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Rolle rückwärts.

Wir haben sie lange nicht mehr gesehen, unsere angestammten und so sympathischen Sitznachbarn. Bis heute. Trotz Dauerkarten für die vergangene Saison war es heute ihr erster Spielbesuch an der Hafenstraße im Kalenderjahr 2017. Sie konnten einfach nicht mehr kommen, hatten den sogenannten Papp auf, waren für den (monatelangen) Moment durch mit unserem RWE und seinem dargebotenem Fußball. Wir, die wir

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Geht wieder los.

Ein Fan des VfL Bochum hat mal festgestellt, dass die Phase vor Saisonbeginn durchaus mit Hoffnung verbunden ist. Wenigstens für die ersten drei Minuten des ersten Spiels. Danach könnten die Ziele eines Fans nachverhandelt werden. Nach dem Auftakt bei der Dortmunder Zweitvertretung bleibt festzuhalten: Wir haben nicht nur die ersten drei Minuten überstanden, sondern halten die Hoffnung worauf auch immer

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Das (Fußball-)Buch ihres Lebens

Was als erstes auffällt ist die Haptik dieses Buches: Bedingt durch den stabilen Einband aus fester Pappe liegt es wunderbar in der Hand und klappt sich entsprechend zu (und wieder auf). Alle Bücher sollten sich so anfühlen und in der Hand liegen. Ein geradezu erwärmendes Gefühl. Eine der Autorinnen dieses Buches fand dann in einem „Post“ noch viel passendere Worte:

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Das Licht am wo auch immer.

Nach der Saison ist vor der Saison. Was bedeutet, dass auch der RWE in absehbarer Zeit wieder in den Ligabetrieb einsteigen wird. Vorbei somit die Zeit der relativen Stille und entspannter Testkicks. Es wird Ernst. Und wir alle wissen, dass mittlerweile mit dem RWE nicht mehr zu spaßen ist. Den Grund kennen wir alle, ist er doch tief in fast

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Der Mann mit dem Koffer. Oder auch: Wo war Frank Kontny?

Keine Angst:  In den folgenden Zeilen ist nicht von Reiner Calmund die Rede. Auch wenn ein solch Aktenkoffer inklusive Treffpunkt „Eiscafé La Perla“ durchaus eine Rolle in einem Film über einen sportlichen Seelenfänger der Wendezeit hätte spielen können. Das besagte Eiscafé befindet sich in Essen Altenessen, existiert also wirklich und die (gute) Seele, um die es hier geht, nimmt einen

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Dialektischer Humor

„Ich freue mich, wenn es Vierte Liga gibt. Denn wenn ich mich nicht freue, gibt es auch Vierte Liga“. Etwas abgewandelt hier ein Zitat von Karl Valentin, dem Meister des dialektischen Humors. Handelt im Original übrigens von Regen. Was ich damit sagen will ist: Ich kann mich über den Fakt Regionalliga aufregen wie ich will, er ist leider und faktisch

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Fünf Jahre. (Aus`m Buch)

Weil wir das Georg-Melches Stadion hatten und verabschieden durften. Mussten. Wenn das Fußballerlebnis des Jahres mit Abstand das traurigste, aber auch das schönste zugleich ist, dann muss es fast zwangsläufig etwas mit Fußball zu tun haben! Denn wo sonst treten Gefühle so gebündelt, so ungefiltert auf? Sind nicht nur einfach gut oder einfach schlecht, sind bisweilen unerklärlich! Es war der

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„Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel, man weiß, dass man nur Pokal bekommt“

Prolog: Schon die Filmutter der allseits beliebten Filmfigur des Forrest Gump ahnte, dass Rot-Weiss Essen in der letzten Dekade seiner sportlichen Schaffensphase eher dem Niederrheinpokal, als der Liga zugetan ist. Hier nämlich fängt man erst einmal ganz gemütlich an: Auf kleinen Plätzen womöglich und weitestgehend unbeobachtet von der eigenen Anhängerschaft, um sich dann vorzuarbeiten zu emotionalen Halbfinal- und/oder Finalspielen mit großer Kapelle.

