Kategorie-Archiv: Eintracht Nordhorn

Viva la Zwote

Es war noch zu früh für die erste Fahrt alleine nach Essen. Natürlich bin ich des öfteren allein zu den Spielen des RWE gefahren, aber da existierte mindestens eine telefonische Standleitung. Zudem das Unwetter und auch der Status eines „Freundschaftsspieles“: Die Hafenstrasse muß noch bis zum 20. Mai warten. Erfreulicherweise hat der RWE den Middendorp`schen Kulturschock gut verdaut und die Nachwuchsmannschaft des SV Bayer 04 Leverkusen mit 3:0 bezwungen. Das war das dritte Spiel in Folge ohne Niederlage. Da geht noch was….nee, das war jetzt ein Scherz. Somit gab es die Gelegenheit, recht ungeplant zu einer zweiten Halbzeit an den Heideweg zu fahren. Dort war der SV Wietmarschen bei der zweiten Mannschaft des SV Eintracht zu Gast. Das Spitzenspiel der Kreisliga stand an. Nichts besonderes eigentlich, würde der Spielertrainer der grün weissen aus dem benachbarten Örtchen nicht Gerd „Harry“ Goolkate heissen. Jener Harry, der in der Oberliga Saison 2004/05 44 mal in das gegnerische Tor traf. Jener Harry, der bisweilen als optische Doublette von Stefan Kretschmar durchging; Zuschauerliebling und Gegners Feindbild zugleich, und definitiv der einzige Spieler des SV Eintracht, der es jemals bis in die 11 Freunde geschafft hat (Ausgabe Nr. 50). Harrys neue Manschaft hatte viele Zuschauer mitgebracht, so dass insgesamt fast mehr Publikum anwesend war, als bei den letzten Heimspielen der „1.“. Eintrachts „Zwote“ verlor das Spiel mit 1:4 und auch Harry Goolkate schoss sein Tor.

Ihr seid Leer und wir sind voll

Damals wars, gefühlte 2o Jahre her. Da spielten der SV Eintracht und Germania Leer zum ersten und bis dato einzigen Mal gemeinsam in einer Liga. Es war heiß, und die drei anwesenden Germania Fans zündeten zwei Bengalos, als ihnen der lokale Kultfan aus tiefster Inbrunst im ansonsten wie üblich stillen Eintracht Stadion obigen Satz entgegenschmetterte. Darauf muß man erst einmal kommen. Auf jeden Fall verbinden wir hier ein Spiel gegen die Germania zwingend mit diesem Bonmot. Seit dem letzten „Worst Case“ vom 22. April gab es nun drei Heimspiele am Heideweg. Und siehe da, mit den genesenen Spielern kam auch der Erfolg zurück: Der VfV Hildesheim wurde 2:0 bezwungen, der benachbarte TUS Lingen gar 8:1, und heute Abend eben Germania Leer mit 5:2. Durchschnittlich 210 Fans wohnten diesen, leider sportlich bedeutungslosen, Spielen bei. Bitter umso mehr, kann sich doch der VfB Oldenburg einfach nicht entscheidend absetzen. Den Oldenburgern haftet so langsam der RWE Fluch an, entscheidende Spiele einfach nicht gewinnen zu können. Heute reichte es gerade noch zu einem 3:3 Unentschieden beim alten Rivalen aus dem Emsland. Und nun bitte tief durchatmen: das Spiel sahen 9475 Zuschauer. Gut, im Emsland wird immer viel mit Freikarten gewedelt, aber trotzdem eine riesen Kulisse in der fünften Liga. Fast 4000 Fans mehr als zeitgleich in Essen und natürlich nur gefühlt ein paar mehr als am Heideweg. Trotzdem ist die Mannschaft des SV Eintracht schon jetzt der große Gewinner dieser Saison: Wer sich trotz dieser katastrophalen Vereinsführung so behauptet, der hat allen Respekt verdient.

