Monatsarchive: Februar 2008

"Emma" ist da

und rüttelt kräftig an unseren Jalousien. Ich bin ja immer sehr zwiespältig zur Zeit, wenn ich meine Fussballspiele plane. Zum einen regt sich das schlechte Gewissen, weil ich nach 12 Tagen Dienst auch den 13. Tag unterwegs bin, aber andererseits komme ich immer gut zufrieden wieder. Ein Mann muss halt manchmal allein sein (oder zu zweit bis fünft). Und bis auf den Zeitfaktor kann ich meistens auch alle Gegenargumente entschärfen (schon wieder?…..“Yo“, so teuer!….Peter fährt..usw). Um aber auf „Emma“ zurückzukommen: Ich fände es in Ordnung, wenn besagte Sturmdame für soviel Wirbel sorgt,dass das Spiel der Rot-Weissen Morgen in Emden ausfällt. Ich habe doch noch mehr an den letzten 2 Wochen zu knacken, als erwartet. Das ging schon arg an die Substanz. Sollte gespielt werden, riskiere ich zwischenmenschliche Unpässlichkeit und fahre nach Emden. Dafür schaffe ich es Sonntag vielleicht endlich einmal, auf die heimische Eintracht zu verzichten. Ja ja, das „Leid“ eines Fussballfans. Rationell schon mal gar nicht zu erklären. So, die Reportage „Fans im Abseits“ ist auch gerade zu Ende gegangen und wie schon befürchtet war sehr viel Werbung im Spiel. Es ging im ersten Teil um „Firms“ in England. Unglaublich, aber das Durchschnittsalter der Protagonisten dürfte bei ca. 45 Jahren liegen. Gewalt lehne ich ab, von daher galt mein Augenmerk eher den Bildern und Eindrücken aus des Fussis Mutterland und auch so manch gefühltes Augenzwinkern konnte ich entdecken, zumindestens solange, bis Burnley ins Spiel kam: Das war schon eine pure Bekenntnis zur Gewalt und deren Konsequenzen völlig losgelöst vom Fussball. Soweit, so schlimm. Was mich aber dann wirklich aufregt bei diesen Dokumentationen ist die Tatsache, das oftmals Fakten zugunsten einer reisserischen Aufmachung geopfert werden. Klar haben Millwall „Fans“ 1985 bei Luton Town gewütet und hat dieser Verein daraufhin alle auswärtigen Fans ausgesperrt. Aber es war nicht der letzte grosse Auftritt der „Lions“ im FA Cup: 2004 unterlag man schließlich erst im Finale mit 0:3 gegen Man United. Und auch das Mersyside Derby zwischen Liverpool und Everton als die heisseste Partie in England zu bezeichnen ist schlichtweg falsch: Dieses Derby gilt als das „friendly Derby“, speziell seit Hillsborough. So, wir sollten schließlich immer bei der Wahrheit bleiben. Eine weitere Wahrheit ist, dass es auch heute wieder nichts über den SV Eintracht in der heimischen Presse zu lesen gab. Zu sehr dominieren zur Zeit (und sportlich auch zurecht) die Handballer das Geschehen. Am Sonntag ist auf jeden Fall der VSK Osterholz-Scharmbeck der Gegner am Heideweg.

Wer Wind säht, wird Sturm ernten

Dieser Spruch fällt mir zu drei Dingen ein, die in Zusammenhang mit dem runden Leder an diesem Wochenende stehen:Da wäre zum einen das zu erwartende Wetter am Samstag nicht nur in Emden: Eine Orkanwarnung ist herausgegeben worden und fällt naturgemäß Richtung Nordsee noch heftiger aus, als zum Beispiel in Essen. Ich hadere noch mit mir, am Samstag Richtung Emden zu fahren. Mal gucken,was Peter sagt. Und, das ist auch klar: Wenn ich zu RWE fahren sollte, dann gehört diesmal der Sonntag komplett der Familie. Also kein Eintracht Heimspiel. Oder halt umgekehrt. Nur geht es bei Eintracht ja um nichts mehr. Aber zurück zu dem Sturm: Sollte RWE auch in Emden verlieren, was ja durchaus im Bereich des möglichen liegt, dann dürfte der Sturm der Entrüstung endgültig die Hafenstrasse errreicht haben. Aber, was wären denn die Alternativen zu Heiko Bonan? Ernsthaft ein Peter Neururer? Der gute ist zum einen Schalke Mitglied und zum anderen unbezahlbar. Holger Fach? Ich kenne Herrn Fach nicht persönlich, aber wie kann man nur immer so unsympathisch „herüberkommen“. Vielleicht sollte die Mannschaft jetzt einfach ein Signal setzen, ob sie zum Trainer steht oder nicht. Was macht eigentlich Jürgen Röber? Der Mann ist gut und hat zu RWE gepasst. So, und Sturm Teil 3 hat mit den Fans zu tun: Das DSF widmet sich „Problemfans“ mehrerer Länder in einer anscheinend umfangreichen Reportage. Bisher gestalteten sich DSF Reportagen doch immer so: 35% Inhalt, und der Rest war Werbung. Ich bin mal gespannt.

