Monatsarchive: April 2008

Stars & Friends

Meine gedankliche Achterbahn geht weiter und findet sich wieder zurück in Essen: Dort hat Thomas Strunz (jahaaa, der Strunz….) den Part des sportlichen Leiters zu sofort übernommen. Allerdings: Die berufliche Vita seit seinem aktiven Karriereende scheint auf Vereinsebene bisweilen eine eher bescheidene zu sein: Sein Part als Manager und Geschäftsführer in Wolfsburg war nicht von Erfolg gekrönt und daher nur von unbedeutender Dauer. Mag aber auch an dem Verein gelegen haben….Das zweite Standbein von Thomas Strunz bewegt sich in der Zunft der Spielerberater http://www.starsandfriends.net/start.php. Sollte ich richtig informiert sein, wird die Arbeit von Thomas Strunz fremdfinanziert und bedeutet somit keine grössere Belastung für den RWE selbst. Auch die Verträge mit Kinowelt-Kölmel wurden modifiziert und bedeuten einen marginalen Schuldenabbau. Ob das funktioniert wissen die Vertragspartner hoffentlich! Solch Dimensionen und Umschichtungen innerhalb der Hochfinanz übersteigen meinen Horizont. Somit scheint aber wenigstens die Zukunft des Vereines Rot Weiss Essen gesichert und dem ein oder anderen Spieler aus dem strunzenden Spielerfundus Spielpraxis garantiert. Und wenn sich dann alle Spieler an den schriftlich festgelegten Grundsatz von Stars& Friends halten, dann behält die alte RWE Maxime Gültigkeit: RWE war wer,ist wer,bleibt wer.

Der finale Charakter

Oliver Kahn sprach einmal: „Interviews von mir direkt nach dem Spiel haben nur bedingte Zurechnungsfähigkeit“. Also dann kann getrost festgehalten werden: Dieser absolut grosse Torwart ist altersmilde geworden. Sein Interview am Samstag direkt nach dem Pokalsieg fand ich völlig in Ordnung und den Tatsachen entsprechend. Zuvor konnte ich eine Halbzeit plus Verlängerung ein packendes Endspiel beobachten, welches von beiden Seiten mit völliger Hingabe geführt wurde. Eine Werbung für Endspiele im allgemeinen. Was mir auffiel war unter anderem die Reinkarnation des Gerd Müller Gens in Form eines Luca Toni und die Suche des Dortmunder Tinga nach seinem taktischen Auftrag. Und trotzdem war es eigentlich der Abend des Rekordhalters Oliver Kahn, den ich seit seiner Viertelfinalgeste bei der WM (die vor dem Elfemeterschiessen) doch noch annähernd sympathisch erlebe. Ihn ändert eh keiner mehr, und das ist auch gut so, denn spätestens in der kommenden Saison wird uns Fußballfans und vor allem den Medien so ein Charakterkopf fehlen.

diebische Elstern

Auch hier in Nordhorn wird fleissig weiter Fußball gespielt. Und zwar bewegte sich der SV Eintracht weiter im Reich der Tiere: Konnten am Mittwoch die Störche aus Kiel mit 2:1 bezwungen werden (nicht 1:0, liebe GN), so klauten gestern die Elstern von Bergedorf 85 die drei Punkte und gewannen am Heideweg mit 3:1. Es waren 150 Fans mehr vor Ort als beim Kick gegen den Spitzenreiter. Ein deutliches Signal dafür, dass kein Handball anstand. Zwei Stunden später wohnten übrigens ca. 4500 Zuschauer dem Weser-Ems Derby zwischen den Meppenern und dem VfB Oldenburg bei. Der Fußballgott ist definitiv in Nordhorn nicht zu Hause, an der Hafenstrasse zu Essen aber leider auch nicht mehr. Ganz traurig ist es aber, dass das Spiel nicht einmal mehr ansatzweise im Forum diskutiert wird. Auch eine Verabschiedung des Managers steht noch aus, auch hierzu von offizieller Seite: Kein Kommentar. Klar, ich könnte ja auch mal wieder einen Beitrag im Forum verfassen, theoretisch wie praktisch auch selbst beantworten und am Leben erhalten, aber was bringt das? Mir persönlich nicht mehr viel, und darum bewegen sich meine Gedanken um die Eintracht hier und für mich selber, oder in persönlichen Gesprächen, Mails und als Zuschauer auf der Tribüne. Und das ich dort in letzter Zeit immer seltener war ärgert mich dann doch, lässt sich aber leider beruflich nun mal nicht ändern.