Mehrwert

Ich mag das rot weisse Gewurste im Doppelpack nicht mehr kommentieren, geschweige denn ab heute live miterleben. Selbst dem eloquenten Thomas Strunz fällt nichts mehr ein, das Wirken der Vertragsspieler seines Vereines auf dem Rasen angemessen zu erklären. Es gibt auch keine Erklärung für solch Leistungen, immerhin wird dafür auch noch bezahlt. Bleibt die Erkenntnis, das auch diese Mannschaft es nicht schaffen wird, den RWE zu ruinieren. Der Verein ist grösser und wird auch diese lange Talsohle überstehen. Beim heimischen SV Eintracht dagegen bin ich mir nach dem heute gezeigten nicht mehr so sicher: Kein Rückhalt mehr in Nordhorn, kein Engagement der Mannschaft auf dem grünen Rasen. Das Spiel gegen den TSV Havelse wurde mit 0:3 verloren. Vielleicht sollten hier mal wieder ausstehende Löhne gezahlt werden. In diesem gebotenen spielerischen Minderwert gab es aber doch noch einen Augenblick voller Sentimentalität und Mehrwert: Die originalen und getragenen Trikots von Sebastian Kehl und Mesut Özil wurden verlost. Ein herzliches Dankeschön an alle Spender.

Worst Case

Das Eintracht Stadion am Heideweg, viel zu selten, aber heute definitiv kein Hort der Glückseligkeit. Das Spiel des heimischen SV Eintracht gegen die Toto Tipper aus Wilhelmshaven generierte zum größten anzunehmenden Unfall am Fußball in seiner spielerischen Form. Das Elend endete leistungsgerecht und unvermögend 0:0 unentschieden. Selbst wenn nur ein Fan der ca. 180 anwesenden Zuschauer Eintritt bezahlt hätte, so bestände in diesem Fall ein Anrecht auf einen gewissen Gegenwert für die monetäre Vorleistung. Ich glaube, ich konzentriere mich für den Rest dieser schlimmsten aller Spielzeiten, und das gleich im doppelten Sinne erlebt, auf den Mai und seine schönen finalen TV Fußballabende.

Innovation

Der Begriff Innovation entstammt wie so vieles schlaues dem Lateinischen (novus, innovatio) und bedeutet wörtlich: Neuerung. Nun steht der heimische SV Eintracht nicht immer für Innovationen im positiven Sinne, aber als Begleiter des Vereines kann man sich wirklich nicht über Langeweile beklagen. Nun also die Neuerung: Der SV Eintracht hat dem „Scouting“, formerly known as „Spielerbeobachtung“ eine Abfuhr erteilt und überlässt es nun potentiellen Neuzugängen, ihre Oberligatauglichkeit selber einzuschätzen. Anruf genügt. Quasi die sportliche Variante vom Berg und dem Propheten, nur andersherum. Aber, ich glaube es steckt hinter dieser simplen Meldung viel mehr. Ich befürchte, dass der ganze Verein zur Zeit nicht über die „Köpfe“ verfügt, die solch Beobachtungen leisten können und wollen. Und was ist sonst noch alles so im Argen beim Verein vom Heideweg? Die Spatzen pfeifen vieles von den Dächern, und wenn die Wahrheit wie immer nur halbwegs in der Mitte liegt, dann kommen noch harte Zeiten auf das Umfeld zu. Und wahrscheinlich auch noch einige,verständliche, lustlose Spiele des kickenden Personals. Zumächst aber die Bitte an potentielle Interessenten: Ruft jetzt an für den SV Eintracht….

Schweigen

Eine Minute dauert 60 Sekunden, eine Schweigeminute bisweilen unerträglich lang. Die Spieler des SV Eintracht betraten den Platz mit Trauerflor und zur Einlaufmusik von Rot Weiss Essen. Das Spiel gegen den Tabellenletzten war irgendwie Nebensache, aber doch der Grund für unser Kommen. Also wurde es im Sinne von Peter angeschaut und nach 90 Minuten stand es 4:2 für den SV Eintracht.