"Mir geht es gut"

Ich trinke zwar keine Coke zero, aber an diese Werbung fühlte ich mich heute erinnert: Der Zahnarzt hat gestern meine 2wöchige Dauerzufuhr Novalgin beendet und die Provisorien wichen edler Keramik ;-). Meine Erfahrung daraus lautet: Sich im Vorfeld mal zu informieren, auf welche Stoffe allergisch reagiert werden könnte. Nun bin ich schlauer. Und da es immer sooo schön ist wenn der Schmerz nachlässt, bin ich heute mit Dauergrinsen durch die Gegend gelaufen. So, dass dazu und ich hoffe nun auf bessere Zeiten. Mareike hat aber direkt gestern Abend nachgezogen und im Dienst Brot und Daumen verwechselt….Aber es gibt doch auch schönere Neuigkeiten: U2`s 3D Film kommt nach Deutschland und rein geographisch mit guten Nachrichten für mich: Ab dem 13.März wird der Konzertfilm in Rheine gezeigt und zwar im http://www.citykino-rheine.de/. Auf meine Mail mit der Bitte um Kartenreservierungen wurde leider noch nicht reagiert. Aber da mache ich mir keine Gedanken, an Karten werde ich wohl kommen. Ich freue mich ersteinmal überhaupt darüber, diesen Film in der Nähe erleben zu dürfen. Anbei der gute Bono auf dem T-Shirt zum Film, kreiert von Christian Stellner ( http://www.stellner.at/), über dessen Erlaubnis zur Veröffentlichung der Karikatur ich mich sehr bedanke.

Greetsiel

Eigentlich wollte ich ja heute Abend in Essen sein um endlich mal gegen den VfL Wolfsburg zu gewinnen. Das geht aber nicht, denn dort spielt gerade der HSV. Warum dürfte ja auch klar sein. Das schlimme daran ist, dass die „Radkappen“ auch noch führen. Heute Abend gibt es dann noch eine weiteres Spiel live und zwar eines im Stile der ewigen Rivalität zwischen „rot“ und „blau“. Da können wir ja sowohl in Nordhorn als gerade in Essen ein Lied von singen. Den Extrapunkt Brisanz erfährt das Münchner Derby nicht zuletzt durch die Umgestaltung des Grünwalder Stadions: In einer Nacht und Nebelaktion wurde der alte „Löwenstandort“ dort in den Vereinsfarben der Bayern gestrichen. Ein Affront gegen alle Löwenfans, eine Sachbeschädigung hohen Ausmasses zudem, aber irgendwie doch auch mit Lausbubencharme behaftet. Leider natürlich nicht so gemeint. Ich kann mich dabei an zwei Eintracht Fans erinnern, die irgendwann Anfang der 80ziger die Torpfosten im Meppener Stadion im Schutz der Dunkelheit in ein viel schöneres rot-weiss umgestaltet haben. So, warum nun „Greetsiel“: In diesem kleinen und wunderschönen Küstenort am Dollart bezieht der Tross aus Essen einen Tag vor dem Auswärtsspiel des RWE in Emden, also Donnerstag, Quartier. Intention ist, auf dem dortigen Fussballplatz für den chronisch nassen Rasen im Emder Stadion zu trainieren. Wenigstens einmal. Der Trainer bleibt übrigens vorerst im Amt. Damit aus Herrn Hempel- aber kein Hampelmann wird, wurde in einem Interview desselbigen vorsorglich auf weitere Maßnahmen im Falle fehlender Erfolge hingewiesen. Hier aus Nordhorn gibt es leider nichts neues über den heimischen SVE zu berichten.

