Frau Holle

Da haben wir endlich den kalendarischen Frühling erreicht, und anstelle von milden Temperaturen blicken wir morgens auf leicht schneebedeckten Rasen. Somit lockt noch nicht unbedingt der Garten, sondern doch noch eher das Buch. Und daher möchte ich noch einen kleinen Lesetip loswerden: Eine ältere Dame schreibt Erinnerungen aus ihrer Jugend auf. Soweit eine Tatsache, die mich ja nicht unbedingt zum Lesen animieren würde, wenn der Bezug fehlt. Was das ganze Buch aber so interessant macht ist die Tatsache, dass die Autorin Hilde Kyek aus Nordhorn stammt, und ihre Familiengeschichte zwischen den Jahren 1938 und 1959 auf 110 Seiten höchst anschaulich schildert. Das ganze in einem flotten und schön zu lesenden Schreibstil. Und wenn dann auch noch die ein oder andere Zeile über den SV Eintracht der Nachkriegszeit zu lesen ist, dann macht das Buch so richtig Spaß. Nun bin ich ja nicht der Kultusminister, aber wenn wir uns seinerzeit mit Schillers Räubern auseinandersetzen mussten, vielleicht sollte die interaktive Jugend heute mit solchen Büchern konfrontiert werden. Das Buch heisst also „Das Tausend Stunden Haus“ und kann meines Wisssens nur in der Buchhandlung Taube in Nordhorn erworben werden. Im Anschluß an das Buch habe ich dann mal wieder den Film „Das Wunder von Bern“ herausgekramt. Und schon bekamen die Zeilen aus den 50ziger Jahren wieder ein Gesicht. Nicht nur in Form von Ackermann („noch`n Kaltgetränk“) und Co., sondern vor allem durch das grandiose Schauspiel eines Peter Lohmeyer und Sohn.

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