Vorstadt Klaus

Dienstlich bedingt blieben mir nun zwei Tage „Bedenkzeit“, um das Freundschaftsspiel des SV Eintracht und die damit verbundenen Protestaktionen und auch die vielen Gespräche nach dem Spiel zu verarbeiten. Der Kontext aus Gedanken und Gesprächen ist aber geblieben: Die tapezierten Proteste vor und die verbalisierten Bierstandproteste nach dem Spiel waren und sind immer noch mehr als berechtigt. Zu tief sitzt die Enttäuschung über die Vorgehensweise des Vorstandes im Lizensierungsverfahren. Alle Beteiligten, egal ob Fans oder Vereinsmitglieder sind da einer Meinung: Einen ehrlichen Umgang mit der wirtschaftlichen Machbarkeit und folglich einem freiwilligen Vorabverzicht auf einen Lizenzantrag hätte jeder verstanden und wäre nicht böse drum gewesen. Vielmehr hätte in dem Fall der Wunsch bestanden, die Tribüne fertigzustellen oder die Spieler angemessen für ihre sportlichen Erfolge zu entlohnen. Die, auf die es überhaupt ankommt, die haben sich am Freitag als Mannschaft im ursprünglichen Sinne erwiesen und dem BVB Restposten ein klasse Spiel geliefert. Daß das dann mit 1:3 verloren ging, war nicht dramatisch. Ein Unentschieden wäre aber verdient gewesen. Zurück zum eigentlichen Thema: Möglicherweise hat auch der 1. Vorsitzende schon Konsequenzen gezogen, und ist zurückgetreten. Offizielle Verlautbarungen gab es noch nicht . Hier ist aber auch wohl der verpasste Lizenzantrag der berühmte Tropfen, welcher das Fass zum Überlaufen brachte: Anspruch und Wirklichkeit, Kürzungen an der Mannschaft und eigener Premium Dienstwagen, Dinner in der Dusche und Dinner for VIP`s , …die Liste könnte beliebig verlängert werden. Übrigens konnte zu später Stunde und einer Zeit, in der sich „Vorstand raus“ eher nach „Vorstadt Klaus“ anhörte, unter den Fans kein neuer Interessent für einen Nachfolger eruiert werden: Der kleinste, und doch größte Fan, den der SV Eintracht je hatte, widmete sich lieber eigenem Liedgut. Der nächste Kandidat erwiderte auf die Frage nach potentiellem Interesse schlicht: „Ich hau Dir eine rein“. Vielleicht auch ein Beleg dafür, wie schwer die Last dieses Amtes wiegen muß. Die Last annehmbarer Abendfotos war auch eine schwere und konnte von mir nicht zufriedenstellend gelöst werden. Ich muß mich unbedingt weiter in das Thema der angemessenen Belichtung einarbeiten. Nun kommen ein paar Tage Urlaub, vielleicht fällt da etwas Zeit ab. Die Situation um die Führungskrise bleibt natürlich auch spannend und will beobachtet werden. Einen potentiellen Kanditaten gibt es Gerüchten zur Folge schon, und undankbar wie ich bin, stellen sich mir da auch schon vorab die Nackenhaare hoch. Ich habe nur einen Wunschkandidaten, der mit Herzblut, Kontakten und Fachlichkeit dabei wäre.

Yes, we can

Klar, dieser schmissige Slogan dürfte allen noch aus dem US Wahlkampf bekannt sein. Mir kam heute abend der Gedanke, dass der politische Wechsel in den USA und seine beiden Hauptprotagonisten bestens dazu geeignet sind, um Außenstehenden kurz und knapp die herrschenden Verhältnisse beim SV Eintracht zu erläutern: Also momentan wird der SV Eintracht von einem Vorstand geführt, der in seinem Wirken dem vorherigen US Präsidenten „Dabbelju“ und seinem Stab nicht unähnlich ist: Fettnäpfchen werden geradezu gesucht, anstatt ihnen auszuweichen, unnötige Kriegsschauplätze werden eröffnet mit dem Ergebnis, dass es nirgendwo richtig zu einem Frieden führt. Es wird geheuert und gefeuert und der Etat wird für kostspielige Reisen gestreckt. Welche Quintessenz ist also die logische? Richtig, wir brauchen einen wie Barack Obama. Oder sogar ihn selbst. Und wenn das nicht klappt: Momentan würden sogar ein Schwamm und seine Freunde einen besseren Eindruck bei der Mannschaft hinterlassen.

Lizensus interruptus

Die GN meldet gerade in ihrem Internet Auftritt als Top Nachricht, dass die Verantwortlichen des SV Eintracht ihre kompletten Bewerbungsunterlagen für die Regionalliganicht NICHT fristgemäß beim DFB eingereicht haben. Vorweg: Ich war und bin aus wirtschaftlicher Sicht gegen einen möglichen Aufstieg des SV Eintracht in die Regionalliga. Ein mögliches Aufeinandertreffen mit dem RWE spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Nein, nach knapp 37 Jahren „am Platz“ erlaube ich mir einzuschätzen, was geht und was nicht. Aber, wer diesen Vorstand im Verein hat, der braucht keine Feinde mehr. Die Mannschaft spielt erfolgreich, die Stadt Nordhorn macht das Stadion in kleinen und großen Schritten zu einer schönen Anlage mit Charakter, zuletzt wurde noch die alte Haupttribüne „aufgehübscht“, weitere optische Schritte sind geplant. Und dann, ja dann können Erwachsene Männer nicht mit Fristen umgehen. Fristen, das sind die Zeitvorgaben, die es gilt einzuhalten. Dafür gibt es Kalender, Uhren und Wecker oder den Tritt in den Allerwertesten vom Vorgesetzten. Freitag also das Freundschaftsspiel gegen den BVB. Noch einige in dieser Saison werden Dank dieses Versäumnisses folgen. So um den sportlichen Charakter einer Saison gebracht zu werden, das ist schlimm für eine Mannschaft, der vorher noch der Wunsch nach Aufstieg suggeriert wurde. Am Freitag im Spiel gegen den BVB, da würde ich mir einmal im Leben die Atmosphäre einer stinksauren Hafenstrasse hier am Heideweg wünschen. Aber statt in Gummistiefeln gen Meppen verjagt wird sicherlich wieder im VIP Raum der große Zampano gegeben.