Meckerfasten

Wir befinden uns ja noch in der Fastenzeit und somit ist ja Enthaltung angesagt. Gerne genommen wird dabei ja zum Beispiel der Verzicht auf Alkohol, Süßes oder sonstige Nahrungsmittel. Eine ganz neue Variante des Fastens habe ich heute gelesen: „Das Meckerfasten“. Der Autor des entsprechenden Beitrages versucht die ganze Fastenzeit über ohne „Meckern und Motzen“ auszukommen. Ein löblicher Vorsatz und von allen Religionen dieser Welt durchführbar. Es sei denn, man ist nebenbei Fussballfan und dann auch noch von einem klassischen „Herzschmerzverein“ namens Rot Weiss Essen respektive dem lokalen Verein, des SV Eintracht Nordhorn. In den letzten FÜNF Spielen des RWE war uns kein Torjubel vergönnt. Drei davon habe ich live in den jeweiligen Stadien verfolgt und dem erneuten 0:0 gegen die 2. des BvB am Samstag via Liveticker im Dienst beigewohnt. Der RWE Liveticker himself versucht ja immer noch ein wenig Euphorie einfliessen zu lassen, „Radio Hafenstrasse“ kommentiert gewohnt frisch von der Leber weg und dann dazu noch die Kommentare im Forum derer, die wie ich nicht im Stadion sein konnten: Dieser bunte Mix an Informationen über das Spiel liessen das in Ahlen gesehene Chaos wieder livehaftig werden. Darüber dann nicht zu meckern, dass grenzt schon wieder an Demut. Hier in Nordhorn wird ein aktives Meckerfasten dann auch nicht gerade aktiv unterstützt, fiel das letzte live gesehene Tor der Eintracht doch am 23.11. des vergangenen Jahres. Also muss ich mir eine andere Fastenmöglichkeit suchen: „Blogfasten“ zum Beispiel…….Der leere Gästeblock ist übrigens ein prima Beleg für die Attraktivität der Zweitvertretungen:

Zeit zu gehen

Und zwar ins Bett. Es gibt Wochen, die gibt es eigentlich gar nicht und daher taugen sie nur zu einer Sache: Dem Vergessen. Nicht ganz vergessen habe ich natürlich das Auswärtsspiel der weinroten bei den „Bekloppten“ des BVC. Dieses Synonym erlaube ich mir einfach mal im Zusammenhang mit dem BV Cloppenburg. Anders kann ich den Verein aus der ehemaligen Speedwybahn nicht bezeichnen. Wie fast schon zu erwarten war, hat der SV Eintracht dort mit 0:2 verloren. Einen Liveticker gab es weder „hüben noch drüben“ und somit muss ich mich mit dem Endergebnis zufrieden geben. Das ist aber auch in Ordnung so. Morgen ab 14.00 Uhr läuft allerdings der Liveticker, und zwar im Dienst, wenn sich die Amateure des BVB an der Hafenstrasse die Ehre geben. Aber was heisst schon „Amateure“, dass sind weder die RWE Spieler und mitnichten ein Championsleague Sieger. Ich hoffe nur auf die so wichtigen 3 Punkte. Ansonsten könnte es nach Spielende sehr ungemütlich werden.

Children of the Revolution

Wer kennt ihn nicht, den Song der Glam-Rocker von T-Rex. Gehört heute auf der Rückfahrt vom Dienst stand für mich fest: Eine gute Überschrift unseren WFCG betreffend. Die Teilnahme an unserem ersten grossen und zudem noch integrativen Hallenturnier rückt näher und Integration allein ist ja leider immer noch für weite Teile der Bevölkerung revolutionär. Daher: Passt! Das war es dann aber auch schon fast. In der Mannschaft traten heute erstmals Risse im Machtgefüge auf, die Bernd nur dadurch in den Griff bekam, in dem er auch mal unpopuläre Massnahmen traf. Etwa die Umsetzung der Niemannschen Aufwärmmethodik. Aber wenigstens sind unsere Spieler alle fit, wenn auch noch taktisch recht unausgereift. Bei uns Verantwortlichen und der Integration folgend auch am Turniertag auf dem Felde stehend (so der Plan), sieht es zur Zeit noch ganz mau aus: Ich, das wandelnde Provisorium; Der Bernd hat einen gefühlten syndesmoseanriss unter dem linken Zehnagel; Unser Manager höchsten Trainingsrückstand und den Marathoni haben wir noch überhaupt nicht zu Gesicht bekommen. Aber der hat zur Zeit einen Auftrag mit Ziel 8 % und ist daher mehr als entschuldigt. Soweit eine vielleicht augenzwinkernde Betrachtung unserer aktuellen Mannschaftssituation. Die ernsthafte Betrachtung führt aber nach jedem Training zu der Erkenntnis, dass wir niemals in der Lage sein werden, auf vorher einstudiertes zurückgreifen zu können. Wir fangen jedes Mal bei „0“ an. Der Vorteil dabei ist: Unsere Akteure kommen trotzdem zu jedem Training mit der gleichen Vorfreude und grosser Motivation. Das macht die Aufgabe so dankbar. Das Turnier findet übrigens am 8.März ab 10.30 Uhr in den Kreissporthallen Nordhorn statt. Kommen, gucken und freuen. (Das tun gerade auch die „Clubberer“ und mit Sicherheit auch Günther Koch, denn das 2:0 ist gefallen. Respekt.)