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„Die Luft des Meisterschafts Finales atmen die Bergeborbecker zum ersten Male!“

Die heutige Überschrift ist Seite Vier der einen Tag nach dem Endspiel von Hannover erschienenen Sonderausgabe zur Deutschen Fußball-Meisterschaft 1955 entnommen. Sozusagen eine Überschrift auf Leihbasis. Einunddreißig Seiten umfasst diese im Original vor mir liegende Sonderausgabe und will mit Samthandschuhen angefasst werden. Zweiundsechzig Jahre ist eine lange Zeit. Sowohl für vergangene Meisterehren, als auch für eine Zeitschrift. Das Titelbild übrigens

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Jetzt tanzen alle Puppen, macht auf der Bühne Licht! Macht Musik bis der Schuppen wackelt und zusammenbricht.

Soweit die Eröffnungsstrophe aus dem Titellied der sicher allseits bekannten und beliebten Muppets Show. Kermit kurz vor der Eskalation. Natürlich muß er sein Ensemble euphorisch präsentieren und die Inhalte der folgenden Show in den höchsten Tönen loben. Aber Kermit darf das, denn er ist zum einen ein Frosch aus Plüsch und zum anderen eine (seinerzeit wundervolle) Erfindung der Unterhaltungsindustrie. Das

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Wird die Eintagsfliege gegen Abend traurig?

Schmetterlinge im Bauch und und eine fast juvenile Begeisterung machten sich seit Tagen breit; äußerten sich in einem beherzten Druck auf das Gaspedal. Nach langen Monaten endlich wieder Hafenstraße! Endlich wieder RWE und endlich  wieder viele wunderbare rot-weisse Menschen. Nun gut: Fans sportlich erfolgreicher  Vereine könnten an dieser Stelle zurecht auch auf das anstehende Spiel verweisen, welches doch prinzipiell stets der Hauptgrund

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Warum Fußball. Vielleicht aber auch: Fußball, warum?

Warum machen wir eigentlich all das, was wir für den Fußball tun?  Tut der Fußball eigentlich auch etwas für uns? Eine Spurensuche auf die Antwort nach der Frage aller Fragen: Warum Fußball? Oder doch eher: Fußball warum? Und vielleicht ist die Fragestellung meinerseits auch nicht immer ganz stimmig. Stimmig aber auf jeden Fall die Zwölf, die hier aufgelaufen ist, um

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1974

Wo wir alle (beziehungsweise der Verein mit Sponsoren und Jens Lehman) dieser Tage einmal mehr den Geburtstag unseres geliebten Vereins feiern durften ( laut DERWESTEN.de sogar zuvor auch mit den Fans. Wovon aber kein Fan etwas mitbekommen hat), verliert der Fußball dieser Tage doch ziemlich viel von seiner Faszination. Die Gründe sind bekannt. Wie wohltuend dann, kommt unverhofft die Vereinschronik von 1907

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Schöpfungsgeschichte

Wenn Vereine gegründet werden, treffen sich Gründer um zu beschließen, dass gegründet wird. Wird jedoch Rot-Weiss Essen gegründet, kommt das fast einer Schöpfungsgeschichte gleich, so viele Personen sind schon von Beginn an involviert. Und außerdem ist auch Vatter Heinrich Melches nicht ganz unschuldig an dieser Vogelheimer Schöpfungsgeschichte: Was legt er auch seinen Söhnen Georg und Hermann 1906 einen Ball unter

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Gestern. Heute. Morgen.

Gestern gab es Rot-Weiss Essen. Heute gibt es Rot-Weiss Essen und auch morgen wird es den RWE geben. So hoffe ich jedenfalls, denn ansonsten wäre ich um einen großen Prozentsatz meines Lebens ärmer. Rasenballsport Leipzig zum Beispiel gibt es erst seit 2009. Das ist lange nach gestern. Ganz ganz lange! Und doch beschleicht sich aktuell das Gefühl im hiesigen Fußball, man

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Frohe Weihnachten!