still und heimlich, oder aber auch nur vielleicht

Was geht wirklich vor beim SV Eintracht und seinen Entscheidungsträgern hier in Nordhorn ? Ich würde gerne Mäuschen spielen bei diversen Vorstandssitzungen, um nachvollziehen zu können, warum jetzt doch, vielleicht auch in Anbetracht des Tabellenplatzes, die wirtschaftliche Tauglichkeit für die Regionalliga angestrebt wird. Vielleicht hat sich im finanziellen Spielraum wirklich etwas getan, vielleicht soll aber auch die sportliche Leistungsbereitschaft der Spieler am oberen Limit gehalten werden, die ihre Ambitionen durch einen weiteren Auswärtserfolg (4:0 Sieg beim TuS Pewsum) unterstrichen haben. Vielleicht aber werden Gelder aus dem Freundschaftsspiel gegen den BVB schon verplant, nach den Pokalgeldern aus dem Spiel gegen den SV Werder wage ich ja schon gar nicht mehr zu fragen. Vielleicht aber auch wird leichte Hoffnung geschürt, aus dem Fiasko der HSG etwas Kapital zu schlagen. Vielleicht aber interessiert mich das zur Zeit alles überhaupt nicht, weil ich heute wieder lange am Krankenbett desjenigen gesessen habe, ohne den ich mir den SV Eintracht nicht vorstellen kann.

Zur Randerscheinung degradiert (worden)

Neulich fragte mich ein langjähriger Freund und Wegbegleiter, ob ich denn überhaupt noch zu Eintracht gehen würde ? Na klar, schließlich ist und bleibt der SV Eintracht ja mein Heimatverein. Nur, bedingt durch die Wochenenddienste klappt es zur Zeit nicht, so daß ich es eher mit dem Auto nach Essen schaffe, als mit dem Fahrrad an den Heideweg. Aber es stimmt schon, dass sich in den letzten Jahren die Bindung an den Verein merklich gelockert hat. Ich würde mich freuen, wenn von Vereinsseite klar Stellung bezogen wird, ob eine Lizenz für die Regionalliga beantragt wird. Neue Nahrung hat ein solch Unterfangen ja durch den Heimsieg des vergangenen Sonntag erhalten: Preußen Hameln wurde nach 3 maligen Rückstand mit 5:3 besiegt. Also einmal mehr ein Schützenfest. Oder andersherum: Vorne hui und hinten pfui. Der Lohn für diesen Sieg ist die Tabellenführung. Wer hätte das gedacht?

Linderung

Wohl dem, der auch noch einen Heimatverein vorzuweisen hat. Und somit konnte der heimische SV Eintracht ein wenig zur Linderung meiner sportlichen Gesamtsituation beitragen. Das Auswärtsspiel beim SV Bad Rothenfelde wurde mit 2:1 gewonnen. Laut Liveticker auch verdient, stand es doch schon nach 12 Minuten 2:0 für die weinroten. Übrigens gibt sich neben den SV Werder im Pokal nun eine weiterer Bundesligist in dieser Saison am Heideweg die Ehre: Die Borussia aus Dortmund kommt zu einem freundschaftlichen Vergleich nach Nordhorn. Viel wichtiger wird aber wohl die Weichenstellung des Vereines für die Zukunft zu sein. Jeder extra Cent kann da nur hilfreich sein. Lohn des heutigen Sieges: Platz 2 und Punktgleich mit dem Tabellenführer aus Oldenburg.