Fan trifft Verein

Hier in Nordhorn hat sich der Vorstand ja schon zweimal mit einer Gruppe von Fans getroffen um in den Dialog zu treten und auch um Missverständnisse auszuräumen. Der Rahmen ist ein kleiner und Regelmässigkeit sollte gewährleistet werden. Das Geschehen auf dem grünen Rasen kann dort natürlich nicht zu einem positiven Ergebnis hindiskutiert werden. Das obliegt weiter den Spielern auf dem grünen Rasen. Aber scheinbar hat man auch in Essen von dieser Idee gehört und gestern Abend im VIP Zelt hinter der Westkurve umgesetzt. Erstaunliche 300 Fans sind gekommen um zum Thema des Tages „Stimmung“ mitzudiskutieren. Die ersten Reaktionen im Forum lassen darauf schliessen, das der Wille ein gutgemeinter war, die Ausführung aber nicht zuletzt an einigen Verbalattacken aus den Reihen der Fans und zum Teil auch der Moderation scheiterte. Ich hoffe trotzdem, dass es eine Wiederholung geben wird unter Berücksichtigung der gestrigen Erfahrungen. Und Herr Bonan dann mal nicht so patzig antwortet, wie es gestern wieder herüberkam. So befürchte ich nämlich, dass es den vielzitierten „Schulterschluss“ zwischen Mannschaft und Fans auch am Samstag gegen die jungen Borussen nicht geben wird. Das Bild zum Treff stammt wie üblich von den jawattdenns. Danke dafür.

Warteschleife

Die dauert bei mir schlappe 2 Wochen und dann werden endlich die neuen Zähne eingebaut. Dann reicht es aber auch wirklich, denn der momentane Zustand namens „Provisorium“ ist kaum zu ertragen. Und wenn einem dann auch nicht der Fussball weiterhilft, wer denn dann? Das ist jetzt der Moment, wo der Tusch kommt und die Lösung präsentiert wird: Moralische Unterstützung kommt aus dem Kreise der Familie. Freundschaftsbücher sind ja derzeit der Renner im Kindergarten und eines werde ich morgen früh wieder der rechtmässigen Besitzerin zurückführen. Darin verewigt beginnende Fankarrieren mit Faible für den RWE. Da beginnt ja etwas abzufärben. Und das trotz sportlicher Erfolglosigkeit. Ansonsten gibt es nicht mehr zu berichten oder entdecktes zu zeigen, die Kreativität leidet momentan halt nicht nur auf dem Spielfeld.

Das Prinzip Hoffnung

Wenn ich das nicht hätte, dann könnte ich heute aufhören, mich dem Fussball zu widmen. Und zu dieser Erkenntnis haben nicht einmal volle 90 Minuten gereicht. Die 2. Halbzeit am Heideweg heute war noch schlechter als das gestern gesehene in Ahlen. Also erst einmal zurück zu den Rot Weissen aus Essen: Ich bin bei weitem kein Fussballlehrer und erlebe den Fussball eher emotional denn analytisch. Aber, ich glaube einen Spielverlauf beurteilen und bisweilen „lesen“ zu können. Und daher komme ich mir heute wie ein Stadionlegastheniker vor, wenn ich die Reaktionen der Trainer Bonan und Wück zu dem Spiel lese. Zum Glück geht es vielen im Forum so, das beruhigt mich. Da ist überhaupt kein Spielsystem zu erkennen, keine Zuordnungen, geschweige denn die Bereitschaft vorhanden,mal für den anderen zu rennen oder Verantwortung zu übernehmen. Bei der Bedeutung des gestrigen Spieles hätten die Ahlener gestern in Grund und Boden gekämpft werden müssen. Nun ist momentan ein Tabellenplatz erreicht, der einen weiteren Abstieg und die Viertklassigkeit zur Folge hätte. Nicht nur sportlich, sondern auch gerade wirtschaftlich ein Super Gau. Ich bin mal gespannt auf die weitere Entwicklung und halte mich am obigen Prinzip fest. Das das heutige Spiel des SV Eintracht dann noch schlechter war (zumindestens in „meiner“ gesehenen Halbzeit), das überrascht dann doch. Es geht doch für die Weinroten um nichts mehr, ausser den Spaß am Fussball und einige Zuschauer zurückzugewinnen. Auch hier kein System auf dem Feld zu erkennen und zudem vielfältige individuelle Fehler. Somit bleibt auch hier nur die Hoffnung auf schöneren Fussball. Das ich trotzdem etwas schönes am Heideweg gesehen habe, möchte ich nicht vorenthalten:

Ohne Worte

So ein Grottenkick muss ersteinmal verdaut werden. Daher gibt es spontan nur Bilder rund um ein Spiel, welches nichts, aber auch gar nichts schönes bot. Und trotzdem war es ein sonniger, schöner Ausflug mit netten Fachsimpeleien diverser Traversennachbarn. Und ich bin der Meinung, ein neuer Trainer muss her.

