritisierte Tim Erfen konnte sein erstes Saisontor verbuchen. Die Resultate der anderen Spiele boten das übliche dramatische Bild und lassen die Liga weiter als die spannendste in wohl ganz Europa erscheinen. Angenommen, der RWE gewinnt sein Nachholspiel in Emden, so liegen dann gerade einmal 5 Punkte zwischen Aufstieg und Abstieg. Wahnsinn! Ja dann wurde ich sogar noch gegrüßt, zumindestens dem Namen nach und wohl kaum persönlich gemeint (Aber vielleicht wurde so mein zeitgleicher Einsatz in der Halle gewürdigt…;-). Und jubelnde Essener Spieler, dass hat es soooo lange nicht mehr gegeben. Der Dank geht wie üblich….nawattdenn…..an jawattdenn.

We can be Heroes, just for one day

David Bowie wusste schon vor Jahren Bescheid, dass viele Helden ihren Tag haben würden. Nämlich alle Sportler mit Behinderungen, die gestern an der 6. Auflage des integrativen Fussballturniers der Lebenshilfe teilgenommen haben. Was er nicht wusste, dass ich gestern Opfer einer taktischen Fehlleistung meines Trainerkollegen wurde. Und das sogar voll bewusst: Mir wurde brisantes Bildmaterial zugespielt, aber dazu später mehr. Zunächst bleibt festzuhalten, dass wir mit zwei Mannschaften an einem perfekt und trotzdem stressfreien Turnier teilnehmen durften. Gespielt wurde in 2 Hallen und jeweils durchgehend 7 Minuten. Pro Mannschaft standen 6 Spieler auf dem Feld, davon durften 2 Spieler ohne Behinderungen auflaufen. Und was bin ich aufgelaufen……Spiel für Spiel und die Luft zum Atmen wurde immer dünner. Unglaublich, wie gross so ein Handballfeld werden kann, welches auf und ab und hin und her durchkreuzt werden will. Aber wie schön erst, als wir gemerkt haben, dass wir leistungsmäßig mithalten können. Und so haben wir uns in der Vorrunde recht tapfer behauptet, ein Team sogar so erfolgreich, das Bernd sich schon auf dem Podest wähnte. Während der Mittagspause gab sich mit Ralf Cordes der langjährige Torwart des SV Eintracht die Ehre, um gegen jeweils einen Schützen im Elfmeterschiessen anzutreten. Die Schützen hatten zeitweise überhaupt keinen Respekt, sondern traten an um Ralle das ein- oder andere Mal mitsamt Ball in das Tor zu donnern. Musikalisch wurde das Turnier von der Band „Vorfreude“ untermalt. Auch das hatte Stil. Und dann kamen die Entscheidungsspiele und ich wurde zum Uli Hoeness der Neuzeit: Dessen Elfmeter ist liegt ungefähr genau solange zurück wie mein letztes offizielles Fussballspiel. Um es kurz zu machen: Auch mir versagten bei der Kulisse die Nerven und ich verschoss den letzten Elfmeter. Und das nach all den Entbehrungen, blutigen Knien und viel Spaß….Wir belegten somit am Turnierende die Plätze 8 und 19 und haben zudem noch viele positive Eindrücke gewonnen. Und somit noch einmal ein dickes Dankeschön an die Organisatoren. Der Bernd sitzt nun wieder fester denn je in seinem Trainersattel und wenn ich an der Strasse stehen würde, ich würde als Sperrmüll mitgenommen werden, so der momentane Stand meiner Knochen.