Randerscheinung

Der samstägliche 3:1 Sieg des SV Eintracht vor 400 Fans am Heideweg gegen die Reserve des VfL Osnabrück war ein mühsam erspielter, so Augenzeugen. Aber in Anbetracht dessen, was sportlich zwischen Freitag und Sonntag noch so in Nordhorn für Schlagzeilen sorgte, gerieten diese 90 Minuten gänzlich zur Randerscheinung: Zum einen waren wir Kloatscheeten (Dazu an anderer Stelle mehr) und kam mir diese handballbedingte Spielverlegung auf den Samstag somit nicht gelegen. Und zum anderen haben die Handballer der HSG massive wirtschaftliche Probleme und planen ihre Insolvenz. Ich darf und will mir kein Urteil über die HSG erlauben, nur wundere ich mich schon, wie scheinbar lethargisch die Fans diese permanenten Negativschlagzeilen über ihren Verein hinnehmen. Aber auch, wie ruhig Nordhorn generell bleibt. Diese Meldungen über den SV Eintracht, Steuerfahnder noch dazu , ausbleibende Zahlungen etc……der Verein würde sprichtwörtlich innerstädtisch in der Luft zerissen werden. Scheinbar haben die schönen sportlichen Erfolge vieles übertüncht und lenken von der Realität ab. Das Schicksal der HSG sollte aber den Verantwortlichen des SV Eintracht Warnung genug sein, denn auch in weinrot ist sicher nicht alles rosarot.

Im Westen nichts neues.

Unglaubliches hatten die Meppener auf die Beine gestellt, um in ihrem Sprudel Stadion eine Wahnsinnskulisse von 8700 Zuschauern begrüßen zu dürfen. Werbung und Freikartenaktion heißt das Zauberwort, welches hier am Heideweg mit einem Fluch belegt ist. Dergleichen findet in ähnlicher Form nämlich kaum bis überhaupt nicht statt. Und natürlich wurde auch wie gehabt das Spiel gegen den Rivalen aus Nordhorn gewonnen. Mit 1:4 verlor die heimische Eintracht recht deutlich im Emsland. Zum Spiel vermag ich nicht viel zu sagen, war ich doch nicht vor Ort und gibt es auch fast keine Stimmen zum Spielgeschehen. Vielmehr widmet man sich den Zeichen der Zeit und somit dem Aktionismus abseits des Spielfeldes und der eigenen Darstellung. Das Spiel selber verkommt bisweilen immer mehr zum Statisten, gilt es doch Stimmung, Boykotte und sonstiges zu kommentieren. Auf Wiedersehen also im nächsten Jahr. Vielleicht sollte ich dann doch mal wieder hinfahren, hat doch mein Aberglaube in dieser Begegnung auch noch nicht gefruchtet.

Rückrunde

Der heimische SV Eintracht startet am Sonntag in seine Rückrunde. In seine deshalb, da diese eigentlich schon letzte Woche mit einem Heimspiel in Angriff genommen werden sollte, das Spiel aber den Bodenverhältnissen zum Opfer fiel. Somit wird der von Lutz Jahnke gezeichnete Gipfelsturm am kommenden Sonntag ausgerechnet in Meppen gestartet. Da in den letzten Jahren ja nur das eine Spiel im Emsland gewonnen wurde, bei dem ich nicht zugegen war, boykottiere ich seit einiger Zeit das Heimstadion des ehemaligen Zweitligisten. Genützt hat es bislang nichts, aber für Sonntag bin ich doch optimistisch gestimmt. Zum einen hat der SV Meppen beim „noch näher Nachbarn“ in Lingen verloren, und zum anderen hat der SVE eine Testspielblamage unter der Woche gutzumachen. An Pokalgelder, Lizensierungsantrag und möglichen Aufstieg mag ich nun gar nicht denken, denn zunächst gilt die alte Fußballweisheit: Rot – Weiss muß Blau – Weiss besiegen und alles wird gut.