Dabeisein ist alles

Neben den vielen Dingen, die erlebt oder kommentiert werden: Dann auf die Erlebnisse zu stossen, bei denen man, also ich, live dabei war, das hat noch mehr. (Soviele Kommata, ist das wohl korrekt?). Und somit kommt noch einmal der musikalische Boss zu Wort. Das Lied heissst „Badlands“ und meine Beziehung zu youtube verbessert sich zusehends.

Gleichstand nach Punkten

Nicht unerwähnt bleibt natürlich, dass sich der heimische SV Eintracht anschickt, nach über 2 1/2 Monaten wieder ein Heimspiel am Heideweg zu bestreiten. Die Proteste dürften verpufft sein und hätten bei den erwarteten 400 Zuschauern auch kaum Wirkung. Somit kann sich also ganz auf ein lockeres und schönes Fussballspiel gefreut werden, wenn der Tabellenvorletzte der Oberliga Nord auf seinen Verfolger SV Henstedt-Rhen trifft. Es ist nun mal so: Es geht nicht mehr um Punkte oder Qualifizierungsplätze, sondern einfach nur darum, Fussball zu spielen. Anbei ein Foto der letzten Saison.

Die 1% Hürde

Ich wollte das auch mal ausrechnen, wie hoch wohl meine Chance auf eine EM Eintrittskarte ist. Aber der Kicker war schneller und sicherlich auch genauer unter Beachtung sämtlicher Optionen. Und somit bleibt für jeden Deutschen Bewerber eine Chance von einem sagenhaften Prozent. Da hatte ich aber bei den WM Tickets eine grössere Chance. Es gibt aber schlimmeres. So einen Herrn Zumwinkel zum Beispiel, der sich hoffentlich „indenletztenwinkel“ umbenennt. Warum sind einige niemals zufrieden? Wofür gehen wir dann überhaupt für den „Mehrwert“ auf die Strasse, wenn andere sich „so“ bereichern können. Wenn ich es also schon nicht kann und auf diese Art auch überhaupt nicht will, so bereichert sich hoffentlich der RWE bei den ehemaligen Duftwässerchen aus Ahlen um ganz wichtige 3 Punkte. Begonnen als „TUS“, dann mal „Blau-Weiss“heissend, als Duftnote „LR“ in alle Winde verweht, fimiert der Verein heute als Rot Weiss Ahlen. Und das gefährliche an diesem Verein ist momentan, dass er exakt 2 Punkte hinter RWE und unter dem ominösen Strich steht. Die weitere Tabellenkonstellation bei einem Ahlener Sieg dürfte klar sein. Und genau aus diesem Grunde ist es schön zu lesen, dass sich so langsam der Kader wieder füllt oder andersherum: Das Krankenhaus zur Hafenstrasse lichtet sich. Angst essen Seelen auf, hoffentlich nicht ab 14.00 Uhr am morgigen Samstag. Da es für mich das wichtigste Spiel der Saison ist, fahre ich doch noch ganz spontan hin. Da Mareike Dienst hat, braucht es dazu eine ebenso spontane Oma.Ein Sieg könnte auch über die Baustelle Gebiss hinweghelfen und Ahlen ist noch zu erreichen. Übrigens konnte ich gerade noch die letzten Szenen des Derbys in Manchester auf DSF gucken. Zu diesem Memorial Game hatte jeder Zuschauer einen Vereinsschal um. Beeindruckend.