Auch in diesem Jahr wieder, und weil er so schön und auch so wahr ist: Der Brief der kleinen Virginia O`Hanlon aus New York an die “Sun” aus dem Jahre 1897 und die Antwort des Redakteurs. Bis 1950 wurde dieser Brief jedes Jahr in der “Sun” gedruckt und seit 1977 führt die “WamS” diese Tradition fort (seit 2007 auch Im

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Brief an Jay-Jay

Jay–Jay ist ein ganz besonderer Junge und mit seinem wunderbaren Vater auf der Suche nach einem ganz besonderen Verein. Dafür bereisen beide Wochenende für Wochenende als Wochenendrebellen die Stadien unserer Republik und dafür schreiben Fans verschiedenster Vereine Jay-Jay Briefe, um die selbsternannte „Mannschaft-für-Sohn-Findungskommission“ bei ihrer nicht immer leichten Aufgabe zu unterstützen. Aber sind wir doch mal ehrlich: Eigentlich kann es doch

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Der sechzigste Geburtstag

Walter Ruege wird heute sechzig Jahre jung und sitzt gefühlt seit ebenso vielen Jahren am Mikrofon der Hafenstraße. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag lieber Herr Ruege. Als kleines Geschenk und Dankeschön (auch an die Fahnengirls) das siebte Kapitel. Später hoffentlich auch noch die drei Punkte, die diesen runden Ehrentag ziemlich rund machen würden. Ich bin überzeugt, die Mannschaft möchte Sie heute auch

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Der offene Blog an den DFB

Lieber DFB, natürlich kannst Du nicht jedes Deiner einzelnen Fußballschäfchen kennen. Dafür sind wir doch viel zu viele und zählen Millionen. Also versuche ich einfach mal so, Dir einen Wunsch zukommen zu lassen, der mich schon seit längerer Zeit beschäftigt: Vielleicht ist es Dir ja noch gar nicht aufgefallen vor lauter strategischen Planungen die Zukunft betreffend. Zudem will muss auch

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Scherenschnitt

Hans-Joachim Watzke möchte nicht so enden wie unser aller RWE, und muss daher mit dem BVB immer den Sprung auf monetäre und globale Züge schaffen. Egal in welche Richtung diese auch fahren; Thomas Müller beklagt sich zurecht über aufgeblähte Qualifikationsrunden zu immer mehr aufgeblähten Turnieren bei Gegnern, die immer öfter nur noch sportliche „Opfer“ sind. San Marino jedoch kontert mindestens und

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SUNSHINE ON LEITH. ABSATZ Zwei.

Eigentlich war ich mit Absatz eins ja noch nicht wirklich fertig. Die Idee war, dass, wenn nun alle Vereine ihre Ligen verlassen und „rübermachen“ wollen, auch der RWE einfach eines Tages die Regionalliga West verlässt. Lass die einen ihre Superliga für Sofafans und wieder andere eine  Liga Nordish by Nature schaffen usw. Wir gehen nach Schottland und versuchen in der

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Zürich. Fundstück FCZ Museum.

Die Klagen über undiszipliniertes Verhalten vieler Zuschauer bei Fußballspielen nehmen leider immer noch zu. Da ist es ganz interessant, was eine grosse Zeitung in Madrid ihren Lesern für Ratschläge gibt: Sechs Fußballregeln für Zuschauer: Glaube nicht, das die Ehre deiner Stadt von den Stiefeln der Fußballspieler abhängt. Es ist ausserordentlich schwer, eine erregte Debatte mit dem Nachbarn zu führen und

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Quartalsbesprechung.

Wochenlang bestimmten ungute Ahnung nebst Voruntersuchung; weitere Untersuchungen inklusive Hoffen und Bangen die eigene Gefühlslage. Alles nur, um auf den Tag zuzusteuern, der die Wahrheit bringen sollte. Unweigerlich kam dieser Tag „X“ und mit ihm der Termin beim hiesigen Urologen. Bei Betreten des Sprechzimmers wusste ich eigentlich schon Bescheid, umgab meinen Kopf daher sicherheitshalber mit einem imaginären riesigen „Wattebausch“, welcher

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