ruhender Ball

Ruhender Ball auf dem grünen Rasen. Und trotzdem kommt die Berichterstattung über und rund um das runde Leder wieder in Fahrt. Bisweilen tragisch, wie im Falle von Monika Lierhaus, der wir auf diesem Wege alles erdenklich Gute wünschen, dann aberwitzig, wie im Transfergerangel um Kaka. Da hat der Fußball einmal mehr seine Bodenhaftung verloren und stimmt mich froh, in den niederen Ligen zu Hause zu sein. Dem Spieler Kaka sei es vergönnt, das Beste aus seiner Karriere herauszuschlagen: In der freien Wirtschaft tätig und mit etwas Verhandlungsgeschick behaftet, würde ich das ja auch tun. Aber, was geht in den aktuellen Vereinsbesitzern vor, die ernsthaft glauben, mit solchem Transfer sportliche Erfolge gleich mit im Gepäck vorzufinden? Milan freut sich über 111 (!) Millionen Gewinn, wurden seinerzeit für Kaka „nur“ derer 8 investiert. Mein Glückwunsch geht also an die Rossoneri. Wenn es gut angelegt wird, kann davon die Jugend gefördert werden, die Infrastruktur des Vereines verbessert werden und,und,und. Ich befürchte, das es nicht so sein wird, und bewege mich von der internationalen Bühne zurück auf die heimischen Bretter in Nordhorn: Die Kritik an der Homepage des SV Eintracht wurde gewohnt schnell „abgewatscht“, Differenzen über Wechsel im Jugendbereich werden öffentlich via Leserbriefe ausgetragen, und von den Pokalgeldern weiterhin keine Spur. So langsam kommt mir die Idee, daß die Gelder schon geflossen sind, um den aktuellen Spielbetrieb zu gewährleisten. Im Grunde ist es mir ja „wurscht“, aber ich finde es so langsam an der Zeit, daß der Verein sich dazu äußert. Schließlich gilt es frühzeitig die Weichen zu stellen für den Fall, will man ernsthaft die Regionalliga in Angriff nehmen. Also genau die wirtschaftliche Katastrophenliga, in der der RWE aktuell und wohl auch nächste Saison spielt. Im Westen nichts neues, dieser Slogan stimmt so übrigens nicht, hat doch der RWE beim Westfalenligisten BV Brambauer einen Test mit 3:1 siegreich gestalten können. Neuzugang Mike Wunderlich steuerte einen Treffer bei. Allein der Begriff „Wunder“ im Namen des neuen Spielers könnte doch noch für ein selbiges in Sachen Aufstieg stehen. Aber, nochmal zurück nach Nordhorn: Trotzdem gibt es rund um die weinroten auch mal gute Nachrichten: Einer Anfrage zweier Politiker zufolge wurde die Fragestelltung der Gewaltproblematik im niedersächsischen Fußball erörtert. Heraus kam, daß wir hier in Nordhorn eine absolut weiße Weste haben. Das mag daran liegen, daß der SV Eintracht fast keine Fans mehr hat, liest sich aber trotzdem gut. Gut Lesen läßt es sich übrigens auch zur Zeit: Fußball ist nicht, und darüber, was zur Zeit wieder Quoten bringt, schweige ich mich lieber aus. Jedes Wort ist zuviel. Aber über den aktuellen Lesestoff, da investiere ich noch mal die ein oder andere Zeile.

6 aus 49

das Spiel gegen den VfB Oldenburg brachte dem heimischen SV Eintracht nicht nur drei Punkte, sondern auch die Lottozahlen des kommenden Wochenendes: 9-14-8-4-2-11. Ich spiele kein Lotto, diesen Wink des Schicksals von „ODE“ aus Oldenburg nehme ich aber spaßeshalber mal war. Die Quote dann Montag…….oder aber auch nicht…..

Fußballgott

Phase 1: Mitte der ersten Halbzeit beim Spiel SV Eintracht gegen den VfB Oldenburg: Freistoß für den SV Eintracht, dieser gerät zu balltechnischem Freiwild und wird von einem Mitspieler in Richtung bitterkalter Dezemberhimmel abgeschlossen. Der direkt daneben postierte VfB Block skandiert lautstark in Richtung Eintracht Spieler „Fußballgott,Fußballgott“. Das hat Stil und Witz. So soll Anfeuerung sein. Ansonsten blieb dieses, als Risikospiel eingestuftes, Spitzenspiel recht ruhig und auch die avisierte „dritte Partei“ aus dem Emsland wurde vor den Stadiontoren abgefangen. Dazu blieben die 3 Punkte hier in der schönen Grafschaft, denn der SV Eintracht gewann ein Spiel, welches unter den Platzverhältnissen und dem Unparteiischen litt, ungewohnt mit 1:0. Das fast zeitgleich stattfindende Heimspiel der Bundesligahandballer verhinderte zwar eine größere Kulisse, aber dank der Fans aus Oldenburg dürfte eine vierstellige Zahl Zuschauer im Stadion gewesen sein.