Lisa aus Bonn

Wenn fränkische Moderatoren ein UEFA Pokalspiel kommentieren, wird aus der portugiesischen Hauptstadt schon mal eine Frau. Egal, mich hat gerade nur wieder die neueste Puma Werbung aufgeregt: Ein Fußballspiel im Jahre 2178 bei dem alle Spieler hässliche Cyborgbeine haben. Rein statistisch gesehen werde ich diese Form des Fussballs wohl nicht mehr live erleben. Und das ist gut so. Da fand ich die anschliessende Werbung schon viel besser, in der drei Bananen bestellt wurden. Der Alptraum Sprachcomputer statt eines persönlichen Services wird da schön karikiert.

fliessender Übergang

Da hatte ich doch heute meine Zahn OP und zudem einen festen Vorsatz: Den Weg in die Narkose wollte ich mal bewusst miterleben. Der Vorsatz allein ist ja schon doof und mitbekommen habe ich es dann natürlich auch nicht. Und zum „Dank“ fühlt sich jetzt sehr viel unterhalb der Nase alles andere als angenehm an. Aber, das vergeht, ich trinke Tee und nehme ab und das Ergebnis wird ein gutes. Das wird dann höchstwahrscheinlich aber auch mein einziges Ergebnis für diese Woche sein, bei dem ich live vor Ort oder auf dem Stuhl war: Ich denke, der kalten Witterung darf ich mich noch nicht aussetzen. Irgendwie hat aber sowieso heute die Kreativität nachgelassen, vielleicht in Verbindung mit nachlassender Medikamentenwirkung ;-). Daher verschiebe ich mal meine Vorberichte zu den Wochenendspielen auf angenehmere Zeiten. Gerade für RWE steht nämlich ein ungemein wichtiges Spiel an und auch der SV Eintracht gibt sich mal wieder Zuhause die Ehre. Bis dahin arbeite ich mich mal weiter in Vista ein. Sooo schlecht wie sein momentanes Image finde ich es nun nicht, sofern einige Einstellungen geändert werden. Und, ich kann jetzt auch DVD`s brennen. Glaube ich zumindestens.

Charlie

Das Leben könnte doch so einfach sein, wenn man Charlie heisst und spielender Co-Trainer der tapferen Amateure von Havant & Waterlooville F.C ist. Oder aber, man heisst Charlie und findet sich aufgrund seines kompletten Namens nicht nur hier wieder ;-). Und das ist noch nicht einmal der richtige Name. Fakt ist: Sein Nachname lautet „Oatway“. Schlicht und ergreifend. Der vollständige Vorname dagegen lautet: Anthony Philip David Terry Frank Donald Stanley Gerry Gordon Stephen. Dafür verantwortlich sind seine Eltern und ihre Liebe zu „QPR“, den Queens Park Rangers aus London. Die komplette erste Elf aus der Geburtssaison 1973 wurde zur Namensfindung hinzugezogen. Warum sich also den Stress machen und Namensbücher kaufen, es gibt doch Fussballvereine. Zu der Kurzform „Charlie“ kam es deshalb, um die Sache für alle zu vereinfachen und demselben eine Identität zu geben. Würden wir also jetzt noch Nachwuchs bekommen, männlich und uns zum Beispiel am aktuellen Eintracht Kader orientieren, so könnte der arme Junge unter anderem „Dennis Dennis Denny Menno Eugen“ heissen. Das wäre doch mal ein Knaller. Aber, die Familienplanung ist abgeschlossen und für den unwahrscheinlichen Fall kommt natürlich nur ein Name in Frage: „Rolf Christel“, damit sind alle Optionen sicher.

Wochenend und Sonnenschein

OK, vielleicht störte der Dienst ein wenig, aber ansonsten war es doch ein perfektes Wochenende: Die Eintracht hat mit ihrem 3:2 Sieg bei der „zwoten“ vom VfB Lübeck die rote Laterne abgegeben und den ersten Auswärtssieg seit 8 Monaten eingefahren. Das freut mich für die Mannschaft. Der RWE stand sogar in einem Finale, na gut: Ein halbes wars: Das Halbfinale des Niederrheinpokals stand an. Gegner war der Oberligist VfB Homberg aus Duisburgs „Dunstkreis“. 1500 an der Hafenstrasse sahen einen mühsamen 2:1 Sieg. Im Finale wartet die Düsseldorfer Fortuna wie vor einigen Jahren. Im Gegensatz zu „unserem“ NfV Pokal hier in Niedersachsen darf am Nordrhein nur der Sieger dieses Spieles in der 1.DFB Pokalhauptrunde gegen den FC Energie antreten. Die niedrige Zuschauerzahl hat mich doch arg verwundert. Scheinbar lässt das Selbstverständnis in Essen den unterklassigen Pokalwettbewerb nicht wirklich zu. Der oft zitierte „Supersonntag“ hatte für uns dann weniger mit Fussball, als mit der frischen Luft zu tun. Diese galt es zu geniessen und trotzdem kam uns der erste „Terrassenkaffee“ Mitte Februar recht komisch vor.

asta la VISTA

Da ich mich immer noch nicht zwischen XP und Linux als mein persönliches Betriebssystem entscheiden konnte, habe ich mir nun noch eine dritte Möglichkeit „aufgehalst“, nämlich das bunte PC Bonbon Vista. Und, das dürfte mittlerweile auch klar sein: Neuerungen im PC Bereich bedeuten selten einen Garant für den Erfolg. Sollte hier also in den nächsten Tagen vermehrt Funkstille herrschen, dann habe ich zur falschen Zeit einen falschen Haken gesetzt, oder mein Router ist nicht mit meiner Entscheidung einverstanden. Möge Qli mit mir sein. Ansonsten habe ich heute noch eine Mail der Akademie für Fussball Kultur bekommen. Ich bin nicht per Zufall in den Verteiler gekommen, sondern bewusst. Das ist ja klasse. Und ich hätte dafür sogar Bildungsurlaub bekommen, denn arbeiten in der Behindertenhilfe bedeutet ja auch immer Integration. Leider lässt es der Dienstplan nicht zu. Ich habe mich trotzdem gefreut und wenn es eine weitere Tagung geben sollte: Da bin ich dabei. Ach, unser WFCG hat heute auch trainiert und alle Spieler/innen waren hochmotiviert. Das integrative Turnier in Nordhorn bestreiten wir natürlich, Nationalspieler hin oder her.

Munich Clock

Der Brite als solcher scheint ja bisweilen reich an Skurilitäten und sein Image ausserhalb seiner Insel ist ja gerade im Fussball nicht immer das Beste. Und doch zeichnet die Briten etwas aus, woran sich andere durchaus mal ein Beispiel nehmen könnten: Gerade in Notzeiten offenbart sich ein Gemeinschaftsgefühl, welches sich dann über alle Partei- oder Vereinsgrenzen hinweg setzt. Hillsborough, Bradford, oder auch aktuell die Tragödie um Phil O’Donnell: Getrauert wird gemeinsam, Zeichen werden gesetzt und das Erbe wird auf vielfältige Art bewahrt. Und heute ist wieder so ein Tag, denn vor genau 50 Jahren wurde das Team von Manchester United durch ein Flugzeugunglück nahezu ausgelöscht: http://www.munich58.co.uk/index.asp. Die Fakten sind bekannt, und fast alle Publikationen wie z.B. die 11Freunde, die WamS oder heute auch die GN berichten darüber. Bittersüß dann fast die weitere Geschichte von ManU: Bis dato eher die Nummer 2 in der Stadt hinter dem Arbeiterverein Man City wurde United nun fast landesweit „everybodys darling“ auf Basis dieser Tragödie. Das United in den darauffolgenden Jahrzehnten aus dem Herzschmerz ein Wirtschaftsimperium generierte, auch eine Tragödie, diesmal auf Kosten der Fans. Wenigstens wird United am Samstag in den Traditionstrikots ohne Werbung auflaufen und diese auch nicht veräussern. Und dann gibt es noch ein schönes Beispiel dafür, in wieweit der Fussball „damals“ noch für den Zusammenhalt stand: Der Vorstand des SV Eintracht Nordhorn hat in einem Telegramm an die Direktion von ManU sein Beileid ausgesprochen und ein Benefizspiel angeboten. Gegner und Ort spielten eine untergeordnete Rolle, der Erlös käme im vollen Umfang den Hinterbliebenen der Opfer zugute. Der Nordhorner Verein wollte so seine Solidarität bekunden. Eine schöne Anekdote und vielleicht sogar mehr wert, als am Rande in den GN erwähnt zu werden. Heutzutage bekommen wir nicht mal ein Vereinsfahrzeug rechtzeitig zum TÜV. Und dann stelle man sich noch mal vor, der SV Eintracht bietet ManU heute ein Freundschaftsspiel an….. Verrückte Fussballwelt.

Nummer 5 lebt

In Zeiten wo es mitunter Hunde und Katzen regnen könnte und ich gegen letztere höchst allergisch bin und erstere für uns noch eine Nummer zu gross sind („puh….“), haben sich drei Frauen höchst undemokratisch verhalten und uns das fünfte Familienmitglied in einer Nacht und Nebel Aktion auf die Terrasse gestellt. Und was soll ich sagen: kultig unser Bollesch namens „Moppelchen“.