Phase 2: Exakt zeitgleich wurde an der Hafenstrasse das Verfolgerduell zwischen dem RWE und den kleinen Borussen aus Dortmund angepfiffen: Knapp 7200 Fans waren zugegen, als sich die Hoffnungen nach 6 Punkten vor dem Fest in Schall und (Weih)Rauch auflösten: Nach 0:2 Rückstand erkämpften sich die RWE Spieler eine 3:2 Führung in der 70. Minute. Und alles wäre gut gewesen, wenn nicht zwischen der ab der 87. und 92. Minute noch zwei Tore für die Borussen gefallen wären. Endstand nun das Eintracht Standartergebnis von 3:4. Ein verlorenenes Spiel und doch viel mehr: 9 Punkte Rückstand auf den Tabellenführer bedeuten wohl das vorzeitige Ende aller Aufstiegsträume in Essen. Und Freitag, ja da wird dann endgültig die Minuskulisse erwartet werden dürfen. Wir sind trotzdem dabei. Mann gönnt sich ja sonst nichts. Im Forum wird das Spiel gewohnt drastisch abgefrühstückt. „Watt ne Kacke“

Phase 3: 65 Minuten Live Fußball am Heideweg, die letzten erschreckenden Sekunden an der Hafenstrasse per Live Ticker verfolgt: Ein Medium folgt noch, nämlich das Radio und die ewige Schlußkonferenz. Was war ich gespannt auf den vorletzten Satz von Manni Breuckmann, und was sagt er: Sinngemäß in etwa: Bleiben Sie dem Hörfunk treu. Klar, das machen wir, hätte ich auch einen Satz von epochalem Ausmaß erwartet. Vielleicht eine Liebserklärung in Richtung Sabine Töpperwien, wenn sich schon nicht zum RWE bekannt wurde.

Das halbe Dutzend

Also was den RWE Kickern nicht gelingt, das bekommen die lokalen Kollegen des SV Eintracht eine Klasse tiefer umso besser hin: Beim BSV Rehden wurde gleich mit 6:0 gewonnen. Die Torquote eines Eintrachtspiels liegt nun schon bei 4,8. Vielleicht kommen nun auch mal die Nordhorner am kommenden Samstag zahlreich an den Heideweg, wenn es zum Topspiel gegen den VfB Oldenburg kommt. Um 14.00 Uhr beginnt das Spiel, und zeitgleich wird auch das Verfolgerduell an der Hafenstrasse in Essen angepfiffen. Vielleicht auch mal ein Spiel, welches die „Groundhopper“ rot in ihrem Kalender anstreichen können. Spätestens im Falle eines Sieges sehe ich die Vereinsführung in Zugzwang, um sich in Sachen Lizensierung zu erklären und vielleicht auch endlich einmal die weitere Vorgehensweise in Sachen Pokalüberschuß offenzulegen. Die Mannschaft hat es sich durch ihren Tabellenplatz redlich verdient.

Generalabsage

Der Unterschied einer Spielabsage zu einer Generalabsage ist der, dass ein kompletter Spieltag abgesagt wird. So geschehen heute in der Oberliga Niedersachsen West. Also keine Gelegenheit, nach längerer Zeit wieder einem Spiel der heimischen Eintracht beizuwohnen. Schade eigentlich, sind doch gerade die „Small Talks“ ein Grund, überhaupt weiter an den Heideweg zu „pilgern“. Abgesehen vom Spiel natürlich. Aber auch ohne Fußball geht das Leben weiter und somit war heute Winterspaziergang und Co. angesagt. Und Co….., das war unter anderem der Film Horton hört ein Hu. Ein netter Familienspaß, der einige Lacher zu bieten hatte. Insgesamt war der Film aber nicht das große Ereignis, welches die „Trailer“ suggeriert haben. Aber, wir haben ja heute Abend noch die Vorfreude auf einen Tatort. Meine Lieblingskomissare sind wieder auf der Pirsch. Zudem sind noch so großartige Schauspieler wie Joachim Krol und Hanns Zischler mit im Spiel. Übrigens, bei dem Begriff Schauspieler fällt mir auch Michael Mendl ein. Ich hoffe, daß viele am vergangenen Montag den Krimi „Der Tote in der Mauer“ gesehen haben. Ein großartiges Psychodrama als Kammerspiel in tiefster Provinz getarnt. Für solche verpassten TV Perlen bieten sich heutzutage aber immer wieder die sogenannten Mediatheken von ARD und ZDF im Internet an, da können die Filme noch einige Tage später online geschaut werden.