Bad

Ich habe es gefunden: Das legendärste „Bad“ aller Zeiten, der Meilenstein in U2`s Karriere schlechthin. 1985, Live at Wembley stürmte Bono wohl noch im preGottschalk Outfit die Bühne und sprach die folgenden Worte: „We’re an Irish Band, we come from Dublin City, Ireland“. Das Intro von „Bad“ begann und wohl auch der Aufstieg an die Spitze der Rockliga und endgültig in mein musikalisches Herz. Es war der 13. Juli 1985 und Live Aid wurde im Jugendzentrum übertragen. Opa Werther von den Echten würde sagen „Ich weiss es noch wie heute oder so…“ Gerade zurück vom Baggersee Haftenkamp konnte ich endlich meinem Umfeld beweisen, warum ich schon seit zwei Jahren nimmermüde diese Band mit dem wohl kürzesten Bandnamen anpreise und bei einem bestimmten Schlagzeugintro die Tanzfläche stürmte. Genaugenommen seit dem 20.08.1983, als der noch jüngere Bono mit einer weissen Fahne und heissem Atem auf der Bühne der Loreley von einem blutigen Sonntag sang. Zornig wie eh und jeh. Zurück zu „Bad“: 4 Lieder von U2 waren eigentlich geplant, aber dieses „Bad“ uferte aus, und so durften Bono und Co. kein weiteres Lied mehr anstimmen. Ich habe diesen Clip schon etwas länger unter „Favoriten“ gespeichert, aber ich wollte noch ein wenig abwarten, wie sich meine Beziehung zu youtube und Co. entwickelt. Und eigentlich hätte ich es auch gerne in die rechte Seitenleiste eingebaut um es permanent abgespielen zu können. Das geht aber scheinbar technisch nicht. Also: Geniessen, erinnern und sich 25 Jahre jünger fühlen. „Wir lagen träumend im Gras…….“

Der Name ist Programm

So, endlich mal stimmen Titel dieser Seite und sein „Namensgeber“ überein: Das gestrige Testspiel der Nordhorner Eintracht gegen den Namensvettern aus Rheine (den älteren noch als Zuschauerhochburg VfB Rheine bekannt) fand definitiv im Rücken der neuen Tribüne und somit in deren Schatten statt. Das Spiel endete 1:1 und ich habe höchstens eine Halbzeit gesehen, davon auch nicht wirklich viel, weil meine Töchter a) den Opa gesucht und b) schwer mit anderen Dingen beschäftigt waren. Ich hätte ja auch den schönen Nachmittag anderweitig draussen verbringen können, aber frische Luft, die gibt es auch am Heideweg immer noch zu geniessen und so ganz kann ich mich auch noch nicht davon trennen. Ein paar andere Zaungäste waren auch vor Ort und der FC Rheine wird mittlerweile von dem Trainer trainiert, den viele weinrote für einen der Besten halten, der jemals am Heidweg aktiv war. Er musste seinerzeit leider dem vonkschen Wahnsinn weichen. Der jetzige Trainer gab sich sehr engagiert und lautstark. Der Vorsitzende und ich, wir grüssten uns, der Ex Manager war auch vor Ort und im Forum hat jemand Angst, unter seinem Namen Kritik zu üben, da es sonst Stress mit den Veranwortlichen geben könnte. Hallo, wir sind in Nordhorn.

Repetitorium

Auf dieses herrliche Wort bin ich durch die WamS gestossen. Und das will natürlich hinterfragt werden, denn dessen Bedeutung war mir bis dato unbekannt: Repetitorium stellt eine komprimierte Wissensvermittlung dar. Soweit war die Bedeutung dieses Wortes klar und wurde ersteinmal gedanklich auf Eis gelegt. Bis heute, denn da wurde mir bewusst: Meine Affinität zu Essen hat seinen Ursprung in Klausheide. Das Buch über die Krupps, welches ich Mareike zu Weihnachten schenkte, brachte sensationelle Neuigkeiten: Klausheide entstammt einem Geschenk von Margarete Krupp an ihre Kinder namens Klaus und Heide. Nun kann ich ja solch Tatsachen nicht einfach stehen lassen, sondern muss weiter forschen. Und siehe da, das Internet hat noch einige andere Fakten parat: Der Klaus ist wohl gesetzt, wurde damals lediglich mit „C“ geschrieben. Die grosszügige Mutter war aber wohl die Berta und von einer Schwester war auch nicht die Rede, sondern an Claus wurde die gängige Bodenbedeckung in der Grafschaft angehangen: die Heide. Das zusammen ergibt halt auch Clausheide. Dazu kam dann alsbald ein Flugplatz und für mich die Frage: Und was ist jetzt mit Heide und Margarete und wer kennt die wahre Geschichte? Übrigens: Bei der Recherche in Sachen Klausheide bin ich auch auf das hocherotische Wort „Etymologie“ gestossen. Aber das lege ich erst einmal wieder auf Eis….
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