"Ihr seit Leer und wir sind voll"

So mutet die Diskussion in der Fußballecke nach dem feinen 3:2 Auswärtserfolg des SV Eintracht bei der Germania im ostfrisischen Leer an. Es ging um ein Bengalisches Feuer, welches justament von Eintracht Fans gezündet wurde, als das 0:2 fiel. Ein dummer Zeitpunkt zum einen und stellt zum anderen ein Entzünden dieses Bengalos ein bisweilen gefährliches Unterfangen dar. Aber die Gemüter haben sich wieder beruhigt, und das ist auch gut so. Wenn eine „Lichtershow“, dann sollte sie von Seiten des Vereines unter allen Sicherheitsvorkehrungen genehmigt werden. Bei einem Abendspiel kann das nämlich ein unnachamliches Flair erzeugen. Ich denke da an das Pokalhalbfinale des RWE gegen TB Berlin. Egal. Auf jeden Fall zurecht verboten, da schlicht und ergreifend eine zu „heiße“ Kiste. Ansonsten gibt es um den Nordhorner Verein zur Zeit einmal mehr nichts neues zu berichten. Nur, was ist mit den Pokalergüssen monetärer Natur? Ich finde, es ist an der Zeit das sich der Vorstand, vor allem in Anbetracht der Tabellensituation, einmal klar dazu äussert, wir die erzielten Gewinne aus diesem Spiel angelegt werden sollen: Zur Tilgung vorhandener holländischer Altlasten, in Steine zur Festigung der Tribüne, oder in Beine zum Erhalt der Meisterschaftschancen. Zeit also, sich in den lokalen Medien mal wieder interessant zu machen.

Alle neune

Die, in Fußballspiele, hintereinander gewonnen, und schon ist man Tabellenführer. So erging es dem SV Eintracht gestern. Während wir in Münster zu leiden hatten, bezwang der heimische SV Eintracht den langjährigen Kontrahenten aus Hannover vom dortigen SV Arminia mit 4:2. Wieder sechs Tore in einem Spiel, wieder ein doch recht kurioser Spielverlauf, so wurde es uns auf dem Heimweg zugetragen. Der SV Eintracht hat im übrigen auch eine neue Homepage. Die hingegen finde ich weniger gelungen, zu überfrachtet das Design, zu diffus der Wechsel dahin. Die alte Seite war dem Verein angemessen und übersichtlich, an der Aktualität konnte der Administrator nicht gemessen werden, das wäre Sache der Abteilungen gewesen. Da sich viele Nordhorner aber bedingt vielleicht auch dadurch in der Fussballecke eingefunden haben, werde ich mich nicht wieder neu registrieren. Und wo ich mich gerade einmal wieder aufrege: Wer stoppt endlich den Redefluß von Rainer Callmund?

Zu Null

Zwei Spiele, 10 Tore. Entschlüsselt stellt sich das so dar: Der RWE gewinnt sein Altbierpokalspiel beim ehemaligen Zweitligisten, dem FC Remscheid (formerly known as BV 08 Lüttringhausen Remscheid) mit 7:0. Nächster Gegner wird nun die Fortuna aus Düsseldorf (mal wieder) sein. Da der RWE dann den klassentieferen Verein stellt, findet die Partie an der Hafenstrasse statt. Die restlichen drei Tore steuerte der SV Eintracht zu einem gelungenen Fußballwochenende aus meiner rot-weissen Brille dar: Der VfL Oldenburg wurde mit 3:0 bezwungen. 600 Zuschauer wohnten diesem Spiel bei wunderschönen äußeren Bedingungen bei. In Anbetracht der letzten Spiele kann man da schon von einer gerechtfertigten Steigerung sprechen. Aber nach den letzten Erfolgen hat es sich die Mannschaft auch verdient. Spektakel auf dem grünen Rechteck gab es aber heute nicht wirklich. Manchmal frage ich mich wirklich, ob meine fußballerische Wahrnehmung gestört ist, wenn ich auch ein siegreiches Spiel nicht einfach mehr nur gut finde, aber die erste Halbzeit bot definitiv keinen guten Fußball. Gar müde schleppte sich das Spiel gen Halbzeitpfiff. Der da übrigens getätigt wurde von einem ganz schwachen Schiedsrichter. Nach dem Führungstreffer gewann das Spiel der Eintracht deutlich mehr an Sicherheit und ein 6:1 wäre auch verdient gewesen. Die Vechte Ranger feierten sich derweil selber und übten sich zu viert im Wechselgesang und auch die Trommel ist unter dem Dach immer noch zu großdimensioniert. Ja, hier bin ich zu Hause, hier darf ich meckern…Aber natürlich nicht über die Tabellensituation, denn der SV Eintracht ist nun Tabellenzweiter. was sagen eigentlich die Finanzen dazu?
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